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Orchideen, Knabenkräuter

Orchideen, Knabenkräuter (bot. Orchis)


Orchis. Orchideengewächse, zur Ordnung Cypripedium reginae, Königsfrauenschuhder Spargelartigen (Asparagales) gehörig.

Siehe auch den Einführungstext zu Stauden, Sommerblumen_allgemein und die anschließenden Artikel.

Zimmerorchideen: Alle Orchideen brauchen Feuchtigkeit, Licht und Wärme. Zugluft unbedingt vermeiden. Die Verhältnisse in den (Sub)-Tropen müssen möglichst ähnlich gestaltet werden. Höhere Temperaturen bedingen meistens höhere Luftfeuchtigkeit. Mindestens 50% sind erforderlich, wird nur eine Luftfeuchtigkeit von 40% erreicht, müssen die Orchideen täglich vormittags übersprüht werden. Am meisten haben sich mit Kies und Wasser gefüllte Wannen unter den Orchideentöpfen bewährt, aber die Töpfe dürfen nicht direkt dem Kies aufliegen. Die Verdunstung kann verbessert werden durch ein Heizkabel in der Wanne. Man kann stattdessen auch zuätzlich mehrmals am Tag fein verteilt Wasser über den Pflanzen versprühen. Mehrere Topfpflanzen nebeneinander sind günstiger für ein feuchtes Kleinklima als nur eine Pflanze. Ab E 9 ist genügend Feuchtigkeit in der Luft, Sprühen ist nicht mehr von Vorteil. Auch die Düngung entfällt.

Die meisten Orchideenwurzeln sind von einem Mantel umgeben, in dem Wasser gespeichert wird. Ist dieser Speicher voll Wasser, erscheint er grün, ist er eher silbrig, ist er leer. Zum Gießen eignet sich weiches, zimmerwarmes, sauerstoffreiches, leicht saures Wasser, (sauberes) Regenwasser oder entsalztes Wasser, gekauft oder aus Kühlschrank und Trockner. Je mehr die Pflanzen an Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen, umso weniger darf gegossen werden. Die meisten Fehler werden gemacht durch zu reichliches Gießen, die Wurzeln werden faul und die Blätter gelb. Im allgemeinen wird während der Vegetationszeit nur alle 7 - 14 Tage gegossen. Zeigt sich ein dunkelgrauer Belag auf der Pflanzerde (Blaualgen), ist das ein Hinweis auf schlechtes, d.h. zu alkalisches Wasser. Dann Enthärtungsmittel anwenden oder das Wasser über Torf laufen lassen. Orchideen in Räumen unter 20° werden alle 10 Tage gegossen. Die Lichtdauer sollte mindestens 10 - 12 Stunden/Tag betragen, u.U. muss man mit künstlicher Beleuchtung nachhelfen. Dazu sind auch Leuchtstoffröhren geeignet, die man mindestens 15 cm über den Pflanzen installiert. Topforchideen sollten immer am (Doppel)-Fenster gezogen werden, Südfenster müssen aber im Sommer schattiert werden. Helle Ost- und Westfenster sind gut geeignet, Phalaenopsis gedeihen auch an Nordfenstern. Normale Tagestemperatur um 18 - 23°, auch etwas höher während des Sommers, dagegen ein paar Grade niedriger im Winter. Die Nachtabsenkung ist bei allen Orchideen erwünscht, sie sollte aber 5° nicht überschreiten. Diese Absenkung ist bei vielen Arten notwendig, um später Blüten zu bilden.

Allgemeine Regel: Orchideen mit dickfleischigen Blättern brauchen höhere Temperaturen und vertragen mehr Sonne als solche mit zarten. Orchideen, die 'temperiert' zu halten sind, benötigen 20°, 'kühl' zu haltende 15°. Diese bleiben immer auf ihrem Platz. Alle Orchideen außer der letzten Gruppe schätzen Ferienaufenthalt im Freien, sobald es Sommer (Juni) geworden ist. Übermäßige Sonne ist zu vermeiden, aber die natürliche Umgebung macht die Orchideen kräftiger und lässt sie Temperaturschwankungen besser überstehen als im Zimmer. Sie können draußen Temperaturen bis 30° aushalten. Sie sollten auch gegen Regen geschützt stehen. Spätestens E 9 werden sie wieder ins Haus geholt. Danach haben sie ihre Ruhezeit, die richtige Temperatur dafür ist in der Regel 10°, heller Stand ist notwendig. Es wird nur ganz wenig gegossen. E 1 werden die Orchideen wieder umgewöhnt an normale Zimmertemperatur. Ohne Ruhezeit gibt es keine Blüten. - Steckt man einen dünnen Holzstab bis auf den Topfboden, so kann man erkennen, ob wieder gegossen werden muss: Nämlich dann, wenn das untere Drittel nicht mehr feucht ist.

Gegossen wird immer morgens und immer nur auf die Erde. Wintergärten und beheizte Kleingewächshäuser sind ebenfalls geeignet. Warme Heizungsluft muss umgeleitet werden, z.B. durch eine senkrecht stehende Pappe am Fensterbankrand. Orchideen mögen frische Luft, aber keine Zugluft, und schon gar keine kalte Zugluft. Das ist besonders wichtig für solche Pflanzen, die etwas abgeschottet stehen, z.B. in einem Terrarium. Ein schwach ausgelegter Ventilator kann dann Abhilfe schaffen.

Orchideen benötigen nur wenig Dünger, mit einem Spezialdünger aus dem Fachhandel kann man am wenigsten verkehrt machen. Sonst geht man davon aus, den zehnten Teil dessen zu nehmen, der bei anderen Blumen angewendet wird. Gedüngt wird nur alle 2 - 4 Wochen und niemals auf ein trockenes Wurzelwerk. Auch die meisten Orchideen brauchen eine Ruhezeit, um danach blühen zu können. Sie ist meistens im Winter. Noch weniger Wasser, kein Dünger ab Ende September und niedrigere Nachttemperaturen in dieser Zeit kommen dem entgegen. Frühestens nach 2 Jahren müssen die Orchideen umgepflanzt werden. Der richtige Zeitpunkt ist dann, wenn neue Triebe über den Topfrand wuchern, die Wurzeln faulen und an den Wurzeln kleine dunkelgrüne Zellen sichtbar sind bzw. das Substrat zersetzt ist. Das sollte alle zwei bis drei Jahre der Fall sein. Der neue Topf sollte etwa eine Nummer größer sein. Bei der Wahl sollte man beachten, dass bei Tontöpfen mehr gegossen werden muss als bei Plastiktöpfen. Plastiktöpfen ist aber aus verschiedenen Gründen der Vorzug zu geben.

Einen Tag vor dem Umpflanzen werden die Pflanzen gut gegossen. Dann werden die Wurzeln mit einem Messer vom Topfrand gelöst, wird das alte Substrat vorsichtig entfernt, werden vertrocknete und faule Wurzeln mit scharfer Schere abgeschnitten und dabei nach jedem Schnitt das Werkzeug desinfiziert. Zusätzlich die Schnittstellen mit Holzkohlepulver einpudern. Zu lange Wurzeln werden gekappt. Den Boden des neuen Topfes (ein Gittertopf ist optimal) mit einer Dränageschicht aus Blähton oder sauberem Kies bedecken, die Pflanze in den Topf stellen und dann das neue Substrat, leicht angefeuchtet, zwischen die Wurzeln schieben, so dass kein Hohlraum entsteht, aber auch nicht übermäßiger Druck ausgeübt wird und das Substrat locker bleibt. Eintriebig wachsende Pflanzen werden in Topfmitte gesetzt, mehrtriebige mit dem ältesten Trieb am Rand, so dass sich am entgegengesetzten Teil die neuen Triebe ausbreiten können. Den Topf etwas aufstoßen, damit sich die Erde setzt. Danach werden sie an einen warmen, schattigen Platz gestellt und nur einige Tage lang besprüht oder es wird über die Pflanze für einige Tage ein durchsichtiger Folienbeutel mit einigen Löchern gestülpt. Erste Düngung nach etwa 5 - 6 Wochen.

Es gibt besondere Zusammensetzungen für die Orchideen"erde" im Fach- und Versandhandel, auch aus besonderen Styroporchips (Orchid Chips). Einige Züchter empfehlen für ihre Orchideen mehrere Erden, die je nach Art speziell zusammengemischt sind. Die Düngung ist dann abhängig von dem Substrat. Man kann sich auch das Substrat selbst herstellen aus Rinden von Kiefern und anderen Nadelhölzern, gemischt mit Holzkohle, Kokosfasern, Kies oder Blähton, Torfmoos. Nur Cymbidium und Frauenschuh mögen auch einen Lehm- und Sandzusatz, außerdem etwas Blumenerde. Auch die Haltung in Form der Hydrokultur ist möglich bei Cattleya, Cymbidium, Lycaste, Oncidium, Paphiopedilum, Phalaenopsis. Anlässlich des Umtopfens kann die Pflanze auch geteilt werden. Bei der alten Pflanze sollten dabei mindestens drei Bulben verbleiben, und auch die neue sollte mindestens drei Bulben erhalten.

Viele Orchideen können auch als Epiphyten auf einen Baumstamm aufgebunden werden. Dafür eignen sich Ahorn, Apfelbaumäste, Baumfarnziegel, brasilianischer Baumfarn, Eichen-, Robinien- oder Ulmenäste. Die Orchideenwurzeln werden mit Sphagnum-Moos umhüllt und mit breiten erdfarbenen Nylonstreifen auf dem Stamm befestigt. Sie brauchen im Sommer tägliche Überwachung, damit das Moos nicht austrocknet.

Es gibt etwa 1100 Gattungen und 30.000 verschiedene Arten. Durch ihre Bereitschaft, Hybriden zu bilden, gibt es zusammen mindestens 100.000 verschiedene Pflanzen, wobei innerhalb der Sorten auch noch Variationen möglich sind. Gemeinsam ist ihnen der Blütenbau, der immer aus drei Blumenblättern und drei Kelchblättern besteht. Eines der Blumenblätter, das untere, weicht immer von der Gestalt der anderen ab, z.B. ist es als Sporn ausgebildet (Miltonia) oder als Schuh (Cypripedium) oder als Lippe (Cymbidium). Die Vermehrung muss weitgehend den Fachleuten überlassen bleiben, die die Meristemvermehrung industriell eingeführt haben. Aus einem wachsenden Trieb werden geringe Mengen herausgeschnitten und unter definierten Bedingungen herangezogen. Dadurch kann man auch besonders schöne Exemplare klonen. Für den Eigenbedarf teilt man die Orchidee beim Umtopfen.

Ascocentrum. Diese Orchideenart sollte es schon bei über 18° warm haben.

Brassavola digbyana. Wachstumsbedingungen siehe Cattleya. Die Urform hat eine hellgrün-weißliche Blüte mit stark gefranster Lippe, die auch ihren meisten Hybriden eigen ist. Sommerblüher.

Cambria. Schöne Farben und große Vielfalt kommen hier zusammen. Sie gedeiht auch in Wohnräumen. Danach gibt es eine kurze Ruhezeit, danach gibt es viele Triebe in rot. Niemals Blätter welken lassen, sie steht dann zu trocken oder zu warm.

Cattleya. Sie ist sehr beliebt und wird mit ihren vielen Hybriden oft angeboten. Meistens hat sie große, duftende Blüten mit breiter, gewellter oder gefranster Lippe, die sehr große Durchmesser bis fast 30 cm erreichen können.

Sie werden wie folgt unterteilt: Die Unifoliaten oder Labiaten haben einzelne Blätter, die aus den Pseudobulben herauswachsen, die Bifoliaten treiben Blüten zwischen paarigen Blättern aus den Pseudobulben. Die ersteren sind oft höher gewachsen. - Pseudobulben sind Verdickungen am Stängelgrund, die Nährstoffe und Wasser speichern können.

In der Wachstumszeit von 3 - Herbst Ost- und Westfenster, Südfenster von 10 - 17 Uhr schattieren. Während des Sommers auf die Terrasse bringen. Dort vertragen sie bei hellem Licht bis zu 30°. Im Winter möglichst sonnig, Südfenster optimal. Temperaturen in der Wachstumszeit am Tage 20 - 25°, nachts 15 - 20°, in der Ruhezeit im Winter 18 - 20° bzw. 13 - 15°. Die Ruhezeit deutet sich an durch geringeres Wachstum. Luftfeuchtigkeit über 50%. Kräftig sprühen in der Wachstumszeit, nur während der Blütezeit einschränken, damit die Blüte keine Flecken entwickelt. Wenn im Winter der Pflanzstoff trocken ist, einige Tage trocken lassen, dann leicht befeuchten. Blütezeit der Hybriden Frühjahr - Winter, C. bowringiana Herbst, C. citrina Frühjahr. Einziger Wermutstropfen: Die rosalila Blütenpracht dauert nur zwei bis drei Wochen. Aber ihre Blüten gehören zu den größten, die die Gattung der Orchideen zu bieten hat. Orchideen für jedermann. Vor allem für Südfenster.

Coelogyne cristata Hohlnarbe: Blüten 5 - 7, reinweiß, Spätwinter - Frühjahr. Sie muss während des Sommers gut gegossen werden, die Menge wird aber bis zum Herbst stark reduziert. Umtopfen nur, wenn notwendig. Sie kann bei kühleren Temperaturen kultiviert werden und ist eigentlich unproblematisch in der Haltung.

Cymbidium devonianum Kahnorche, Zwergorchidee: Optimal während der Sommerzeit auf der Terrasse halten, kleine Pflanzen im Fenster. Vor starker Sonne schützen, z.B. durch den lichten Schatten von Bäumen. Mehrmals die Pflanzen auf der Terrasse übersprühen an heißen Tagen, das Substrat darf während des Wachstums nicht austrocknen. Viel Licht und Temperaturen nicht unter 15° in Frühjahr und Sommer. Wichtig ist die Temperaturabsenkung in der Nacht wegen des Anreizes zur Blütenbildung. Blüte meist in Herbst, Winter oder Frühjahr, danach kühler stellen, etwa 12 - 15°. Sobald neue Triebe aus den Pseudobulben wachsen, muss regelmäßig gegossen werden, aber immer erst, wenn die Erde ein bis 2 Tage trocken geworden ist. Gute Schnittblume. - Bei zu warmem Stand kann es zu 'Ziehharmonikawuchs' kommen ohne Blütenbildung. - Eine eigentliche Ruhezeit kennt die Cymbidie nicht.

Cypripedium, Frauenschuh: Es gibt die eigentliche Gattung Cypripedium aus Amerika, die Gattung Phragmipedilum, die Gattung Selenipedilum und die Gattung Paphiopedilum. Letztere mit ihren Hybriden wird am meisten angeboten. Siehe dort. Im Garten ist er bei sorgfältiger Behandlung gut zu ziehen. Er braucht auf jeden Fall schattige Lage und gut humosen Boden. - Geeignet auch für handelsübliche Steingartenstauden.

Aki. Sie ist winterhart. Man kann sie gut im Gartten kultivieren. Blüte beginnt Mitte Mai, sie wird nur 35 - 60 cm hoch.

macranthos var. speciosum, großblütig, rötlich, 5 - 6, 20 cm. Halbschatten, jap. Frauenschuh, für draußen und drinnen. Boden locker, krümelig. Winterhart.

Sebastian. Neuheit ab 2008. Sie ähnelt der amerikanischen Wildform Cypripedium montanum, die von Sammlern illegal aus der Natur entnommen und zu hohen Preisen weiterverkauft wird. Jetzt wird Sebastianum für jeden Hobbygärtner erschwinglich sein, er stammt aus gärtnerischer Vermehrung. Die Orchidee besticht durch aparte Blüten in Weiß-Bordeauxrot an schlanken, bis zu 60 cm hohen Sprossen. Sie bildet innerhalb weniger Jahre vieltriebige Horste mit oft zwei Blüten je Stiel. Blütezeit ist Ende Mai.

Hauptwirkstoff: Angenommen wird der Stoff Cypripedin.

Dendrobium jamesianum: Dieser Baumwucherer muss während der Wachstumszeit halbschattig gehalten werden, Ost- und Westfenster; Südfenster von 10 - 17 Uhr schattieren. Im Winter möglichst hell stellen. Künstliches Licht bei Nordfenster ca. 3 Stunden täglich. Wenn nicht möglich, bei 8 - 12° halten. Temperaturen während der Wachstumszeit 4 - Herbst am Tage 20 - 25°, nachts 15 - 20°, in der Ruhezeit im Winter 12 - 15° bzw. 8 - 12°. Die Ruhezeit deutet sich an durch geringeres Wachstum. Hohe Luftfeuchtigkeit und viel Gießwasser beim Wachstum, aber danach wenig gießen, der Ballen kann fast ganz trocken werden. Die Erde muss ganz locker sein. Blütezeit mehrere Monate. 10 - 12° sollte der Unterschied schon sein.

Dendrobium x Nobile - Hybriden können im Sommer bis zu 30° aushalten, im Winter mögen sie es kühl bei 10 - 15°. Während des Wachstums feucht halten, danach nur selten gießen. 

Dendrobium x Phalaenopsis - Hybriden benötigen ganzjährig Zimmertemperaturen, sie werden in dieser Zeit nur mäßig gegossen. Sie blühen viele Monate lang ununterbrochen. Selten umtopfen, sie wachsen gern in kleinen Töpfen.

aggregatum, gelbe Blütentrauben, 4 - 5 cm Durchmesser. Hell stellen, die Blüte erscheint im Frühjahr; nach der Wachstumsperiode kühl stellen. Ein Holzblock als Unterlage bietet ihr angemessenen Lebensraum. Blütezeit Frühjahr.

fimbriatum oculatum, 12 - 18 orangelbe Blüten im Frühjahr, Durchmesser bis über 7 cm.

Doritis: Die Blätter sind deutlich kleiner als die der Phalaenopsis. dafür sind sie aber auch besonders haltbar.

Epidendrum: Sehr empfehlenswerte Sorten.

radicans, leuchtendrote Blüten, 2 - 3,5 cm groß, ganzjährig blühend. Sie braucht Anlehnung an einen kräftigen Stock oder eine Säule. Zurückhaltend gießen, nur dann, wenn der Ballen fast trocken ist. Keine Staunässe. Lockere Erde.

vitellinum, leuchtendrote Blüten wie radicans, aber mit orangefarbener Blütenlippe. Blüte in Herbst und Winter. Wenn die Pseudobulben ausgewachsen sind, ist starke Zurückhaltung in Bezug auf Gießen erforderlich. Gut für Hängekörbe geeignet, sie sollte genügend Licht abbekommen.

Epipactis-Hybride. Es leuchten bis zu 15 große und prächtig gefärbte Einzelblüten, dennoch ist sie anspruchslos. Sie bildet bald stattliche Horste. Auch hervorragend als Schnittblume. 6 - 7, Höhe bis zu 60 cm, Sonne, Halbschatten. Auch als Wasserrandpflanze geeignet.

Laelia: Verwandt mit Cattleya, lebt als Aufsitzer (Epiphyten). Man kann sie auch im Glasbehälter aufziehen. Immer feucht halten. Bei Beginn der Heizperiode sollte die Temperatur in der Nacht um 5 - 10° gegenüber dem Tag abgesenkt werden.

pumila, Blüte im Herbst, 1 - 2 Blüten, purpurfarben, Blütenlippe karmesin mit gelben Streifen, 10 cm groß.

Alba (weiss), Dayana (purpurrosa), Prästans (purpurrosa).

Lycaste: Diese Art ist für den Heimgärtner besonders empfehlenswert. Sie brauchen viel Wasser während der Wachstumszeit, sobald die Blätter eintrocknen, muss die Zufuhr stark eingeschränkt werden: Die Pseudobulben dürfen aber nicht einschrumpfen.

aromatica. Blüten orangegelb, stark duftend, reichblühend, Durchmesser bis 3,5 cm. Lange Blühdauer, Frühjahr.

cruenta, Blüten orangegelb, Durchmesser bis 7, 5 cm, Dauerblüher, nicht duftend. Blüte Frühjahr.

skinneri (virginalis), Blüten bis 17 cm Durchmesser, weiß mit rosafarbenem Hauch, Kelchblätter rosa. Dauerblüher. Lange Blätter, bis 50 cm.

Alba, reinweiß.

Miltonia: Stiefmütterchen-Orchideen. Epiphyten. Flache Bulben. Blätter riemenförmig, 50 cm. Halbschatten, keine direkte Sonnenbestrahlung. Bei warmem Standort um 22° muss die Nachttemperatur deutlich niedriger liegen bei 15/18°. Ruhepause im Winter, dann wenig gießen. Sonst muss die Erde immer etwas feucht sein. Blütendauer bis 4 Wochen, jedoch nicht geeignet für den Schnitt. Hohe Luftfeuchtigkeit erwünscht. Bei zu warmem Stand kommt es zu 'Ziehharmonikawuchs'.

spectabilis, Blüten weißlich, bis 7 cm Durchmesser, manchmal rosa überhaucht am Blütengrund, Hoch- und Spätsommer.

Moreliana, blau mit rosa Blütenlippe.

roezlii, 3 - 5 Blüten, weiß, duftend, bis 10 cm Durchmesser, mit Purpurfleck an der Basis. Blüte 5 - 6. Hybriden in Blau- oder Rottönen, gelb und grün. Blütezeit 5 - 6.

Odontoglossum: Zahnzunge, Tigerorchideen. Blüten sind mit Streifen oder runden Ornamenten gezeichnet. Für die Haltung im Heim gut geeignet. Sie braucht luftige, feuchte Umgebung; im Winter viel Licht und eher kühlen Stand. Sommerhitze mögen sie nicht, sie müssen dann schattig gestellt werden. Der Wurzelgrund sollte ganzjährig feucht sein, im Winter allerdings weniger gießen. Diese Pflanzen kennen keine Ruhezeit. Bei Beginn der Heizperiode sollte die Temperatur in der Nacht um 10 - 12° gegenüber dem Tag abgesenkt werden. Hohe Luftfeuchtigkeit erwünscht. Die sternförmigen Blüten erscheinen bis zu drei Monate lang. Orchideen für jedermann.

cervantesii, Blüten weiß mit braunen Streifen.

citrosmum. Bis zu 10 Blüten, stark duftend, rosafarben, 6 cm Durchmesser, Frühjahrsblüher.

grande Harlekin-Orchidee. 5 - 7 Blüten bis zu 16 cm groß, in braun und gelb. Winterblüher.

laeve entfaltet ihre Blüten ab Oktober. Sie duften nach Gewürzplätzchen.

Oncidium ornithorhynchum: Schwielenorchidee. Blüten ähneln beschwingten Schmetterlingen, braun, gelb, dunkelrot, gestreift und gepunktet. Temperaturen in der Wachstumszeit am Tage 20 - 25°, nachts 15 - 18°, in der Ruhezeit 15 - 18° bzw. 12 - 15°. Halbschattig, Ost- und Westfenster, Südfenster schattieren von 10 - 17 Uhr. Im Sommer auf die Terrasse platzieren, aber regengeschützt. In der Ruhezeit bis Februar möglichst sonnig. Kräftig gießen, wenn Pflanzstoff trocken ist, in der Ruhezeit nach der Blüte (Winter) nur leicht anfeuchten. Viele kleine rosafarbene Blüten an verzweigten Stängeln, 20 mm groß, Herbstblüher. Sie werden umgetopft, sobald die Bulben aus dem Topf herauswachsen. Dabei entfernt man die Bulben. Schneidet man den Stengel nach der Blüte bis zur nächsten Knospe zurück, treibt er nach wenigen Wochen wieder aus. Orchideen für jedermann.

Paphiopedilum (Früher Cypripedium), Frauenschuhorchidee. Hybriden: Temperatur während der Wachstumszeit 3 - 10 am Tage zwischen 20 - 25°, nachts 18 - 20°, in der Ruhezeit 18 - 22°, bzw. 15 - 18°. Halbschatten, keine direkte Sonne, grünblättrige etwas kühler stellen als solche mit geflecktem Laub. Topferde muss Lehm und Blumenerde enthalten, auch etwas kohlensauren Kalk. Ganzjährig feucht halten, im Winter weniger Wasser, aber nicht die Pflanze dabei einnässen. Wasser in den Blattachseln führt zur Fäulnis. Passt gut zu Begonien, Farnen, Primeln und Schattengräsern, die eine feuchte, schattige Umgebung schaffen. Im allgemeinen treibt die Pflanze nur eine Blüte. - Eine eigentliche Ruhezeit kennt diese Orchidee nPaphiopedilum, Frauenschuhorchideeicht. Die Blätter dieser Gattung leuchten dunkelgrün, manchmal sind sie auch marmoriert. Der untere Teil der Blüten erinnert in seiner Form an feines Schuhwerk, die beiden äußeren Blütenblätter sind oft kunstvoll gedreht: Mädchenhaft schön verzaubern sie ihren Betrachter.

acaule, stengelloser Frauenschuh, große, ovale Blätter, grünliche Blüten mit roter, dunkel geaderter Lippe. Mai/Juni ist Blütezeit. Verlangt kalkarmen Boden.

barbatum, Blüten weiß mit Streifen, Blütenlippe dunkelpurpurrot, Stängel ist bis 30 cm lang. Sommerblüher. Dankbar für feinen Sprühnebel im Sommer.

calceolus, heimischer Frauenschuh, rotbraune Blüten mit hellgelber, rotpunktierter Lippe. Blütezeit Mai/Juni, Höhe 30 cm. Verlangt kalkhaltigen Boden.

chamberlainianum, sie kann bis zu zwei Jahre an ein- und demselben Blütenstängel blühen. Man sollte ihn möglichst in Rindensubstrat eintopfen, damit die Wurzeln genügend Luft bekommen. Im Sommer mag er einen schattigen und luftfeuchten Platz im Freien erhalten. Orchideen für jedermann.

cordigerum, herztragender Frauenschuh, grünliche Blüten mit kleiner gelber oder weißer Lippe, innen rotgetupft. Blütezeit Mai/Juni, Höhe 30 - 50 cm. Sie braucht einen kalkarmen Boden.

delenatii, Blüten rosa, aromatisch duftend, Sommerblüher.

himalaicum, purpurrote Blüte, gelbe Lippe mit roter Aderung, Blütezeit Mai/Juni, 25 cm Höhe, braucht kalkhaltigen Boden.

insigne Sanderae, mit hinterem weißen Kelchblatt und hellgrüner Basis, Blumenblätter gelb. Unkompliziert zu halten. Winterblüher.

macrantum, purpurrote Blüten Mai/Juni, Höhe 30 - 40 cm, braucht kalkhaltigen Boden.

philippinense, Kelchblatt weiß mit brauner Zeichnung, Blüte bis 15 cm lang. Sie braucht Temperaturen über 21° und sehr hohe Luftfeuchtigkeit.

pubescens, gelbbraune Blüten Mai/Juni, Höhe 40 cm, braucht kalkarmen Boden.

reginae, Königinnen-Frauenschuh, weiße Blüten mit karminrosa Lippe, Juni, Höhe 30 cm, kalkfeindlich.

spicerianum, Kelchblatt weiß mit grüner Basis und rötlichem Mittelstreifen, die Blütenblätter sind gelbgrün mit rötlichem Mittelstreifen. Winterblüher.

Phalaenopsis (Hybriden), Falterorchidee: Blüte ähnelt einem Nachtfalter, meist rosa, aber auch gelb/dunkelrot. Standort hell. In der Wachstumszeit 2 - 11 in allen Himmelsrichtungen, jedoch von 9 - 18 Uhr keine direkte Sonne, in der Ruhezeit möglichst hell. Ist das nicht der Fall, sollte eine künstliche Lichtquelle installiert werden, damit sie nicht ihre Knospen abwirft. Temperaturen in der Wachstumszeit am Tage 22 - 28°, nachts 20 - 24°, in der Ruhezeit 22 - 24° bzw. 18 - 20°. Ganzjährig mäßig feucht halten: Alle zwei Wochen kurz tauchen in kalkarmes Wasser, etwa alle zwei Wochen mit einem Orchideendünger, im Winter einmal monatlich. Staunässe ist der häufigste Pflegefehler. Das Substrat sollte vorher immer leicht ausgetrocknet sein. 1 + 12 nicht düngen. Nicht in die Triebspitze gießen wegen Gefahr der Fäule. Wird der abgeblühte Stängel zurückgeschnitten über der dritten Blüte, treibt die Pflanze erneut aus. Bei Pflanzen aus dem Gartencenter handelt es sich meist um Hybriden. Blütezeit bis zu sechs Monaten, bei manchen Arten auch ein Jahr oder länger. Dagegen blühen Naturformen aus dem alten Blütenstand - sie darf man also niemals kürzen. 

Für helle Nord-, Ost und Westfenster gut geeignet. Blüht Monate 3 - 6 Monate lang, darunter duftende Sorten. - Sobald sich das Herzblatt bildet, muss umgetopft werden. - Eigentlich sind im Substrat alle wichtigen Nährstoffe enthalten, so dass nicht gedüngt werden muss. Im Sommer könnte man mit organischem Orchideendünger in sehr geringer Konzentration etwas nachhelfen. Sie vertragen keine dauerfeuchte Erde. In durchsichtigen Töpfen (Glas) fühlen sich Orchideenwurzeln wegen des Lichtgewinnes wohler als in undurchsichtigen.

Neue Formen: Little Ladies. Sie erinnern an Wildorchideen. Table Dance-Orchideen begeistern mit mehreren Blütenrispen, kleineren Blättern und kompakten Wuchs. Waterfall-Orchideen haben überhängende Rispen, an denen auffallend große und perfekte Riesenblüten sitzen.

Umtopfen und dabei viel verdichtetes Substrat von den Wurzeln entfernen. Bei zu geringer Luftzufuhr können Spinnmilben und Thripse auftreten. Dunkle Sprenkel und Streifen weisen häufig auf eine Viruserkrankung hin, alles sofort entfernen. Gelegentlich bilden diese Orchideen Kindel am Blütenstiel, die man abschneiden und pflanzen kann. Orchideen für jedermann.

Roter Frauenschuh. Cypripedium x ventricosum. Eine außergewöhnliche Kreuzung zwischen dem sibirischen und dem europäischen Frauenschuh, offenbar sehr robust. Farbwechselnde Blüten, elegantes Aussehen. 5 - 6, bis zu 60 cm Höhe, Halbschatten, winterhart.  

Vanda: Hohe Luftfeuchte und viel Wärme erforderlich. Bei Beginn der Heizperiode sollte die Temperatur in der Nacht um 2 - 5° gegenüber dem Tag abgesenkt werden. Die Pflanzen weisen eine einzige durchgehende Sprossachse auf, an der die Blüten stehen.

Blue Magic, große blaue Blüten mit Schachbrettmuster. Anzucht ohne Substrat am West- oder Südwestfenster bei 15°. Hohe Luftfeuchtigkeit. Täglich etwas sprühen. Für Südfenster.

caerulea. Sie sind besonders wegen ihrer Zuchtformen außergewöhnlich. Sie stammt ursprünglich aus dem indischen Assam/Burma und ist blaublütig, was bei Orchideen selten vorkommt. Die zart bis kräftig blauen Blüten erscheinen zu mehreren an den Rispen, die an einem aufrechten Stiel wachsen. Dieser ist dicht an dicht von ledrigen, fleischigen Blüten umgeben.

Zygopetalum:

Zygopetalum mackii ist am bekanntesten. Viele Blüten, angenehm duftend, etwa 7 cm groß, Herbst. Blütenblätter hellgrün mit purpurfarbener Sprenkelung. Danach Ruhezeit bei 12 - 16°. Viel Licht. Im  Sommer regengeschützt auf der Terrasse platzieren.

Kissen-Orchidee Sunlight-Hybride. Sie macht in den Frühlingsmonaten Hoffnung auf große Blüten. Es sind viele, große, jede braucht etwa 6 - 8 Wochen. Es handel sich um eine Promaenea-Mischung in gelb oder nur leicht gesprenkelt. Die Blütenfülle sucht ihresgleichen. Blütenmonate 3 - 6, Halbschatten. Liefergröße 10 - 15 cm, komplett mit Keramiktopf. Temperatur gegn 20°. Alle 7 Tage sollte gegossen werden, von Mai - September mit jedem 2. Gießen düngen. Man kann sie auch während der Sommermonate im Garten gießen. Höhe insgesamt etwa 50 cm (Pötschke).

Die einheimischen Orchideenarten sind nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen von 1978 geschützt. Außerdem unterliegen sie auch dem Naturschutz. Sie dürfen nur mit besonderer Genehmigung gehandelt werden. Durch die EU ist aber der zusätzliche nationale Schutz entfallen:

Cypripedium

acaule. Amerikanischer Frauenschuh. Diese Orchidee ist sehr angepasst an alle Umstände, mit ihrem kriechenden Wurzelstock, in denen bis zu 80 Blüten stehen, steht sie oft allein. Für kalkarmen Boden wie geschaffen. - Das Wurzelrhizom sollte 5 cm unter der Erdoberfläche gepflanzt sein. Im Mai braucht die Pflanze erhöhte Bodenfeuchtigkeit. 15 cm Höhe, Mai bis Juni. Sie verträgt dann auch ziemlich viel Sonne. Lebensdauer ziemlich kurz.

calceolus Frauenschuh. Halbschatten. Er kann in lichten Laubwäldern gefunden werden. Er bekommt seine drei- bis fünfblättrigen Triebe mit zwei oder dreiblättrigen Blüten zum Blühen. Rotbraune Blüten mit hellgelber Lippe. Höhe 30 cm. Kalkhaltiger Waldhumusboden im Halb- oder Vollschatten. Blüten rotbraun mit gelber, rot punktierter Lippe. Blüte Mai bis Juni. Diese Pflanze kann sich auch allein zwischen den Farnen guit behaupten.

parviflorum, kleinblütiger Frauenschuh. Er liebt den Halbschatten und lockeren Boden.

parviflorum, Frauenschuh-Hybride Gisela, sie kann nach einiger Zeit einen wunderschönen Ausblick bieten.

reginae Königsfrauenschuh (Bild ganz oben). Er hat weiße Blüten. Höhe 30 cm. Kalkfreier Moorboden, fast sonnig. Blüte weiß mit karminrosa Schuh, Juli.

 

Dactylorhiza incarnata Fleischfarbenes Knabenkraut. Dactylorhiza incarnata, Fleischfarbenes Knabenkraut

maculata Geflecktes Knabenkraut.

majalis Breitblättriges Knabenkraut.

praetermissa Übersehenes Knabenkraut.

purpurella Purpurblättriges Knabenkraut.
















Spiranthes-spiralis Herbst-Wendelorchis, Orchidee des Jahres 2001.

Knabenkraut-Hybriden sind seit 1998 im Handel, auch Frauenschuh-Hybriden werden vereinzelt angeboten, obwohl sie selbst für Fachleute schwierig zu handhaben sind. Sonst gelten die Hybriden als robuster und einfacher zu pflegen. Eine Vermehrung durch Samen ist im allgemeinen nur durch den Fachmann möglich, da dafür spezielle Pilzarten notwendig sind.

Cypripedium macranthum var. spec. , Cypripedium japonicum, Frauenschuh braucht einen geschützten, halbschattigen Platz im Garten ohne direkte Sonneneinstrahlung, Höchsttemperatur 30°. Der Boden sollte sehr humos, locker und kalkhaltig sein. Optimal ist eine Mischung von je 30% Lehm und feinem Blähton wie z.B. Seramis, 20% Humuserde und 20% Sand, kalkfrei. Pflanztiefe 2 - 3 cm unter der Oberfläche. Immer etwas mulchen, damit kein Unkraut aufkommt, im Herbst abräumen, damit sich keine Schnecken darunter festsetzen. Die Pflanze ist winterhart. Düngung am besten mit angerotteten (Buchen-)Blättern, vor allem im Frühjahr. Boden nicht bearbeiten, auch keine anderen Pflanzen im Umkreis von 25 cm dulden. - Vor allem während des Austriebes auf Schnecken achten.

Begleitpflanzen sind niedrige Farne, Schlüsselblumen, Veilchen. Selbstbefruchtung, die Samenkapsel öffnet sich nur bei Regen, damit der Samen in tiefere Erdschichten gespült wird. Findet er den passenden Pilz, dauert es 12 Jahre, bis die neue Pflanze blüht.

Vegetative Vermehrung durch Rhizom-Schnittlinge im Frühjahr. Man entfernt die Erde vorsichtig und schneidet von einem älteren Teil ein Stück ab. Dieses Teilstück wiederum in kleinere Teilstücke schneiden und im Schatten von Bäumen oder Sträuchern einpflanzen. Die Erde dafür sollte man aus einem Gemisch von zerkleinertem Sphagnum (2), Nylonfasern (1) und Lehm (3) herstellen, diese Erde immer feucht halten. Schon im nächsten Frühjahr zeigen sich neue Triebe, nach weiteren zwei Jahren blühen sie. - Frauenschuhe sind bis -20° frostfest. Trotzdem sollte man bei Kahlfrösten etwas Laub oder Reisig als Abdeckung verwenden. - Bei Spätfrösten im Frühjahr die jungen Triebe mit einem Gefäß abdecken.

Orchis rupentris, Knabenkraut, Blütenschlund dunkelpurpur, Blütenenden weißlich, 6 - 7, 8 - 10 cm. Für Orchideenerde. Schatten. Nur mit Wasser besprühen. Das männliche Knabenkraut, purpurrot blühend, wurde zur Orchidee des Jahres 2009 gewählt. Die Pflanze wird etwa 70 cm hoch. Deutscher Arbeitskreis Heimische Orchideen http://www.heimische-orchideen-forum.de/

Dactylorhiza-Hybride, Knabenkraut. Blüte auf festen Stielen, purpurrosa, 5 - 7, 40 - 50 cm. Sonne und Halbschatten, auch für feuchten Boden kalkhaltig, wenig gedüngt.

Epipactis palustris x gigantea, Sumpfwurz-Hybride Sabine, ist sehr vermehrungsfreudig und blühstark.

Bewährte Garten-Orchideen

Bletilla. Japan-Orchideen.

Sonne - Vollschatten. Leichtwachsende, winterharte Erdorchidee für frischen, humosen und kalkreichen  Boden. Sie braucht allerdings einen Winterschutz. Begleitpflanzen: Alpenglöckchen, Gedenkemein, Primeln, Schaumblüte.

Bletilla striata, schilfartige Blätter und orchideengleiche, purpurrote Blüten im Juni und Juli. Höhe 35 cm. Eine Blüte ähnlich der Cattleya.

Pleione. Tibet-Orchideen.

Leicht zu kultivierende Erdorchidee, für leicht schattige, geschützte Lage mit humosen Waldboden. Trocken überwintern ist wichtig. Begleitpflanzen: Schwachwachsende Fetthennenarten, zierliche Gräser, Farne, frühblühende Steinbrecharten.

Pleione formosana, hellrosa, cattleyenähnliche große Blüten, 15, 5 - 6 blühend.

Pleione limprichtii, dunkelcattleyenrosa, 10 cm, 4 - 6 blühend.

Bletilla striata. Purpurrot, schilfartige Blätter. 35 cm. 6 - 7 blühend.

Frauenschuh-Hybriden wie Emil, Gisela, Ingrid, Michael sind viel robuster als die Wildform. Sie lieben einen halbschattigen Platz und einen lockeren, humosen Boden. Passende Begleitpflanzen sind Farne und Gräser, die wenig Nährstoffe verbrauchen.

Arbeitskreise Heimische Orchideen, Heinrich Blatt, Bismarckstr. 9, 61169 Friedberg 06031/680522 begin_of_the_skype_highlighting              06031/680522      end_of_the_skype_highlighting
Deutsche Orchideengesellschaft, Flößweg 11, 33758 Schloss Holte-Stukenbrock
Deutsche Orchideen-Gesellschaft Bernd Treder, Niedernhausen dog@orchidee.de
Deutsche Orchideenfreunde  www.orchidee.de/
Vereinigung deutscher Orchideenfreunde, Herderstr. 12a, 85055 Ingolstadt  www.orchideen-journal.de/

 

Schadbild Vorbeugung Bekämpfung
Abgestorbene Blattspitzen
entstehen meistens durch trockene Luft. Während der Vegetationszeit öfters sprühen. Schalen mit Wasser aufstellen.  
Asseln
Fraßschäden. Siehe unter 'Asseln'.    
Blattfleckenkrankheit
Flecken durch Pilzinfektionen. Siehe 'Blattfleckenkrankheiten'. Freier Austausch der Luft muss möglich sein, keine stehende Luft, kein Zug. Befallenes vernichten.
Blattläuse
Siehe unter 'Blatt-/Blutläuse'.    
Blüte entfällt
Ruhepause wurde nicht eingehalten oder es wurde in dieser Zeit zuviel gegossen. - Die Luftfeuchtigkeit war zu niedrig, sie sollte um 65% herum liegen. Ggf. Luftbefeuchter aufstellen oder täglich sprühen mit weichem Wasser. - Die notwendigen Temperaturen gemäß Pflegeanweisung wurden nicht eingehalten. - Sie haben im Sommer zuviel Sonnenlicht abbekommen (vor allem weichblättrige Orchideen sind empfindlich) oder standen im Winter zu dunkel. Ggf. eine zusätzliche Beleuchtung anbringen für 9 - max. 12 Stunden. - Die Ernährung muss nach den Pflegeanweisungen vorgenommen werden. Orchideen brauchen nur wenig Nährstoffe und dies nur während der Wachstumszeit. Die Konzentration muss weitaus geringer sein als bei anderen Zimmerpflanzen, etwa 10%. Am besten fährt man mit den einschlägigen Spezialdüngern..    
Grauschimmel
Blüten werden fleckig und faulen danach. Siehe unter 'Grauschimmel'. Freier Austausch der Luft muss möglich sein, keine stehende Luft, kein Zug.  
Nassfäule
Blätter und Neutriebe sind befallen, sie riechen übel, werden braun. Siehe 'Bakterienkrankheiten'.    
Orchideenrost
Pustel an den Blättern, gelb oder rot. Siehe unter 'Rostkrankheiten'.    
Schildläuse
An den Blattunterseiten wachsartige, dunkle Schilde. Blätter verkrüppelt, sie fallen später ab. Siehe unter 'Schildläuse'.    
Schnecken
Siehe unter 'Schnecken'.    
Spinnmilben
Blätter steif, umsponnen, wenig Blattgrün, Zellen silbrig-gesprenkelt, später braun werdend. Siehe'Milben'.    
Thripse
Blattoberseiten mit silbrig-hellen, luftgefüllten Zellen, Unterseite schwarze Kotflecken. Siehe unter 'Thripse'.    
Verbrennung / Überhitzung
1)durch zu starke Sonneneinstrahlung, sie zeigt sich an den Blättern. Sie haben weißliche, unregelmäßige Flecken, werden später trocken und dunkeln nach. 2) Wie vor, die Flecken sind mehr gelblich und eingefallen, sichtbar auf beiden Seiten. Bei Cattleyen sind die älteren Blätter stark in Mitleidenschaft gezogen, an den jungen sind keine Veränderungen zu sehen. 1)Beschatten, besonders nach Besprühen mit Wasser. 2)Auf richtige Temperatur achten, ggf. muss auch mehr gegossen werden. 2) Ggf. Standort ändern, kühler und feuchter halten.
Virenkrankheiten
Blütenfarbe scheckig, Blätter sind verkrüppelt, verfärbt (z.B. weißlich) und wachsen nicht mehr. Siehe 'Viren, Mykoplasmen'. Geometrische weißliche Zeichnungen auf den Blättern von Cymbidium, Odontoglossum und Oncidium oder erhabene schwarze Flecken, in Reihen hintereinander, bei Cattleya oder Cymbidium.   Befallenes vernichten. Pflanze vernichten
Wollläuse

Die Tiere sind mit Wollfäden überzogen. Durch die Saugtätigkeit werden die Blätter gelb und bleiben im Wachstum zurück, u.U. werden sie auch abgeworfen, zusammen mit den Blüten. Auf den Pflanzen bleibt ein klebriger Honigtau zurück, der sich durch Schwärzepilze einfärbt. Es gibt viele Arten, die in Glashaus und Wohnung auftreten. Nachwuchs durch Eier oder lebende Junge. Die jungen Läuse befallen oft neue Pflanzen, Alttiere bleiben meist auf dem einmal besetzten Platz. Siehe unter 'Blatt-/Blut-/Wollläuse.

   
Wurzelfäule
Die Wurzeln zeigen bräunliche Flecken, manche sind ausgetrocknet und hohl. Siehe 'Wurzelfäule'. Überdüngung und übermäßiges Gießen vermeiden. Nur kalkarmes und zimmerwarmes Wasser verwenden. Während der Ruhezeit Wassermenge vermindern. Keine Staunässe. Alle faulen und hohlen Wurzeln abschneiden. Anschließend mit Knoblauchtee und Kohlepulver behandeln. Substrat und Topf erneuern.
 

Einige weiterführende Orchideen-Links:

Bilder: www.detlevbehrens.de/Gallerien/Heimische_Orchideen.html und www.detlevbehrens.de/Gallerien/Europaeische_Orchideen.html

Arbeitskreis Heimische Orchideen www.europorchid.de

Deutsche Orchideen-Gesellschaft e.V., Flössweg 11, 33758 Schloss Holte-Stukenbrock www.orchidee.de/

Vereinigung Deutscher Orchideenfreunde, Geschäftsstelle Rita Jonuleit, Mittel-Carthausen 2, 58553 Halver.

Orchideen-Journal www.orchideen-journal.de/


 

Gruß Bioeule23! Miesbach, den 18. Juni  2010 .

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