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Bioeules zusätzliches Jupiter-Forum! Paraneua-Bioeule! www.paraneua.de/jupiter.htm ?

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1827)
Leider bin ich wieder ein
aus
01.04.03 13:30
 
eMail:

Nachricht:

Das Rot in www.paraneua.de/UntitledFrame-3.htm stammt nicht von mir!
Im Quelltext ist von mir neu geändert nach "Tast it! Click!".www.paraneua2002.de/mystischerose.jpg

Ob meine Hacker auch "Jesuiten", "jung und unfrisiert" sind, wie man im Netz über solche "Individuen" erfahren kann?

Gruß Paraneua-Bioeule!
 
1826)
Denkmalpflege in neuem St
aus
01.04.03 12:55
 
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Nachricht:

In Münchens sehr Altem Hof,
war's, dass mein Vater mühevoll an liebevollen, detailreichen Restaurationen schuf!
Das wurde jetzt erneuerungsbedürftig?
heruntergeschlagen für Diskurs-Kultur hurtig!
Weg mit dem alten Schnirkel-Schnörkel-Kram:
Es glant doch, wenn die Bayern ihr Weiss-Blau in Rauten samt dö Lederhos'n mamm'!
Auch sonst steht nicht in so besondrer Gunst:
Von meinem Vater, Wilhelm Braun, bei aktueller NewWorld-Billigst-Manier - die Kunst!
Sie sollten in München vielleicht in die sonst nicht unbedingt reizvolle St.Pius-Kirche gehen:
Brauchen in Visier nicht unbedingt nur das bombastische Kreuz des ehemaligen Münchner-Akademie-Direktors nehmen!
Betrachten Sie die Fenster!
Ein Teil soll, wie Gerüchteküche verlautet, bald werden abgenommen!
Drum würd' sich Ihr Besuch in St.Pius lohnen!
Wenn Sie die Glasfenster moderner Künstler in Schweiz und Frankreich kennen,
was Qualität betrifft, da braucht sich mein Künstlervater Wilhelm Braun viel weniger als Chagall-Überdruss hier schämen!
In Surberg/Obb. können Sie mal fragen, warum Sie die Fenster meines Vaters zugunsten mittelmässiger jetzt auf dem Speicher haben?
Dochwenn Sie in St.Georgen, Chiemgau, sind, trotz ehemaligem Volkszorn gefallen Ihnen in der Nachmittagssonne die Fenster bestimmt!
Herr Dr.Fellerer als Kondolenz-Beitrag zwar meint, mein Vater ein Vergessner schon zu Ende seines Lebens war!
Doch weiss ich nicht, ob hier nicht jesuitisch-böser Wunsch hier Vater des Gedankens war!
Herrn Dr. Fellerer als Kind ich fand sehr kühl!
Auch damals mir schon mancher Prälat wie später in Limburgs Hohem Dom missfiel!
Ich hielt's noch nie so unbedingt mit dem Salon!
Viel lieber hab' ich "Volkes Ton"!
Ach ja, in meinem Forum gibt's:
Mystische Rose in Würzburgs Marienkapelle von meinem Vater mit einem Click!

Gruß Paraneua-Bioeule!
 
1825)
Paraneua, von Jesuiten fl
aus
01.04.03 12:35
 
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... Gruß Paraneua-Bioeule! ... sich durchaus in Grenzen, während "Rumsfelds" samt "Jesuiten"-Flügeln
ergehen ... Sie wird sogar vom rechts-"Fromm"en Marcuse-Flügel ...
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... Nur tote Fische schwimmen mit dem PeterSchollLatour"Jesuiten"-www.utopie1.de ... Gruß
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... Gruß Bioeule, alias Paraneua, alias usw ... SPD betätigt sich als Trümmerfrau: Im Grunde
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esoterikderweltrelig
... Gruß Bioeule, alias Paraneua, alias usw ... SPD betätigt sich als Trümmerfrau: Im Grunde
Rechts und Links ... es erzählt: Welch "Himmelfahrten" "Jesuiten" nicht nur ...
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Gelobt sei, was gehackt wird! Weisse Rose Aktuell! www. ...
... weblog Gruß Paraneua, weiter ... schweden jesuiten -----
Vilnius ... des Rechts liberum ...
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Bioeules Forum
... liest auch Karl May liest rechts?katholisch doch ... E-Mail: keine e-Mail Gruß Paraneua!
2223.) Name: Währungspolitik "jesuiten werth" (vielwerth-Stichwortpolitik ...
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Bioeules Forum
... in dem gewollten Verwirrspiel der "Illuminaten-Jesuiten-Politik" Gleichzeitigkeit ... seinen
von Links und Rechts bekämpften eigenwilligen ... Gru0ß Paraneua-Bioeule ...
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Bioeules Forum
... Dass ich sowenig "Links" und "Rechts" will gefalle ... www.blitz-buch.de/Paraneua Nachricht:
Wahlbetrug ... Die gesamte "lluminaten-Jesuiten"-Schicksals-Spiel-Anmassung ...
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1824)
Lokalpolitik am Beispiel
aus
01.04.03 12:18
 
eMail:

Nachricht:

In Miesbach findet indiskreter Blick
zur internationalen Kultur-Abbau-Politik!
Du brauchst nur schauen bei dem "Buch am Markt".
dass auch der Bücherwurm nicht einer ist, der zukünftig noch sinnlich darbt!?
Ein "Aus" für Engel wird dort postuliert:
So kommt bekannter Spruch zur Geltung, wonach man lebt ganz ungeniert?
Findest Büstenhalter und Tütü
vor den Büchern, damit Kultur mit Schmetterlingen von "Papillon" sich abbaut -wie im Hui!
Dies ist neue "Anmut", neue "Würde"?
Schiller ist samt Goethe ausser Diwan für Miesbachs "Somuncus" Bürde!
Doch man tut was zur Bestandsaufnahme:
Auch in Miesbach "PISA" hamma!
Ob's dem Volke wirklich nützt:
dank Sozialstaat in dem Rathaus östlich bald manch Fensterberahmung nach aussen stürzt?
Doch Beamte sind gezwungen sich des Protests enthalten durch Eid?
Auch die Höllenfahrt hat jetzt Beamtenzeit!
Wenig Gelder werden nur genehmigt für soziale Zwecke?
Bürger sollen strecken sich nach neu gehängter Decke?
Die bis in den achten Himmel kaum reicht:
Ob 'ne Miesbacher Bauernschlacht wie weiland die Sendlinger hier was erreicht?
Leider sind die Knagge-Schmied-von-Kochel-Seiten für mich gesperrt:
Diese Lesung durchaus ins anti-"jesuitische" Forum von Bioeul's Geheul gehört!
Ganzes Isartal nicht nur verseucht?
Aus Kalabrien der jesuitisch Nachschub kam, mir deucht?
Vor der edlen Münchner Michaelskirche, wo ich lustlos wurd gefirmt 1959 im braven Blümchenkleid:
Wurden Aufständige gestapelt, nachdem sie der Tod erreicht!?
Sollten Sie sich wehren wollen,
wie die Bioeul' auch dem "sozialen Tod" Sie rechnen sollen?
Doch wie anfangs schon zitiert:
"Ist dein ruf mal ruiniert ....!"

Gruß Paraneua-Bioeule!
Auch wo's um die Förderung
 
1823)
Paraneuas "Jesuiten"-Para
aus
01.04.03 11:54
 
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832) Statt "nekrophiler" Politik und ihren okkulten Zumutungen über Flügel-Strategien: aus Kein 08.02.03 - 12:22
eMail: Keine URL: http://www.unsichtbarekirchechristi.de.tf

Nachricht:
Fortsetzung von Eintrag 8222: Rudolf Steiner: Das Ereignis der Christus-Erscheinung in der ätherischen Welt, Notizen zum Vortrag, Rom, 13.April 1910, TB 704, S.220:
"Am Ende seiner hohenlaufbahn wird ein Bodhisattva ein Buddha und braucht nicht mehr einen physischen Körper anzunehmen. Die Buddhastufe schließt den Zyklus seiner Inkarnationen ab ( Schlüssel zur SATOR-Arepo-Formel? Anm. Paraneua), und er tritt in eine neue, höhere Evolution über. Sein unterstes Wesenglied ist dann nicht mehr ein physischer Körper, sondern ein Ätherleib und er ist fortan nur dem hellsichtigen Auge wahrnehmbar. Der Seher allein kann verfolgen, wie Gautama Buddha nach seinem Tode fortwirkte zum Heile der Menschheit und alle Kräfte auf der Erde entwickeln half, damit der Christus sich im Fleische verkörpern konnte, in einem irdischen Werkzeuge, das zu seiner Persönlichkeitwurde: in Jesus von Nazareth. Vieles mußte hierzu geschehen und eine Serie großer Ereignisse war damit verknüpft, wie wir es aus dem Lukasevangelium sehen können. Esheißt da, daß die Hirten auf dem Felde die Gnade erhielten, zu schauen, was sonstein irdisches Auge nicht zu schauen vermag. Sie wurden hellsichtig und sahen über der Stätte, an welcher das Jesuskind geboren wurde, Engel schweben. Was waren diese himmlischen Geister? Es wardie Gabe, die Buddha spendete, indem er sich zum Opfer brachte. Ihn sahen sie, in seinen Kräften, in die Aura verwoben, die jene Stätte umgab. Doch nicht er allein hatte zu diesem größten der Ereignisse beigetragen, jederder vorangegangenen Bodhisattvas hatte seinen Teil zu spenden. Buddhas Teil, der größte, ward als Engelaura sichtbar.
Diese Auslegung mag vielen als nicht übereinstimmend erscheinen mit dem, wassie von Buddha und dem Buddhismus wissen. Sie bedenken nicht, daß ihr Wissenaus alten Schriften stammt und daß der Buddha nicht der geblieben ist, welcher er bei seinem Tode war. Sie vergessen, daß auch er in der Evolution vorwärtsgeschritten ist. Der damalige Buddha bereitete das Christentum vor, der jetzige ist im Christentum darinnen.
Blicken wir nun auf seine Vorgänger zurück, so sehen wir aus ihren Lehren, daß das Christus-Wesen schon in der fernsten Vergangenheit den menschen bewußt gewesen ist. Die großen Führer aller Völker und aller Zeiten haben von ihm gesprochen. So zum Beispiel finden wir im alten Indien in den Veden einen wenn auch nur geringen Teil der gewaltigen lehren derheiligen Rishis. Vishva-Karman nannten sie das unerfaßliche Wesen, das sie jenseits ihrer Sphäre ahnten. Später, im alten Persien, verkündete Zarathustra, was sein geistiges Auge erblickte. Es war, wie es im ersten Vortrag behandelt wurde, das, was man durch die Initiation erreichte: Das Sehen der Sonne um Mitternacht. - Durch die physische Materie hindurchblickend, sah er den Geist derSonne."

Gruß Paraneua-Bioeule-Jokerbioeule!


831) Fortsetzung vonEintrag 822: Das Ereignis derChristus-Erscheinung in der ätherischen Welt: aus Kein 07.02.03 - 23:11
eMail: Keine URL: http://www.unsichtbarekirchechristi.de.tf

Nachricht:
Fortsetzung S.220!

Gruß Paraneua!


830) Test! aus Kein 07.02.03 - 17:28
eMail: Keine URL: http://www.

Nachricht:
www.kampfhund-areal.de/Untitled-1.htm


829) Test! aus Kein 07.02.03 - 17:25
eMail: Keine URL: http://www.

Nachricht:
823) wirtschafts-angstpolitik der macchiavellisten! aus Kein 07.02.03 - 15:01
eMail: Keine URL: http://www.ichsagewasichdenke2003..de.tf

Nachricht:
Ach ja, vielleicht wird ja bald wieder im Nebel von Düsenflugzeugen gekämpft?
Hauptsache, der sozialistische? Kurs Deutschlands wird über Angstpolitik etwas gedämpft?
Und so könnte WWF fondsmässig Erkleckliches sparen,
wenn nur Mitteleuropa man hätte hinausmanövriert aus christlichen Sozialismus-Gefahren!
Interessant wäre es jetzt, Haverbeck wieder zu lesen,
da ja sogar die "kinder des Holocaust" allzu viel nicht an Haaren in der Suppe finden bei "völkischem Wesen"?
Die Vorwürfe halten sich durchaus in Grenzen,
während "Rumsfelds" samt "Jesuiten"-Flügeln ergehen sich in kämpferischen Sentenzen!
Ist das angstpolitische maliziöse Spielchen dann ausgereizt,
Deutschlands Wirtschaft ist weitestgehend ausgegeizt!
Auf keinen Fall ist politisch erwünscht:
Individualität! Sie wird sogar vom rechts-"Fromm"en Marcuse-Flügel verschimpft?
Chamäleons-Politik überall?
Ist schon seit Jahrhundert-Jahrtausenden der Fall!
Man muss der Weltbevölkerung schleichend ihre Mysterien nehmen,
damit Menschen sich endlich zum Staubfressen bequemen?
Hinter der diskutierten Herbst-Renten-Politik
fand man sich ein bei der Ausländerfrage bei SZ (Niklas ...?) mit einem Klick?
Die Hintergründe sind nicht erfreulich!
Diabolos nicht nur im Limburger Ordinariat
wirkt über Banken ganz ungeniert "neuapostolisch"?
Wann ist der künstliche und pflegeleichte Mensch endlich realisiert,
der die Herren und Damen an runden Tischen nicht mehr unütz vexiert?
Ich überlege mir gerade einen Grenzwert bürgerlichen Wohlverhaltens,
falls mein bürgerliches Herz gegenüber Macchiavellismen weiter erführe sich als ein Erkaltentes!
Das irdische Paradies der Mereschkowskijs und Jooße
hat den typischen Geschmack mehrmals aufgewärmter Kantinen-Tomatensosse!
Darf's ein bisschen mehr sein in unserem Bioladen?
Aber bitte, ja! damit wir wieder los werden bei wohlgewürzten Gerichten den Geschmack der "Jesuiten"-Politik, den faden!
Die katholische Kirche hätte bewahrt in mancher Hinsicht vielleicht noch die alten Mysterien,
hätte nicht die NewWorldOrder über Patchwork-Ökumene nicht entwickelt ein unmässig Begehren!
Genau an dieser Stelle hakte auch Rudolf Steiner ein:
Der Schwarze Peter trifft nicht in erster Linie allein den römischen Verein!
Es gibt gewisse okkulte Gruppen,
die auch für Kriegsfragen zynisch tanzen lassen die Puppen!
Dafür wird inszeniert
Mythen-, Menschen und Politiker-Verbrauch ungeniert!
"Was ist Wahrheit"?
Pilatus uns nicht sehr erfreut!
Kalabriensteckt streckt seine Fühler aus:
Herr Klingsor baut an seinem schwarzroten Haus!
Das Böse Lehensherr des Guten ist:
Je mehr an Bosheit
auch ein Mehr an Auferstehungskräften auf dem Weg der Hinderungen ist!
Und kommt verlorner Sohn am End nach Haus:
Die Farben-"Theologie" des Frankfurters leuchtet ihm, der ehmals lebte in mitunsren verschwundnen Geldern in Saus und Braus!

Gruß Paraneua-Bioeule-Jokerbioeule-Kampfhund-Odermenning-Johanniskraut-Buntnessel!





828) Test! aus Kein 07.02.03 - 17:15
eMail: Keine URL: http://www.kampfhund-areal.de

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827) goethe farbenlehre sophienausgabe herausgeber rudolf steiner aus Kein 07.02.03 - 16:42
eMail: Keine URL: http://webdoc.gwdg.de/ebook/h-k/2002/seifert.pdf.

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Page 1
Dr. Siegfried Seifert Stiftung Weimarer Klassik "Wie ein großes Kapital" ­ Göttingen und Weimar begegnen sich. Vortrag in der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek, Paulinerkirche, Göttingen am 20. 1. 2002 Ich gestehe es offen, meine Damen und Herren, ich trete mit einiger Beklommenheit vor Sie hin. "Wie ein großes Capital" ­ wohl die meisten von Ihnen könnten den Kontext dieser von Goethe entlehnten Formulierung nennen, jene Stelle in den "Tages- und Jahresheften zum Jahr 1801" über die berühmte Göttinger Bibliothek; "Man fühlt sich wie in der Gegenwart eines großen Capitals, das geräuschlos unberechenbare Zinsen spendet". (Goethe: Weimarer Sophien-Ausgabe = WA. I, 35, S. 97.) Sie alle kennen auch die umfassende Bemühungen Ihrer Bibliothek aus dem Jubiläumsjahr 1999, den Hintergrund dieses Satzes, das intellektuelle Kräftefeld von Goethes Beziehungen zu Göttingen überhaupt, zu erhellen, durch eine eindrucksvolle Ausstellung, einen vorzüglichen Katalog ( Der gute Kopf leuchtet überall hervor". Goethe, Göttingen u. die Wissenschaft / hrsg. von Elmar Mittler [u. a.] Göttingen 1999) hierzu sowie einen inhaltsschweren Sammelband mit wissenschaftlichen Studien. ( Göthe ist schon mehrere Tage hier, warum weiß Gottund Göthe". Vorträge zur Ausstellung Der gute Kopf ...", 6. Juni ­ 3. Sept. 1999 / hrsg. von Elmar Mittler. Göttingen 2000.) Beispielhafte Publikationen, herausgegeben und erarbeitet von Elmar Mittler und seinen Mitarbeitern in Göttingen. Wozu also noch hier und heute darüber reden? oder anders gefragt: Kann man überhaupt noch Neues hierzu sagen? Auf jeden Fall scheint es nicht möglich, auf Goethe zu verzichten, zumal wenn man aus Weimar kommt. Und auch das gestehe ich, es gab auch einen sehr subjektiven Beweggrund, mich zu melden, als die Anfrage zum heutigen Vortrag an die Stiftung Weimarer Klassik herangetragen wurde. Im Frühjahr 1990, fast auf den Monat genau vor 12 Jahren also, bin ich nach Göttingen gefahren, - es war die erste Reise überhaupt in den "Westen", wie man damals bei uns sagte, die nun, nach dem Fall der Mauer, möglich war. Damals bin ich gefahren, weil ich den Mythos Göttingen, den ich in meinen Arbeiten über Bibliotheks- und Bibliographgeschichte in den 70er und 80er Jahren gewissermaßen nur virtuell, nur als historisches Phänomen anhand der Quellen und der wissenschaftlichen Literatur studieren konnte, endlich kennenlernen wollte. Als ich damals die Gedenktafel am Haus Goetheallee 11/12 entdeckte, wußte ich, daß ich angekommen" war. Hier hatte bekanntlich Goethe 1801 vier Wochen
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Page 2
2beim "musikalischen Instrumentenmacher" Johann Paul Krämer mit seinem 11jährigen Sohn August und dem Diener Geist gewohnt. Mit Dankbarkeit erinnere ich mich auch daran, wie mir damals Herr Reimer Eck die erste wirkliche Begegnung mit der Göttinger Bibliothek in kollegialer Liebenswürdigkeit erleichtert hat. Natürlich rechtfertigt all das letztlich nicht, daß ich heute wieder hier bin, selbst wenn Ihre Bibliothek seitdem wichtige Schritte zur Erneuerung ihres historisches Raumes getan hat, es also viel Neues zu sehen gibt. Schon die gegenwärtigen Ausstellungen, die den Hintergrund für diese Vortragsreihe bilden, wären eine Reise wert. Und dennoch, es muß schon gefragt werden, was wir heute noch Interessantes an der historischen wie gegenwärtigen Begegnung Göttingens und Weimars finden und benennen können. Was mir ein wenig Mut gemacht hat, heute zu versuchen, darüber zu sprechen, war die ­ vielleicht nicht besonders originelle, aber doch nicht so häufig getroffene ­ Feststellung, daß ein permanentes und besonderes "Begegnen" mit Göttingen für Goethe auch nach jenen berühmten fünf Göttinger Wochen des Jahres 1801 bewußt betrieben wurde, ja für ihn ­ wie übrigens auch für andere Weimaraner dieser Jahrzehnte, beispielsweise Johann Gottfried Herder - eine Selbstverständlichkeit war. Und das betrifft in besonderer Weise auch Goethes berühmten Bibliothekssatz und seine Entstehung. Versuchen wir, dazu einiges in Ihre Erinnerung zu rufen. Es ist ja nicht so, meine Damen und Herren, daß dieser klassische Satz vom "großen Capital" und seinen "unberechenbaren Zinsen" Goethe gewissermaßen genialisch angesichts des Phänomens selbst aus der Feder geflossen ist. Er ist Ergebnis ernsthafter, ja angestrengter gedanklicher und sprachlicher Arbeit. Wir wissen aus Goethes Tagebüchern, daß er erst 1819, 1824 und 1825, also zwei Jahrzehnte nach dem Ereignis selbst, mit Unterbrechungen speziell an dem Text der "Tages- und Jahreshefte zum Jahr 1801" mit dem Göttinger Aufenthalt als Zentrum gearbeitet hat.(s. hierzu den Kommentar in der WA, I, 35, S. 279 ff.) Diese 1830 in der Ausgabe letzter Hand erstmals gedruckten, von ihm bis dahin als "Annalen" bezeichneten Texte waren Teil der Niederschriften "als Ergänzung meiner sonstigen Bekenntnisse" zu den Jahren 1794 bis 1822. Sie sind zu einem unverzichtbaren Zeugnis des Goetheschen Alterswerkes geworden, ein weit über den biographischen Grund hinaus bedeutender Spiegel der Welt- und Geschichtssicht Goethes in einer Epoche welthistorischer Umbrüche an der Wende zum neuen, bürgerlich-industriellen Zeitalter. Geprägt werden sie von jenem durchgehenden Willen zur Analyse und Historisierung des eigenen Lebensganges und der Epoche und gehören insofern zum großen Vermächtnis des alten Goethe, des Dichters der "Wanderjahre" und des "Faust" II. Und sie sind auch ein wichtiges literarisches Werk; aus vollem Grund hat sie die Weimarer Sophienausgabe der sämtlichen Werke, Tagebücher und
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Page 3
3Briefe Goethes nicht in die Abteilung III ("Tagebücher"), sondern in die erste Abteilung, die dem literarischen Werk gewidmet ist, aufgenommen. Wir wollen heute vom "Begegnen" sprechen, und das, meine Damen und Herren, ist vielleicht keine ungeeignete Bezeichnung für die Genese des hier zur Rede stehenden klassischen Goethe-Satzes. Am 8. Juni 1801, fast am Ende seines ersten kurzen Göttinger Aufenthalts auf dem Weg zur Kur nach Pyrmont, diktierte Goethe dem Diener Geist in das sorgsam geführte Reisetagebuch: "Nachmittag auf der Bibliothek, die Einrichtung und Ordnung, besonders der Catalogen, die Aufstellung derselben nach Ordnung des Realcatalogs. Ausleihen der Bücher und s. w. welches alles näher notirt werden muß". (Katalog Der gute Kopf...", S. 230; dort auch die Wiedergabe der Handschrift aus der Acta der Reise nach Pyrmont. 1801".) Auf engstem Raum wichtige und ­ zumindest für einen Bibliothekar ­ besonders aufschlußreiche Mitteilungen, die einen größeren gedanklichen Kontext evozieren, zumal Goethe selbst mit dem Hinweis auf das nötige "nähere Notieren" die Tür nicht nur offenhält, sondern sich selbst gewissermaßen in die Pflicht nimmt. Wird hier nicht vielleicht schon angedeutet, welche dauerhafte Bedeutung diese Aufzeichnungen für Goethe behalten sollten? Wir wissen durch Goethes Notizen und durch seine Mitarbeiter Riemer und später Eckermann, daß er bei der Abfassung der "Annalen" seine eigenen Tagebuchaufzeichnungen nicht nur schlechthin hervorholte, sondern befragte, mit ihnen arbeitete, sie exzerpieren ließ, sie "schematisirte" und "rubrizirte". Dieses "Begegnen" mit der konkreten Erinnerung an Göttingen führte stufenweise in einen konsequenten Prozeß der Objektivierung und Stilisierung hinein. Die empirischen Notizen von 1801 wurden gedanklich verdichtet, mündeten in eine übergreifende Synthese, eine Aussage von hohem gedanklichem und stilistischem Anspruch. Es verwundert nicht, daß dabei die Bindung an das konkrete Tagesdatum aufgehoben wurde, aufgehoben zugunsten eines fortlaufenden, in sich strukturierten Gedanken- und Reflexionsflusses, der nach neuen, eigenen Prinzipien komponiert wurde. Die ursprüngliche Empirie des Göttinger Tagebuchs wurde nun einer höheren Ordnung unterworfen. Befragen wir erneut die Texte hierzu. Im Tagebuch vom 8. Juni 1801 ist vermerkt ­ und so ist es ja wohl in der Tat gewesen -, daß am Vormittag ein Besuch des Botanischen Gartens stattfand. Begleitet wurde Goethe von Prof. Georg Sartorius, der gewissermaßen als wissenschaftlicher Cicerone die Gastfreundschaft der Göttinger "Gelehrtenrepublik" in diesen Tagen und Wochen verkörperte. (Wir kommen noch auf ihn zurück.) Mit Prof. Georg Franz Hoffmann, dem Direktor des Botanischen Gartens, fand Goethe einen "wohl unterrichteten und angenehmen Mann". Daß die Anregungen, die von den Gesprächen mit Hoffmann
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Page 4
4ausgingen, im Text der "Annalen" zu 1801 aber an einer späteren Stelle eingeordnet und dort zusammenfassend dargestellt werden, bestätigt erneut die eigenen Kompositionsprinzipien dieses Textes. Im 1801 niedergeschriebenen Tagebuch schloß die Notiz zum Botanischen Garten mit der lakonischen Bemerkung "Neues englisches Werk"; offensichtlich hatte Hoffmann ein solches genannt, da Beispiele der Flora der australischen Botany Bay im Botanischen Garten zu sehen waren und als Gesprächsstoff dienten. War das nicht eine Art Übergang zum anschließenden nachmittäglichen Bibliotheksgang, bei dem er eventuell fragte, ob sich dieses "neue englische Werk" in der Göttinger Bibliothek befand? (Der in Arbeit befindliche Band 3 der neuen Weimarer historisch-kritischen Edition der Goetheschen Tagebücher müßte im Kommentar solchen Fragen nachgehen.) In den "Annalen" jedoch stellt Goethe einen völlig anderen Zusammenhang her. Nunmehr geht dem Bibliotheksgang der Besuch der Universitäts-Reitbahn im Text direkt voran, die Goethe ebenfalls am Vormittag des 8. Juni aufsuchte, übrigens in Begleitung zweier Studenten, eines Sohnes von Charlotte Kestner aus Wetzlar und des jungen Achim von Arnim. In diesem Falle bewahrte Goethe bewußt die ursprünglich mehr zufällige direkte chronologische Nähe und stellte mit den Begriffen "Treten, Laufen, Rennen" (WA I, 35, S. 96), die das bewegte Treiben einer Pferdereitbahn umschreiben, einen kräftigen Kontrast her, um das Eigentümliche des Bibliothekserlebnisses umso auffälliger hervortreten zu lassen: "Von da zu der allerruhigsten und unsichtbarsten Thätigkeit überzugehen, war in oberflächlicher Beschauung der Bibliothek gegönnt; man fühlt sich wie in der Gegenwart eines großen Capitals, das geräuschlos unberechenbare Zinsen spendet". (WA I, 35, S. 97.) Wahrlich ein vollendeter Spannungsbogen, eine Steigerung zur großen Aussage, wie sie in einem Satz wohl nicht artifizieller in die Sprache gebracht werden konnte. Die einleitenden direkten grammatisch-sprachlichen Superlative ("allerruhigst", "unsichtbarst" ­ ein heutiger Lektor würde sie wohl als grammatische Fehler anmerken) münden in Superlative anderer Art, die es in sich haben. Auf den ersten Blick sind diese trocken ökonomisch-kommerziell ("Capital", "Zinsen"), offerieren aber sofort einen übergeordneten metaphorischen Sinn, werden mit dem Bild der "unberechenbaren Zinsen" zur adäquaten Metapher eines kulturellen Phänomens, dem Goethe hohe Produktivität beimißt. Das ist weit mehr als das "nähere Notiren", das er sich schon 1801 vorgenommen hatte! Goethes berühmter Satz wird zum Beispiel für das gravierende übergreifende Prinzip des Goetheschen Altersstils, ja eines Grundprinzips der klassischen Ästhetik überhaupt, nämlich im Besonderen das Allgemeine zu spiegeln und durch eine hohe sprachliche Form die Aussage in Unendliche, letztlich ins Symbolische, zu erweitern. Nicht von ungefähr erinnert
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5der Bibliothekssatz in seiner konzisen Verdichtung an den aphoristischen Stil der "Zahmen Xenien", die in den gleichen Jahren entstehen. Seine sprachliche Gestalt findet die Aussage dadurch, daß Goethe hier ein wichtiges inhaltliches Prinzip adäquat stilistisch umsetzt, das er ­ ausgehend von naturwissenschaftlichen Zusammenhängen ­ als "Polarität und Steigerung" bezeichnete. Das neue Goethe-Handbuch definiert dieses Prinzip als Formel "für das Vermögen sowohl der belebten als auch der unbelebten Natur und ihrer Geschöpfe zur dynamischen Entwicklung und Ausdifferenzierung". (Petrer Huber in: Goethe-Handbuch. Bd. 4/2. Stuttgart ; Weimar 1998. S. 863-864.) "Steigerung" bezeichnet dabei immer einen Prozeß der Entwicklung von Niederen zum Höheren, eine Evolution "in immerstrebendem Aufsteigen" (WA, II, 11, S. 11). Friedrich Wilhelm Riemer hat aus einem Gespräch vom 24. 3. 1807 Goethes Bemerkung überliefert: "Die Formel der Steigerung läßt sich auch im Ästhetischen und Moralischen anwenden". Gerade die "Annalen" sind ein Beispiel dafür, daß Goethe keine prinzipielle Trennung in der literarischen Gestaltung von mehr dokumentarischer Beschreibung und höherer poetischer Form sah. Es ging nur um verschiedene Stufen der Erfassung des Allgemeinen im Besonderen, im Verhältnis vom Empirie und Verallgemeinerung. Wo hier Polarität zu finden ist, liegt auf der Hand. Es ist ja nicht so, daß Goethe den Besuch der Reitbahn als etwas Fremdes oder gar Unangenehmes empfindet, wenn auch eine deutliche Neutralität in der Beschreibung im Vergleich zur Bibliothek unverkennbar ist. Doch die Polarität der letztlich mit vordergründiger Bewegung und Eile, ja Hektik verknüpften Spezifika einer Pferde-Reitbahn zum "allerruhigsten" Phänomen bibliothekarischer Arbeit, ist unverkennbar. Es ist der Gegensatz zum geduldigen, systematischen Speichern von Sprache, Literatur und Kultur, das erst ein unablässiges Studieren ermöglicht. Daraus erwächst offensichtlich die "Steigerung", die Goethe darzustellen wünschte, die er mit anspruchsvoller Metaphorik gestaltet. Goethe steigert die Spannung bis aufs Äußerste: Bevor der Bibliothekssatz" einsetzt, betont er noch einmal das Motiv der Eile, spricht von einer oberflächlichen [d. h. kurzen, ersten, vorläufigen. ­ S. S..] Beschauuung der Bibliothek". Doch dann sofort die aufs äußerste komprimierte Syntehese! Das Thema des unendlich offenen, aber geordneten Prinzipien folgenden Prozeßhaften der bibliothekarischen Arbeit und ihrer Produktivität, darum ging es, dafür setzte Goethe seine gestalterischen Mittel ein. Es ist spekulativ, aber nicht unwahrscheinlich, daß Goethe 1801 noch nicht zu einer ökonomisch grundierten Metaphorik gegriffen hätte und sie so hoch artifiziell über ihre begrenzte Konkretheit hinausgeführt hätte.
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6Es muß vor Ihnen, meine Damen und Herren, nicht ausgeführt werden, welche komplexen und vielfältigen Erfahrungen hier mitschwingen. Ich meine Goethes praktische wie theoretische Bemühungen um bibliothekarische Fragen, verstärkt natürlich ab 1797, als er mit seinem Ministerkollegen Christian Gottlob Voigt die Oberaufsicht über die Weimarer herzogliche Bibliothek übernahm. Dennoch sollte man sich die Frage stellen, welche besonderen Hintergründe diesen Prozeß der Objektivierung und Verallgemeinerung anfangs der 20er Jahre, den wir mit der Genese von Goethes Bibliothekssatz verbinden können, geprägt haben. Man kommt am ehesten zu einigen Antworten, wenn man versucht, einige Folgen und Weiterwirkungen des Erlebnisses der Göttinger Bibliothek, ja des wissenschaftlichen Kosmos insgesamt, dem Goethe mit dem Göttinger Erlebnis begegnete, zu benennen. Für Goethe bedeuteten seine Göttinger Erkenntnisse auch ein wertvolles Zeugnis für die Bewahrung und Tradiierung eines universellen Wissenschaftsbegriffs in einer schwierigen und in Goethes Augen in manchem gefährlichen und zerstörenden Umbruchszeit. Die praktische Verwirklichung des bewährten wissenschaftlichen Ideals und damit die Möglichkeit, es produktiv zu nutzen, sah Goethe in der Göttinger Bibliothek verkörpert. Sie wird zum Ideal und Maßstab für alle seine anschließenden bibliothekarischen Gedanken und Aufgaben. Voller Respekt schreibt er von Jena aus am 19. Januar 1802, also unmittelbar nach dem Göttinger Aufenthalt, an Schiller: Indem ich in das ...[Jenaer] akademische Bibliothekswesen hinein sehe, und die Idee eines virtuellen Katalogs, der drey, im Lande [in Weimar und Jena, gemeint ist die Weimarer herzogliche, die Jenaer akademische und die Jenaer Schloßbibliothek mit der Büttnerschen Bibliothek ­ S. S.] bestehenden, Bibliotheken, auszuführen trachte, muß ich auch in die ungeheure Empirie des Litterarwesens hineinschauen, wo einem denn doch, wenn man auch die Forderungen noch so hoch spannt, manches respectable Streben und Leisten entgegen kommt". (WA, IV, 16, S. 11-12.) Sie werden mir zustimmen, daß Goethe hier nur die Göttinger Bibliothek im Sinne haben kann, ohne das expressis verbis auszusprechen, er hier gewissermaßen eine Vorstufe zu seinem berühmten Bibliotheksspruch markiert. Und die Göttinger Erfahrungen sollten in der Tat in den nächsten zwei Jahrzehnten ständig wieder apostrophiert werden, zunächst in Verbindung mit dem erwähnten Plan eines Weimar-Jenaischen Gesamtkatalogs, zu dem Goethe sofort nach seiner Rückkehr aus Göttingen, im November 1801, mit dem Jenaer Bibliotheksdirektor Johann Samule Ersch intensive Gespräche mit konkreten Festlegungen geführt hatte. (Ersch war übrigens mit der Göttinger Bibliothek, in der er mehrmals als Benutzer gearbeitet hatte, und insbesondere mit Jeremias David Reuß, wohlbekannt.) Doch nicht der Plan dieses
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7virtuellen Katalogs", der letztlich an den objektiven Voraussetzungen scheiterte, transportierte schließlich die Göttinger Errungenschaften nach Weimar und Jena, sondern die grundlegende Reorganisation der Jenaer Universitätsbibliothek, die 1817 bis 1820 unter Goethes Leitung vollzogen wurde. Doch schon auf dem Weg dahin bleibt das Göttinger Bibliothekssystem präsent. Nur zwei Beispiele will ich nennen. Zuerst bekannte Sätze aus Goethes Winckelmann"-Schrift von 1805: Die Bibliotheken waren wirkliche Schatzkammern, anstatt daß man sie jetzt, bei dem schnellen Fortschreiten der Wissenschaften, bei dem zweckmäßigen und zwecklosen Anhäufen der Druckschriften, mehr als nützliche Vorratshkammern und zugleich als unnütze Gerümpelkammern anzusehen hat, so daß ein Bibliothekar, weit mehr als sonst, sich von dem Gange der Wissenschaft, von dem Werth und Unwerth der Schriften zu unterrichten Ursache hat, und ein deutscher Bibliothekar Kenntnisse besitzen muß, die für's Ausland verloren wären". (WA I, 46, S. 46.) Interessant diese Erörterung aktueller wissenschaftsgeschichtlicher und ­praktischer Fragen, dieses Abwägung von Gewinn und Verlust im Verhältnis von Tradition und notwendigem Fortschritt. Und wo Goethe die deutschen Bibliothekare" ansiedelte, die die unentbehrlichen Traditionslinien aufrecht erhalten, ist unschwer zu erraten. Ganz anders, nämlich bibliothekspraktisch orientiert, sind Überlegungen aus dem Jahre 1814, die in einer Acta, die Geschäfte eines Bibliothekars betreffend" überliefert sind. (Zum folgenden s. Irmtraut Schmid: Goethe als Begründer der Bibliothekswissenschaft? ­ In: Impulse. Aufsätze, Quellen, Bericht zur dt. Klassik u. Romantik. Folge 9. Berlin ; Weimar 1986. S. 339-354.) Kurz gesagt, ging es um die Haltung zu dem Streit zwischen dem Dresdner Bibliotekar Friedrich Adolf Ebert und dem Münchener Martin Schrettinger. Im Mittelpunkt stand für Goethe und seine Mitarbeiter das Verhältnis zur Systematisierung und entsprechenden Katalogisierung großer Bibliotheksbestände, eine Frage, die ­ besonders in München ­ durch den enormen Bestandzuwachs infolge der Säkularisierungen zu lösen war. Traditionelle systematische Aufstellung, die der überkommenen Fakultätsstruktur oder enzyklopädistischen Wissenschaftsklassifikationen der Aufklärung verppflichtet war, oder eine pragmatischere sogenannte Gruppenaufstellung" wie in München in einem lockeren Fachsystem, das der Entwicklung der Wissenschaft, insbesondere der naturwissenschaftlichen Disziplinen, Rechnung zu tragen suchte, und die Auswirkungen dieser Entscheidungen auf das Katalogsystem, das war die Frage. In diesem zunächst für Weimar noch theoretischen Streit favorisierte z. B. Goethes Mitarbeiter Christian August Vulpius eindeutig den systematischen Realkatalog. (Vulpius hatte nach 1802 die Bibliothek des 1801 verstorbenen früheren Göttinger Professors Christian Wilhelm Bütter, die Herzog Carl August 1781 gekauft hatte
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8und im Jenaer Schloß aufstellen ließ, nach dem Göttinger Vorbild aufgestellt und kataklogisiert, gewissermaßen ein vorbildliches und gut benutzbares Minimodell von Göttingen geschaffen. Er wehrte sich natürlich dagegen, daß diese Arbeit bei der Einfügung der Schloßbibliothek in die neue Universitätsbibliothek durch ein anderes System zunichte gemacht wurde, konnte dies aber dann doch nicht verhindern.) Auch Goethe vertrat die Favorisierung des Realkatalogs, nicht zuletzt wegen des bedeutenden, leider von der bibliothekswissenschaftlichen Forschung bisher kaum zur Kenntnis genommenen Weimarer Realkatalogs von Johann Christian Bartholomäi, der zwischen 1758 und 1776, also noch vor Goethes Bibliotheksleitung, entstanden war und bis in unsere Tage eine wichtige Säule der Wei9marer bibliothekarischen Arbeit gewesen ist. Aber natürlich hatte Goethe auch die Vorzüge des Göttinger Realkatalogs im Kopf. (s. hierzu: S. Seifert: Niemand wird läugnen, daß ein Real-Catalog das Fundament einer jeden Bibliotheks-Anstalt sey". ­ In: Historische Bestände der Herzogin Anna Amalia Bibliothek zu Weimar. München 1992. S. 55-92.) Nun, 1817 in Jena, waren solche Grundsatzentscheidungen zu treffen vorder Neuaufstellung und ­katalogisierung eines Bestandes von ca. 80000 Bänden. Zunächst bildete das große Göttinger Beispiel des zugleich als Standortkatalog dienenden Realkatalogs, das wir der 1790 begonnenen Katalogreform von Jeremias David Reuß verdanken, das stets im Kopf präsente Vorbild. Nur so sind die erneut fast klassischen Sätze zu erklären, die in einem Votum Goethes zu Beginn der Jenaer Reorganisation im Oktober 1817 zu lesen sind: Niemand wird läugnen, daß ein Real-Catalog das Fundament einer jeden Bibliotheks-Anstalt sey, er gibt die Übersicht des Reichthums und der Lücken und setzt sowohl den Oberbibliothekar als andre Theilnehmer in den Stand, zweckmäßig zu vermehren." (zitiert bei S. Seifert, S. 86.) Hier haben Sie wieder ein besonderes Beispiel jenes näheren Notirens" Göttinger Erfahrungen von 1801 nach nunmehr schon anderthalb Jahrzehnten Abstand. Das war die schöpferische Reflexion über den Tagebucheintrag von 1801 Nachmittag auf der Bibliothek, die Einrichtung und Ordnung, besonders der Catalogen, die Aufstellung derselben nach Ordnung des Realcatalogs" (WA, III, 3.) Nun, in Jena erwies sich die Göttinger" Lösung für Aufstellung und Katalog aus den verschiedensten Gründen, die hier nicht dargestellt werden können, als nicht durchführbar. Der Jenaer Bibliothekar Güldenapfel hat, und Goethe akzeptierte das schließlich, ähnlich wie Schrettinger in München eine Gruppenaufstellung" von 32 Hauptfächern mit vielen Untergruppen realisiert, die sich am Beispiel der in der Redaktion der Jenaer Allgemeinen Literatur-Zeitung" in den 90er Jahren ausgearbeiteten Enzyklopädischen Tafeln" orientierte und insgesamt moderner und für die Jenaer Universitätsbedürfnisse praktikabler war. Doch die Verknüpfung von Aufstellung und einem
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9entsprechenden Standortkatalog, eine der großen bibliothekarischen Novitäten in Göttingen, hat man auch mit diesem System beibehalten. Aber weitaus wichtiger und wirkungsvoller war, daß Goethe und seine Mitarbeiter in Jena insgesamt dem großen Vorbild Göttingens umfassend nachfolgten. Die drei Säulen der Göttinger Bibliothekskonzeption ­ systematischer Bestandsaufbau auf der Grundlage einer klaren Wissenschaftskonzeption und eines festen Erwerbungsetats, zum anderen vorbildliche Erschließung durch ein wissenschaftliches Katalogsystem sowie schließlich großzügige Liberalisierung der Benutzung der Bestände ­ diese gewissermaßen klassischen Grundsätze, - sie bildeten auch die Grundprinzipien der Jenaer Bibliotheksreform und wurden durch strenge Reglements unter Goethes Oberaufsicht festgeschrieben und verwirklicht. Mit ernormen Krafteinsatz des immerhin schon fast siebzigjährigen Ministers und Chefs Goethe und seiner Mitarbeiter war eine moderne wissenschaftliche Gebrauchsbibliothek entstanden. Hatte Goethe schon zu Beginn der Reorganisation in dem Memorandum Museen in Jena" apodiktisch geschrieben: Die Bibliothek ist ihrer Natur nach zur allgemeinsten Benutzung bestimmt" (WA, I, 53, S, 300), so schreibt der Jenaer Bibliotheksdirektor Güldenapfel am Ende dieser großen Kraftanstrengung 1820: Die Bibliothek ist das Universal-Institut der Akademie, jedem Einzelnen, er sey von welchem Fache er wolle, den Lehrern wie den Studirenden, zum Gebrauche offen; dieselbe zu neuem Glanze emporzuheben, heißt der Akademie ihre erste Zierde sichern, und zugleich für ihr notwendigstes Bedürfniß zu sorgen". (zitiert nach: Bohmüller, Lothar/Marwinski, Konrad: Bibliotheksalltag 1820. Jena 1988. S. 5.) Wie man sieht hatten auch Goethes Mitarbeiter die Göttinger Lektionen begriffen. Es überrascht daher nicht, daß der große Göttinger Gelehrte Johann Friedrich Blumenbach, dem Goethe im Oktober 1820 voller Stolz die neue Bibliothek zeigte, das Göttinger Vorbild erkannte und benannte. Er sagte u. a. Was die Göttinger Bibliothek in Ruf gebracht hat, ... ist, abgerechnet die Menge der Bücher, besonders der uneingeschränkte Gebrauch derselben". (Bohmüller/Marwinski, S. 70.) Wozu, meine Damen und Herren, dieser relativ ausführliche Exkurs? Er möge der Beweis sein für meine eingangs ausgesprochene These, daß der berühmte, um 1820 entstandene Bibliothekssatz Goethes, seine ideelle Verdichtung und aphoristisch-metaphorische Sprachgestalt, in der Tat das Ergebnis ununterbrochener und ernsthaftester gedanklicher wie praktischer Auseinandersetzung mit der Göttinger Bibliotheksidee war. Wie so oft blieb Goethe dabei nicht bei der theoretischen Reflexion stehen, sondern nutzte seine bibliothekarischen Aufgaben in Weimar und Jena zur Erprobung und Anwendung seiner Göttinger Erfahrungen. Insofern also nochmals die Gewißheit, daß es sich hier um einen
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10eindrucksvollen Prozeß der Steigerung" im Goetheschen Sinne handelt. Quod erat demonstrandum. Meine sehr geehrten Damen und Herren, lassen Sie mich abschließend zu einem anderen Feld der permanenten Begegnung Goethes und Weimars mit Göttingen kommen, ich meine Goethes Beziehungen zu dem Göttinger Historiker Georg Sartorius. Zunächst einige Fakten. Der 1765 in Kassel geborene Sartorius gehört zur mittleren Generation in der großen Zeit der Göttinger Universität und Geschichtswissenschaft. Als Wissenschaftler war er ein genuines Göttinger "Gewächs", studierte in Göttingen und blieb hier sein Leben lang. Sein Aufstieg vollzog sich kontinuierlich bis zur ordentlichen Professur 1802. Diese Laufbahn schloß auch Aufgaben in der Universitätsbibliothek ein, wo er zuerst ab 1786 als Akzessist, ab 1788 als Sekretär und schließlich ab 1794 als Custos tätig war. Die Mitarbeit an den "Götingischen Gelehrten Anzeigen" war selbstverständlich, aber auch der "Göttinger Musenalmanach" zählte ihn zu seinen Autoren. All das prädestinierte ihn zu der bereits erwähnten Aufgabe, Goethe 1801 als ständiger Helfer zur Verfügung zu stehen. Goethes Tagebuch nennt ihn nahezu täglich, oft mehrmals. Aus der Rückschau der "Annalen" gedenkt Goethe "der freundlichen Theilnahme des Professors Sartorius..., der in allem und jedem Bedürfen... mit Rath und That fortwährend zur Hand ging, um durch ununterbrochene Geselligkeit die sämmtlichen Ereignisse meines dortigen Aufenthaltes zu einem nützlichen und erfreulichen Ganzen zu verflechten". (WA, I, 35, S, 109.) Der Begriff der "Geselligkeit" zeigt, daß Goethe offensichtlich auch Sartorius' Gabe des ungezwungenen Umgangs und der integrativen Vermittlung von Kontakten mit der berühmten Göttinger Professorenschaft schätzte. Von Christian Gottlob Heyne über den schon 75jährigen Johann Stephan Pütter, August Wilhelm Schlözer, Christoph Meiners, Gustav Hugo, den bereits erwähnten Georg Franz Hoffmann, Friedrich Bouterwek und anderen spannte sich der Bogen bis zu dem mit Goethe bereits bekannten Johann Friedrich Blumenbach. (Dabei soll nicht vergessen werden, daß Goethe schon 1783, bei seinem ersten, kurzen Göttinger Aufenthalt, den Kontakt zu den Göttinger wissenschaftlichen Größen gesucht und beispielsweise eine Vorlesung Lichtenbergs besucht hatte.) Alle Altersgruppen, viele, auch naturwissenschaftliche Disziplinen kommen nun, 1801, verstärkt ins Blickfeld, spiegeln die weitgespannten Interessen Goethes. Nicht zu vergessen die damit verbundenen Besichtigungen der Göttinger Sammlungen zur Kunst, Völkerkunde, Anatomie, Geologie usw., die er im "Akademischen Museum", Botanischen Garten usw. antraf. Das Spektrum reichte hier bis zur Sternwarte, dem "Accouchierhaus" und der bereits erwähnten Pferde-Reitbahn. Was die Gespräche mit Heyne und Jeremias David Reuß betrifft,
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11so waren sie wichtig für die Sicherung der großzügigen Unterstützung durch die Bibliothek. Auch "Geselligkeiten" im engeren Sinne wie abendliche Treffen und Ausflüge in die Umgebung gehörten zu diesen Begegnungen. In den "Tag- und Jahresheften" resümiert Goethe später: Ich müßte das ganze damals lebende Göttingen nennen, wenn ich alles, was mir an freundlichen Gesellschaften, Mittags- und Abendtafeln, Spaziergängen und Landfahrten zu Theil ward, einzeln aufführen wollte". (WA, I, 35, S. 107.) Nochmals sei der Hinweis auf die genannten Göttinger Publikationen zum Goethejahr 1999 erlaubt, in denen all diese Beziehungen vorzüglich dokumentiert und analysiert werden. Sowohl das Tagebuch von 1801 als auch die späteren "Annalen" bestätigen, daß diese Begegnung mit Göttingen alles andere war als nur eine freundliche und unverbindliche gegenseitige Wahrnehmung. Sie hatte historische Tiefenschärfe: Die Gelehrtengeschichte von Göttingen, nach Pütter, studierte ich nun am Orte selbst mit größter Aufmerksamkeit und eigentlichster Theilnahme, ja ich ging die Lections-Katalogen vom Ursprung der Akademie sorgfältig durch, woraus man denn die Geschichte der Wissenschaften neuerer Zeit gar wohl abnehmen konnte." (WA, I, 35, S. 107.) Goethe erkannte mit großer Klarheit das Vorbildlich-Modellhafte der Aufklärungsuniversität Göttingen und ihrer wissenschaftlichen Leistungen; die Steigerung von Gelehrtengeschichte" à la Püttner zur Wissenschaftsgeschichte neuerer Zeit", wie er sie quasi selbst erlebte, ist schon ein wissenschaftshistorischer Grundriß in nuce. Das ist die eigentliche Grundlage für Goethes nahezu unbegrenzte Wertschätzung des Wissenschaftszentrums Göttingen. Sartorius, der wesentlicher Anteil an dieser vielschichtigen Begegnung Goethes mit Göttingen hatte, galt fast als ein "Lebemann", - Christian Gottlob Heyne soll von einer "precieusen Eitelkeit" gesprochen haben. Heinrich Heine, der spätere Göttinger Student, schrieb ein Sonett auf Sartorius und schwärmte 1826 in der "Harzreise" von "dem großen Geschichtsforscher und Menschen, dessen Auge ein klarer Stern ist in unserer dunkeln Zeit, und dessen gastliches Herz offen steht für alle fremde Leiden und Freuden..." (Heine-Säkularausgabe, Bd. 1/1, S. 459). Einer der ersten Dankesbriefe nach Goethes Rückkehr geht von Weimar aus an Sartorius. Eine enge persönliche Bekanntschaft beginnt, die in einem langjährigen regen Briefwechsel und einer Reihe von Besuchen von Sartorius und seiner Frau in Weimar zum Ausdruck kommt. Besonders interessant sind die Besuche 1808 und 1814, sie hingen mit Sartorius' Interesse am Erfurter Fürstenkongreß zusammen, bei dem Sartorius einen Einstieg in eine russische diplomatische Karriere erreichen wollte bzw. mit seiner Reise zum Wiener Kongreß als staatsrechtlicher Berater der Weimarer Delegation. Diese Aufgabe war auf Goethes Empfehlung zustande gekommen, dem Sartorius von einem entsprechenden
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12historisch fundierten Gutachten zur Reform der Reichsverfassung aus seiner Feder berichtet hatte. Wegen seiner ablehnenden Haltung zu Preußen ­ er hatte 1814 eine anonymen Schrift gegen die "Vereinigung Sachsens mit Preußen", die bekanntlich ja auch nicht ins Kalkül der Großmächte Rußland und Österreich paßte, geschrieben - schied er aber bald aus der preußenfreundlichen Weimarer Diplomatenriege aus. Der eigentliche Kern des dauernden produktiven Gedankenaustauschs mit Goethe waren jedoch Sartorius' historische Werke und seine Geschichtsauffassung, in denen Goethe vielfach seine eigenen Anschauungen wiederfand. Erlauben Sie hierzu einige wenige Streiflichter. Sartorius hatte sich um und nach 1800 außergewöhnlichen Themen gewidmet: So in der von 1802-1808 erscheinenden "Geschichte des Hanseatischen Bundes", mit außerordentlicher Akribie aus den Quellen gearbeitet und sicher Sartorius' Hauptwerk. Sein "Versuch über die Regierung der Ostgothen während ihrer Herrschaft in Italien" von 1811 mußte Goethe nicht nur wegen seines Italienbezugs, sondern wegen der unverkennbarer Parallelität von Römerzeit und Napoleons zeitgenössischer europäischer Politik interessieren. Die Aktualisierung von Spittlers "Entwurf der Geschichte der Europäischen Staaten" durch Sartorius (3. Aufl., 1823) faszinierte Goethe so, daß er die Leküre auch des nachts fortsetzte. Auch Sartorius' 1795 begonnene Popularisierung der Gedanken von Adam Smith und seine fortgesetzte kritische Auseinandersetzung mit Smith aus deutschem zeitgenössischem Blickwinkel nach 1806 erweckten in den 20er Jahren im Zusammenhang mit der Entstehung von Wilhelm Meisters Wanderjahren" Goethes außerordentliche Aufmerksamkeit. (s. Hierzu: Anneliese Klingenberg: Goethes Roman Wilhelm Meisters Wanderjahre...". Berlin ; Weimar 1972.) Um die Affinität zu Sartorius' Anschauungen zu verstehen, sei der Versuch gewagt, einige wesentliche Komponenten der Geschichtsauffassung Goethes nach 1800 zu benennen. Einen Schlüssel hierzu finden wir in einem Gespräch Goethes mit dem Jenaer Historiker Heinrich Luden, der übrigens mit Sartorius befreundet war und in dessen Haus Goethe 1800 eine erste flüchtige Begegnung mit Sartorius gehabt hatte. Die Auseinandersetzung entzündete sich 1813 an Ludens historisch-politischer Zeitschrift "Nemesis", die Goethes starkes Mißfallen erregte. Goethe beginnt seine Kritik väterlich persönlich: "Hätten Sie mich aber, ehe Sie sich verbindlich gemacht haben, vertraulich um meine Meinung gefragt, so würde ich Ihnen gewiß das ganze Unternehmen widerraten und Sie aufgefordert haben, bei Ihren gelehrten geschichtlichen Arbeiten zu bleiben, oder vielmehr, da Sie sich schon in politica eingelassen ... haben, zu Ihren gelehrten geschichtlichen Arbeiten zurück zu kehren, die Welt ihren Gang gehen zu lassen...". Und dann kommt Goethe schnell zum Grundsätzlichen: "... in der
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13Wissenschaft und in der Kunst habe ich die Schwingen gefunden, durch welche man sich darüber [über den begrenzten Zeitgeist, insbesondere den Nationalismus der Befreiungskriege] hinweg zu heben vermag: denn Wissenschaft und Kunst gehören der Welt an, und vor ihnen verschwinden die Schranken der Nationalität..." (Goethes Gespräche / erg. u. hrsg. von Wolfgang Herwig. Bd. 2. München 1998. S. 862-869.) Die Gemeinsamkeit von "Wissenschaft" und "Kunst" kommt überhaupt nicht überraschend. War doch schon das gesamte sogenannte "Horen"-Programm Goethes und Schillers zwei Jahrzehnte zuvor ein großangelegter Versuch, die neuen Fragen der Epoche und der Menschheitsentwicklung, die durch die von Frankreich ausgehenden Umwälzungen an der Schwelle zum neuen Jahrhundert gestellt wurden, in der Abwendung von der Tagespolitik durch ein weit in die Zukunft gerichtetes Programm der ästhetisch-kulturellen Erziehung des Menschengeschlechts zu lösen, "durch ein allgemeines und höheres Interesse an dem, was rein menschlich und über allen Einfluß der Zeiten erhaben ist, sie [die "Gemüter" der Menschen] wieder in Freiheit zu setzen und die politisch geteilte Welt unter der Fahne der Wahrheit und Schönheit wieder zu vereinigen". (Schiller: Ankündigung der "Horen", 1794. In: Schiller-Nationalausgabe. Bd. 22. S. 106.) Jener "unreine Parteigeist", von dem Schiller schon damals sprach, hatte sich in Goethes Augen im neuen Jahrhundert auch in der direkten politischen Sphäre unheilvoll bemerkbar gemacht. Ihm setzte der Kosmopolit Goethe sein Bekenntnis zur Wissenschaft und zur wissenschaftlichen Durchdringung von Geschichte entgegen. Im Grunde ging es nunmehr auch auf diesem Feld um das Erkennen von übergreifenden objektiven Zusammenhängen, wie sie Goethe und Schiller in den großen Schriften der klassischen Autonomieästhetik seit den 90er Jahren des 18. Jahrhunderts bereits für die Kunst und Poesie herausgearbeitet hatten und die speziell Goethe mit dem Begriff des "Stils" umschrieb, des Stils", der "auf den tiefsten Grundfesten der Erkenntnis" beruhe, "auf dem Wesen der Dinge, insofern uns erlaubt ist, es in sichtbaren und greiflichen Gestalten zu erkennen". (WA I, 47, S. 80.) Wie sehr man sich auch auf dieser höchsten Abstraktionsebene verstand, zeigt einer der ersten Briefe von Sartorius an Goethe nach den Göttinger Wochen von 1801, in dem es heißt: Wenn das Besondere... bedeutend und deutlich ausgesprochen wird, so erhebt es sich zum Allgemeinen wieder". (Goethes Briefwechsel mit Georg u. Caroline Sartorius (von 1801 bis 1825) / hrsg. von Else v. Monroy. Weimar 1931, S. 24.) Das Bekenntnis zu einer erkennbaren und darstellbaren, objektiven Gesetzen unterliegenden historischen Entwicklung, das die Abwendung von der Tagespolitik zur Folge hatte, bedeutete nun keineswegs, einen Zusammenhang zwischen historischem Prozeß und den aktuellen, brennenden Fragen des zeitgenössischen geschichtlichen Fortschritts zu negieren. Im
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14Gegenteil. In Goethes Aufsatz Das Sehen in subjectiver Hinsicht, von Purkinje" aus dem Jahr 1819 heißt es: Nichts aber ist nöthiger, als daß man lerne eigenes Thun und Vollbringen an das anzuschließen, was andere gethan und vollbracht haben: das Productive mit dem Historischen zu verbinden". (WA, II, 11, S, 271.) Das geschichtliche Denken der europäischen Aufklärung, zu dem Göttingen Bedeutendes beigetragen hatte, spricht aus diesem Satz. Auch über viele der Schriften von Sartorius könnte man diese gewichtigen Worte stellen. Worin aber bestand das Productive", das Nützliche", wie Goethe auch oft sagte, was Goethe auch in Sartorius' historischen Analysen fand? Im April 1814, inmitten einer Zeit großer Entscheidungen, schreibt Goethe an den Berliner Freund Carl Friedrich Zelter von seinen Gesprächen mit Sartorius in Weimar: Was ist gegenwärtig wünschenswerter, als sich mit einem Manne zu unterhalten, dessen Geschäft es ist die Kräfte und Verhältnisse der Staaten, bis auf den heutigen Tag zu kennen und gegen einander abzuwägen; es gewährt die größte Beruhigung dieses ungeheure Ganze zu übersehenund seine Hoffnung wegen künftigerZuständedadurch zu begründen, anstatt ... vom Augenblick hingerissen, durch Zeitungen verwirrt, und durch Geklatsch gar zerstört zu werden, um so mehr als jetzt nicht allein von dem künftigen Schicksal Europas, sondern von dem der ganzen Welt die Rede seyn kann". (WA, IV, 24, S. 222). Das ungeheure Ganze zu übersehen" und daraus Hoffnung wegen künftiger Zustände zu begründen", - da haben wir sie, die untrennbare Verbindung von Historischem" und Productivem". Ein Lehrbeispiel optimistischer Geschichtsbetrachtung, getragen von einem großen Vertrauen in den Historiker Sartorius, diesen sehr unterrichteten und schätzenswerthen Mann" (Goethe an Reinhard, 1809.), - man könnte noch viele solche oder ähnliche Urteile über Sartorius aus Goethes Briefen nennen. Was waren die Kernpunkte solcher Übereinstimmung? Goethe und Sartorius waren sich einig in ihrer kritischen Haltung zu den erstarrten Verhältnissen des ancien régime. Und die Gewißheit, daß eine neue Epoche unweigerlich angebrochen sei, bedeutetet für sie, auch den deutschen status quo kritisch zu sehen, ja ihn zu verändern. Revolutionäre Umwälzungen oder abstrakte und irrationalistische, aus dem Augenblick geborene Gegenkonzepte, lehnten sie jedoch strikt ab. Johann Friedrich Böhmer, ein Göttinger Schüler Sartorius', berichtet über dessen politische Vorlesungen 1815 und 1816: Sartorius warnte seine Zuhörer vor allen revolutionären Ideen, vor allen vagen Allgemeinheiten über den besten Staat und die beste Verfassung, er entwickelte, daß das Neue in einem Staat nur gedeihe, wenn es aus dem früher Bestandenen, historisch Ausgebildeten hervorwachse... Die neue Constitutionsmacherei erklärte er für ebenso schädlich wie den alten Absolutismus". (Goethes Briefwechsel mit
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15Sartorius, S. XVII/XVIII.) Welch eine frappante Übereinstimmung mit Goethes Ansichten in diesen Jahren! In seiner Schrift Von den Gefahren welche Deutschland bedrohen und die Mittel ihnen mit Glück zu begegnen" (1820), in der Sartorius wohl am deutlichsten direkt auf Zeitfragen reagierte, steht der Satz Nicht alles ist Thorheit was die Liberalen wollen, nicht alles wahr, was die Ultras behaupten, die Wahrheit liegt in der Mitte". (Goethes Briefwechsel mit Sartorius, S. XVII.) Auch dieser Satz hätte von Goethe geschrieben sein können. (Nebenbei bemerkt, - er klingt unerhört aktuell und würde in einer Bundestagsrede beispielsweise von Guido Westerwelle überhaupt nicht auffallen.) Es wäre an der Zeit, meine Damen und Herren, diese hochinteressante Affinität Goethe-Sartorius, die hier nur mit einigen Strichen vor Sie hingestellt werden konnte, gründlich zu untersuchen. Wesentliche Seiten der Geschichtssicht des alten Goethe würden hierbei ­ so denke ich - an Kontur gewinnen. Sehr schnell würde sich erweisen, daß Goethes historisches Hauptwerk, die dritte Abteilung seiner Farbenlehre", das bedeutendste Zeugnis von Goethes praktischen und historischen Studien zu und in Göttingen und damit auch des Gedankenaustauschs mit Sartorius ist. Diesem Roman des europäischen Gedankens", wie Thomas Mann in seiner Phantasie über Goethe" voller Bewunderung schreibt, galten in erster Linie die Göttinger Wochen von 1801. Ohne Göttingen, sein wissenschaftliches Potential und Credo, seine Bibliothek, wäre dieses Werk nicht so möglich gewesen. Doch es wäre vermessen, meine Damen und Herren, dies hier in wenigen Sätzen weiter ausführen zu wollen, obwohl beispielsweise eine Konfrontation der von Goethe in den Materialien zur Geschichte der Farbenlehre" entwickelten Kritik an der europäischen Aufklärung mit seinem Bild vom Phänomen Göttingen außerordentlich reizvoll wäre. Doch ich muß hier abbrechen. Lassen Sie mich mit zwei Zeugnissen des Gedankengespräches des großen Weimaraners Goethe mit dem bedeutenden Göttinger Sartorius schließen. Am 17. Juli 1820 antwortet Goethe von Jena aus auf die erwähnte Schrift über die Gefahren, welche Deutschland drohen", die ihm Sartorius wie üblich zugeschickt hatte. Er schreibt: Wenn man, theuerster Herr und Freund, zur Welt überhaupt, besonders zur politischen, sich verhält ohngefähr wie Calanus zu Alexander und seinem Kriegsheer, so ist es gewiß höchst erfreulich, wenn uns ein alter Freund bey'm Ärmel zupft und... das alles noch einmal referiren mag, wie es ohngefähr im Augenblick stehe und was man von der nächsten Folge zu erwarten habe". (WA, IV, 33, S, 119/120.) Welch eine beklemmende Metapher, - der Philosoph Calanus hatte Alexander den Großen auf dessen Indienfeldzug begleitet und ging nach diesem Erlebnis in den freiwilligen Feuertod! Aber auch welch eine Intimität des brieflichen Gesprächs, welch ein menschliches
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16Vertrauen in diesen langjährigen Partner, ja Freund. Doch Goethe wäre nicht Goethe, wenn er bei dieser Resignation stehengeblieben wäre. Sein vorletzter Brief an Sartorius vom Oktober 1825 schließt der 76jährige mit einem seiner unvergleichlichen Aphorismen ab: Ich... gebe mich mit der Vergangenheit ab, suche der Gegenwart etwas abzugewinnen und lausche der Zukunft". (Goethes Briefwechsel mit Sartorius, S. 201.) Ich denke, auch das ist ein großes Capital", das uns noch unberechenbare Zinsen" spenden kann.

Gruß Paraneua-Bioeule!


826) Test! aus Kein 07.02.03 - 16:19
eMail: Keine URL: http://www.armybook.com/links/dlk_18_12_blaulicht.gif

Nachricht:
www.armybook.com/links/dlk_18_12_blaulicht.gif

Gruß Feuerwehr Michi!


825) Test! aus Kein 07.02.03 - 16:07
eMail: Keine URL: http://www.ffw-hofheim.de/bilder/feuerwehr.jpg

Nachricht:
www.ffw-hofheim.de/bilder/feuerwehr.jpg

Gruß Feuerwehr Michi!


824) Test! aus Kein 07.02.03 - 16:02
eMail: Keine URL: http://www.stud.uni-karlsruhe.de/~udeh/pictures/PittsburghWeb/Feuerwehr.jpg

Nachricht:
http://www.stud.uni-karlsruhe.de/~udeh/pictures/PittsburghWeb/Feuerwehr.jpg

Gruß Feuerwehr!


823) wirtschafts-angstpolitik der macchiavellisten! aus Kein 07.02.03 - 15:01
eMail: Keine URL: http://www.ichsagewasichdenke2003..de.tf

Nachricht:
Ach ja, vielleicht wird ja bald wieder im Nebel von Düsenflugzeugen gekämpft?
Hauptsache, der sozialistische? Kurs Deutschlands wird über Angstpolitik etwas gedämpft?
Und so könnte WWF fondsmässig Erkleckliches sparen,
wenn nur Mitteleuropa man hätte hinausmanövriert aus christlichen Sozialismus-Gefahren!
Interessant wäre es jetzt, Haverbeck wieder zu lesen,
da ja sogar die "kinder des Holocaust" allzu viel nicht an Haaren in der Suppe finden bei "völkischem Wesen"?
Die Vorwürfe halten sich durchaus in Grenzen,
während "Rumsfelds" samt "Jesuiten"-Flügeln ergehen sich in kämpferischen Sentenzen!
Ist das angstpolitische maliziöse Spielchen dann ausgereizt,
Deutschlands Wirtschaft ist weitestgehend ausgegeizt!
Auf keinen Fall ist politisch erwünscht:
Individualität! Sie wird sogar vom rechts-"Fromm"en Marcuse-Flügel verschimpft?
Chamäleons-Politik überall?
Ist schon seit Jahrhundert-Jahrtausenden der Fall!
Man muss der Weltbevölkerung schleichend ihre Mysterien nehmen,
damit Menschen sich endlich zum Staubfressen bequemen?
Hinter der diskutierten Herbst-Renten-Politik
fand man sich ein bei der Ausländerfrage bei SZ (Niklas ...?) mit einem Klick?
Die Hintergründe sind nicht erfreulich!
Diabolos nicht nur im Limburger Ordinariat
wirkt über Banken ganz ungeniert "neuapostolisch"?
Wann ist der künstliche und pflegeleichte Mensch endlich realisiert,
der die Herren und Damen an runden Tischen nicht mehr unütz vexiert?
Ich überlege mir gerade einen Grenzwert bürgerlichen Wohlverhaltens,
falls mein bürgerliches Herz gegenüber Macchiavellismen weiter erführe sich als ein Erkaltentes!
Das irdische Paradies der Mereschkowskijs und Jooße
hat den typischen Geschmack mehrmals aufgewärmter Kantinen-Tomatensosse!
Darf's ein bisschen mehr sein in unserem Bioladen?
Aber bitte, ja! damit wir wieder los werden bei wohlgewürzten Gerichten den Geschmack der "Jesuiten"-Politik, den faden!
Die katholische Kirche hätte bewahrt in mancher Hinsicht vielleicht noch die alten Mysterien,
hätte nicht die NewWorldOrder über Patchwork-Ökumene nicht entwickelt ein unmässig Begehren!
Genau an dieser Stelle hakte auch Rudolf Steiner ein:
Der Schwarze Peter trifft nicht in erster Linie allein den römischen Verein!
Es gibt gewisse okkulte Gruppen,
die auch für Kriegsfragen zynisch tanzen lassen die Puppen!
Dafür wird inszeniert
Mythen-, Menschen und Politiker-Verbrauch ungeniert!
"Was ist Wahrheit"?
Pilatus uns nicht sehr erfreut!
Kalabriensteckt streckt seine Fühler aus:
Herr Klingsor baut an seinem schwarzroten Haus!
Das Böse Lehensherr des Guten ist:
Je mehr an Bosheit
auch ein Mehr an Auferstehungskräften auf dem Weg der Hinderungen ist!
Und kommt verlorner Sohn am End nach Haus:
Die Farben-"Theologie" des Frankfurters leuchtet ihm, der ehmals lebte in mitunsren verschwundnen Geldern in Saus und Braus!

Gruß Paraneua-Bioeule-Jokerbioeule-Kampfhund-Odermenning-Johanniskraut-Buntnessel!










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Gruß Paraneua-Bioeule! Nach dieser "Paraneua" müssten Franz Alt ("Sonnen"-Energie!?) und Michael Ende, der Erbsenzähler (Jim Knopf!), auch "Jesuiten "sein!?
Ist die Welt der Mächtigen überhaupt ein "Jesuiten"-Verein?

Nochmals Grüße von Ihrer kirchen-, vereins- und parteifreien Paraneua-Bioeule!




 
1822)
"Linke" Initiativen, - si
aus
01.04.03 11:46
 
eMail:

Nachricht:

...Großes Interesse zeigten die Reisenden, welche zu einem großen Teil Jesuiten und andere Geistliche und Missionare ausmachten, zur religiöser Vielfalt in Indien und zu "vergleichender Religionsforschung": Man wollte herausfinden, in welchen Punkten die indischen Religionen den christlichen ähneln und in welchen Punkten sie sich stark unterschieden. Tempelrituale und religiöse Zeremonien, Religionskulte und die Lebensweise der Brachmanen und Mönche wurden detailliert beschrieben. Zahlreiche Übereinstimmungen wurden gefunden und bei der Missionarsarbeit ohne Skrupel benutzt.


Ja, man kann aus den Berichten über Indien eine Menge wichtiger Angaben zur politischen Organisation des Mogulnreichs erfahren, über die administrativen, politischen und regionalen Gegebenheiten des Reiches und weiterer Staaten des Subkontinents. Aber kein Staat in Indien besaß eine geschriebene Geschichte oder mindestens eine Chronologie der Herrscher und der wichtigsten Ereignisse der Vergangenheit.


Selbstverständlich sind viele der Beobachtungen von enormer Wichtigkeit für die Geschichte Indiens ab 1500. Aber sie beweisen auch unsere Hauptthese: vor der Kolonisation Indiens durch die Europäer existierten in diesem Teil der Welt keine historische Tradition, keine Historiographie und keine Chronologie.


Eine Bestätigung dafür liefert auch Friedrich Wilhelm in [7]. Er erzählt von Kaufleuten, Missionaren, Diplomaten und Forschungsreisenden nach Indien und ihren Berichten im 17. Jh. und muss feststellen, dass "keine neuen Erkenntnisse über die Zeit vor den Großmoguln in den Westen" gelangten....

Ende!

Gruß Paraneua-Bioeule!
 
1821)
"Linke" Initiativen, - si
aus
01.04.03 11:45
 
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Nachricht:

...Großes Interesse zeigten die Reisenden, welche zu einem großen Teil Jesuiten und andere Geistliche und Missionare ausmachten, zur religiöser Vielfalt in Indien und zu "vergleichender Religionsforschung": Man wollte herausfinden, in welchen Punkten die indischen Religionen den christlichen ähneln und in welchen Punkten sie sich stark unterschieden. Tempelrituale und religiöse Zeremonien, Religionskulte und die Lebensweise der Brachmanen und Mönche wurden detailliert beschrieben. Zahlreiche Übereinstimmungen wurden gefunden und bei der Missionarsarbeit ohne Skrupel benutzt.


Ja, man kann aus den Berichten über Indien eine Menge wichtiger Angaben zur politischen Organisation des Mogulnreichs erfahren, über die administrativen, politischen und regionalen Gegebenheiten des Reiches und weiterer Staaten des Subkontinents. Aber kein Staat in Indien besaß eine geschriebene Geschichte oder mindestens eine Chronologie der Herrscher und der wichtigsten Ereignisse der Vergangenheit.


Selbstverständlich sind viele der Beobachtungen von enormer Wichtigkeit für die Geschichte Indiens ab 1500. Aber sie beweisen auch unsere Hauptthese: vor der Kolonisation Indiens durch die Europäer existierten in diesem Teil der Welt keine historische Tradition, keine Historiographie und keine Chronologie.


Eine Bestätigung dafür liefert auch Friedrich Wilhelm in [7]. Er erzählt von Kaufleuten, Missionaren, Diplomaten und Forschungsreisenden nach Indien und ihren Berichten im 17. Jh. und muss feststellen, dass "keine neuen Erkenntnisse über die Zeit vor den Großmoguln in den Westen" gelangten....

Ende!

Gruß Paraneua-Bioeule!
 
1820)
Hat "shiva" die Lösung pa
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01.04.03 11:28
 
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aus: Internationaler deutschsprachiger Rundbrief d. ATTAC-Bewegung Ausgabe 13/2002 (18. 12.02)
Sand im Getriebe 13
Inhalt dieser Nummer:
ESF-Berichte
ESF:Aufruf gegen den Krieg (2)
ESF:Aufruf der Europäischen Sozialen Bewegungen (2)
Europa und die neue internationale (Un)ordnung (6)
Konferenz —Gerechtigkeit und Frieden (7)
Peter Wahl: —Jähe Wendungen sind möglich (8)
Globalisierung und Krieg Jörg Huffschmid: Wie die unsichtbare Hand des Marktes zur sichtbaren Faust des Krieges wird (11)
Felix Kolb: —Regimewechsel beginnt zuhause (17)
Tobias Pflüger: —Präventivkriege jetzt auch deutsche Politik? (19)
USA: Gewerkschaften unterstützen die Anti-Kriegs-Bewegung (23)
ATTAC international
Jacques Nikonoff:
—Abschlussrede auf dem Kongreß von ATTAC-France am 1.12.2002 (25)
ATTAC-France zu Palästina (26)
Kurznachrichten: Venezuela (30); Tunesien (31)
Projekte von ATTAC-D-Gruppen
Kongreß —Die Welt ist keine Ware in Stuttgart:
Rede von Vandana Shiva, Indien iktatur der WTO oder lebendige Demokratie (27).2

(schnipp)

Diktatur der WTO oder lebendige Demokratie

von Vandana Shiva, Indien

(Dieser Vortrag in der Johanneskirche/Stuttgart am 29. November 2002 war ein Beitrag zum öffentlichen —Teach-In in der Johanneskirche, Feuerseeplatz, Stuttgart, bei dem neben Vandana Shiva auch Maude Barlow/Kanda, Maria Mies/Deutschland und die Sängerin Cida Nowotny/Brasilien auftraten, der Abend wurde moderiert von Carol Bergin. Die Veranstaltung war Teil der Reihe —Unsere Welt ist keine Ware die vom Jugend- und Kulturzentrum Forum 3, ATTAC-Stuttgart, Netzwerk Weltweite Projekte, Netzwerk Initiative Dreigliederung, Initiative Colibri, Kulturzentrum
Merlin, Brot für die Welt, getragen wird.)

Einführung durch Carol Bergin:
Vandana Shiva hat sich stark gemacht für den Schutz von Saatgut, für den Widerstand gegen das
Stehlen und Manipulieren von Pflanzensamen. Aber nicht nur das Πsie legt auch Samen. Sie ist eine
Widerständlerin, sie ist jemand, der Samen beschützt, und sie ist jemand, der Samen und zwar feurige Samen
- in unser Inneres legen kann. Mehr brauche ich, glaube ich, nicht zu sagen. - Vandana!i,

Vandana Shiva:
Ich danke Dir, Carol.
Wissen Sie, ich war nicht dazu bestimmt, ein Saatgutretter zu werden - ich hatte Quantenphysikerin werden sollen.
Und vor etwa fünfzehn Jahren, da wurde ich zum ersten Mal mit den Globalisierungsvorhaben der Biotechnologie-Industrie
bekannt, welche die chemische Industrie war, die zur Saatgutindustrie wurde, und dann pharmazeutische Industrie
- das ist alles eine Gruppe von Industrien, und es gibt etwa fünf davon, die alle unsere Gesundheit, unsere Nahrung,
unsere Landwirtschaft, unsere biologische Vielfalt unter Kontrolle haben. Und damals im Jahre 1987 machten sie ihre
Pläne, wie sie durch das GATT Rechte an geistigem Eigentum - Patentmonopole - bekommen könnten - zu jener Zeit
gab es noch keine WTO. Wie sie neue technologische Genmanipulationen zu machen hätten, denn Bauern können
zwar normales Saatgut bereitstellen, aber nur Großunternehmen würden es manipulieren können. Wie sie durch die
Beseitigung jeglicher Beschränkungen bei Monopolen und Fusionen ihre Konzentration und Macht nutzen könnten,
Märkte und unser Konsumverhalten nach ihren Vorstellungen zu formen. An diesem Tag fasste ich den Beschluss,
dass wir unser Saatgut retten müssen. Und wissen Sie, bevor ich die Universität verließ, habe ich immer schon so ein
paar Sachen gemacht, Bewegungen unterstützen, ein bisschen Forschung betreiben. Aber dann wurde mir klar, wenn
wir das Saatgut retten und Bauern in einem so großen Land wie Indien mobilisieren mussten, war mehr nötig war als
meine Wenigkeit. Und ich schrieb dann an eine ganz kleine Geschäftsstelle in der Stadt an Brot für die Welt und sagte,
dass ich wirklich der Überzeugung sei, dass das Saatgut gerettet werden müsse, und ob sie nicht helfen wollten. Und
seit 1991 ist die ganze Arbeit, die wir in Indien zur Frage der Biodiversität und der Saatguterhaltung geleistet haben,
nur durch die Solidarität möglich geworden, die "Brot für die Welt" und "Navdanyait diese Bewegung für Saatgut-
erhaltung in Indien, gezeigt haben. Und sehr oft merken wir nicht, wie viel in der heutigen Welt diese langfristigen
Beziehungen des Vertrauens und der Solidarität bedeuten - also vielen Dank, "Brot für die Welt"!

In diesen fünfzehn Jahren habe ich gesehen, wie unsere Regierung sich von einem Partner des Volkes zu einem Partner
der Konzerne verwandelt hat. 1987, als das Szenario auftauchte, kämpfte die indische Regierung und sagte:
"Wir können keine Patent - Monopole auf Saatgut dulden; wir können nicht Rechte an geistigem Eigentum und die
WTO zulassen; wir können nicht den freien Handel mit Nahrungsmitteln dulden- das sind keine Handelsgegenstände;
wir können keine Investitionsfreiheit haben." 1987 sagte die Regierung genau das, was wir heute sagen.
Aber heute bewegen sich die Regierungen -Ihre, unsere, ein Land nach dem anderen -ich fürchte, selbst Herr Lula in
Brasilien wird es sehr schnell tun -sie bewegen sich so schnell hinein in den Rahmen des "Es gibt keine Alternative".
Wir wählen unsere politischen Führer. Wenn wir unsere Regierungen gestalten, damit sie eine bestimmte demokratische
Willensbildung umsetzen, und sie das nicht tun können, dann geschehen meiner Ansicht nach ganz klar zwei Dinge:
eine Diktatur entsteht, und die Demokratie stirbt. Für mich ist die WTO als die endgültige Diktatur in Erscheinung getreten.
Sie hat Partner: den IWF1 und die Weltbank. Diese sind auch Diktatoren, aber sie diktieren durch das Finanzwesen,
und die WTO bringt es fertig, zu diktieren, indem sie unsere Gesetze ändert, ohne dass wir davon wissen, ohne dass
die Parlamente davon wissen. Sie schaffen es einfach so unsere Verfassungen zu ändern, ohne eine parlamentarische
Debatte oder eine öffentliche Debatte. Sie versuchen sogar unsere moralischen und unsere ethischen Vorstellungen
darüber, was wir als heilig behandeln, zu verändern. Werden wir den Dollar als heilig behandeln? Oder werden wir die
Diversität des Lebens auf diesem Planeten, unsere Flüsse, unser Wasser, unser gemeinsames Leben als heilig behandeln?

Im Dezember 1993 kamen zwei Männer zusammen Mickey Canter und der Europäer war Leon Britten. Sie saßen eine
Woche lang zusammen, entwarfen einige Vereinbarungen, machten ein paar Veränderungen, traten hervor und erklärten
der Welt: —Ihr habt einem neuen GATT Abkommen zugestimmt. Alle anderen Länder standen draußen in den Fluren.
Unter den Vereinbarungen waren Abkommen, die jedes Land dazu zwangen, Leben zu patentieren, jedes Land dazu
zwangen, seine Menschen durch Verhungern umzubringen -das ist es, was tatsächlich passiert- jedes Land dazu zwangen
zu erlauben, dass jede Ressource vom Kapital übernommen wurde. Und es gibt soviel Kapital in der Welt heute
3 Billionen Dollar werden täglich bewegt -es könnte die Welt 500.28 mal aufkaufen!
Und wenn Kapital die Quelle von Rechten ist, dann können keine anderen Rechte auf diesem Planeten existieren
-nicht die Rechte der Arten, nicht die Rechte der Menschen, nicht die Rechte der Armen, oder der Marginalisierten.
Ich sehe die Globalisierung nicht nur als eine Diktatur an, ich sehe sie als etwas schlimmeres -ich sehe sie an als einen
neuen Krieg gegen den Planeten und seine Bewohner. Ich sehe sie an als einen Terrorismus.

Was ist Terrorismus? Terrorismus ist die systematische Ausübung von Zwang um Menschen zu terrorisieren.
Was tut das Abkommen über Landwirtschaft? Es ist die systematische Ausübung von Zwang um Import- Hindernisse
zu beseitigen, so, dass die Vereinigten Staaten, Unternehmen wie Cargill und Monsanto, uns zwingen können, unsere
Speiseöl-Produktion zu zerstören und wir gezwungen sind gentechnisch verändertes Soja-Öl zu essen. Was bedeutet
das für die betroffenen Menschen? Für die 10 Millionen Anbauer von Ölpflanzen, die 1 Million kleine Verarbeiter von
Ölpflanzen und das ist nur ein Produkt –)..
In Indien haben wir gesehen, wie jede Form von Sicherheit, die wir als unabhängiges Land aufgebaut haben, demontiert
wurde. Das letzte Mal, IWF Internationaler Währungsfonds dass Menschen in Indien verhungerten war 1942
- wir standen noch unter den Briten, der Krieg war in Gang, wir lieferten Reis und Weizen für die Kriegsversorgung.
Und die Briten zogen so viel von den Produzenten ab, dass diejenigen, die den Reis produziert hatten, verhungerten.
Und ich erinnere mich, dass in dieser Zeit eine Bewegung entstand und Frauen die führende Rolle darin hatten.
Sie sagten —Jhandi Bhudandi Bonahaii:
—Wir geben unser Leben, aber wir geben nicht unseren Reis. 2 Millionen Menschen starben 1942. Zum ersten Mal
seit damals sind letztes Jahr in Indien Menschen an Hunger gestorben, gerade so wie sie in Südafrika an Hunger sterben.
Weltbank und IWF diktieren: —Ihr dürft euren Bauern keine gerechten Preise geben. Ihr dürft euren Armen keine
Unterstützung geben, damit sie Nahrung zu bezahlbaren Preisen bekommen. Das ist Subventionierung und das ist eine Sünde.
Aber man erlaubt, dass diese künstlichen Lagerbestände anwachsen, weil die Menschen die Nahrung nicht konsumieren
können, die im Land angebaut wurde und in Indien haben wir jetzt 65 Millionen Tonnen verrottendes Getreide, während
Tausende von Menschen verhungern Tausende von Menschen.
Wenn diese Lagerbestände wachsen, kommt die Weltbank und sagt —oh, subventioniert Cargill und Pepsi, damit sie
zu halbem Preis exportieren. So exportieren wir alle gegenseitig subventioniertes Zeug, um uns gegenseitig die Wirtschaft
zu zerstören.

In diesem Jahr wurde zum ersten Mal gentechnisch verändertes Getreide in Indien angebaut.
Und der Ertrag ist 10% von dem was versprochen wurde. Die Einkommen wurden halbiert, die Kosten haben sich verdoppelt.
Wenn in der Financial Times, oder CNN berichtet wird, ist das kein Bericht über die Realität auf den Feldern der Bauern.
Es ist ein Bericht aus den frisierten Büchern von Monsanto.
So wie die frisierten Bücher von Anderson und Enron und Worldcom, und die Liste geht immer weiter.
Wir wissen jetzt, dass sie ihre Bücher frisieren und wir sollen unser Leben ihren Händen anvertrauen?
Ich denke heute, nach dem Konzern-Desaster, ist es sehr, sehr deutlich geworden, dass sie die Globalisierung nicht nur rein
im wirtschaftlichen Bereich vorantreiben können. Sie müssen die Globalisierung vorantreiben als ein Projekt, das durch
den Krieg unterstützt wird.
Das ist das Thema, das Maria Mies aufgebracht hat.
Denn ohne diese Kampagne gegen den Terror wären einige Dinge in Indien dieses Jahr nicht geschehen.
Wir hätten keine Änderungen in unserem Patentrecht bekommen, durch die wir gezwungen werden, Patente auf Leben
zu akzeptieren. Zehn Jahre lang, solange wir einen freien demokratischen Raum hatten, haben wir das verhindert.
Dieses Jahr wurden religiöse Konflikte erzeugt, die Kampagne gegen den Terror erzeugte diese neue indisch-pakistanische
Spannung. Neue Probleme zwischen Minderheiten wurden erzeugt, buchstäblich an dem Tag, an dem diese Abstimmungen
stattfanden. Die Bomben und die Abstimmungen im Parlament fanden am selben Tag statt.
Ich nenne es einen Rauchschleier.
Ich nenne es einen Rauchschleier, der uns alle mit den Fragen über religiöse Unterschiede beschäftigt, der Unterschiede
aufwirft -diesen Unterschied, jenen Unterschied -und mit diesem —teile und herrsche drücken sie die Agenda der
Globalisierung durch zu einem Zeitpunkt zu dem die Menschen begonnen haben —nein zu sagen.

Weil die Menschen heute so aufmerksam sind und weil die Leute anfangen ihre demokratischen Rechte auszuüben,
kommt die Globalisierung versteckt hinter der Kampagne gegen der Terror auf uns zu.
Die Kampagne gegen den Terror ist buchstäblich der Schutz für die Übernahme unseren Wassers, unserer Nahrung,
unseren Saatguts, unserer Schulen, unserer Gesundheitssysteme, von allem, durch die Konzerne

(–). Schaut die Situation an, als in Indien Saatgut in eine Ware umgewandelt wurde und Monsanto anfing, unsere gesamte
Saatgutversorgung zu übernehmen, aus dem öffentlichen Sektor, von den kleinen Farmen, die Saatgutversorgung aller Farmer.
In diesen zehn Jahren sind die Kosten für Saatgut hundert- bis tausendfach angestiegen. Und das neue Saatgut benötigt
Chemikalien, es benötigt Pestizide. Farmer verschulden sich, Farmer begehen Selbstmord weil sie diese Schulden nicht
zurückzahlen können. Sie haben 200.000, 300.000 Rupees Schulden, Bauern, die kein Geld haben. So etwas haben wir nie
zuvor in unserem Land gesehen.

Die Privatisierung von Wasser, darüber hat Maude gesprochen. Nun, wir haben drei Fälle in Indien, die gerade geschehen sind.
Im Staat Orissa einem unserer ärmsten Staaten hat die Privatisierung der Bewässerung die Bewässerungskosten verzehnfacht
Bauern können ihren Reis nicht anbauen. Wenn sie ihren Reis nicht anbauen können werden sie verhungern.
Im Staat Kerala fördert die Firma Coke 1,5 Millionen Liter Wasser täglich aus einer Tiefe von 300 Metern, und innerhalb
eines Jahres haben sie Flüsse und Seen in diesem Gebiet ausgetrocknet. Da Wasser in sich verbunden ist, es ist weltweit
verbunden, es ist aber auch in den verschiedenen Schichten verbunden, es ist von den tieferen wasserführenden Schichten
über die oberen Schichten mit den Teichen und Seen verbunden. Wenn sie also von tief unten absaugen, saugen sie den
Fluss aus, sie bestehlen den Gesamtwasserspeicher.
Vierhundert einheimische Frauen klagten: "Wir haben kein Wasser, unsere Ernten sterben dahin, weil Coke unser Wasser
wegnimmt. Und Sie wissen, in Indien haben wir den Ganges, den wir unsere Mutter nennen, - wir nennen ihn heilig,
wir behandeln ihn wie eine Göttin.
Suez - diese Gesellschaft versucht, täglich 635 Millionen Liter Gangeswasser zu bekommen.
Wir haben da eine Bürgerbewegung, die wir sofort, als wir davon erfuhren, aufbauten. Wir gingen durch die Dörfer,
und wir erzählten bloß davon, und die Leute sagten: "Aber die Ganga kann nicht verkauft werden, die Ganga ist nicht käuflich."
Und man muss einfach nur solche Informationen benutzen, und ich bin sicher, jede Gemeinschaft wird sagen:
"Aber unsere Schulen sind nicht käuflich - unser Leben ist nicht käuflich, unsere Nahrung ist nicht käuflich."
Darum brauchen wir lebendige Demokratie. Ich glaube, wir brauchen lebendige Demokratie sowohl, um mit den falschen
Konflikten fertig zu werden, die erzeugt werden, als auch um unser Leben und unsere Freiheit zurückzuverlangen.
A propos falsche Konflikte - lassen Sie mich nur als Nebenbemerkung erwähnen, dass 1977 in vier Staaten die regierende
Partei die Wahl verlor wegen der schlichten Zwiebel.
Die Zwiebel, Sie kennen die Zwiebel, - nun, wir benützen sie viel in unseren Currygerichten, und selbst die Ärmsten haben,
wenn sie nichts anderes haben, immer noch eine Zwiebel zu ihrem Chapatti. Man erlaubte den Export von Zwiebeln in jenem
Jahr, und die Zwiebelpreise gingen in die Höhe. Vorher konnte man ein Kilo für zwei Rupees kaufen, und jetzt stiegen die Preise
auf hundert Rupees pro Kilo. In vier Staaten wurde die Regierung abgewählt und die Oppositionspartei gewann.
Und die frühere Regierungspartei hatte zwei Möglichkeiten auf der großen Plenarsitzung an ihrem Parteitag sagten Sie:
"Oh, wir müssen gegen die Liberalisierung und Globalisierung angehen, weil das einen solchen Stress verursacht,
dass die Leute gegen uns stimmen. Also stoppen wir die Globalisierung!" Und der Premierminister kam in die Versammlung
eingeflogen und sorgte dafür, dass diese Richtung zu Fall gebracht wurde. "Man kann die Globalisierung nicht ändern,
und ihr habt trotzdem an die Macht zu kommen und ihr müsst trotzdem Wahlen gewinnen." Und am gleichen Abend
explodierten und brannten die ersten Kirchen. – Für uns ist lebendige Demokratie, dass wir durch diese Zeiten hindurch
mit der heute Abend erlebten Freude und der Solidarität überleben. Für mich ist lebendige Demokratie in erster Linie -
eine nicht tote Demokratie. Denn die Demokratie ist sehr tot, wenn alle Politiker ständig dasselbe tun, egal wer sie sind,
egal wen wir ins Amt wählen. Für mich ist lebendige Demokratie auch die Demokratie allen Lebens, es geht um alles Lebendige.
Der Grund dafür, dass wir in dem Schlamassel sind, in dem wir uns befinden, liegt wohl teilweise darin, dass wir uns vom Leben
abgetrennt und gesagt haben:
"Oh, diese Pflanzen und diese Tiere da, sie haben nicht den gleichen Status." Aber dann könnte man diese Denkweise ausdehnen
und sagen, auch die Frauen haben ihn nicht, und die Stammesvölker haben ihn nicht, und die Braunhäutigen haben ihn nicht,
und ganz allmählich kommen wir dann in die Situation, dass die Zoellicks und die Lamys2 und die Cokes und die MacDonalds
und die Monsantos die einzigen verbliebenen Menschenwesen sind.

Wenn wir also unseren Anteil an menschlichem Leben und Demokratie zurückhaben wollen, müssen wir damit anfangen,
einen größeren umfassenden Raum der Demokratie allen Lebens zu schaffen, eine Erddemokratie. Und es ist auch eine lebendige
Demokratie des täglichen Lebens.

Ich meine, es ist kein Zufall, dass wir hier alle Frauen sind.
Denn wir haben ein verzweifeltes, gieriges Kapital, das versucht zu sagen: "Ich werde Geld aus euren Nahrungsmitteln machen
und aus eurem Wasser und aus der Luft, die ihr atmet, und aus den Erbinformationen in den Zellen und aus euren Tieren.
Ich werde aus all dem Geld machen."
Und es gibt ein anderes Paradigma für Dienstleistung, es muss nicht das GATS sein. Jenes Dienstleistungsmodell besteht in allem,
was Frauen seit jeher für den Lebenserhalt getan haben. Das ist wahrer Dienst. Und diese wahre Dienstleistung schafft eine
lebendige Wirtschaft, nicht eine Wirtschaft des Todes und des Völkermords. In einer lebendigen Wirtschaft wird das Leben
erhalten, wird das Leben genährt, wird wirklicher Wohlstand hervorgebracht, wird das Wohlergehen des Volkes sichergestellt,
werden Bedürfnisse befriedigt, werden Existenzgrundlagen geschaffen. Nichts hiervon zählt in der Todeswirtschaft, zu der die
Globalisierung geworden ist.
Und lebendige Wirtschaft und lebendige Demokratie bringt auch lebendige Kultur hervor.
Heutzutage haben wir Kulturen, die zu Kulturen der Furcht verkümmert sind, den Zusammenprall der Kulturen -
-"wenn ihr nicht mit uns seid, dann seid ihr gegen uns".

Solch eine elende Verfassung des Menschen, der so sehr in Furcht lebt, dass alles sich im Kriegszustand befindet!
"Und darum können wir nicht in Sicherheit sein, wenn wir nicht alles ausrotten" - dies ist das Denkmodell, das uns vorgegeben wird.
Aber wir haben ein anderes Modell, das einer positiven Kultur, das besagt, dass wir in eine tiefere Lebensgrundlage eingebettet sind,
dass wir Teil der Schöpfung sind, dass 2 Zoellick ist Handelsbeauftragter und Verhandlungsführer der US Regierung bei der WTO,
Pascal Lamy ist EU-Handels-Kommissar und Verhandlungsführer der EU bei der WTO. Alle Aktiven auf der Bühne bei dieser
Veranstaltung waren Frauen. General Agreement on Trade in Services -Allgemeines Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen
wir unsere Verschiedenheit und jenen weiteren, tieferen positiven Sinn für Identität feiern anstatt der Erfahrung, die besagt:
"Wenn ich überleben soll, musst du ausgelöscht werden."
Wenn Monsanto Profite haben muss, dann kann das Saatgut nicht immer von neuem erzeugt werden.
Ich habe über Dialoge mit diesen Unternehmen geschrieben, wo sie die Bienen als unrechtmäßige Pollenräuber bezeichnet haben,
dass Bienen Pollen stehlen. Und deshalb müssen sie hybrides Saatgut herstellen und das Saatgut "begrenzen", so dass die Bienen
keine Pollen "stehlen" können. Und sie haben über die biologische Vielfalt gesprochen, die den Sonnenschein stehlen würde,
und deshalb müssen sie Chemikalien spritzen, damit durch all diese grünen Sachen auf unseren Feldern nicht der Sonnenschein
gestohlen wird. Können Sie sich eine abwegigere Weltsicht vorstellen, in der man glaubt, die Sonne werde gestohlen, der Pollen
werde gestohlen, das Saatgut, das wir bewahrt haben, werde gestohlen? Dass wir, wenn wir Wasser aus unserem Brunnen trinken,
wir Wasser stehlen, dass, wenn wir unsere Kinder in öffentlichen Schulen erziehen, wir Erziehung stehlen, dass, wenn wir uns selbst
heilen, Gesundheit stehlen? In dieser trostlosen, verzweifelten Todeswirtschaft müssen Identitäten zu Identitäten der Angst werden.

Und diese bringen das Syndrom hervor: "Du musst ausgelöscht werden, wenn ich leben soll."

Die Vereinigten Staaten, nachdem sie am Höhepunkt dieser —Angstidentität angelangt sind, stürzen nun die ganze übrige Welt da hinein.

Doch es gibt einen anderen Weg, sich gegenseitig anzuschauen. Und ich denke an diese wunderschöne Vorstellung in Indien,
die im Grunde sagt:

—So hami: - "Du bist -darum bin ich."

Das ist die Vorbedingung unserer zukünftigen Arbeit, des Friedens auf Erden, der Nachhaltigkeit und der Gerechtigkeit.

Und der Punkt ist, wir brauchen uns dabei nichts vorzumachen:

"Ihr seid -darum bin ich!"

Ich danke Ihnen.

Ende!

Gruß Paraneua-Bioeule!
 
1819)
Ob "stinkendes" Geld Krie
aus
01.04.03 11:22
 
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Proudhon, Gesell und Keynes

Zur Aktualität einer libertären Zinstheorie

Klaus Schmitt



Der Geldzins verursacht den "Profit"

Warum gibt es den Geldzins?

Welche sozialen, ökonomischen und ökologische Folgen hat der der Zins?

Vollbeschäftigung ohne Wirtschaftswachstum?

Tauschbanken, Tauschringe und "Schwundgeld"

Keynes´ IWF- und Weltbank-Konzept



30 Jahre nach der 68er-Revolte herrscht Ratlosigkeit sowohl bei ihren Veteranen wie auch bei den heutigen Linken angesichts der neuen, aber eigentlich sehr alten Probleme: Wirtschaftskrise, Arbeitslosigkeit, Einkommensumverteilung zu Gunsten der Reichen und zu Lasten der Armen. Nach dem Scheitern der marxistischen Wirtschaftstheorie in der Praxis des "realen Sozialismus" haben sie diesen Problemen des Neoliberalismus kaum noch etwas Handfestes entgegenzusetzen. Dabei könnte es für die Entwicklung einer alternativen Ökonomie lohnend sein, sich auf den Klassiker der Anarchie, Pierre Joseph Proudhon, zu besinnen, der erstaunlicherweise auch von heutigen Anarchisten ignoriert wird. Proudhon hat in seiner, von Marxisten verpönten und den Neoliberalen ignorierten Zinsanalyse vorweggenommen, was der "Akrat" und "Physiokrat" Silvio Gesell und kein geringerer als der berühmte "bürgerliche" Ökonom John Maynard Keynes auf den Begriff gebracht haben. Ihr gemeinsames Ziel war es, Konjunkturkrisen, Arbeitslosigkeit und die Ausbeutung der Produzenten durch den "Mehrwert" zu überwinden – klassische sozialistische Anliegen. Ausserdem – höchst aktuell und kaum bekannt – verspricht Keynes Vollbeschäftigung ohne quantitatives Wirtschaftswachstum.

Der Geldzins verursacht den "Profit"

Die Gemeinsamkeiten dieser drei anti-neoliberalen und "anti-marxistischen Sozialisten" (Dillard; Keynes, S. 300) sind bereits unmittelbar nach Erscheinen des Keynes´schen Hauptwerks Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes Mitte der 30er Jahre der Doktorand Dudley D. Dillard entdeckte worden1. Sie betreffen jedoch nicht die staatsinterventionistischen und kapitalfreundlichen Interpretationen der Keynes´schen Beschäftigungstheorie durch die Sozialdemokraten etc., sondern ihre Analysen des Geldzinses.

Gesell zitiert zustimmend eine Kernthese Proudhons, die ebenso von Keynes formuliert sein könnte: "Wenn den Unternehmern das Geldkapital zur Hälfte des jetzigen Zinses angeboten würde, so müsste auch bald der Zinsertrag aller übrigen Kapitalien um die Hälfte heruntergehen"2. Mit anderen Worten: wenn der Geldzins auf Null fallen könnte, dann würde, "sagen wir innerhalb fünfundzwanzig Jahren oder weniger" (Keynes, aaO., S. 274), auch die Kapitalrente - Marx: der "Profit" - verschwinden und damit wäre auch der "funktionslose Investor", der Kapital-"Rentner", also derjenige, der - wie schon der Begriff Rentner besagt - ein arbeitsfreies Einkommen bezieht, also die Arbeit anderer Menschen ausbeutet, eines "sanften Todes" gestorben (Keynes, S. 317). Die Kapitalrente würde in die Einkommen aller Produzenten: "lohnabhängiger" wie "selbständiger", eingehen.

Doch das wird - nach übereinstimmender Auffassung Proudhons, Gesells und Keynes´ (S. 192) - durch den unelastischen Geldzins verhindert. Fällt nämlich die elastische Rate des Kapitalzinses im Laufe der Konjunktur so weit, dass er die unelastische Geldzinsrate zu erreichen droht, dann werden die Unternehmer nicht weiter investieren. Denn jede zusätzliche Investition, deren Kreditzins-Belastung grösser ist als der zu erwartenden Kapitalzins-Gewinn, würde dem Unternehmer Verluste bringen: die "Grenzleistungsfähigkeit des [Sach-]Kapitals" (Keynes, S. 114 - 138, 297), das Finanzkapital mit den geforderten Zinsen zu bedienen, ist erreicht. Sind viele Unternehmen an diesem Punkt angelangt, werden auch viele Neuinvestitionen unterbleiben. Das sonst dafür ausgegebene Geld fehlt in der Zirkulation, es kommt zu einem allgemeinen Nachfragerückgang, zu Absatzstockungen, Produktionseinschränkungen, Arbeitslosigkeit und Konkursen. Das ist die "proudhonistische" Krisentheorie.

Diesen Zusammenhang von Geldzins und Kapitalzins hat "die klassische Theorie unauflöslich durcheinandergebracht", schreibt Keynes (S. 297). Die Klassiker wie auch die Neo-Klassiker oder Neo-Liberalen glauben, über einen unbegrenzt variablen Geldzinsfuss würde sich das Angebot an Geldersparnis und die Nachfrage nach Krediten in der Wirtschaft so einpendeln, dass nur so viel gespart wird, wie Kredite nachgefragt werden. Folglich entstehen langfristig - wenn auch die Löhne elastisch reagieren - keine Nachfragelücken in der Zirkulation; es stellt sich immer wieder automatisch und umgehend ein wirtschaftliches Gleichgewicht ein.

Wie Proudhon, Gesell und Keynes, widerspricht auch Marx - entsprechend der empirischen Erfahrung - diesem Gleichgewichtspostulat. Doch wie die Klassiker, glaubt auch er, der Zins sei unbegrenzt elastisch: "Die Minimalgrenze des [Geld-]Zinses ist ganz und gar unbestimmbar. Er kann zu jeder beliebigen Tiefe fallen"3.

Hier liegt der entscheidende Irrtum der Klassikern einschliesslich Marx und die Differenz zu Proudhon, Gesell und Keynes. Sie erkannten, dass zwar der Kapitalzins "zu jeder beliebigen Tiefe fallen" kann, also auch auf Null und drunter, nicht aber der Geldzins: er ist - empirisch bewiesen4 - immer positiv und unterschreitet langfristig und real (d. h. nach Abzug der Kreditverwaltungskosten, der Risikoprämie und der Inflationsrate) nicht die 3%-Marke. Gesell nennt diesen Real- oder Netto-Zins den "Urzins".

Warum gibt es den Geldzins?

Warum es überhaupt einen langfristig positiven Geldzins gibt, sehen Proudhon, Gesell und Keynes in der Vormachtstellung des Geldes gegenüber den Waren: das Geld einer festen Währung lässt sich - anders als die meisten wirtschaftsgüter (ausser Boden) - kostenlos "horten", denn Geld fault und rostet nicht, erfordert keine Lager- und Instandhaltungkosten, veraltet nicht, kommt nicht aus der Mode und muss nicht essen, wohnen usw., wie die Ware Arbeitskraft5. "Keiner kann kaufen, ohne dass ein anderer kauft. Aber keiner braucht unmittelbar zu kaufen, wenn er selbst verkauft [also Geld] hat"6, hat Marx richtig erkannt, denn Geld unterliegt keinem "Schwund" (Gesell), keinen nennenswerten "Durchhaltekosten" (Keynes, S. 188 - 202), die zum Kaufen nötigen.

Keynes sieht diese Vormachtstellung ausserdem in der besonders hohen Lilquidität des Geldes gegenüber anderen Wirtschaftsgütern (einschliesslich Sachkapital und Boden): in der Möglichkeit, überall, unmittelbar und zu jeder Zeit alles auf allen Märkten kaufen zu können, was günstig angeboten wird (S. 189 f., 195 f. u. 198). Diese Spekulationsmöglichkeit ist wiederum ein wichtiges Motiv für grosse Einkommensbezieher, Geld zu "horten" (Gesell), zu "sparen" (Keynes, S. 143 - 146). Der Besitzer solcher Ersparnisse hat also kein Motiv, diese Liquidität herzurücken, es sei denn, es winkt ein Gewinn. Wer von ihm also seinen Geldhort leihen will, muss ihm für die Dauer seines Verzichts auf diesen Liquiditätsvorteil eine Entschädigung zahlen: die "Liquiditäts[verzichts]prämie" (Keynes, S. 189).

Aus der Hortbarkeit und dem Liquiditäsvorteil des Geldes ergibt sich der Geldzins.

Die Höhe des Zinses entsspricht mindestens dem zu erwartenden Gewinn, der aus der Verfügung über Liquidität voraussichtlich mindestens zu erzielen ist: 3% der Geldsumme im Jahr. Bei Anlage grosser Summen und bei einer langfristig anhaltenden Inflationphase ist die Zinsrate entsprechend höher. Der Realzinssatz schwankt langfristig etwa zwischen 4 und 5% im Jahr4.

Welche sozialen, ökonomischen und ökologische Folgen hat der der Zins?

1. Damit die Unternehmer die Kreditzinsen für Investitionen bezahlen können, müssen alle Produkte der verschuldeten Produktionsmittel ebenfalls Zinsen einbringen: den Sachkapitalzins, die Rendite. Die zinserpressenden Geldhorte sind also das ursprüngliche, das "Urkapital" (Gesell); ihre Zinsen machen die (vermehrbaren) Produktionsmittel, Gebrauchsgüter (Wohnungen etc.) und Waren erst zu Kapital, d. h. zu Zins abwerfenden Gütern. Jene Unternehmer, die Eigentümer schuldenfreien Kapitals sind, kassieren den Kapitalzins in die eigene Tasche, sind dann nicht nur Unternehmer (Marx: "Arbeiter"7), sondern ausserdem Kapitalisten.

2. Da der Zins ein arbeitsfreies Einkommen der Geldbesitzer und Eigentümer von Kapital ist, den die Produzenten erarbeiten müssen, ist er ein Ausbeutungsfaktor. (Das Gleiche gilt für den, neben Geld- und Kapitalzins, dritten Mehrwertanteil: den Bodenzins, die Grundrente, ein anderes, hier ausgeklammertes, aber dennoch wichtiges Thema8.)

Wie schon Proudhon bemerkte (siehe oben), ist "der Geldzinsfuss der ausschlaggebende Zinsfuss" (Keynes, S. 192) für die Zinshöhe aller anderen Kapitalien. Hohe Kapitalzinsen wiederum treiben Kosten und Preise in die Höhe. Der Zinsanteil (einschliesslich Bodenzins) an allen Waren macht gegenwärtig im Durchschnitt etwa ein Drittel der Preise aus. Bei den Wohnungsmieten beträgt er sogar bis zu 80% der Kostenmiete. Wird z. B. eine (einschliesslich Grund und Boden) 200.000 Mark teure Wohnung zu 7% kreditiert, dann betragen die jährlichen Kreditzinsen 14.000, die monatlichen also 1.167 Mark. Hinzu kommen rund 300 Mark Abschreibungs-, Instandhaltungs- und Verwaltungskosten monatlich, macht zusammen 1.467 Mark. 1.167 Mark Zinsen von 1.467 Mark Miete ergeben einen Zinsanteil an der Miete von 79,7%. Bei einem Nettoeinkommens von z. B. 2.300 Mark im Monat machen 1.167 Mark Zinsen gut die Hälfte des Nettoeinkommens aus.

Wir sehen, es sind die Zinsen in der Zirkulations- und Konsumtionssphäre, die eine entscheidende Rolle spielen bei der Einkommensverteilung in der Volkswirtschaft, und nicht so sehr die Löhne in der Produktionssphäre, auf die sich die Marxisten einseitig fixieren.

3. Wegen des unerbittlich geforderten (unelastischen) Geldzinses einerseits und des fallenden (elastischen) Kapitalzinses andererseits kommt es regelmässig zu Konjunkturkrisen (siehe oben). Um Verluste zu vermeiden und einen drohenden Konkurs abzuwenden, versuchen die Unternehmer u. a. die Löhne zu drücken, was wiederum die Kaufkraft der Konsumenten schwächt und die Krise verschärft.

4. Wegen dieses immer wiederkehrenden Abbruchs der wirtschaftlichen Entwicklung wird verhindert, dass jemals so viele Produktionsmittel zur Verfügung stehen, dass der Kapitalzins auf Null fallen kann. Mit dem Geldzins bleibt also auch das "Äquivalent" des Geldzinses, der Kapitalzins, langfristig positiv und der Kapitalismus erhalten.

5. Der Zins führt zu Verzerrungen in der Investitionsstruktur.

MancheR wird sich schon gefragt haben, warum in Berlin Büroräume gebaut werden, die leer stehen, statt Wohnungen, die gebraucht werden. Eine Antwort: Weil die Zinsbelastungen der Wohnungen von den meisten Einkommensbeziehern nicht bezahlbar sind, eher die ebenso oder noch teureren Büros von Gewerbetreibenden, da diese die Zinslasten auf ihre Kunden abwälzen und damit auf viele Konsumenten verteilen können. Für Investoren erscheint es daher risikoloser, für Gewerbetreibende Gewerberäume zu bauen, oder für niedrige Einkommensbezieher Massenwaren zu produzieren, deren Gebrauchswerte zwar gering, deren Zinsbelastungen pro Stück jedoch ebenfalls niedrig und die daher relativ billig sind und somit nachgefragt werden. Folglich wird oft am Bedarf vorbeiinvstiert.

6. Die immer wieder gegen Zins angelegten Zinseinkommne, die Zinseszinsakkumulation, führt mit zunehmender Geschwindigkeit zur Kapital- und Einkommenskonzentration in den Händen einiger weniger Menschen.

Laut Bild-Zeitung vom 27. 7. 1990 kassierte damals eine Frau Quandt aus ihrem Vermögen von 3 Mrd. jeden Tag 650.000 Mark an Zinsen - wer kann täglich so viel für den Konsum ausgeben, selbst wenn eine Klobürste 80 Mark kostet9? Also legen Bezieher hoher Einkommen einen grossen Teil davon wieder gegen Zinsen an. Der ehemalige "Kaufhauskönig" Helmut Horten z. B. kassierte zu Lebzeiten (laut Spiegel 48 / 198410) aus seinem Vermögen von 3,5 Mrd. jährlich 300 Mil. Mark an Zinsen und Spekulationsgewinnen, täglich also mehr als 820.000 Mark. Davon zahlte er an die Gemeinde seines Schweizer Domizils jährlich 8 Millionen Mark an Steuern, lediglich 2,7 % seines arbeits- und mühelosen Einkommens; schätzungsweise 12 Mil. bzw. 4% gab er jährlich für den privaten Konsum aus. So verblieben 280 Mil. bzw. 93% seines Zins- und Spekulations-Einkommen, das er wieder gegen Zins und in Spekulationen anlegte. Durch diese Zinseszinsakkumulation wachsen diese Vermögen exponentiell. Als Grossanleger ersparen sie den Banken zudem Verwaltungskosten, erhalten also höhere Zinsen als ein popeliger Kleinsparer. Bei einem (nach Abzug der Inflationsrate) realen Zinssatz von z. B. 5% im Jahr verdoppeln sich ihre Vermögen und damit auch ihre immer wieder gegen Zins angelegen Zins-Einkommen etwa alle 14 Jahre. Ein Vermögen von heute 3,5 Mrd. wächst in 14 Jahren auf 7 Mrd. an, in weiteren 14 Jahren auf 14 Mrd., dann auf 28 Mrd., auf 56 Mrd., und beträgt in 70 Jahren 112 Mrd. usf.

7. Mit den gleichen Verdoppelungsraten wachsen auch die Schulden der Kreditnehmer, wenn sie nicht in der Lage sind, sie zu tilgen und die geforderten Zinsen zu zahlen.

Bei einem Kreditzins von z. B. 10% verdoppelt sich so die Schuldenlast alle 7 Jahre. 1.000 Mark sind dann in 28 Jahren auf einen Schuldenberg von 16.000 Mark angewachsen. In dieser Zinsfalle befanden sich in den 80er Jahren viele Entwicklungsländer und manche Länder des "realen Sozialismus" und heute viele Erwerbslose.

8. Die Zinswirtschaft erzwingt Wirtschaftswachstum.

Wenn die Volkswirtschaft nicht in dem Masse wächst, das notwendig ist, um den Einkommenskuchen der Volkswirtschaft mindestens um den wachsenden Anteil der Zinseinkommen zu vergrössern, kommt es - wie wir das gegenwärtig erleben - zu einer Einkommensumverteilung zu Ungunsten der Bezieher von Arbeitseinkommen, Sozialhilfen, Kindergeld, Altersrenten usw. Um eine Verelendung breiter Volksschichten zu vermeiden, zwingt die Zinseszinsakkumulation zu Wirtschaftswachstum, und zwar ebenfalls exponentiell: mit zunehmender Wachstumssumme pro Jahr.

Bei einem Wirtschaftswachstum von z. B. 5% im Jahr verdoppelt sich die Produktion der Produktionsanlagen und der Konsumgüter alle 14 Jahre. Das bedeutet: heute 1 Fernsehgerät und 100 Atomkraftwerke (bzw. ihre Äquivalente), in 70 Jahren - nach einem "erfüllten Leben" - 32 Glotzen in der Wohnung und 3.200 AKWs im Lande.

9. Auch die hohen Sparraten der Zinseszins-Einkommen gefährden die Konjunktur.

Damit der Wirtschaftskreislauf geschlossen und die Konjunktur erhalten bleibt, darf kein Geld der Zirkulation entzogen werden: Entweder, alle Einkommen werden unverzüglich verkonsumiert, oder gespartes Geld fliesst umgehend als Kredit wieder in die Wirtschaft. Doch Kredite werden nur aufgenommen, wenn nicht nur die Kreditzinsen bezahlbar sind, sondern die Produkte aus den Investitionen auch gekauft werden. Weil jedoch "die Reichen reicher" und "die Armen ärmer" (Spiegel-Titel) werden, wächst auch das "Geld ohne Bedarf" auf Seiten der Reichen, während auf Seiten der Armen der "Bedarf ohne Geld" (Dieter Suhr11) zunimmt. Weil die potentielle Kaufkraft der Reichen eine relativ geringe Konsumgüter-Nachfrage hält (siehe Horten), während die potentielle Nachfrage der Armen zu wenig Geld zum Kaufen hat, geht mit der Einkommensumverteilung die Konsumgüterproduktion relativ zum Produktionszuwachs zurück. Es wird weniger investiert, die Arbeitslosigkeit wächst, mehr Erwerbslose kaufen weniger usf. - eine Schraube ohne Ende.

10. Die Zinseszinsakkumulation, Einkommensumverteilung, Verschuldung, Umweltzerstörung und Zunahme der Arbeitslosigkeit wird noch erheblich beschleunigt durch die Automatisierung der zinsbelasteten Produktionsmittel.

Weil mit der technischen Entwicklung der Lohn-Anteil an den Kosten und damit auch an den Preisen der Automaten- und Roboter-Produkte gegen Null fällt, steigt dementsprechend der Kapitalzins-Anteil an den Kosten und Preisen. Folglich wird die "Roboterrendite" (Suhr) - wie der Mietzins im Mietpreis - den grössten Anteil an den Preisen der Roboterprodukte ausmachen. Denkbar, dass eines Tages die Preise der Roboterprodukte fast nur noch von den Zinsen bestimmt werden. Mit der Entwicklung zur vollautomatisierten Wirtschaft wird auch der Zinsanteil am gesamten Volkseinkommen steigen - und der Lohnanteil gegen Null fallen. Und wer soll dann noch die Produkte der Roboter kaufen, wenn die Bezieher riesiger Zinseinkommen diese nur wieder in Roboter anlegen wollen?

Wir sehen: das von den Neoliberalen und Marxisten ignorierte Zinssystem ist ein Widerspruch in sich. Das hat Helmut Creutz in Das Geldsyndrom akribisch und überzeugend aufgezeigt und damit die Berechtigung der Zinskritik Proudhons12 bewiesen.

Vollbeschäftigung ohne Wirtschaftswachstum?

Was wäre, wenn der "Urzins" um Null oszilieren und damit der Kreditzins auf die Tiefe der notwendigen Kreditverwaltungskosten und Risikoprämie fallen würde, bei Festwährung auf etwa auf 2%? Dann käme es nach Keynes´ Meinung zum Zustand der "Vollinvestition" (S. 274, 318). D. h., es würde so lange investiert werden, bis ein Gleichgewicht zwischen dem Bedürfnis nach Gütern und Dienstleistungen, die erarbeitet werden müssen, einerseits und dem Bedürfnis nach Freizeit - was ja auch ein begehrtes Gut ist! - andererseits hergestellt ist. Da dann ausserdem die Mehrwertanteile Geld- und Kapitalzins einschliesslich Roboterrendite in die Löhne der Produzenten (Arbeiter im weitesten Sinne und eigentumslosen Unternehmer) eingegangen sind, würde sich nach Keynes die individuelle Arbeitszeit erheblich reduzieren. Dieser Zustand einer zinsfreien Marktwirtschaft würde zu einem "Quasi-Aufschwung" (Keynes, S. 273) führen: zu Vollbeschäftigung auf niedrigem Arbeitszeit-Niveau, und die wirtschaft dieses "quasistatischen Gemeinwesens" (S. 185) würde nicht mehr quantitativ, sondern nur noch qualitativ wachsen (184 f.).

Wir sehen: Keynes ist kein Wachstumstheoretiker, wie fälschlich behauptet wird. Und er ist auch kein Vertreter des Kapitals, wie ihn Linke gerne sehen möchten. Eher ein "Proudhonist".

Tauschbanken, Tauschringe und "Schwundgeld"

Um den Austausch von Gütern und Dienstleistungen ohne das Zins und Krisen verursachende Geld sicherzustellen und um zinbillige Kredite vergeben zu können, forderte Proudhon eine nationale "Tauschbank"13. Eine Art Renaissance feiert die Proudhon´sche Tauschbank in den heutigen, dezentral organisierten Barter-Clubs mit z. T. Milliarden-Umsätzen14.

Aber auch in bescheidenerem Rahmen gründen heute immer mehr Erwerbslose, Sozialhilfeempfänger und andere Menschen mit wenig Geld, aber mit Bedürfnissen und mit Fähigkeiten und Gütern, die sie anbieten und mit anderen austauschen können und um sozialer Kontakte wegen, Tauschringe. Viele dieser Güter-und-Dienstleistungsbörsen (LETS) haben eine eigene Verrechnungseinheit: "Talent", "Kreuzer", und manche erheben - ganz im Sinne Gesells und Keynes (S. 196 u. 302) - Hortungsgebühren für Guthaben. Für überzogene Konten werden jedoch keine Zinsen gefordert, was zinsfreien Krediten gleichkommt15.

Bereits seit 1929, zu Beginn der grossen, deflationsbedingten Weltwirtschaftskrise, wurden in vielen Ländern Tauschringe gegründet und sogar autonomes, Zentralbank-unabhängiges Geld herausgegeben16. Die sehr erfolgreiche, später aber verbotene WÄRA-Tauschgesellschaft mit ihrem "Schwundgeld", dem Geld mit Durchhaltekosten, war über das ganze Deutsche Reich verbreitet. Die Rückseite der von ihr herausgegebenen WÄRA-Scheine mussten monatlich mit Gebührenmarken von 1% ihres Nennwerts beklebt werden, wenn sie ihre volle Kaufkraft behalten sollten. Diese Kosten konnten nur vermieden werden, wenn dieses Geld schnell wieder ausgegeben wurde: für den Konsum, für Investitionen oder durch Verliehen. Mit einem zinsbilligen WÄRA-Kredit konnte im Bayerischen Wald ein Bergwerk wieder in Gang gesetzt werden17.

Das berühmteste Schwundgeld-Experiment war das der kleinen Tiroler Landgemeinde Wörgl 1932/33. Nach Einführung ihrer "Arbeitswert-Bestätigungen", die ebenfalls mit Gebührenmarken von 1% ihres Nennwertes beklebt werden mussten, kam dort das Geschäftsleben wieder in Gang und die Gemeinde konnte gemeinnützige Arbeiten durchführen. In den 13 Monaten ihres Umlaufs fiel dort die Arbeitslosigkeit um 25%, während sie im gleichen Zeitraum in ganz Österreich um 10% anstieg. Auch diese Bürgerinitiative für ein autonomes Geldsystem ("Freigeld") wurde verboten17.

Bis heute existiert die damals von Gesell-Anhängern gegründete WIR-Wirtschaftsring-Genossenschaft in der Schweiz. Sie hatte 1991 einen Umsatz von über 2 Mrd. SFr, eine Wachstumsrate von 14,5% und ist in der Lage, Baukredite zum sensationellen Zinssatz von 1,75% zu vergeben19. Allerdings wurden seit 1952 kein Durchaltekosten für Guthaben mehr erhoben; in Tauschringen kann Buchgeld-Hortung auch mit anderen Mitteln vermieden werden20.

Geld mit Durchhaltekosten ist nicht nur von Gesell empfohlen worden21 und auch nicht allein Praxis der Neuzeit. Bereits z. Z. der Ming-Dynastie wurde in China ein Papiergeld ausgegeben, das alle 2 Jahre gegen neue Scheine und eine Gebühr von 2% umgetauscht werden musste22. Und z. Z. der Gotik und der Hanse gab es in Mitteleuropa die sog. Münzverrufung. Die Dünnpfennige (Brakteaten) wurden 2 bis 3 mal im Jahr zum Umtausch aufgerufen. Für die Neuprägungen wurde eine Prägegebühr von 20 bis 25% des Nennwerts verlangt. Beides soll zu "blühenden Landschaften" geführt haben, wie Historiker behaupten und Croniken bestätigen23.

Keynes´ IWF- und Weltbank-Konzept

Keynes meint, jene Reformer, die "künstliche Durchhaltekosten" für Geld forderten, seien auf der "richtigen Spur gewesen" und "der praktische Wert ihrer Vorschläge verdient, erwogen zu werden" (S. 196). Konsequenterweise empfahl Keynes 1944 anlässlich der Gründung der IWF- und Weltbank in Bretton-Woods, dass nicht nur die Weltbank-Kredite mit niedrigen positiven Zinsen, sondern - "revolutionär" (Wilhelm Hankel24) - auch die dortigen Guthaben mit (niedrigen) negativen, mit "Strafzinsen" (Hankel) belastet werden. Mit diesen "Gebühren" (Keynes25) sollten die reichen Nationen veranlasst werden, ihre Handelsüberschüsse immer wieder zu Gunsten der armen und industriell unentwickelten Argrarländer aufzulösen, indem sie deren Produkte importieren und/oder ihnen billige Entwicklungsskredite geben. Ausserdem forderte Keynes für seine "internationale Clearing-Union" eine eigene, vom Zins erpressenden Dollar unabhängige Verrechnungseinheit: den "Bancor". Dieser Keynes-Plan - eine Synthese von Proudhon´scher Tauschbank und Gesell´schem Schwundgeld - wurde zwar von der britischen Regierung akzeptiert, aber auf Druck der US-amerikanischen Banken abgelehnt.



Anmerkungen:

1 Dudley D. Dillard: Proudhon, Gesell and Keynes - An Investigation of som "Anti-Marxian-Sozialist" Antecendents of Keynes´ General Theorie of Employment, Interest and Money (Diss. University of California 1935), Angela Hackbarth Verlag, St. Georgen 1997. Ders.: Keynes and Proudhon. The Journal Of Economic Histoy 1 / May 1942, p. 63 - 76. Ders.: Gesells Geldtheorie für eine Sozialreform, Z. f. Sozialökonomie 44 / 1980. William Darity: Keynes´ politische Philosophie – Die Verbindung zu Gesell. Z. f. Sozialökonomie 116 / 1998, aus Eastern Economic Journal Vol 1, Nr. 1 / 1995

2 Silvio Gesell in Die natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld. 1949, S. 34: 1. Seite von Die Güterverteilung, zit. aus Was ist Eigentum?

3 Karl Marx: Das Kapital. III. Bd., 1968, S. 370

4 Gesell, aaO., S. 315: Der Urzin, u. S. 357 ff.: Der reine Kapitalzins, eine eherne Grösse. Siehe auch Keynes: Allgemeine Theorie..., S. 300 f.

5 Gesell, aaO., S. 186 ff.: Das Gesetzmässige im Umlauf des heutigen Geldes

6 Marx: Das Kapital. 1890, S. 127, zit. bei Dieter Suhr: Der Kapitalismus als monetäres Syndrom. Aufklärung eines Widerspruchs in der Marxschen Politischen Ökonomie. 1988, S. 35

7 Marx, aaO., S. 393

8 Siehe dazu Martin Pfannschmidt: Die Bodenrente; ders.: Vergessener Faktor Boden; u. Helmut Creutz: Leistungslose Einkünfte aus Bodenbesitz und ihre Verwendung als Lohn für Erziehungsarbeit. Z. f. Sozialökonomie 69 / 1986

9 Modell "Alessi" bei Both Wohnzubehör in Berlin

10 Siehe auch Kurt Breme: Wer zähmt die Reichen? Die Woche 17 / 1998

11 Dieter Suhr: Auf Arbeitslosigkeit programmierte Wirtschaft, in Creutz / Suhr / Onken: Wachstum bis zur Krise? 1986

12 Z. B. die Polemik P. J. Proudhon / Bastiat: Kapital und Zins. Siehe auch Karl Hahn: Föderalismus. Eine Untersuchung zu P.-J. Proudhons sozial-republikanisch-föderalistischen Freiheitsbegriff. 1975

13 Hugo Godschalk: Die geldlose Wirtschaft - Vom Tempeltausch bis zum Barter-Club. 1986, S. 31 - 36. Proudhon: Tauschbank u. Konsequenzen..., in Organisation des Kredits und der Zirkulation. Ders.: Volksbank, in Bekenntnisse... W. B. Greene: Mutual Banking

14 Godschalk, aaO., S. 43 - 48. Impulse 7 / 1984. Capital 9 / 1982 u. 10 / 1983

15 Rolf G. Heinze u. Claus Offe (Hg.): Formen der Eigenarbeit. 1990. Die Zeit 3. 11. 1995. Contraste 120 / 1994, 162 / 1998 u. 163 / 1998

16 Werner Onken: Ein vergessenes Kapitel der Wirtschaftsgeschichte, in Creutz / Suhr / Onken: Wachstum bis zur Krise? 1986

17 Fritz Schwarz: Das Wära-Wunder von Schwanenkirchen, in Vorwärts zur festen Kaufkraft des Geldes und zur zinsfreien Wirtschaft. 1931, S. 57 ff. Siehe auch Karussel 8 / 1997 bzw. Contraste 162 / 1998

18 Schwarz: Das Experiment von Wörgl. Alex von Muralt: Der Wörgler Versuch mit Schwundgeld. Ständisches Leben 6 / 1933, abgedruckt in Klaus Schmitt (Hg.): Silvio Gesell - "Marx" der Anarchisten? 1989. Onken, aaO., S. 70 ff. Über weitere Schwundgeld-Experimente siehe Werner Onken in Creutz, Suhr, Onken: Wachstum bis zur Krise? Drei Aufsätze. 1986

19 Godschalk: Pilotprojekte zur neutralen Liquidität. Z. f. Sozialökonomie 68 / 1986, u. Berner Zeitung 11. 9. 1992

20 Klaus Schmitt: Trotz dem Geld - Do-it-yourself-Keynesianism. Sklaven 8 - 9 / 1995

21 Zu Gesells Zeit war es Nicolas Johannsen: Die Steuer der Zukunft. 1913. Die alten Griechen Lykurg und Diogenes forderten "rostendes Geld" bzw. stinkendes "Knochengeld"

22 Hans Weitkamp: Das Hochmittelalter - ein Geschenk des Geldwesens. 1983 / 85

23 Schwarz: Die Brakteaten, das Freigeld des Mittelalters, in Vorwärts zur festen Kaufkraft des Geldes..., S. 46 ff., Faksimile in agit 883 Nr. 90 / 1983: Sechs-Stunden-Tag im Mittelalter

24 Wilhelm Hankel: John Maynard Keynes. 1986, S. 70

25 J. M. Keynes: Vorschläge für die Gründung einer internationalen Clearing-Union. Letre international 2 / 1988, S. 40 f. Siehe auch Irving Fisher: Mastering the Crisis, 1934; Rudolf Steiner: Die Kernpunkte der sozialen Frage..., 1961, S. 130 ff.; ders.: Nationalökonomischer Kurs. 1965, S.165 f., 174 u. 202, faksimiliert in agit 883 90 / 1983; Arthur Mülberger: VolksWirtschaftliches (Renzension einer Gesell´schen Frühschrift), Versöhnung 19 / 1898, abgedruckt in K. Schmitt: Silvio Gesell – "Marx" der Anarchisten? 1989; Gustav Landauer: Aufruf zum Sozialismus, 1923, S. 121; u. Erich Mühsam: Ein Wegbahner, Fanal 7 / 1930

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Die Philosophie der Freiheit
Die Wirklichkeit der Freiheit
XIII
DER WERT DES LEBENS
(PESSIMISMUS UND OPTIMISMUS

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Ein Gegenstück zu der Frage nach dem Zwecke oder der Bestimmung des Lebens (vgl. S. 184 ff.) ist die nach dessen Wert. Zwei entgegengesetzten Ansichten begegnen wir in dieser Beziehung, und dazwischen allen denkbaren Vermittlungsversuchen. Eine Ansicht sagt: Die Welt ist die denkbar beste, die es geben kann, und das Leben und Handeln in derselben ein Gut von unschätzbarem Werte. Alles bietet sich als harmonisches und zweckmäßiges Zusammenwirken dar und ist der Bewunderung wert. Auch das scheinbar Böse und Üble ist von einem höheren Standpunkte als gut erkennbar; denn es stellt einen wohltuenden Gegensatz zum Guten dar; wir können dies um so besser schätzen, wenn es sich von jenem abhebt. Auch ist das Übel kein wahrhaft wirkliches; wir empfinden nur einen geringeren Grad des Wohles als Übel. Das Übel ist Abwesenheit des Guten; nichts was an sich Bedeutung hat.

Die andere Ansicht ist die, welche behauptet: das Leben ist voll Qual und Elend, die Unlust überwiegt überall die Lust, der Schmerz die Freude. Das Dasein ist eine Last, und das Nichtsein wäre dem Sein unter allen Umständen vorzuziehen.

Als die Hauptvertreter der ersteren Ansicht, des Optimismus, haben wir Shaftesbury und Leibniz, als die der zweiten, des Pessimismus, Schopenhauer und Eduard von Hartmann aufzufassen.

Leibniz meint, die Welt ist die beste, die es geben kann. Eine bessere ist unmöglich. Denn Gott ist gut und weise. Ein

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guter Gott will die beste der Welten schaffen; ein weiser kennt sie; er kann sie von allen anderen möglichen schlechteren unterscheiden. Nur ein böser oder unweiser Gott könnte eine schlechtere als die bestmögliche Welt schaffen.

Wer von diesem Gesichtspunkte ausgeht, wird leicht dem menschlichen Handeln die Richtung vorzeichnen können, die es einschlagen muß, um zum Besten der Welt das Seinige beizutragen. Der Mensch wird nur die Ratschlüsse Gottes zu erforschen und sich danach zu benehmen haben. Wenn er weiß, was Gott mit der Welt und dem Menschengeschlecht für Absichten hat, dann wird er auch das Richtige tun. Und er wird sich glücklich fühlen, zu dem andern Guten auch das Seinige hinzuzufügen. Vom optimistischen Standpunkt aus ist also das Leben des Lebens wert. Es muß uns zur mitwirkenden Anteilnahme anregen.

Anders stellt sich Schopenhauer die Sache vor. Er denkt sich den Weltengrund nicht als allweises und allgütiges Wesen, sondern als blinden Drang oder Willen. Ewiges Streben, unaufhörliches Schmachten nach Befriedigung, die doch nie erreicht werden kann, ist der Grundzug alles Wollens. Denn ist ein erstrebtes Ziel erreicht, so entsteht ein neues Bedürfnis und so weiter. Die Befriedigung kann immer nur von verschwindend kleiner Dauer sein. Der ganze übrige Inhalt unseres Lebens ist unbefriedigtes Drängen, das ist Unzufriedenheit, Leiden. Stumpft sich der blinde Drang endlich ab, so fehlt uns jeglicher Inhalt; eine unendliche Langeweile erfüllt unser Dasein. Daher ist das relativ Beste, Wünsche und Bedürfnisse in sich zu ersticken, das Wollen zu ertöten. Der Schopenhauersche Pessimismus führt zur Tatenlosigkeit, sein sittliches Ziel ist Universal faulheit.

In wesentlich anderer Art sucht Hartmann den Pessimism 206

mus zu begründen und für die Ethik auszunutzen. Hartmann sucht, einem Lieblingsstreben unserer Zeit folgend, seine Weltanschauung auf Erfahrung zu begründen. Aus der Beobachtung des Lebens will er Aufschluß darüber gewinnen, ob die Lust oder die Unlust in der Welt überwiege. Er läßt, was den Menschen als Gut und Glück erscheint, vor der Vernunft Revue passieren, um zu zeigen, daß alle vermeintliche Befriedigung bei genauerem Zusehen sich als Illusion erweist. Illusion ist es, wenn wir glauben, in Gesundheit, Jugend, Freiheit, auskömmlicher Existenz, Liebe (Ge schlechtsgenuß), Mitleid, Freundschaft und Familienleben, Ehrgefühl, Ehre, Ruhm, Herrschaft, religiöser Erbauung, Wissenschafts, und Kunstbetrieb, Hoffnung auf jenseitiges Leben, Beteiligung am Kulturfortschritt-Quellen des Glükkes und der Befriedigung zu haben. Vor einer nüchternen Betrachtung bringt jeder Genuß viel mehr Übel und Elend als Lust in die Welt. Die Unbehaglichkeit des Katzenjammers ist stets größer als die Behaglichkeit des Rausch es. Die Unlust überwiegt bei weitem in der Welt. Kein Mensch, auch der relativ glücklichste, würde, gefragt, das elende Leben ein zweites Mal durchmachen wollen. Da nun aber Hartmann die Anwesenheit des Ideellen (der Weisheit) in der Welt nicht leugnet, ihm vielmehr eine gleiche Berechtigung neben dem blinden Drange (Willen) zugesteht, so kann er seinem Urwesen die Schöpfung der Welt nur zumuten, wenn er den Schmerz der Welt in einen weisen Weltzweck auslaufen läßt. Der Schmerz der Weltwesen sei aber kein anderer als der Gottesschmerz selbst, denn das Leben der Welt als Ganzes ist identisch mit dem Leben Gottes. Ein allweises Wesen kann aber sein Ziel nur in der Befreiung vom Leid sehen, und da alles Dasein Leid ist, in der Be

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freiung vom Dasein. Das Sein in das weit bessere Nichtsein überzuführen, ist der Zweck der Weltschöpfung. Der Weltprozeß ist ein fortwährendes Ankämpfen gegen den Gottesschmerz, das zuletzt mit der Vernichtung alles Daseins endet. Das sittliche Leben der Menschen wird also sein: Teilnahme an der Vernichtung des Daseins. Gott hat die Welt erschaffen, damit er sich durch dieselbe von seinem unendlichen Schmerze befreie. Diese ist «gewissermaßen wie ein juckender Ausschlag am Absoluten zu betrachten», durch den dessen unbewußte Heilkraft sich von einer innern Krankheit befreit, «oder auch als ein schmerzhaftes Zugpflaster, welches das all-eine Wesen sich selbst appliziert, um einen innern Schmerz zunächst nach außen abzulenken und für die Folge zu beseitigen». Die Menschen sind Glieder der Welt. In ihnen leidet Gott. Er hat sie geschaffen, um seinen unendlichen Schmerz zu zersplittern. Der Schmerz, den jeder einzelne von uns leidet, ist nur ein Tropfen in dem unendlichen Meere des Gottesschmerzes (Hartmann, Phä-nomenologie des sittlichen Bewußtseins, S. 866 ff.).

Der Mensch hat sich mit der Erkenntnis zu durchdringen, daß das Jagen nach individueller Befriedigung (der Egoismus) eine Torheit ist, und hat sich einzig von der Aufgabe leiten zu lassen, durch selbstlose Hingabe an den Weltprozeß der Erlösung Gottes sich zu widmen. Im Gegensatz zu dem Schopenhauers führt uns Hartmanns Pessimismus zu einer hingebenden Tätigkeit für eine erhabene Aufgabe.

Wie steht es aber mit der Begründung auf Erfahrung? Streben nach Befriedigung ist Hinausgreifen der Lebenstätigkeit über den Lebensinhalt. Ein Wesen ist hungrig, das heißt, es strebt nach Sättigung, wenn seine organischen Funktionen zu ihrem weiteren Verlauf Zuführung neuen

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Lebensinhaltes in Form von Nahrungsmitteln verlangen. Das Streben nach Ehre besteht darin, daß der Mensch sein persönliches Tun und Lassen erst dann für wertvoll ansieht, wenn zu seiner Betätigung die Anerkennung von außen kommt. Das Streben nach Erkenntnis entsteht, wenn dem Menschen zu der Welt, die er sehen, hören usw. kann, solange etwas fehlt, als er sie nicht begriffen hat. Die Erfüllung des Strebens erzeugt in dem strebenden Individuum Lust, die Nichtbefriedigung Unlust. Es ist dabei wichtig zu beobachten, daß Lust oder Unlust erst von der Erfüllung oder Nichterfüllung meines Strebens abhängt. Das Streben selbst kann keineswegs als Unlust gelten. Wenn es sich also herausstellt, daß in dem Momente des Erfüllens einer Bestrebung sich sogleich wieder eine neue einstellt, so darf ich nicht sagen, die Lust hat für mich Unlust geboren, weil unter allen Umständen der Genuß das Begehren nach seiner Wiederholung oder nach einer neuen Lust erzeugt. Erst wenn dieses Begehren auf die Unmöglichkeit seiner Erfüllung stößt, kann ich von Unlust sprechen. Selbst dann, wenn ein erlebter Genuß in mir das Verlangen nach einem größeren oder raffinierteren Lusterlebnis erzeugt, kann ich von einer durch die erste Lust erzeugten Unlust erst in dem Augenblicke sprechen, wenn mir die Mittel versagt sind, die größere oder raffiniertere Lust zu erleben. Nur dann, wenn als naturgesetzliche Folge des Genusses Unlust eintritt, wie etwa beim Geschlechtsgenuß des Weibes durch die Leiden des Wochenbettes und die Mühen der Kinderpflege, kann ich in dem Genuß den Schöpfer des Schmerzes finden. Wenn Streben als solches Unlust hervorriefe, so müßte jede Beseitigung des Strebens von Lust begleitet sein. Es ist aber das Gegenteil der Fall. Der Mangel an Streben in unserem Le

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bensinhalte erzeugt Langeweile, und diese ist mit Unlust verbunden. Da aber das Streben naturgemäß lange Zeit dauern kann, bevor ihm die Erfüllung zuteil wird und sich dann vorläufig mit der Hoffnung auf dieselbe zufriedengibt, so muß anerkannt werden, daß die Unlust mit dem Streben als solchem gar nichts zu tun hat, sondern lediglich an der Nichterfüllung desselben hängt. Schopenhauer hat also unter allen Umständen unrecht, wenn er das Begehren oder Streben (den Willen) an sich für den Quell des Schmerzes hält.

In Wahrheit ist sogar das Gegenteil richtig. Streben (Begehren) an sich macht Freude. Wer kennt nicht den Genuß, den die Hoffnung auf ein entferntes, aber stark begehrtes Ziel bereitet? Diese Freude ist die Begleiterin der Arbeit, deren Früchte uns in Zukunft erst zuteil werden sollen. Diese Lust ist ganz unabhängig von der Erreichung des Zieles. Wenn dann das Ziel erreicht ist, dann kommt zu der Lust des Strebens die der Erfüllung als etwas Neues hinzu. Wer aber sagen wollte: zur Unlust durch ein nichtbefriedigtes Ziel kommt auch noch die über die getäuschte Hoffnung und mache zuletzt die Unlust an der Nichterfüllung doch größer, als die etwaige Lust an der Erfüllung, dem ist zu erwidern: es kann auch das Gegenteil der Fall sein; der Rückblick auf den Genuß in der Zeit des unerfüllten Begehrens wird ebenso oft lindernd auf die Unlust durch Nichterfüllung wirken. Wer im Anblicke gescheiterter Hoffnungen ausruft: Ich habe das Meinige getan! der ist ein Beweisobjekt für diese Behauptung. Das beseligende Gefühl, nach Kräften das Beste gewollt zu haben, übersehen diejenigen, welche an jedes nichterfüllte Begehren die Behauptung knüpfen, daß nicht nur allein die Freude an der Erfüllung

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ausgeblieben, sondern auch der Genuß des Begehrens selbst zerstört ist.

Erfüllung eines Begehrens ruft Lust und Nichterfüllung eines solchen Unlust hervor. Daraus darf nicht geschlossen werden: Lust ist Befriedigung eines Begehrens, Unlust Nichtbefriedigung. Sowohl Lust wie Unlust können sich in einem Wesen einstellen, auch ohne daß sie Folgen eines Begehrens sind. Krankheit ist Unlust, der kein Begehren vorausgeht. Wer behaupten wollte: Krankheit sei unbefriedigtes Begehren nach Gesundheit, der beginge den Fehler, daß er den selbstverständlichen und nicht zum Bewußtsein gebrachten Wunsch, nicht krank zu werden, für ein positives Begehren hielte. Wenn jemand von einem reichen Verwandten, von dessen Existenz er nicht die geringste Ahnung hatte, eine Erbschaft macht, so erfüllt ihn diese Tatsache ohne vorangegangenes Begehren mit Lust.

Wer also untersuchen will, ob auf Seite der Lust oder der Unlust ein Überschuß zu finden ist, der muß in Rechnung bringen: die Lust am Begehren, die an der Erfüllung des Begehrens, und diejenige, die uns unerstrebt zuteil wird. Auf die andere Seite des Kontobuches wird zu stehen kommen: Unlust aus Langeweile, solche aus nicht erfülltem Streben, und endlich solche, die ohne unser Begehren an uns herantritt. Zu der letzteren Gattung gehört auch die Unlust, die uns aufgedrängte, nicht selbst gewählte Arbeit verursacht.

Nun entsteht die Frage: welches ist das rechte Mittel, um aus diesem Soll und Haben die Bilanz zu erhalten? Eduard von Hartmann ist der Meinung, daß es die abwägende Vernunft ist. Er sagt zwar (Philosophie des Unbewußten, 7. Auflage II. Band, S. 290): «Schmerz und Lust sind nur,

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insofern sie empfunden werden.» Hieraus folgt, daß es für die Lust keinen andern Maßstab gibt als den subjektiven des Gefühles. Ich muß empfinden, ob die Summe meiner Unlustgefühle zusammengestellt mit meinen Lustgefühlen in mir einen Überschuß von Freude oder Schmerz ergibt. Dessen ungeachtet behauptet Hartmann: «Wenn . . . der Lebenswert jedes Wesens nur nach seinem eigenen subjektiven Maßstabe in Anschlag gebracht werden kann . . ., so ist doch damit keineswegs gesagt, daß jedes Wesen aus den sämtlichen Affektionen seines Lebens die richtige algebraische Summe ziehe, oder mit anderen Worten, daß sein Gesamturteil über sein eigenes Leben ein in bezug auf seine subjektiven Erlebnisse richtiges sei.» Damit wird doch wieder die vernunftgemäße Beurteilung des Gefühles zum Wertschätzer gemacht*.

Wer sich der Vorstellungsrichtung solcher Denker wie Eduard von Hartmann mehr oder weniger genau anschließt, der kann glauben, er müsse, um zu einer richtigen Bewertung des Lebens zu kommen, die Faktoren aus dem Wege räumen, die unser Urteil über die Lust, und Unlustbilanz verfälschen. Er kann das auf zwei Wegen zu erreichen suchen.

Erstens indem er nachweist, daß unser Begehren (Trieb, Wille) sich störend in unsere nüchterne Beurteilung des Gefühlswertes einmischt. Während wir uns zum Beispiel sagen müßten, daß der Geschlechtsgenuß eine Quelle des Übels ist, verführt uns der Umstand, daß der Geschlechtstrieb in uns

Wer ausrechnen will, ob die Gesamtsumme der Lust oder die der Unlust überwiegt, der beachtet eben nicht, daß er eine Rechnung anstellt über etwas, das nirgends erlebt wird. Das Gefühl rechnet nicht, und für die wirkliche Bewertung des Lebens kommt das wirkliche Erlebnis, nicht das Ergebnis einer erträumten Rechnung in Betracht.

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mächtig ist, dazu, uns eine Lust vorzugaukeln, die in dem Maße gar nicht da ist. Wir wollen genießen; deshalb gestehen wir uns nicht, daß wir unter dem Genusse leiden. Zweitens indem er die Gefühle einer Kritik unterwirft und nachzuweisen sucht, daß die Gegenstände, an die sich die Gefühle knüpfen, vor der Vernunfterkenntnis sich als Illusionen erweisen, und daß sie in dem Augenblicke zerstört werden, wenn unsere stets wachsende Intelligenz die Illusionen durchschaut.

Er kann sich die Sache folgendermaßen denken. Wenn ein Ehrgeiziger sich darüber klar werden will, ob bis zu dem Augenblicke, in dem er seine Betrachtung anstellt, die Lust oder die Unlust den überwiegenden Anteil an seinem Leben gehabt hat, dann muß er sich von zwei Fehlerquellen bei seiner Beurteilung frei machen. Da er ehrgeizig ist, wird dieser Grundzug seines Charakters ihm die Freuden über Anerkennung seiner Leistungen durch ein Vergrößerungsglas, die Kränkungen durch Zurücksetzungen aber durch ein Verkleinerungsglas zeigen. Damals, als er die Zurücksetzungen erfuhr, fühlte er die Kränkungen, gerade weil er ehrgeizig ist; in der Erinnerung erscheinen sie in milderem Lichte, während sich die Freuden über Anerkennungen, für die er so zugänglich ist, um so tiefer einprägen. Nun ist es zwar für den Ehrgeizigen eine wahre Wohltat, daß es so ist. Die Täuschung vermindert sein Unlustgefühl in dem Augenblicke der Selbstbeobachtung. Dennoch ist seine Beurteilung eine falsche. Die Leiden, über die sich ihm ein Schleier breitet, hat er wirklich durchmachen müssen in ihrer ganzen Stärke, und er setzt sie somit in das Kontobuch seines Lebens tatsächlich falsch ein. Um zu einem richtigen Urteile zu kommen, müßte der Ehrgeizige für den Moment seiner Be

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trachtung sich seines Ehrgeizes entledigen. Er müßte ohne Gläser vor seinem geistigen Auge sein bisher abgelaufenes Leben betrachten. Er gleicht sonst dem Kaufmanne, der beim Abschluß seiner Bücher seinen Geschäftseifer mit auf die Einnahmeseite setzt.

Er kann aber noch weiter gehen. Er kann sagen: Der Ehrgeizige wird sich auch klarmachen, daß die Anerkennungen, nach denen er jagt, wertlose Dinge sind. Er wird selbst zur Einsicht kommen, oder von andern dazu gebracht werden, daß einem vernünftigen Menschen an der Anerkennung von seiten der Menschen nichts liegen könne, da man ja «in allen solchen Sachen, die nicht Lebensfragen der Entwickelung, oder gar von der Wissenschaft schon endgültig gelöst sind», immer darauf schwören kann, «daß die Majoritäten unrecht und die Minoritäten recht haben». «Einem solchen Urteile gibt derjenige sein Lebensglück in die Hände, welcher den Ehrgeiz zu seinem Leitstern macht.» (Philosophie des Unbewußten, II. Band, 5. 332.) Wenn sich der Ehrgeizige das alles sagt, dann muß er als eine Illusion bezeichnen, was ihm sein Ehrgeiz als Wirklichkeit vorgestellt hat, folglich auch die Gefühle, die sich an die entsprechenden Illusionen seines Ehrgeizes knüpfen. Aus diesem Grunde könnte dann gesagt werden: es muß auch noch das aus dem Konto der Lebenswerte gestrichen werden, was sich an Lustgefühlen aus Illusionen ergibt; was dann übrig bleibt, stelle die illusionsfreie Lustsumme des Lebens dar, und diese sei gegen die Unlustsumme so klein, daß das Leben kein Genuß, und Nichtsein dem Sein vorzuziehen sei.

Aber während es unmittelbar einleuchtend ist, daß die durch Einmischung des ehrgeizigen Triebes bewirkte Täuschung bei Aufstellung der Lustbilanz ein falsches Resultat

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bewirkt, muß das von der Erkenntnis des illusorischen Charakters der Gegenstände der Lust Gesagte jedoch bestritten werden. Ein Ausscheiden aller an wirkliche oder vermeintliche Illusionen sich knüpfenden Lustgefühle von der Lustbilanz des Lebens würde die letztere geradezu verfälschen. Denn der Ehrgeizige hat über die Anerkennung der Menge wirklich seine Freude gehabt, ganz gleichgültig, ob er selbst später, oder ein anderer diese Anerkennung als Illusion erkennt. Damit wird die genossene freudige Empfindung nicht um das geringste kleiner gemacht. Die Ausscheidung aller solchen «illusorischen» Gefühle aus der Lebensbilanz stellt nicht etwa unser Urteil über die Gefühle richtig, sondern löscht wirklich vorhandene Gefühle aus dem Leben aus.

Und warum sollen diese Gefühle ausgeschieden werden? Wer sie hat, bei dem sind sie eben lustbereitend; wer sie überwunden hat, bei dem tritt durch das Erlebnis der Überwindung (nicht durch die selbstgefällige Empfindung: Was bin ich doch für ein Mensch! -- sondern durch die objektiven Lustquellen, die in der Überwindung liegen) eine allerdings vergeistigte, aber darum nicht minder bedeutsame Lust ein. Wenn Gefühle aus der Lustbilanz gestrichen werden, weil sie sich an Gegenstände heften, die sich als Illusionen entpuppen, so wird der Wert des Lebens nicht von der Menge der Lust, sondern von der Qualität der Lust und diese von dem Werte der die Lust verursachenden Dinge abhängig gemacht. Wenn ich den Wert des Lebens aber erst aus der Menge der Lust oder Unlust bestimmen will, das es mir bringt, dann darf ich nicht etwas anderes voraussetzen, wodurch ich erst wieder den Wert oder Unwert der Lust bestimme. Wenn ich sage: ich will die Lustmenge mit der Unlustmenge vergleichen und sehen, welche größer ist, dann muß ich auch alle

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Lust und Unlust in ihren wirklichen Größen in Rechnung bringen, ganz abgesehen davon, ob ihnen eine Illusion zugrunde liegt oder nicht. Wer einer auf Illusion beruhenden Lust einen geringeren Wert für das Leben zuschreibt, als einer solchen, die sich vor der Vernunft rechtfertigen läßt, der macht eben den Wert des Lebens noch von anderen Faktoren abhängig als von der Lust.

Wer die Lust deshalb geringer veranschlägt, weil sie sich an einen eitlen Gegenstand knüpft, der gleicht einem Kaufmanne, der das bedeutende Erträgnis einer Spielwarenfabrik deshalb mit dem Viertel des Betrages in sein Konto einsetzt, weil in derselben Gegenstände zur Tändelei für Kinder produziert werden.

Wenn es sich bloß darum handelt, die Lust, und Unlustmenge gegeneinander abzuwägen, dann ist also der illusorische Charakter der Gegenstände gewisser Lustempfindungen völlig aus dem Spiele zu lassen.

Der von Hartmann empfohlene Weg vernünftiger Betrachtung der vom Leben erzeugten Lust, und Unlustmenge hat uns also bisher so weit geführt, daß wir wissen, wie wir die Rechnung aufzustellen haben, was wir auf die eine, was auf die andere Seite unseres Kontobuches zu setzen haben. Wie soll aber nun die Rechnung gemacht werden? Ist die Vernunft auch geeignet, die Bilanz zu bestimmen?

Der Kaufmann hat in seiner Rechnung einen Fehler gemacht, wenn der berechnete Gewinn sich mit den durch das Geschäft nachweislich genossenen oder noch zu genießenden Gütern nicht deckt. Auch der Philosoph wird unbedingt einen Fehler in seiner Beurteilung gemacht haben, wenn er den etwa ausgeklügelten Überschuß an Lust beziehungsweise Unlust in der Empfindung nicht nachweisen kann.

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Ich will vorläufig die Rechnung der auf vernunftgemäße Weltbetrachtung sich stütz enden Pessimisten nicht kontrollieren; wer aber sich entscheiden soll, ob er das Lebensgeschäft weiterführen soll oder nicht, der wird erst den Nachweis verlangen, wo der berechnete Überschuß an Unlust steckt.

Hiermit haben wir den Punkt berührt, wo die Vernunft nicht in der Lage ist, den Überschuß an Lust oder Unlust allein von sich aus zu bestimmen, sondern wo sie diesen Überschuß im Leben als Wahrnehmung zeigen muß. Nicht in dem Begriff allein, sondern in dem durch das Denken vermittelten Ineinandergreifen von Begriff und Wahrnehmung (und Gefühl ist Wahrnehmung) ist dem Menschen das Wirkliche erreichbar (vgl. 5. 88 ff.). Der Kaufmann wird ja auch sein Geschäft erst dann aufgeben, wenn der von seinem Buchhalter berechnete Verlust an Gütern sich durch die Tatsachen bestätigt. Wenn das nicht der Fall ist, dann läßt er den Buchhalter die Rechnung nochmals machen. Genau in derselben Weise wird es der im Leben stehende Mensch machen. Wenn der Philosoph ihm beweisen will, daß die Unlust weit größer ist als die Lust, er jedoch das nicht empfindet, dann wird er sagen: du hast dich in deinem Grübeln geirrt, denke die Sache nochmals durch. Sind aber in einem Geschäfte zu einem bestimmten Zeitpunkte wirklich solche Verluste vorhanden, daß kein Kredit mehr ausreicht, um die Gläubiger zu befriedigen, so tritt auch dann der Bankerott ein, wenn der Kaufmann es vermeidet, durch Führung der Bücher Klarheit über seine Angelegenheiten zu haben. Ebenso müßte es, wenn das Unlustquantum bei einem Menschen in einem bestimmten Zeitpunkte so groß würde, daß keine Hoffnung (Kredit) auf künftige Lust

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ihn über den Schmerz hinwegsetzen könnte, zum Bankerott des Lebensgeschäftes führen.

Nun ist aber die Zahl der Selbstmörder doch eine relativ geringe im Verhältnis zu der Menge derjenigen, die mutig weiterleben. Die wenigsten Menschen stellen das Lebensgeschäft der vorhandenen Unlust willen ein. Was folgt daraus? Entweder, daß es nicht richtig ist, zu sagen, die Unlustmenge sei größer als die Lustmenge, oder daß wir unser Weiterleben gar nicht von der empfundenen Lust-oder Unlustmenge abhängig machen.

Auf eine ganz eigenartige Weise kommt der Pessimismus Eduard von Hartmanns dazu, das Leben wertlos zu erklären, weil darinnen der Schmerz überwiegt, und doch die Notwendigkeit zu behaupten, es durchzumachen. Diese Notwendigkeit liegt darin, daß der oben (5.207ff.) angegebene Weltzweck nur durch rastlose, hingebungsvolle Arbeit der Menschen erreicht werden kann. Solange aber die Menschen noch ihren egoistischen Gelüsten nachgehen, sind sie zu solcher selbstlosen Arbeit untauglich. Erst wenn sie sich durch Erfahrung und Vernunft überzeugt haben, daß die vom Egoismus erstrebten Lebensgenüsse nicht erlangt werden können, widmen sie sich ihrer eigentlichen Aufgabe. Auf diese Weise soll die pessimistische Überzeugung der Quell der Selbstlosigkeit sein. Eine Erziehung auf Grund des Pessimismus soll den Egoismus dadurch ausrotten, daß sie ihm seine Aussichtslosigkeit vor Augen stellt.

Nach dieser Ansicht liegt also das Streben nach Lust ursprünglich in der Menschennatur begründet. Nur aus Einsicht in die Unmöglichkeit der Erfüllung dankt dieses Streben zugunsten höherer Menschheitsaufgaben ab.

Von der sittlichen Weltanschauung, die von der Anerken

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nung des Pessimismus die Hingabe an unegoistische Lebensziele erhofft, kann nicht gesagt werden, daß sie den Egoismus im wahren Sinne des Wortes überwinde. Die sittlichen Ideale sollen erst dann stark genug sein, sich des Willens zu bemächtigen, wenn der Mensch eingesehen hat, daß das selbstsüchtige Streben nach Lust zu keiner Befriedigung führen kann. Der Mensch, dessen Selbstsucht nach den Trauben der Lust begehrt, findet sie sauer, weil er sie nicht erreichen kann: er geht von ihnen und widmet sich einem selbstlosen Lebenswandel. Die sittlichen Ideale sind, nach der Meinung der Pessimisten, nicht stark genug, den Egoismus zu überwinden; aber sie errichten ihre Herrschaft auf dem Boden, den ihnen vorher die Erkenntnis von der Aussichtslosigkeit der Selbstsucht frei gemacht hat.

Wenn die Menschen ihrer Naturanlage nach die Lust erstrebten, sie aber unmöglich erreichen können, dann wäre Vernichtung des Daseins und Erlösung durch das Nichtsein das einzig vernünftige Ziel. Und wenn man der Ansicht ist, daß der eigentliche Träger des Weltschmerzes Gott sei, so müßten die Menschen es sich zur Aufgabe machen, die Erlösung Gottes herbeizuführen. Durch den Selbstmord des einzelnen wird die Erreichung dieses Zieles nicht gefördert, sondern beeinträchtigt. Gott kann vernünftigerweise die Menschen nur geschaffen haben, damit sie durch ihr Handeln seine Erlösung herbeiführen. Sonst wäre die Schöpfung zwecklos. Und an außermenschliche Zwecke denkt eine solche Weltansicht. Jeder muß in dem allgemeinen Erlösungswerke seine bestimmte Arbeit verrichten. Entzieht er sich derselben durch den Selbstmord, so muß die ihm zugedachte Arbeit von einem andern verrichtet werden. Dieser muß statt ihm die Daseinsqual ertragen. Und da in jedem

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Wesen Gott steckt als der eigentliche Schmerzträger, so hat der Selbstmörder die Menge des Gottesschmerzes nicht im geringsten vermindert, vielmehr Gott die neue Schwierigkeit auferlegt, für ihn einen Ersatzmann zu schaffen.

Dies alles setzt voraus, daß die Lust ein Wertmaßstab für das Leben sei. Das Leben äußert sich durch eine Summe von Trieben (Bedürfnissen). Wenn der Wert des Lebens davon abhinge, ob es mehr Lust oder Unlust bringt, dann ist der Trieb als wertlos zu bezeichnen, der seinem Träger einen Überschuß der letzteren einträgt. Wir wollen einmal Trieb und Lust daraufhin ansehen, ob der erste durch die zweite gemessen werden kann. Um nicht den Verdacht zu erwecken, das Leben erst mit der Sphäre der «Geistesaristokratie» anfangen zu lassen, beginnen wir mit einem «rein tierischen» Bedürfnis, dem Hunger.

Der Hunger entsteht, wenn unsere Organe ohne neue Stoffzufuhr nicht weiter ihrem Wesen gemäß funktionieren können. Was der Hungrige zunächst erstrebt, ist die Sättigung. Sobald die Nahrungszufuhr in dem Maße erfolgt ist, daß der Hunger aufhört, ist alles erreicht, was der Ernährungstrieb erstrebt. Der Genuß, der sich an die Sättigung knüpft, besteht fürs erste in der Beseitigung des Schmerzes, den der Hunger bereitet. Zu dem bloßen Ernährungstriebe tritt ein anderes Bedürfnis. Der Mensch will durch die Nahrungsaufnahme nicht bloß seine gestörten Organfunktionen wieder in Ordnung bringen, beziehungsweise den Schmerz des Hungers überwinden: er sucht dies auch unter Begleitung angenehmer Geschmacksempfindungen zu bewerkstelligen. Er kann sogar, wenn er Hunger hat und eine halbe Stunde vor einer genußreichen Mahlzeit steht, es vermeiden, durch minderwertige Kost, die ihn früher be

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friedigen könnte, sich die Lust für das Bessere zu verderben. Er braucht den Hunger, um von seiner Mahlzeit den vollen Genuß zu haben. Dadurch wird ihm der Hunger zugleich zum Veranlasser der Lust. Wenn nun aller in der Welt vorhandene Hunger gestillt werden könnte, dann ergäbe sich die volle Genußmenge, die dem Vorhandensein des Nahrungsbedürfnisses zu verdanken ist. Hinzuzurechnen wäre noch der besondere Genuß, den Leckermäuler durch eine über das Gewöhnliche hinausgehende Kultur ihrer Geschmacksnerven erzielen.

Den denkbar größten Wert hätte diese Genußmenge, wenn kein auf die in Betracht kommende Genußart hinzielendes Bedürfnis unbefriedigt bliebe, und wenn mit dem Genuß nicht zugleich eine gewisse Menge Unlust in den Kauf genommen werden müßte.

Die moderne Naturwissenschaft ist der Ansicht, daß die Natur mehr Leben erzeugt, als sie erhalten kann, das heißt, auch mehr Hunger hervorbringt, als sie zu befriedigen in der Lage ist. Der Überschuß an Leben, der erzeugt wird, muß unter Schmerzen im Kampf ums Dasein zugrunde gehen. Zugegeben: die Lebensbedürfnisse seien in jedem Augenblicke des Weltgeschehens größer, als den vorhandenen Befriedigungsmitteln entspricht, und der Lebensgenuß werde dadurch beeinträchtigt. Der wirklich vorhandene einzelne Lebensgenuß wird aber nicht um das geringste kleiner gemacht. Wo Befriedigung des Begehrens eintritt, da ist die entsprechende Genußmenge vorhanden, auch wenn es in dem begehrenden Wesen selbst oder in andern daneben eine reiche Zahl unbefriedigter Triebe gibt. Was aber dadurch vermindert wird, ist der Wert des Lebensgenusses. Wenn nur ein Teil der Bedürfnisse eines Lebewesens Befriedigung

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findet, so hat dieses einen dementsprechenden Genuß. Dieser hat einen um so geringeren Wert, je kleiner er ist im Verhältnis zur Gesamtforderung des Lebens im Gebiete der in Frage kommenden Begierden. Man kann sich diesen Wert durch einen Bruch dargestellt denken, dessen Zähler der wirklich vorhandene Genuß und dessen Nenner die Bedürfnissumme ist. Der Bruch hat den Wert 1, wenn Zähler und Nenner gleich sind, das heißt, wenn alle Bedürfnisse auch befriedigt werden. Er wird größer als 1, wenn in einem Lebewesen mehr Lust vorhanden ist, als seine Begierden fordern; und er ist kleiner als 1, wenn die Genußmenge hinter der Summe der Begierden zurückbleibt. Der Bruch kann aber nie Null werden, solange der Zähler auch nur den geringsten Wert hat. Wenn ein Mensch vor seinem Tode den Rechnungsabschluß machte, und die auf einen bestimmten Trieb (zum Beispiel den Hunger) kommende Menge des Genusses sich über das ganze Leben mit allen Forderungen dieses Triebes verteilt dächte, so hätte die erlebte Lust vielleicht nur einen geringen Wert; wertlos aber kann sie nie werden. Bei gleichbleibender Genußmenge nimmt mit der Vermehrung der Bedürfnisse eines Lebewesens der Wert der Lebenslust ab. Ein gleiches gilt für die Summe alles Lebens in der Natur. Je größer die Zahl der Lebewesen ist im Verhältnis zu der Zahl derer, die volleBefriedigung ihrer Triebe finden können, desto geringer ist der durchschnittliche Lustwert des Lebens. Die Wechsel auf den Lebensgenuß, die uns in unseren Trieben ausgestellt sind, werden eben billiger, wenn man nicht hoffen kann, sie für den vollen Betrag einzulösen. Wenn ich drei Tage lang genug zu essen habe und dafür dann weitere drei Tage hungern muß, so wird der Genuß an den drei Eßtagen dadurch nicht geringer. Aber

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ich muß mir ihn dann auf sechs Tage verteilt denken, wodurch sein Wert für meinen Ernährungstrieb auf die Hälfte herabgemindert wird. Ebenso verhält es sich mit der Größe der Lust im Verhältnis zum Grade meines Bedürfnisses. Wenn ich Hunger für zwei Butterbrote habe, und nur eines bekommen kann, so hat der aus dem einen gezogene Genuß nur die Hälfte des Wertes, den er haben würde, wenn ich nach der Aufzehrung satt wäre. Dies ist die Art, wie im Leben der Wert einer Lust bestimmt wird. Sie wird bemessen an den Bedürfnissen des Lebens. Unsere Begierden sind der Maßstab; die Lust ist das Gemessene. Der Sättigungsgenuß erhält nur dadurch einen Wert, daß Hunger vorhanden ist; und er erhält einen Wert von bestimmter Größe durch das Verhältnis, in dem er zu der Größe des vorhandenen Hungers steht.

Unerfüllte Forderungen unseres Lebens werfen ihre Schatten auch auf die befriedigten Begierden und beeinträchtigen den Wert genußreicher Stunden. Man kann aber auch von dem gegenwärtigen Wert eines Lustgefühles sprechen. Dieser Wert ist um so geringer, je kleiner die Lust im Verhältnis zur Dauer und Stärke unserer Begierde ist.

Vollen Wert hat für uns eine Lustmenge, die an Dauer und Grad genau mit unserer Begierde übereinstimmt. Eine gegenüber unserem Begehren kleinere Lustmenge vermindert den Lustwert; eine größere erzeugt einen nicht verlangten Überschuß, der nur so lange als Lust empfunden wird, als wir während des Genießens unsere Begierde zu steigern vermögen. Sind wir nicht imstande, in der Steigerung unseres Verlangens mit der zunehmenden Lust gleichen Schritt zu halten, so verwandelt sich die Lust in Unlust. Der Gegenstand, der uns sonst befriedigen würde, stürmt auf

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uns ein, ohne daß wir es wollen, und wir leiden darunter. Dies ist ein Beweis dafür, daß die Lust nur so lange für uns einen Wert hat, als wir sie an unserer Begierde messen können. Ein Übermaß von angenehmem Gefühl schlägt in Schmerz um. Wir können das besonders bei Menschen beobachten, deren Verlangen nach irgendeiner Art von Lust sehr gering ist. Leuten, deren Nahrungstrieb abgestumpft ist, wird das Essen leicht zum Ekel. Auch daraus geht hervor, daß die Begierde der Wertmesser der Lust ist.

Nun kann der Pessimismus sagen: der unbefriedigte Nahrungstrieb bringe nicht nur die Unlust über den entbehrten Genuß, sondern positive Schmerzen, Qual und Elend in die Welt. Er kann sich hierbei berufen auf das namenlose Elend der von Nahrungssorgen heimgesuchten Menschen; auf die Summe von Unlust, die solchen Menschen mittelbar aus dem Nahrungsmangel erwächst. Und wenn er seine Behauptung auch auf die außermenschliche Natur anwenden will, kann er hinweisen auf die Qualen der Tiere, die in gewissen Jahreszeiten aus Nahrungsmangel verhungern. Von diesen Übeln behauptet der Pessimist, daß sie die durch den Nahrungstrieb in die Welt gesetzte Genußmenge reichlich überwiegen.

Es ist ja zweifellos, daß man Lust und Unlust miteinander vergleichen und den Überschuß der einen oder der andern bestimmen kann, wie das bei Gewinn und Verlust geschieht. Wenn aber der Pessimismus glaubt, daß auf Seite der Unlust sich ein Überschuß ergibt, und er daraus auf die Wertlosigkeit des Lebens schließen zu können meint, so ist er schon insofern im Irrtum, als er eine Rechnung macht, die im wirklichen Leben nicht ausgeführt wird.

Unsere Begierde richtet sich im einzelnen Falle auf einen 224

bestimmten Gegenstand. Der Lustwert der Befriedigung wird, wie wir gesehen haben, um so größer sein, je größer die Lustmenge im Verhältnis zur Größe unseres Begehrens ist*. Von der Größe unseres Begehrens hängt es aber auch ab, wie groß die Menge der Unlust ist, die wir mit in Kauf nehmen wollen, um die Lust zu erreichen. Wir vergleichen die Menge der Unlust nicht mit der der Lust, sondern mit der Größe unserer Begierde. Wer große Freude am Essen hat, der wird wegen des Genusses in besseren Zeiten sich leichter über eine Periode des Hungers hinweghelfen, als ein anderer, dem diese Freude an der Befriedigung des Nahrungstriebes fehlt. Das Weib, das ein Kind haben will, vergleicht nicht die Lust, die ihm aus dessen Besitz erwächst, mit den Unlustmengen, die aus Schwangerschaft, Kindbett, Kinderpflege und so weiter sich ergeben, sondern mit seiner Begierde nach dem Besitz des Kindes.

Wir erstreben niemals eine abstrakte Lust von bestimmter Größe, sondern die konkrete Befriedigung in einer ganz bestimmten Weise. Wenn wir nach einer Lust streben, die durch einen bestimmten Gegenstand oder eine bestimmte Empfindung befriedigt werden muß, so können wir nicht dadurch befriedigt werden, daß uns ein anderer Gegenstand oder eine andere Empfindung zuteil wird, die uns eine Lust von gleicher Größe bereitet. Wer nach Sättigung strebt, dem kann man die Lust an derselben nicht durch eine gleich große, aber durch einen Spaziergang erzeugte ersetzen. Nur wenn unsere Begierde ganz allgemein nach einem bestimmten Lustquantum strebte, dann müßte sie sofort verstum

* Von dem Falle, wo durch übermäßige Steigerung der Lust diese in Unlust umschlägt, sehen wir hier ab.

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men, wenn diese Lust nicht ohne ein sie an Größe überragendes Unlustquantum zu erreichen wäre. Da aber die Befriedigung auf eine bestimmte Art erstrebt wird, so tritt die Lust mit der Erfüllung auch dann ein, wenn mit ihr eine sie überwiegende Unlust in Kauf genommen werden muß. Dadurch, daß sich die Triebe der Lebewesen in einer bestimmten Richtung bewegen und auf ein konkretes Ziel losgehen, hört die Möglichkeit auf, die auf dem Wege zu diesem Ziele sich entgegenstellende Unlustmenge als gleichgeltenden Faktor mit in Rechnung zu bringen. Wenn die Begierde nur stark genug ist, um nach Überwindung der Unlust -- und sei sie absolut genommen noch so groß -- noch in irgendeinem Grade vorhanden zu sein, so kann die Lust an der Befriedigung doch noch in voller Größe durchgekostet werden. Die Begierde bringt also die Unlust nicht direkt in Beziehung zu der erreichten Lust, sondern indirekt, indem sie ihre eigene Größe (im Verhältnis) zu der der Unlust in eine Beziehung bringt. Nicht darum handelt es sich, ob die zu erreichende Lust oder Unlust größer ist, sondern darum, ob die Begierde nach dem erstrebten Ziele oder der Widerstand der entgegentretenden Unlust größer ist. Ist dieser Widerstand größer als die Begierde, dann ergibt sich die letztere in das Unvermeidliche, erlahmt und strebt nicht weiter. Dadurch, daß Befriedigung in einer bestimmten Art verlangt wird, gewinnt die mit ihr zusammenhängende Lust eine Bedeutung, die es ermöglicht, nach eingetretener Befriedigung das notwendige Unlustquantum nur insofern in die Rechnung einzustellen, als es das Maß unserer Begierde verringert hat. Wenn ich ein leidenschaftlicher Freund von Fernsichten bin, so berechne ich niemals: wieviel Lust macht mir der Blick von dem Berggipfel aus, direkt verglichen mit der Unlust

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des mühseligen Auf, und Abstiegs. Ich überlege aber: ob nach Überwindung der Schwierigkeiten meine Begierde nach der Fernsicht noch lebhaft genug sein wird. Nur mittelbar durch die Größe der Begierde können Lust und Unlust zusammen ein Ergebnis liefern. Es fragt sich also gar nicht, ob Lust oder Unlust im Übermaße vorhanden ist, sondern ob das Wollen der Lust stark genug ist, die Unlust zu überwinden.

Ein Beweis für die Richtigkeit dieser Behauptung ist der Umstand, daß der Wert der Lust höher angeschlagen wird, wenn sie durch große Unlust erkauft werden muß, als dann, wenn sie uns gleichsam wie ein Geschenk des Himmels in den Schoß fällt. Wenn Leiden und Qualen unsere Begierde herabgestimmt haben, und dann das Ziel doch noch erreicht wird, dann ist eben die Lust im Verhältnis zu dem noch übriggebliebenen Quantum der Begierde um so größer. Dieses Verhältnis stellt aber, wie ich gezeigt habe, den Wert der Lust dar (vgl. 5.221 ff.). Ein weiterer Beweis ist dadurch gegeben, daß die Lebewesen (einschließlich des Menschen) ihre Triebe so lange zur Entfaltung bringen, als sie imstande sind, die entgegenstehenden Schmerzen und Qualen zu ertragen. Und der Kampf ums Dasein ist nur die Folge dieser Tatsache. Das vorhandene Leben strebt nach Entfaltung, und nur derjenige Teil gibt den Kampf auf, dessen Begierden durch die Gewalt der sich auftürmenden Schwierigkeiten erstickt werden. Jedes Lebewesen sucht so lange nach Nahrung, bis der Nahrungsmangel sein Leben zerstört. Und auch der Mensch legt erst Hand an sich selber, wenn er (mit Recht oder Unrecht) glaubt, die ihm erstrebenswerten Lebensziele nicht erreichen zu können. Solange er aber noch an die Möglichkeit glaubt, das nach seiner Ansicht Erstre

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benswerte zu erreichen, kämpft er gegen alle Qualen und Schmerzen an. Die Philosophie müßte dem Menschen erst die Meinung beibringen, daß Wollen nur dann einen Sinn hat, wenn die Lust größer als die Unlust ist; seiner Natur nach will er die Gegenstände seines Begehrens erreichen, wenn er die dabei notwendig werdende Unlust ertragen kann, sei sie dann auch noch so groß. Eine solche Philosophie wäre aber irrtümlich, weil sie das menschliche Wollen von einem Umstande abhängig macht (Überschuß der Lust über die Unlust), der dem Menschen ursprünglich fremd ist. Der ursprüngliche Maßstab des Wollens ist die Begierde, und diese setzt sich durch, solange sie kann. Man kann die Rechnung, welche das Leben, nicht eine verstandesmäßige Philosophie, anstellt, wenn Lust und Unlust bei Befriedigung eines Begehrens in Frage kommen, mit dem folgenden vergleichen. Wenn ich gezwungen bin, beim Einkaufe eines bestimmten Quantums Apfel doppelt so viele schlechte als gute mitzunehmen -- weil der Verkäufer seinen Platz frei bekommen will -- so werde ich mich keinen Moment besinnen, die schlechten Apfel mitzunehmen, wenn ich den Wert der geringeren Menge guter für mich so hoch veranschlagen darf, daß ich zu dem Kaufpreis auch noch die Auslagen für Hinwegschaffung der schlechten Ware auf mich nehmen will. Dies Beispiel veranschaulicht die Beziehung zwischen den durch einen Trieb bereiteten Lust, und Unlustmengen. Ich bestimme den Wert der guten Apfel nicht dadurch, daß ich ihre Summe von der der schlechten subtrahiere, sondern danach, ob die ersteren trotz des Vorhandenseins der letzteren noch einen Wert behalten.

Ebenso wie ich bei dem Genuß der guten Apfel die schlechten unberücksichtigt lasse, so gebe ich mich der Befriedigung

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einer Begierde hin, nachdem ich die notwendigen Qualen abgeschüttelt habe.

Wenn der Pessimismus auch recht hätte mit seiner Behauptung, daß in der Welt mehr Unlust als Lust vorhanden ist: auf das Wollen wäre das ohne Einfluß, denn die Lebewesen streben nach der übrigbleibenden Lust doch. Der empirische Nachweis, daß der Schmerz die Freude überwiegt, wäre, wenn er gelänge, zwar geeignet, die Aussichtslosigkeit jener philosophischen Richtung zu zeigen, die den Wert des Lebens in dem Überschuß der Lust sieht (Eudämonismus), nicht aber das Wollen überhaupt als unvernünftig hinzustellen; denn dieses geht nicht auf einen Überschuß von Lust, sondern auf die nach Abzug der Unlust noch übrigbleibende Lustmenge. Diese erscheint noch immer als ein erstrebenswertes Ziel.

Man hat den Pessimismus dadurch zu widerlegen versucht, daß man behauptete, es sei unmöglich, den Überschuß von Lust oder Unlust in der Welt auszurechnen. Die Möglichkeit einer jeden Berechnung beruht darauf, daß die in Rechnung zu stellenden Dinge ihrer Größe nach miteinander verglichen werden können. Nun hat jede Unlust und jede Lust eine bestimmte Größe (Stärke und Dauer). Auch Lustempfindungen verschiedener Art können wir ihrer Größe nach wenigstens schätzungsweise vergleichen. Wir wissen, ob uns eine gute Zigarre oder ein guter Witz mehr Vergnügen macht. Gegen die Vergleichbarkeit verschiedener Lust, und Unlustsorten, ihrer Größe nach, läßt sich somit nichts einwenden. Und der Forscher, der es sich zur Aufgabe macht, den Lust, oder Unlustüberschuß in der Welt zu bestimmen, geht von durchaus berechtigten Voraussetzungen aus. Man kann die Irrtümlichkeit der pessimistischen

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Resultate behaupten, aber man darf die Möglichkeit einer wissenschaftlichen Abschätzung derLust, und Unlustmengen und damit die Bestimmung der Lustbilanz nicht anzweifeln. Unrichtig aber ist es, wenn behauptet wird, daß aus dem Ergebnisse dieser Rechnung für das menschliche Wollen etwas folge. Die Fälle, wo wir den Wert unserer Betätigung wirklich davon abhängig machen, ob die Lust oder die Unlust einen Überschuß zeigt, sind die, in denen uns die Gegenstände, auf die unser Tun sich richtet, gleichgültig sind. Wenn es sich mir darum handelt, nach meiner Arbeit mir ein Vergnügen durch ein Spiel oder eine leichte Unterhaltung zu bereiten, und es mir völlig gleichgültig ist, was ich zu diesem Zwecke tue, so frage ich mich: was bringt mir den größten Überschuß an Lust? Und ich unterlasse eine Betätigung unbedingt, wenn sich die Waage nach der Unlustseite hin neigt. Bei einem Kinde, dem wir ein Spielzeug kaufen wollen, denken wir bei der Wahl nach, was ihm die meiste Freude bereitet. In allen anderen Fällen bestimmen wir uns nicht ausschließlich nach der Lustbilanz.

Wenn also die pessimistischen Ethiker der Ansicht sind, durch den Nachweis, daß die Unlust in größerer Menge vorhanden ist als die Lust, den Boden für die selbstlose Hingabe an die Kulturarbeit zu bereiten, so bedenken sie nicht, daß sich das menschliche Wollen seiner Natur nach von dieser Erkenntnis nicht beeinflussen läßt. Das Streben der Menschen richtet sich nach dem Maße der nach Überwindung aller Schwierigkeiten möglichen Befriedigung. Die Hoffnung auf diese Befriedigung ist der Grund der menschlichen Betätigung. Die Arbeit jedes einzelnen und die ganze Kulturarbeit entspringt aus dieser Hoffnung. Die pessimistische Ethik glaubt dem Menschen die Jagd nach dem

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Glücke als eine unmögliche hinstellen zu müssen, damit er sich seinen eigentlichen sittlichen Aufgaben widme. Aber diese sittlichen Aufgaben sind nichts anderes als die konkreten natürlichen und geistigen Triebe; und die Befriedigung derselben wird angestrebt trotz der Unlust, die dabei abfällt. Die Jagd nach dem Glücke, die der Pessimismus ausrotten will, ist also gar nicht vorhanden. Die Aufgaben aber, die der Mensch zu vollbringen hat, vollbringt er, weil er sie kraft seines Wesens, wenn er ihr Wesen wirklich erkannt hat, vollbringen will. Die pessimistische Ethik behauptet, der Mensch könne erst dann sich dem hingeben, was er als seine Lebensaufgabe erkennt, wenn er das Streben nach Lust aufgegeben hat. Keine Ethik aber kann je andere Lebensaufgaben ersinnen als die Verwirklichung der von den menschlichenBegierden gefordertenBefriedigungen und die Erfüllung seiner sittlichen Ideale. Keine Ethik kann ihm die Lust nehmen, die er an dieser Erfüllung des von ihm Begehrten hat. Wenn der Pessimist sagt: strebe nicht nach Lust, denn du kannst sie nie erreichen; strebe nach dem, was du als deine Aufgabe erkennst, so ist darauf zu erwidern: das ist Menschenart, und es ist die Erfindung einer auf Irrwegen wandelnden Philosophie, wenn behauptet wird, der Mensch strebe bloß nach dem Glücke. Er strebt nach Befriedigung dessen, was sein Wesen begehrt und hat die konkreten Gegenstände dieses Strebens im Auge, nicht ein abstraktes «Glück»; und die Erfüllung ist ihm eine Lust. Was die pessimistische Ethik verlangt: nicht Streben nach Lust, sondern nach Erreichung dessen, was du als deine Lebensaufgabe erkennst, so trifft sie damit dasjenige, was der Mensch seinem Wesen nach will. Der Mensch braucht durch die Philosophie nicht erst umgekrempelt zu werden, er braucht

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seine Natur nicht erst abzuwerfen, um sittlich zu sein, Sittlichkeit liegt in dem Streben nach einem als berechtigt erkannten Ziel; ihm zu folgen, liegt im Menschenwesen, solange eine damit verknüpfte Unlust die Begierde danach nicht lähmt. Und dieses ist das Wesen alles wirklichen Wollens. Die Ethik beruht nicht auf der Ausrottung alles Strebens nach Lust, damit bleichsüchtige abstrakte Ideen ihre Herrschaft da aufschlagen können, wo ihnen keine starke Sehnsucht nach Lebensgenuß entgegensteht, sondern auf dem starken, von ideeller Intuition getragenen Wollen, das sein Ziel erreicht, auch wenn der Weg dazu ein dornenvoller ist.

Die sittlichen Ideale entspringen aus der moralischen Phantasie des Menschen. Ihre Verwirklichung hängt davon ab, daß sie von dem Menschen stark genug begehrt werden, um Schmerzen und Qualen zu überwinden. Sie sind seine Intuitionen, die Triebfedern, die sein Geist spannt; er will sie, weil ihre Verwirklichung seine höchste Lust ist. Er hat es nicht nötig, sich von der Ethik erst verbieten zu lassen, daß er nach Lust strebe, um sich dann gebieten zu lassen, wonach er streben soll. Er wird nach sittlichen Idealen streben, wenn seine moralische Phantasie tätig genug ist, um ihm Intuitionen einzugeben, die seinem Wollen die Stärke verleihen, sich gegen die in seiner Organisation liegenden Widerstände, wozu auch notwendige Unlust gehört, durchzusetzen.

Wer nach Idealen von hehrer Größe strebt, der tut es, weil sie der Inhalt seines Wesens sind, und die Verwirklichung wird ihm ein Genuß sein, gegen den die Lust, welche die Armseligkeit aus der Befriedigung der alltäglichen Triebe zieht, eine Kleinigkeit ist. Idealisten schwelgen geistig bei der Umsetzung ihrer Ideale in Wirklichkeit.

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Wer die Lust an der Befriedigung des menschlichen Begehrens ausrotten will, muß den Menschen erst zum Sklaven machen, der nicht handelt, weil er will, sondern nur, weil er soll. Denn die Erreichung des Gewollten macht Lust. Was man das Gute nennt, ist nicht das, was der Mensch soll, sondern das, was er will, wenn er die volle wahre Menschennatur zur Entfaltung bringt. Wer dies nicht anerkennt, der muß dem Menschen erst das austreiben, was er will, und ihm dann von außen das vorschreiben lassen, was er seinem Wollen zum Inhalt zu geben hat.

Der Mensch verleiht der Erfüllung einer Begierde einen Wert, weil sie aus seinem Wesen entspringt. Das Erreichte hat seinen Wert, weil es gewollt ist. Spricht man dem Ziel des menschlichen Wollens als solchem seinen Wert ab, dann muß man die wertvollen Ziele von etwas nehmen, das der Mensch nicht will.

Die auf den Pessimismus sich aufbauende Ethik entspringt aus der Mißachtung der moralischen Phantasie. Wer den individuellen Menschengeist nicht für fähig hält, sich selbst den Inhalt seines Strebens zu geben, nur der kann die Summe des Wollens in der Sehnsucht nach Lust suchen. Der phantasielose Mensch schafft keine sittlichen Ideen. Sie müssen ihm gegeben werden. Daß er nach Befriedigung seiner niederen Begierden strebt: dafür aber sorgt die physische Natur. Zur Entfaltung des ganzen Menschen gehören aber auch die aus dem Geiste stammenden Begierden. Nur wenn man der Meinung ist, daß diese der Mensch überhaupt nicht hat, kann man behaupten, daß er sie von außen empfangen soll. Dann ist man auch berechtigt, zu sagen, daß er verpflichtet ist, etwas zu tun, was er nicht will. Jede Ethik, die von dem Menschen fordert, daß er sein Wollen zurück

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dränge, um Aufgaben zu erfüllen, die er nicht will, rechnet nicht mit dem ganzen Menschen, sondern mit einem solchen, dem das geistige Begehrungsvermögen fehlt. Für den harmonisch entwickelten Menschen sind die sogenannten Ideen des Guten nicht außerhalb, sondern innerhalb des Kreises seines Wesens. Nicht in der Austilgung eines einseitigen Eigenwillens liegt das sittliche Handeln, sondern in der vollen Entwickelung der Menschennatur. Wer die sittlichen Ideale nur für erreichbar hält, wenn der Mensch seinen Eigenwillen ertötet, der weiß nicht, daß diese Ideale ebenso von dem Menschen gewollt sind, wie die Befriedigung der sogenannten tierischen Triebe.

Es ist nicht zu leugnen, daß die hiermit charakterisierten Anschauungen leicht mißverstanden werden können. Unreife Menschen ohne moralische Phantasie sehen gerne die Instinkte ihrer Halbnatur für den vollen Menschheitsgehalt an, und lehnen alle nicht von ihnen erzeugten sittlichen Ideen ab, damit sie ungestört «sich ausleben» können. Daß für die halbentwickelte Menschennatur nicht gilt, was für den Vollmenschen richtig ist, ist selbstverständlich. Wer durch Erziehung erst noch dahin gebracht werden soll, daß seine sittliche Natur die Eischalen der niederen Leidenschaften durchbricht: von dem darf nicht in Anspruch genommen werden, was für den reifen Menschen gilt. Hier sollte aber nicht verzeichnet werden, was dem unentwickelten Menschen einzuprägen ist, sondern das, was in dem Wesen des ausgereiften Menschen liegt. Denn es sollte die Möglichkeit der Freiheit nachgewiesen werden; diese erscheint aber nicht an Handlungen aus sinnlicher oder seelischer Nötigung, sondern an solchen, die von geistigen Intuitionen getragen sind.

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Dieser ausgereifte Mensch gibt seinen Wert sich selbst. Nicht die Lust erstrebt er, die ihm als Gnadengeschenk von der Natur oder von dem Schöpfer gereicht wird; und auch nicht die abstrakte Pflicht erfüllt er, die er als solche erkennt, nachdem er das Streben nach Lust abgestreift hat. Er handelt, wie er will, das ist nach Maßgabe seiner ethischen Intuitionen; und er empfindet die Erreichung dessen, was er will, als seinen wahren Lebensgenuß. Den Wert des Lebens bestimmt er an dem Verhältnis des Erreichten zu dem Erstrebten. Die Ethik, welche an die Stelle des Wollens das bloße Sollen, an die Stelle der Neigung die bloße Pflicht setzt, bestimmt folgerichtig den Wert des Menschen an dem Verhältnis dessen, was die Pflicht fordert, zu dem, was er erfüllt. Sie mißt den Menschen an einem außerhalb seines Wesens gelegenen Maßstab. -- Die hier entwickelte Ansicht weist den Menschen auf sich selbst zurück. Sie erkennt nur das als den wahren Wert des Lebens an, was der einzelne nach Maßgabe seines Wollens als solchen ansieht. Sie weiß ebensowenig von einem nicht vom Individuum anerkannten Wert des Lebens wie von einem nicht aus diesem entsprungenen Zweck des Lebens. Sie sieht in dem allseitig durchschauten wesenhaften Individuum seinen eigenen Herrn und seinen eigenen Schätzer.

Zusatz zur Neuausgabe 1918. Verkennen kann man das in diesem Abschnitt Dargestellte, wenn man sich festbeißt in den scheinbaren Einwand: das Wollen des Menschen als solches ist eben das Unvernünftige; man müsse ihm diese Unvernünftigkeit nachweisen, dann wird er einsehen, daß in der endlichen Befreiung von dem Wollen das Ziel des ethischen Strebens liegen müsse. Mir wurde von berufener Seite allerdings ein solcher Schein--Einwand entgegengehal

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ten, indem mir gesagt wurde, es sei eben die Sache des Philosophen, nachzuholen, was die Gedankenlosigkeit der Tiere und der meisten Menschen versäumt, eine wirkliche Lebensbilanz zu ziehen. Doch wer diesen Einwand macht, sieht eben die Hauptsache nicht: soll Freiheit sich verwirklichen, so muß in der Menschennatur das Wollen von dem intuitiven Denken getragen sein; zugleich aber ergibt sich, daß ein Wollen auch von anderem als von der Intuition bestimmt werden kann, und nur in der aus der Menschenwesenheit erfließenden freien Verwirklichung der Intuition ergibt sich das Sittliche und sein Wert. Der ethische Individualismus ist geeignet, die Sittlichkeit in ihrer vollen Würde darzustellen, denn er ist nicht der Ansicht, daß wahrhaft sittlich ist, was in äußerer Art Zusammenstimmung eines Wollens mit einer Norm herbeiführt, sondern was aus dem Menschen dann ersteht, wenn er das sittliche Wollen als ein Glied seines vollen Wesens in sich entfaltet, so daß das Unsittliche zu tun ihm als Verstümmelung, Verkrüppelung seines Wesens erscheint.

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Gruß Paraneua-Bioeule!
 
1817)
Universalfaullheit wäre d
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31.03.03 17:52
 
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Gruß Paraneua-Bioeule!
 
1816)
Ich kann den Zähler leide
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31.03.03 17:31
 
eMail:

Nachricht:

Gerade bin ich dabei, den gehackten Zähler wieder auszubauen!
Gelobt sei, wer gehackt, man muss sich bloss in Lügenzeiten was zu sagen trauen!
Vielleicht kann webhits ja hier nichts dafür:
Frisch weiter geht's jetzt ohne Zähler!

Gruß Paraneua-Bioeule!
 
1815)
Lohnt zu wissen!
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31.03.03 10:45
 
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Anthroposophie und Ordo Templi Orientis
Rudolf Steiner und Theodor Reuss



Rudolf Steiner (1861-1925): niemals Mitglied irgendeines O.T.O.

- P.R. König -


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Aufgrund jahrzehntelanger Medienberichte über Steiners angebliche
Zugehörigkeit zum Reuss'schen Ordo Templi Orientis (O.T.O.) sei
hiermit auf die faktische Lage hingewiesen.

Es gibt keinen einzigen Beweis dafür, dass Rudolf Steiner
irgendetwas anderes von Theodor Reuss (dem Gründer des O.T.O.)
akzeptiert hätte, als dessen Bewilligung, den parafreimaurerischen
Begriff "Misraim" verwenden zu dürfen. Es gibt keinen einzigen
schriftlichen Beweis dafür, dass Reuss den Steiner zum O.T.O.-
Mitglied, geschweige denn zum Leiter eines O.T.O.-Zweiges, gemacht
hätte.

Im folgenden Artikel werden kurze historische Hintergründe einiger
Spezialbegriffe wie "Memphis-Misraim", "Ordo Templi Orientis",
sowie Informationen zu einigen Protagonisten gegeben, die den
Umkreis des Hauptthemas "Rudolf Steiner niemals Mitglied
irgendeines O.T.O." zeichnen sollen. Einige der nun folgenden
Begriffe mögen dem Leser verwirrlich erscheinen. Jeder, der sich
mit den Hintergründen beschäftigen möchte, sei auf meine Bücher
hingewiesen.

Das letzte hier vorgestellte Kapitel "Diskussion" will
stichwortartige Denkanstösse vermitteln zur Mutmassung, ob die
Anthroposophie oder Rudolf Steiners Lehren irgendwelche
Aehnlichkeiten mit denjenigen des O.T.O. oder Theodor Reuss
aufweisen könnten. Im historischen Kontext sind solche Fragen erst
Jahrzehnte im Nachhinein gewachsen, genährt von Falschmeldungen
und unrecherchierten Meinungen.


Der Alte und Angenommene Schottische Ritus
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Aus einem Gewirr von Riten und Graden einigen sich ein paar "echte
alte Freimaurer" 1802 in Charleston auf den Begriff "Schottische
Freimaurerei" oder "Alte und Angenommene Schottische Ritus" (AASR)
mit 30 Graden.


Der Ritus von Memphis-Misraim
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Angeblich wird der Aegyptische Ritus von Mizraim (oder Misraim, 90
Grade) 1805 in Mailand gegründet. Seine Schöpfer bezeichnen ihn
als Wurzel und Ursprung aller freimaurerischer Riten und der
Geheimlehre von Isis und Osiris, die von Misraim, dem Sohn Hams
und Enkel von Noah ins Leben gerufen worden seien, und dessen
Weisheit auf Adam selbst zurückgehe.

Als Konkurrenz zum Misraim-Ritus wird in Paris 1814 der Ägyptische
oder Memphis-Ritus (95/97 Grade) gegründet, der angeblich von
griechischen Eingeweihten nach Kleinasien gebracht worden sein
soll. Vereinigt mit christlichen Lehren der Rosenkreuzerei soll
der Orden durch die Kreuzfahrer nach Schottland gelangt sein und
als Grossloge von Edinburg zur Wiege der Freimaurerei geworden
sein. Der Memphis-Ritus wird auch "Antient and Primitive Rite of
Masonry" oder sogar "Orientalischer Orden von Memphis" genannt.

Am 4. Juni 1872 kauft John Yarker die Erlaubnis, den Memphis-Ritus
in England zu errichten. Unter seiner Leitung kommen nun 1876
Memphis und Misraim [MM] zusammen. Am 24.9.1902 will Theodor Reuss
von John Yarker die Bewilligung erworben haben, den Schottischen
Ritus (AASR, Cerneau, New York 1807) (33 Grade) und den Memphis-
Misraim-Ritus (90 und 97 Grade) in Deutschland zu konstituieren.
Die vorliegenden Originalunterlagen weisen jedoch keinen
entsprechenden Wortlaut auf: Obwohl Reuss in seiner Zeitschrift
"Oriflamme" (Dezember 1902) eine Bewilligung für den Memphis-
Misraim-Ritus (Grade 33°, 90°, 96°) zitiert, erwähnt die
tatsächlich vorliegende Charter nur die Grade 30°-33° [Cerneau,
ohne MM] für Reuss. Reuss glaubt nun das Recht zu haben, reguläre
Freimaurer durch seine Ordens-Sammlung ernennen zu können. Er wird ab
1906 den O.T.O. als Retortenhochgradorden aus einigen Graden des
A.A.S.R. und MM zusammenbasteln.



Vorgeschichte zu Rudolf Steiner
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Die Theosophical Society ist 1875 von H.P. Blavatsky, H.S. Olcott,
W.Q. Judge, John Yarker u.a. gegründet worden. Nach Blavatsky's
Tod, 1891, ist die T.S. zersplittert und besteht 1900 aus drei
konkurrierenden Gesellschaften.

Im Herbst 1900 wird Rudolf Steiner von der Gräfin Brockdorff um
zwei Vorträge im Rahmen der allgemeinen kulturellen
Veranstaltungen in der Theosophischen Bibliothek gebeten. Daraus
entstehen Vortragszyklen in den Winterhalbjahren 1900/01 und
1901/02 in dieser Bibliothek. Dies führt dazu, dass am 20.10.1902
die Deutsche Sektion der Theosophischen Gesellschaft (Adyar) mit
etwas über 100 Mitgliedern und mit Rudolf Steiner als
Generalsekretär konstituiert wird.

1904 beginnt Steiner, seine Esoterische Schule aufzubauen. Dazu
lässt er sich am 10.5.1904 von der damaligen Leiterin der Esoteric
School of Theosophy, Annie Besant, als Landesleiter der E.S. für
Deutschland und Oesterreich einsetzen. Diese E.S. ist 1888 von
H.P. Blavatsky organisatorisch unabhängig von der T.S.
eingerichtet worden.

Zum Aufbau seiner E.S. will Steiner im Gebote nach "absoluter
Wahrhaftigkeit und Aufrechterhaltung der Kontinuität" auch an
symbolisch-rituelles Wirken, d.h. an maurerische Traditionen, "an
schon Bestehendes" anknüpfen. So besteht die Steinersche E.S. bald
- wie in der Theosophischen Gesellschaft - aus drei Abteilungen.
(1) der Esoteric School of Theosophy, (2) dem Misraim-Dienst und
(3) aus einem gescheiterten Versuch, mit 12 "bewährten Schülern"
eine Gesellschaft für theosophische Art und Kunst zu gründen.



Rudolf Steiner, Theodor Reuss und die Entwicklung des O.T.O.
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Wann der erste Kontakt zwischen Steiner und Reuss stattgefunden
hat, ist schwer zu datieren. In einem Vortrag über die Geschichte
der Freimaurerei in Berlin am 9.12.1904 zitiert Rudolf Steiner das
Kellner/Reuss-Manifesto aus Reuss' Oriflamme 1904 (in: Steiner:
"Die Tempellegende und die Goldene Legende", = Gesamt-Ausgabe [GA]
Band 93, 91 ff.). (Reuss' Oriflamme Nr. 6 von 1903 enthält eine
frühe Version dieses Manifests.) Dieses kann jedoch auf keinen
Falls als O.T.O.-Manifest umdefiniert werden, da der O.T.O. um
diese Zeit noch gar nicht existiert. Es gibt keinen einzigen Beleg
dafür, dass Carl Kellner (der angebliche ideelle "Gründer" der
O.T.O.-Idee) den Begriff "O.T.O." gekannt, geschweige denn benützt
hat. Kellner leitet wahrscheinlich eine deutschsprachige lose
Gruppe der "Hermetic Brotherhood of Light", die er als einer der
12 Neugründer in Boston/Chigaco 1895 nach Europa gebracht haben
könnte.

Reuss und Kellner scheinen aufgrund verschiedener Ansichten über
Yoga schon zerstritten. Franz Hartmann [Leiter der Leipziger
"Internationalen Theosophischen Verbrüderung"] denkt ähnlich: dass
sein Freund Kellner Betrügern (Yogis) in die Hände gefallen sei
[Theosophische Rundschau, XII;6, 1924] und hält eh nichts von den
Praktiken der "Hermetic Brotherhood of Light"; zusätzlich
distanziert sich Hartmann ebenfalls ca. 1904 von Reuss. Es
scheint, dass Reuss allein für die nach aussen wirkenden
Aktivitäten seiner Ordens-Sammlung und den in seiner
Publikationsreihe "Oriflamme" veröffentlichten Berichte
verantwortlich ist, die natürlich nach wie vor Kellner und
Hartmann erwähnen.

7. Juni 1905: Ehren-General-Grossmeister Carl Kellner, 33°, 90°,
96°, und "Leiter" des "Inneren Dreiecks", des "occulten Kreises"
bestehend aus Hartmann, Reuss, Kellner, stirbt.

24. Juni 1905: John Yarker, 33°, 90°, 96°, erteilt Reuss, 33°,
96°, Franz Hartmann, 33°, 95°, und Heinrich Klein, 33°, 95°, die
Bewilligung, die Grade vom ersten bis 33°, 90° und 95° zu
bearbeiten. Am selben Tag ergeht eine Charter von Yarker und Reuss
an Paul Eberhardt. [Yarker scheint vom Zwist zwischen Hartmann und
Reuss nichts zu ahnen]. Im August wird Reuss von den Swedenborg
Ritus-Gründungsmitgliedern vor Gericht angeklagt, 1902 die
Ordenszeitschrift "Oriflamme" als reine Privatsache Reuss' (d.h.
Reuss' MM ist unabhängig von seinen anderen Orden) ins Leben
gerufen zu haben.

24. November 1905: Steiner und Marie von Sivers bezahlen für ihre
MM-Mitgliedschaft unter Reuss je 45 Mark. Die Verhandlungen über
die Modalitäten zur Führung eines selbständigen Arbeitskreises
ziehen sich noch dahin. Tags darauf, am 25.11.1905, schreibt
Steiner an Frau von Sivers: "Nun hast Du gestern selbst gesehen,
wie wenig noch übrig geblieben ist von den einstigen esoterischen
Institutionen" und denkt daran, sich des Mediums der Religion "in
sinnlich-schöner Form" zu bedienen: Religion als "Folgeerlebnis
von Wissenschaft und Kunst". [Nichtsdestotrotz ist die 1912
entstandene Anthroposophische Gesellschaft keineswegs als
religiöse Körperschaft anzusehen, etwas das gegen die Ansichten
Steiners geht, sondern als Körperschaft von Gedanken/Ideen.]

30.11.1905, Steiner an von Sivers: "Reuss ist kein Mensch, auf den
irgendwie zu bauen wäre ... Wir haben es mit "einem Rahmen", nicht
mit mehr in der Wirklichkeit zu tun. Augenblicklich steckt gar
nichts hinter der Sache. Die okkulten Mächte haben sich GANZ davon
zurückgezogen."

2.1.1906: Im Zusammenhang mit der Loge hält Steiner erstmals einen
Vortrag vor Männern und Frauen gemeinsam und bezeichnet die
Freimaurerei (womit er wahrscheinlich den von vielen als irregulär
betrachteten AASR- und MM-Ritus meint) als "eine Karikatur" und
offfenbart, dass die "in ihr schlummernden Kräfte wieder
aufzuwecken", eine Arbeit sei, "die uns obliegt". Steiner sieht es
als seine "Aufgabe, den Misraim-Dienst für die Zukunft zu retten."
Der Misraim-Dienst soll Irdisches mit dem Himmlischen, Sichtbares
mit dem Unsichtbaren vereinigen und die Eleusinischen Mysterien
wieder erneuern.

3. Januar 1906: Reuss unterzeichnet einen "Vertrag und
brüderliches Uebereinkommen" zwischen ihm und Steiner, was diesen
zum 30°, 67° und 89° von Berlin macht. Für die Aufnahme von Frauen
wird Marie von Sivers autorisiert. "Die Auswüchse der Männerkultur
müssen zurückgestaut werden durch die okkulten Kräfte der Frau"
(so Steiner).

Am 8. Januar 1906 reist Reuss nach London, wo er eine "Hermetic
School of Science" aufzuziehen gedenkt. Ihm folgt der Geruch der
Ordenserfinderei und des schwunghaften Charta-Verkaufs. In
Freimaurerkreisen gilt Reuss als Schwindler. Um diese Zeit
kursieren Gerüchte um sein angebliches unsittliches Verhalten.

22. Januar 1906 ist das Datum, das die erste (englische) O.T.O.-
Konstitution aufweist, die anscheinend erst 1912 allgemein bekannt
wird. Emil Adryiani und Paul Eberhardt, beides Hochgradinhaber des
MM, halten 1906 als Gründungsdatum des O.T.O. für vordatiert. Die
Konstitution verlangt von künftigen Mitgliedern ein schriftliches
Aufnahmegesuch. Es scheint (zumindest im Nachhinein), dass sich
der O.T.O. nun aus einigen AASR- und Memphis-Misraim-Graden zu
entwickeln beginnt.

17. März 1906: Reuss nimmt in einem Schreiben an Franz Hartmann
an, dass dieser kein Mitglied mehr von Reuss' MM sei, da Hartmann
seit langem nicht mehr auf Reuss' Briefe und Postkarten reagiert
habe, und ausserdem überall herumerzähle, dass Reuss keine
diesbezüglichen Rechte mehr besässe. Aehnlich äussert sich Reuss
am 27. März 1906: dass Emil Adrianyi ebenfalls die "falsche
Nachricht" verbreite, der Grossorient und das Souveräne
Sanktuarium von Berlin existierten nicht mehr.

Am 27. März 1906 erhält Steiner einen Brief von Reuss, in dem er
als 33° (AASR) und 95° (Misraim) angesprochen wird.

Die Reuss'sche Oriflamme vom Januar/Juni 1906 teilt mit, dass
Steiner, 33°, 95°, in Berlin die Erlaubnis erteilt worden ist, ein
Kapitel und einen Grossrat der Adoptionsmauererei [MM] unter dem
Namen "Mystica aeterna" zu gründen. Steiner wird zum
stellvertretenden Grossmeister mit Jurisdiktion über die von ihm
aufgenommenen Mitglieder ernannt. Marie von Sivers wird als
General-Grosssekretärin für die Adoptionslogen eingesetzt. Steiner
verwendet für diese Gruppierung auch "Mystica Eterna" (M.E.) oder
"Misraim Dienst" (M.D.). Je nach dem Kontext bezeichnen diese
Abkürzungen entweder die Einrichtung oder deren Inhalt.

Beide, Reuss und Steiner, benutzen die freimaurerischen Begriffe
"Royal Arch" und "Ritter vom Adler und Pelikan" (GA 265, 75, 217,
218; GA 93, 90, 93 und 320). Die neun (zehn) O.T.O.-Grade sind
inhaltlich keinesfalls das Vorbild der z.T. theoretischen neun
Grade der Mystica aeterna (in der nur bis zum 5. Grad gearbeitet
wird: Lehrling, Geselle, Meister, Royal Arch, Ritter vom Adler und
vom Pelikan. GA 265, 237, 217, 218) (GA 167, 94; GA 265, 132). Die
Intentionen und Inhalte der Steinerschen Rituale entstammen allein
seiner eigenen Erkenntnis/Schau: nur die Form bezieht sich auf
Traditionelles. Trotzdem ist die Mystica aeterna keine eigentliche
Organisation, vergleichbar mit einem Orden oder einer Loge (obwohl
Steiner diesen Begriff in der Lektionsstunde vom 28.10.1911
verwendet); es gibt keine Tochtergründungen, keine Diplome, keine
Ermächtigungen und der Kultus wird nur in Anwesenheit Steiners
zelebriert und nur von und für Mitglieder(n) der Theosophischen
Gesellschaft. In Steiners Schau kann ein äusserer Orden weder von
"Meistern" gegründet, noch mentoriert werden. Dies steht allein
der "Esoterischen Schule" zu. Die Mystica aeterna gilt als die
zweite, als die sog. "Erkenntniskultische" Abteilung in Steiners
Esoterischer Schule. Die Theosophische Abteilung weist mehr auf
die ideelle und studierende Seite hin; die maurerisch-kultische
mehr auf die praktische Seite des Esoterischen Arbeitskreises.

21. Juni 1906 ist das Datum, das die erste deutsche O.T.O.-
Konstitution aufweist. Wie schon zur englischen O.T.O.-
Konstitution vom Januar angemerkt, scheint es, dass die Gründung
des O.T.O. erst 1912 allgemein bekannt wird. Diese deutsche
Konstitution verlangt von künftigen Mitgliedern ebenfalls ein
schriftliches Aufnahmegesuch.

24. Juni 1906: Da sich abzeichnet, dass sich in Steiners Mystica
aeterna bald mehr Mitglieder als in Reuss' Orden listen lassen,
spaltet Reuss Memphis von Misraim und vom 33° und signiert die
entsprechende Verkündigung u.a. mit dem Ausdruck "Orientalische
Templer-Freimaurer" und verwendet dabei die Templer-Zeitrechnung
("A.O. 788").

15.8.1906: Steiner distanziert sich in einem Brief an A.W. Sellin
klar und deutlich von Reuss und all dessen Aktivitäten (sofern er
überhaupt davon Notiz genommen hat). "Reuss ist kein Mensch, auf
den irgendwie zu bauen wäre." (30.11.1905). Für Steiner spielt die
Person "Reuss" keine Rolle, sondern allein dessen Vermittlung des
"Misraim"-Ritus, d.h. einer formal-historisch-legal dokumentierten
Anknüpfung, um eine selbständige symbolisch-kultische Neugründung
einzurichten. In Reuss' Briefen an Steiner und an von Sivers gibt
Reuss keine einzige Bestätigung eines Gesprächs mit oder eines
Schreibens von Steiner. Steiner macht es "zur Bedingung, dass der
Orden [AASR + MM] mir NICHTS mitteilt von seinen Ritualien." "Ich
konstituierte, was zu konstituieren war, OHNE dass Herr Reuss
jemals dabei -- bei irgend etwas -- gewesen wäre ... Ich aber habe
sachlich den Orden [Reuss' AASR und MM] völlig IGNORIERT" (Steiner
an Sellin, 15.8.1906). Mitgliedern von Reuss' Orden wird der
Zutritt zu Steiners Misraim-Dienst verwehrt.

Am 22.9.1906 beklagt sich Reuss bei Marie von Sivers, dass Rudolf
Steiner ihm auf seinen Brief von vor vier Wochen nicht geantwortet
habe. 1.10.1906, 9.2.1907 und 12.3.1907: Reuss bittet vergeblich
um ein Treffen mit Steiner. Im Schreiben vom 9.2.1907 an von
Sivers bestätigt Reuss, dass kein brieflicher Verkehr zwischen ihm
und Steiner stattfinde, und dass er dies auch akzeptiere.

Pfingsten 1907: Nach dem Tode des Gründer-Präsidenten der
Theosophical Society, H.S. Olcott, 17.2.1907, und der Wahl von
Annie Besant zur neuen Präsidentin, löst Rudolf Steiner die erste
Abteilung der Esoterischen Schule aus dem formalen Zusammenhang
mit der von Annie Besant geleiteten Esoteric School of Theosophy:
Steiner verfolgt ein anderes Schulungs-System und wirft Annie
Besant gleichzeitig Amerikanismus, d.h. Weltlichkeit und
anderseits Fixierung auf indische Traditionen, die im Westen keine
Wirkung hätten, vor. In Steiners Schau wird der Atem nicht durch
körperliche Uebungen kontrolliert; die physischen Effekte sind
Konsequenz der Einweihung. Steiners Weg ist das Gegenteil dessen,
was die alten Yogis lehrten, indem er Denken und Atmen miteinander
verbindet.

15. Juni 1907: Reuss schickt Steiner ein Edikt, das diesen zum
33°, 90° und 96° von Berlin und selbstständigen amtierenden
General Grossmeister des Obersten General Grossrates des Mizraim-
Ritus in Deutschland ernennt. Der Briefkopf weist die Begriffe
"Memphis and Mizraim Rite of Masonry. Order of Oriental Templars
and Esoteric Rosicrucians" auf. Reuss zeichnet u.a. mit der
SO.T.O.M-Rune/Siegel. Dies macht Steiner jedoch weder zum O.T.O.-
Mitglied noch zu dessen Grossmeister von Berlin. Reuss bezeichnet
sich weiterhin ebenfalls als Grossmeister des Misraim Ritus. Er
sucht ab 1907 mit seinem O.T.O. als "Bund für Internationale
Verbrüderung" Anschluss an ausländische Gnostiker- und
Rosenkreuzerorganisationen (z.B. 1908 an Papus in Frankreich, wo
er auch Arnoldo Krumm-Heller mit Chartas beglückt, die später zur
Gründung der Fraternitas Rosicruciana Antiqua führen; 1909 an
Spencer Lewis, der 1915 den A.M.O.R.C. gründet).

24.2.1908 und 17.7.1909: erneut beklagt sich Reuss, dass ihm
Steiner nie antworte. Dito in 1910. Reuss listet Steiner schon
seit 1906 nie mehr in seinen häufig auftauchenden Ordens-
Schematismen auf.

1909: Steiner wird nicht im Ordens-Schematismus der Oriflamme
aufgeführt.

11.2.1910: Reuss teilt Steiner mit, dass Franz Hartmann schon seit
1904 nicht mehr aktiv sei und ausser Max Heilbronner und Heinrich
Klein kein Mensch von der Angelegenheit Reuss-Steiner wisse.

Im März 1910 wird Aleister Crowley ein VII° O.T.O. in England, was
jedoch nur eine Bestätigung seines 1900 in Mexiko erworbenen 33°
ist. Im November wird Crowleys 33° AASR ebenfalls von John Yarker
reaktiviert, obwohl Yarkers entsprechende Befugnisse schon am
30.11.1870 vom Supreme Council des AASR annulliert worden sind.

21.4.1912: Aleister Crowley wird X° des O.T.O. von England und
Irland.

1.6.1912: offizielles Datum der Gründung einer National-Grossloge
des O.T.O. für Grossbritannien und Irland durch Reuss, was dieser
in der Oriflamme als eine Sache mit pikantem Beigeschmack
bezeichnet. Obwohl nie ein "regulärer" Freimaurer, sieht Crowley
sich von nun an als "sole and supreme authority in Freemasonry".
Die Existenz eines X°-O.T.O. in England ist ein Hinweis darauf,
dass der O.T.O. um 1912 in der Organisation durchaus verschieden
ist vom Memphis-Misraim-Ritus, der in England der Leitung von
Yarker untersteht, von dem Reuss selber seine MM-Legitimation
bezieht.

7.8.1912: Hartmann stirbt.

(Oktober?) 1912: Steiners Name fehlt in der reich bebilderten
"Ahnengalerie" der O.T.O.-Helden in der Jubiläums-Ausgabe der
Oriflamme 1912, in der, posthum natürlich, Carl Kellner und Franz
Hartmann nun erstmals mit den Begriffen "O.T.O." und "Sexualmagie"
in Zusammenhang gebracht werden.

Im Zuge der Krishnamurti-Sache gründet Steiner in Köln zu
Weihnachten 1912 die Anthroposophische Gesellschaft und trennt
sich zur Jahreswende 1912/13 von der TG. Bis anhin konnte er ca.
2500 Mitglieder sammeln. Diesen schliessen sich nun weitere 1000
aus der TG austretende Mitglieder in Europa und Amerika an.

20.3.1913: John Yarker stirbt. Reuss verfasst nun offensichtliche
sexualmagische Texte, die in seiner INRI/Oriflamme-Schriftenreihe
erscheinen. Bei Kriegsausbruch flüchtet er nach Deutschland.

Sommer 1914: Die Veranstaltungen der Esoterischen Schule und des
"Misraim Dienstes" (der 600 Mitglieder zählt) werden eingestellt.
Steiner beendet die privaten Beratungen und Versammlungen, da
inzwischen genügend publiziertes Schulungsmaterial von ihm
vorliegt. Die Kriegsverhältnisse erschweren es, geschlossene
Versammlungen sicher abzuhalten.

Zu Weihnachten 1914 heiratet Steiner Marie von Sivers.

Woran denkt der nun im Tessin in der Schweiz lebende Reuss, als er
1917 in der Bücheranzeige am Schluss der deutschen Publikation von
Crowley-Reuss' "Gnostischer Messe" einen Text "Das Sexuelle in der
Theosophie und Anthroposophie, mit den Gelöbnissen der
verschiedenen Führer" ankündigt?

Im Sommer 1917 schickt Reuss einem offiziellen Vertreter der
Anthroposophischen Gesellschaft eine Einladung zum "Anational
Congress" seines O.T.O. auf dem Monte Verita. Auf dem
entsprechenden Manifesto tritt die Bezeichnung "Ordo Templi
Orientis" nun als Unterbegriff der "Hermetic Brotherhood of Light"
auf. Hinweise in Reuss' und Crowleys "Gnostischer Messe" und in
Reuss' VII°-Ritual deuten darauf hin, dass neuerdings die Fratres
Lucis/Ritter vom Wahren Licht des "Order of the Asiatic Brethren"
als Reuss'sche und Crowleysche "Hermetic Brotherhood of Light" zu
interpretieren sind. Reuss zieht bald nach Basel.

Steiner lehnt es ab 1917 kategorisch ab, in Privatgesprächen
esoterische Ratschläge zu geben. Künftig muss alles im Lichte der
demokratischen Öffentlichkeit (weg von Absonderung und geistiger
Aristokratie) geschehen.

Am Zürcher Internationalen Freimaurerkongress 1920 wird der O.T.O.
definitiv als irregulär erkannt. Reuss verlässt Basel.

Da Spencer Lewis vom amerikanischen A.M.O.R.C. dem nun in München
ansässigen Theodor Reuss droht, den Geldhahn zuzudrehen, falls
sich Reuss nicht von Aleister Crowley trenne, wird Crowley im
November 1921 aus dem O.T.O. verstossen. Reuss an Crowley: "the
O.T.O. is not in any way an annex or even in any way connected
with the A\A\ [Crowleys sexualmagische Religion] and [...] the
teachings of these two independent bodies must rigorously be kept
separate and distinct." Reuss an Spencer Lewis: "I have cut off
the connection that existed between us [Reuss und Crowley]
regarding O.T.O., and whatever Crowley would happen to do about in
the USA, it is now his own business, and not anymore a concern for
the O.T.O."

Kurzentschlossen ruft sich Crowley nun zum Oberhaupt des O.T.O.
aus. Reuss plant neue Rosenkreuzer-Organisationen zusammen mit dem
A.M.O.R.C. und Arnoldo Krumm-Hellers Rosenkreuzer-Organisation
F.R.A. Von nun an ist der O.T.O. in unzählige säkularisierte
Zweige zersplittert.

Anlässlich seines Besuchs im Dezember 1921 in Oslo, versammelt
Steiner alle früheren Mitglieder der Mystica aeterna, jedoch ohne
Ritual und ohne kultische Bekleidung. Er erklärt die Arbeit des
"erkenntniskultischen Arbeitskreises" (= Misraim Dienst) feierlich
für aufgelöst (GA 265, 451), nimmt aber neue Mitglieder auf, ein
Zeichen, dass er nicht daran denkt, die alten Formen des Vollzugs
zu reaktivieren.

Mit der Neukonstituierung der Anthroposophischen Gesellschaft zu
Weihnachten 1923 beginnt Steiner die von ihm formulierten "neuen
Formen" der Esoterik als neue "Esoterische Schule" zu
verwirklichen. Inzwischen ergibt sich durch die Begegnung mit
Theologen eine Beschäftigung mit kirchlichen Kultformen, die
Steiner aus seiner Schau erneuert. Das spiegelt sich im Kultus der
1921 begründeten "Christengemeinschaft" und den Handlungen für den
Religionsunterricht der Waldorfschulen. Fortan sind die bisher nur
für Mitglieder erhältlich gewesenen Manuskripte
(Mitgliedervorträge, die sog. "Zyklen") frei zu erwerben. Die
esoterische Schule ist transfomiert in die "Freie Hochschule für
Geisteswissenschaften". Obwohl Steiner nicht mehr dazu kommt, die
drei Klassen im Detail auszuformulieren, denkt er daran, Inhalte
der M.E. in die zweite Klasse der Hochschule hineinfliessen zu
lassen.
Theodor Reuss stirbt 1923 ohne einen Nachfolger ernannt zu haben.
Steiner stirbt 1925.

Ca. 1934: Alice Sprengel (ehemals Mitglied der M.E. bis zu ihrem
Austritt 1915, dann Sekretärin von Reuss) notiert aus dem
Gedächtnis das angebliche Gelöbnis, das Steiner bei seinem MM-
Eintritt unterschrieben und es darauf zerrissen habe, weil es ihn
zum O.T.O.-Mitglied gemacht haben soll. Alice Sprengel ist es
auch, die bald den Schweizer Hermann Joseph Metzger in den Reuss-
O.T.O. einweihen und Ritual-Passagen aus den Steiner-Ritualen in
O.T.O.-Rituale transportieren wird. Metzgers Dachorganisation
nennt sich, in Anlehnung an einen Steiner-Vortrag über
Psychosophie von 1911, "Psychosophische Gesellschaft". Sein O.T.O.
scheint auch heute noch weltweit der einzige legitime O.T.O. zu
sein, aktiv seit 1947.



Diskussion
----------------

1.

Ab welchem Zeitpunkt und vom wem sind einige AASR- und Memphis-
Misraim-Grade mit den O.T.O.-Graden gleichgesetzt worden (z.b.
90°, 95° gleich IX°)? Gemäss dem MM-O.T.O.-Schematismus wäre
ab 1914 Steiners 30°, 67° und 89° irgendwo zwischen dem
VI° und VII° O.T.O. anzusiedeln (handschriftlicher Schematismus
von Aleister Crowley, datiert 1914, Faksimile in "How to make your
own McO.T.O.", 59). Dies scheint vorerst irrelevant in Bezug auf
Steiner, erst im Nachhinein wäre sein 90°, 96° tatsächlich als X°
O.T.O. anzusehen. -- Es ist jedenfalls gesichert, dass ab ca. 1917
von Reuss und seinen Anhängern MM mit O.T.O. gleichgesetzt worden
ist. Siehe "Grosser Th. Reuss Reader", p. 246

2.

Ist 1906 das Gründungsjahr des O.T.O. und/oder sind beide 1906-
Konstitutionen später verfasst und rückdatiert worden?
Nichtsdestotrotz enthält das Reuss-Edikt an Steiner von 1907 den
Begriff "Order of Oriental Templars". Ebenfalls ist in
französischen Gnostiker-Heftchen schon VOR 1912 (dem Datum, in das
einige O.T.O.-"Historiker" die Gründungs-Stunde des O.T.O.
hineinprojizieren) der Begriff "Ordo Templi Orientis" zu finden
[Faksimile in "Ecclesia Gnostica Catholica", p.109].

3.

Was sind die Lehren des O.T.O. unter Theodor Reuss? Nach Carl
Kellners Tod 1905 stülpt Reuss Carl Kellners tantrischen Yoga-
Übungen ein freimaurerähnliches System über, in dem die ersten
sieben rituell verleihten Grade zur Oeffnung der Chakras dienen
und die letzten, sexualmagischen Wissensgrade nur noch "per
communicatio" verliehen werden. Der X° bezeichnet den nationalen
Führer, der dem weltweiten Oberhaupt, dem Outer Head of Order,
OHO, unterstellt ist. Reuss führt Kellners Yogapraktiken weiter,
indem er den Manichäismus miteinbringt: Die Sexualorgane werden
heilig und eine Heilige Messe bildet symbolisch die Schöpfung des
Universums ab. Sexualenergien werden mithilfe von Atemtechniken
"gespeichert", und deren Transmutation macht den Magier zum
"Seher". Da Reuss öfters die Ordensbezeichnung "Hermetic
Brotherhood of Light" für seinen O.T.O. verwendet, ist anzunehmen,
dass er verschiedene Erleuchtungs/Erlösungstechniken dieser
(anderen) Gruppe für sein System adaptiert: Die Verwendung von
bewusstseinserweiternden Drogen während des Sexualaktes, die
Fokussierung von sexuellen Energien auf ein materielles Medium
(z.B. einen Talisman oder eine Photographie), um sich Wünsche zu
erfüllen. Reuss lehnt Masturbation (dem VIII° unter Aleister
Crowley) als "Selbstpeinigung" und "widernatürlich" ab. Trotzdem
bleibt für ihn der Lingam der Schöpfer des Universums. Es gibt
Berichte, dass sich Reuss homörotisch betätigt habe
("gegenseitiges Betasten der phalli") (ein Teil des "geheimen" XI°
unter Crowley), Zentralgeheimnis von Reuss' O.T.O. bleibt jedoch
Richard Wagners "Parsifal". Der Speer wird zum Phallus, während
der Gral, natürlich die Vagina, die Grals-Speise enthält: Sperma
und Vaginalsekrete. Reuss' O.T.O.-Gesellschaft hat eine Art
kommunistisches Utopia zum Ziel, in dem die Mutter (mit Referenzen
zur christlichen Maria) Zentralstelle im öffentlichen und
sexuellen Leben einnehmen soll: in der "Gemeinschaft der Neo-
Christen O.T.O.".

4.

Hat Steiner vom O.T.O. gewusst und ist trotzdem Misraim-Mitglied
geworden?

Obwohl Steiner 1904 ein Kellnersches und Reuss'sches Manifest
"Unseres Ordens" von 1903 zitiert, kann er dabei weder von
"Sexualmagie" noch einem "O.T.O." gewusst haben. Dieses Manifest
distanziert sich von "Geisterbeschwörungen" und "spiritistischen
Praktiken" - etwas, das Steiner sicherlich zugesagt hat. Weder
taucht der Begriff "Sexualmagie" noch "O.T.O." auf. 1903 hat
Kellner ja noch gelebt. Seine Praktik ist nicht Magie, sondern
Hatha-Yoga, also eine Art Mystik. Erst in der Juni-Ausgabe der
Oriflamme 1906 wird Reuss deutlicher und spricht vom göttlichen
Zeugungsakt. Im August 1906 distanziert sich dann Steiner im
berühmtem Brief an Sellin von Reuss. Der Begriff "Sexual-Magie"
taucht erstmalig in der Dezember-Ausgabe der Oriflamme 1906 und
dann erst wieder 1912 auf, als der O.T.O. Reuss' neustes
Aushängeschild wird.

Es ist ganz offensichtlich, dass Steiners "Weltschau" eine
asketische, d.h. "sinnlichkeitsfreie" ist ("Nur dasjenige, was
Schmerzen bereitet bei der Mitteilung hat einen Wert") und er die
Reuss'sche Version aufs tiefste abgelehnt hätte, falls er von ihr
tatsächlich Kenntnis genommen hätte. Steiner ist gegen die
Herabdämpfung des Bewusstseins, gegen Schweigegebote und
Personenkult (obwohl er in gewissen "Esoterischen Stunden" als
Bote der "Meister", z.B. Zarathustra, auftritt).

Wiederholt betont Steiner, dass das esoterische Training auf den
Kräften des Denkens und nicht denjenigen des Körpers beruhe. Er
bezieht sich dabei wohl auf Hypnose, mediale Trance und yogisches
Atmen, vielleicht aber auch auf Sexualmagie. Der Schüler hat alles
für die Gesundheit von Körper und Seele zu tun, ausser, die
Pflicht stehe über der Gesundheit oder dem Leben selber. Der
entscheidende Punkt in Steiners Schau ist, dass nicht das
Bewusstsein durch körperliche Kräfte, sondern der Körper durch das
geistige Bewusstsein des individuellen Egos kontrolliert wird.
Eurythmie und die Sprechübungen sind künstlerische Formen der
Bewusstwerdung und des Hineinbringens des Geistes in den Körper
und nicht umgekehrt, des Körperlichen in das Geistige.

Sein Weg bildet die Brücke vom Unsichtbaren zum Sichtbaren "hinab"
und nicht wie bei den Nicht-Asketikern "hinauf" vom Weltlichen zum
Ueberweltlichen (Steiners Chakra-Uebungen arbeiten von oben nach
unten. Als Hauptchakra gilt vedantisch das Herz und nicht yogisch
der Solarplexus). Als Verfechter des christlich-rosenkreuzerischen
Weges lehnt Steiner jegliche zeremonielle Magie ab (20.6.1912, GA
133), obwohl er sich der apokalyptischen Siegel und der Tarot-
Symbolik Eliphas Levis bedient. Selbst Textpassagen aus Levis
"Dogma und Ritual der Hohen Magie" finden sich in Steiners
Misraim-Ritualen.


5.

Gibt es eine Fortsetzung des Misraim-Dienstes nach 1923? "Beim
Besuch des Doktors in Oslo -- dem letzten -- Mai 1923 --- hielt
der Doktor eine M.E.-Versammlung." Dazu die Fussnote in GA 265,
452: "Die Bezeichnung "M.E.Versammlung" für die esoterische Stunde
erklärt sich aus ihrem, einer M.E. Instruktionsstunde gleichenden
Charakter." Dieser undatierte Erinnerungsbericht einer Zeugin
widerspricht einem Erinnerungsbericht eines Anwesenden, der
ausdrücklich festhält: "In 1923 hat Dr. Steiner eine esoterische
Stunde abgehalten, aber kein M.D." (GA 265, 451).

Ist die ebenfalls 1923 erwähnte "Wachsmuth-Lerchenfeld-Gruppe"
eine Wiederaufnahme/Metamorphose der Mystica aeterna? (GA 265,
455: Faksimiles 466 und 468, die diese W.-L. Gruppe mit dem
Begriff M.E. in Zusammenhang bringen).

Hier sind die Daten von Esoterischen Stunden nach 1918:
9.2.1920 in Dornach
17.2.1920 in Dornach
4.12.1921 in Norwegen
Dezember 1921 in Oslo
zwei 1922 in London
Herbst 1922 in Stuttgart für den esoterischen Jugendkreis
27.5.1923 in Dornach für die Wachsmuth-Lerchenfeld-Gruppe
13.7.1923 in Stuttgart für den esoterischen Jugendkreis
30.9.1923 in Wien
23.10.1923 in Dornach für die Wachsmuth-Lerchenfeld-Gruppe
30.12.1923 in Dornach für den esoterischen Jugendkreis
3.1.1924 in Dornach für die Wachsmuth-Lerchenfeld-Gruppe



Schluss
------------

Selbstverständlich möchten sich alle O.T.O.-Gruppen mit der Patina
prominenter "Ahnherren" schmücken, und so wird auch aus diesem
Umfeld kaum zu hören sein, dass die hehren angeblichen Gründer
und/oder Mitglieder Franz Hartmann, Carl Kellner, oder eben Rudolf
Steiner, schwerlich mit dem O.T.O. in direkter Verbindung
gestanden haben dürften.

Was für Edikte und Chartas Reuss auch immer an Steiner geschickt
haben mag: Reuss hätte auch den Papst zum O.T.O.-Mitglied machen
können. Solange es keinen schriftlichen Beweis gibt, dass Steiner
irgendeine Art von O.T.O.-Mitgliedschaft akzeptiert hätte (laut
O.T.O.-Statuten muss das zukünftige Mitglied ausdrücklich um
Mitgliedschaft bitten), solange kann nicht behauptet werden, dass
Steiner O.T.O.-Mitglied gewesen sei.


Quellen
-----------

Transkripte einiger Dokumente in: König/Der Kleine Theodor Reuss
Reader (München 1993). Faksimilierte Reuss-Steiner-Materialien in:
König/Der Grosse Theodor Reuss Reader (München 1997). Steiners
Misraim-Rituale in: Steiner: "Zur Geschichte und aus den Inhalten
der erkenntniskultischen Abteilung der Esoterischen Schule 1904-
1914" (Dornach 1987, = GA 265). Reuss' O.T.O.-Rituale in "How to
make your own McO.T.O. (München 1996). Zur Geschichte der MM- und
O.T.O.-Gruppen: König/Das O.T.O.-Phänomen (München 1994). Reuss'
O.T.O.-System mit denselben Gradbezeichnungen wie Steiners Mystica
aeterna, in: König/Materialien zum O.T.O. (München 1994). Klaus J.
Bracker: "Anthroposophische Esoterik und die hermetische Tradition
des 19. Jahrhunderts", in "Novalis" 4/1996, Schaffhausen Hella
Wiesberger: "Rudolf Steiners esoterische Lehrtätigkeit" (Dornach
1997). A. Crowleys O.T.O. Rituale in O.T.O. Rituals and Sexmagick
(Thame 1999).

Eine Kurzversion dieses Artikels erschien in "Gnostika" Juli 97,
AAGW, Lothar von Kübelstrasse 1, D-76547 Sinzheim. Eine ähnliche
Version befindet sich in "AHA", Breite Str. 65, D-29468 Bergen an
der Dumme. Ebenfalls in: Novalis" Februar 1998, Postfach 1021,
Steigstr. 59, CH-8201 Schaffhausen. Im September 1998 wurde das
Thema als Vortrag an der CESNUR-Konferenz in Turin/Italien
behandelt.

Diese Version in: "Flensburger Hefte", Dezember 1998 Holm 64, D-
24937 Flensburg, Germany, fax: (0461) 2 69 12

C: P.R. König, November 1998






Zur Geschichte des O.T.O. Fragen und Antworten zu Theodor Reuss, Rudolf Steiner und Aleister Crowley
"Gestatten, Under-Cover Agent P.R. König" -- Ein Interview für die FLENSBURGER HEFTE zum Thema "Feldzug gegen Rudolf Steiner" (eine Analyse des Vorgehens der Gebrüder Grandt)
Online facsimile Dokumente zu Reuss und Steiner





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Ende!

Gruß Paraneua-Bioeule!




 
1814)
Ein schwarzes Tor, das Si
aus
31.03.03 10:41
 
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Nachricht:

www.google.de/search?q=cache:Nhp8GPfqKGwC:www.ruedigersuenner.de/sexualmagie5.html+yoga+reuss+rudolf+steiner+blavatsky&hl=de&ie=UTF-8

Aber aufschlussreich ist dies durchaus!

Ein ganz anderes, als das atavistische, körperliche Atem-Yoga lehrte Rudolf Steiner!
Aber Atavismus gehört ja auch zu den "nekrophilen" Strategien der "NewWorldOrder", diekeinen ungefälschten Rudolf Steiner in ihren Reihen brauchen kann!
Aus diesen Zirkeln löste sich Rudolf Steiner rechtzeitig! (vgl. Misraim-Stichwort!)

Gruß Paraneua-Bioeule!
 
1813)
Lassen wir uns nicht "jes
aus
31.03.03 10:19
 
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Gruß Paraneua-Bioeule!
 
1812)
"Friendly Fire" darf man
aus
31.03.03 9:50
 
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Diese Aussage können Sie FAZ, heute, S.44, aus dem Comic entnehmen!?
Und ansonsten?
Votieren zugunsten
wessen?
"Was ist Wahrheit?" Bitte nicht als "Logenfrage"!
Denn die trägt Wahrheit im "Zeitalter der Lüge" (Rudolf Steiner!) zu Grabe!
Es gilt die "Göttlichkeit des Ökumenismus"? (FAZ vor einigen Tagen!)
Wir sollen's locker sehen! Trotz Verdrusses?
Auf jeden Fall, wie FAZ uns über Holger Steltzner im Leitartikel heute nahebringt,
nur Wirtschaft ist's, die über den "Irakrieg" (findet er überhaupt statt?) ihre Finanzen ein wenig saniert!
Es gilt bei Wirtschaft auch die Notwendigkeit der Wellentäler!
Zumindest braucht's Gefälle für die Wirtschaftswelle!
Auch ist's für amerikanische Wirtschaft durchaus nichtnur "gesund":
Zu halten ständigen Gipfel-Kult!
Das mag für Tibet-Ideologien passen!
Doch Wirtschaft brauicht Bewegung, da Wölfe am Bach gern trinken, grad wenn sie sich vorher überfrassen!
Das kleine Lamm, das weiter unten steht, der Wolf, nachdem er trank, nach Schuldzuweisung wegen Wassers Trübung hat auch zum Nachtisch ein kleines Häppchen, Wellen-Politik, dir sei's gedankt?
Sie fragen, wo das Positive bleibt in diesem Forum?
Der Wahrheits-Wind hier bläst uns um die Ohren!
Es ist nicht wahr, dass nur die Lüge herrscht,
Ideenerschöpfung bei der Werterschöpfung den Ökonomisten widerfährt!
Sogar ihr Negativ ist nur gestohlen!
Im Positiv zeigt's Anthropiosophie ganz unverhohlen!
Dass gilt als Strategie bei allen Lügen-Imperien:
Sie hüpfen bocksbeinig sklavisch hinterher, zu kreieren als Negativ des Guten Bosheits-Unendlichkeits-Serien!
Sie können mathematisch dies als Utopie entfalten,
doch Vielwerths Jesuiten-Theoreme nur Abgelegtes verwalten!
Kein Aufstieg anders möglich ist, als dass man selbst das Positiv in immer schlimmen Zeiten ist!
Das gilt nicht als ein neues Pharisäertum!
Der Realismus zwingt uns, bis ins Okkulte dies zu tun!
Kein Ansgar Hirt kann Ihnen jesuitisch bequem're "Lichtkreis-Wonnen" verschaffen!
"Die Sendung Michaels" samt noch weiterzuschreibenden Johannes-Evangelien gehört zu unsren Waffen!
"Furcht gibt mir nichts, nur Liebe!
Das gilt, damit uns nicht verschlingt Diabolus Sophistik und angeschlossnem finstren Welt-HerrderRinge-Getriebe!

Gruß Paraneua-Bioeule!


 
1811)
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31.03.03 9:19
 
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1810)
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30.03.03 14:48
 
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30.03.03 14:43
 
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Gruß Paraneua!
 
1807)
"Kreuzzug im Klassenzimme
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Kreuzzug im Klassenzimmer?
Die Debatte um das ???Kruzifixurteil" und die ???Christlichkeit" der Freien Waldorfschulen
Ein Nachtrag für Hartnäckige
Zugleich eine Anregung zur Unbotmäßigkeit
von Rüdiger Blankertz

--------------------------------------------------------------------------------

Vorwort zur Neu-Ausgabe:
Das Waldorf-Zertifikat
Heute geht es offenbar darum, die Freien Waldorfschulen von innen zu lähmen. Sie berauben sich - unter finanziellen Druck gesetzt - nach und nach selbst der Möglichkeit, den Keimgrund der anthroposophischen Pädagogik, nämlich die Beziehung der Lehrer zu den Kindern und der Lehrer untereinander, aus dem täglichen Umgang miteinander stets neu zu beleben. Das geeignete Mittel dazu heißt: DIN ISO 9000.

Zunächst sind es die Waldorfkindergärten, die zentral betroffen sind. Der Staat droht, ihnen die Bezuschussung und Anerkennung zu entziehen, wenn sie nicht bereit sind, sich nach der ISO Norm zu zertifizieren. Das Zertifikat, an dem die Qualität und die Effizienz des einzelnen Kindergartens und damit dessen Bezuschußbarkeit gemessen werden soll, wird derzeit durch die Vereinigung der Waldorfkindergärten selbst erstellt.

Aus der Einleitung:
Das Unbehagen
Wer in der Menschengemeinschaft der von Rudolf Steiner gegründeten Freien Waldorfschule mehr sehen möchte als eine Betreibergesellschaft von öffentlich geduldeten Privatschulen, der wird wohl bei der Stellungnahme seitens des Bundes der Freien Waldorfschulen und der Anthroposophischen Gesellschaft zu dem sog. Kruzifixurteil ein beklemmendes Unbehagen empfunden haben. Diesem Unbehagen soll hier Nahrung gegeben werden. Denn es darf die Hoffnung gehegt werden, daß dieses Unbehagen ein Lebenszeichen der Absichten und Ziele Rudolf Steiners ist, die nach wie vor der Freien Waldorfschule zugrundeliegen…


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Ende!

Gruß Paraneua-Bioeule!
 
1806)
Montessori-"Theosophie" u
aus
30.03.03 14:11
 
eMail:

Nachricht:

MONTESSORI-PÄDAGOGIK -
DIE ALTERNATIVE ZUR
Waldorfpädagogik?
ANMERKUNGEN ZU GESCHICHTE, WELTANSCHAUUNG
UND WIRKUNG DES MODERNEN KATHOLIZISMUS
Versuch einer Klarstellung
von
Rüdiger Blankertz
2. Ausgabe 1998
Manuskriptdruck
im Selbstverlag des Verfassers
Quelle: http//www.die-bauhuette.de/rstb
Die Pfeile weisen zu den Fußnoten und wieder zurück!


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Die endgültige Beurteilung des Systems (der Montessori-Pädagogik) wird möglicherweise nicht so sehr davon abhängen, inwieweit es von den Schulen als Ganzes akzeptiert worden ist, sondern davon, in welchem Maße seine Grundsätze ins allgemeine Bewußtsein der Menschheit aufgenommen worden sind." Times vom 7.5.1952 (London)1

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Die Freie Waldorfschule im Kampf um ihre Anerkennung
Das allgemeine soziale 'Klima' ist für die Freien Waldorfschulen kälter geworden. Seit einiger Zeit werden sie in der Öffentlichkeit vermehrt angriffen. Dabei fallen immer wieder Schlagworte wie 'Sektenschule', 'Okkultismus', 'Ideologie'. Rudolf Steiner, der Begründer des Waldorfschulkonzepts, wird im In- und Ausland als Satanist, Rassist oder - allen diesen Unsinn zusammenfassend - schlicht als 'Okkultist' verschrien. Nach dem sog. Kruzifix-Urteil des Bundesverfassungsgerichts im Jahre 1995 bemühen sich die Waldorfschulvertreter um eine Entschärfung der durch diese Schlagworte bestimmten Situation. In den Niederlanden erachteten sie es bereits für notwendig, sich von Rudolf Steiner öffentlich zu distanzieren. So kann durchaus von einer öffentlichen, von der Presse heftig unterstützten Kampagne gegen die Freie Waldorfschule gesprochen werden. Das Ziel dieser Kampagne ist nur zu offensichtlich. Das Selbstverständnis der Freien Waldorfschule soll sich nicht bloß in der Praxis, sondern auch in Worten verändern. Nicht die Anthroposophie Rudolf Steiners soll noch länger Grundage der Freie Waldorfschule sein, sondern die allgemein gültige Vorstellung, was Schule und Erziehung im sozialen Kontext zu sein haben. Damit ist es aber nicht genug. Dies fordert man von den Freien Waldorfschulen auch noch als Bekenntnis zur demokratischen Gesellschaft ab.
Die Anti-Waldorf-Kampagne hat bis jetzt schon erhebliche Auswirkungen auf das Selbstverständnis der Freien Waldorfschulen gezeitigt. Man kann die Befürchtung nicht ganz abweisen, daß eine innere Aushöhlung der Waldorfpädagogik droht. Sie soll auch noch im Bewußtsein der Beteiligten zu einer bloßen Reformpädagogik umfunktioniert werden. Leider sind Anzeichen dafür da, daß die Freien Waldorfschulen die Lage verkennen, in der sie sich befinden. Ein solches Anzeichen kann man z.B. darin sehen, wie die Waldorfpädagogik durch ihre Vertreter gegenüber anderen pädagogischen Ansätzen dargestellt wird. Unter dem Druck einer in den Erziehungsfragen ganz inkompetenten Presse versuchen sich die Waldorfvertreter darin, die Waldorfpädagogik als harmlos, als bloße Spielart einer allgemein anerkannten Reformpädagogik darzustellen. Dies ist nicht bloß unrichtig. Ein solches 'Kneifen' vor der fälligen Auseinandersetzung mit der herrschenden Lehre und Praxis wird das Selbstbewußtsein der Freien Waldorfschule beeinträchtigen, und damit zu einer Entfremdung der Freien Waldorfschule von den ihr durch Rudolf Steiner gestellten sozialen und pädagogischen Aufgaben hinführen.

Man wundert sich zu unrecht über diesen öffentlichen Stimmungsumschwung. Die Freien Waldorfschulen haben Jahrzehnte lang wenig Wert darauf gelegt, die wesentlichen Unterschiede der Waldorfpädagogik zur 'allgemeinen Pädagogik' zu benennen. Sie haben sich in der Öffentlichkeit darauf verlegt, die 'Praxis' des Unterrichts in den Freien Waldorfschulen losgelöst von ihrer anthroposophischen Begründung als 'pädagogische Alternative' anzupreisen. Anscheinend hoffte man auf diese Art, in Wissenschaft und Gesellschaft Anerkennung zu finden. Und zwar eine solche Anerkennung, die nicht die anthroposophischen Grundlagen der Waldorfpädagogik betraf, sondern ihren - teils offensichtlichen, teils vermuteten - pädagogischen Erfolg. Möglicherweise gibt es aber auch Schwierigkeiten, die eigenen anthroposophischen Grundlagen in ihren praktischen Konsequenzen deutlich genug zu formulieren…

Die von den Freien Waldorfschulen gewählte Art der Selbst-Präsentation darf man wohl als eine bedeutende Verkürzung der sozialen Intention der Erziehungskunst Rudolf Steiners betrachten. Die Freien Waldorfschulen haben es versäumt, die sozialen Intentionen Rudolf Steiners in das Zentrum ihrer öffentlichen Arbeit und Selbstdarstellung zu stellen. Man stelle sich vor Augen: Die anthroposophische Schulbewegung, die in Deutschland mittlerweile mehr als 160 Schulen (weltweit über 800) unterhält, hat es nicht vermocht, die 'Erziehungsfrage' in eine relevante öffentliche Diskussion zu bringen. Man hat die eigenen Fähigkeiten zur Analyse und Klärung der öffentlichen Schulverhältnisse nicht verwendet. Statt dessen hat man sich in der Öffentlichkeit und bei den Kirchen als 'christliche Alternativschule' angedient. Nun kommt die öffentliche Quittung. Und es sind keine Vorarbeiten geleistet, die etwa dazu führen könnten, statt der vollständig unfruchtbaren Diskussion über das Zerrbild von 'Anthroposophie' und 'Rudolf Steiner' öffentlich relevante Fragen aufzuwerfen. Das ist bitter. Und man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß die Folge dieses Versäumnisses sein wird, sich noch weiter an das geforderte Erscheinungsbild auch im Prinzipiellen anzupassen. Worin kann man aber das Prinzipielle, den Ausgangspunkt und das Ziel der Freien Waldorfschule sehen?

'Ursprung und Ziel der Freien Waldorfschule ist die soziale Erneuerung.' (Rudolf Steiner)
Diese Aussage Rudolf Steiners ist die Antwort auf eine Frage. Erstaunlicherweise wird diese Frage von den Freien Waldorfschulen kaum gestellt. Durch alle die Anwürfe seitens der Öffentlichkeit hindurch aber klingt sie den Waldorfschulen in den Ohren. Fragen, die man nicht stellt, muß man eben erleiden. Die Frage, auf welche die oben angeführte Aussage Rudolf Steiners die Antwort ist, lautet:

Wozu braucht die gegenwärtige Zivilisation eine Einrichtung wie die Freie Waldorfschule? Oder anders gefragt: Was ist an den Freien Waldorfschulvereinen eigentlich gemeinnützig? Oder: Welchen Beitrag leisten die Freien Waldorfschulen für die Befriedigung der wahren Bedürfnisse der Gesellschaft? Immerhin gehört das von Rudolf Steiner aufgestellte 'soziale Hauptgesetz'2 doch zum Kanon der Grundlehren der Waldorfpädagogik. Dort sind diese Fragen jedermann eindringlich ans Herz gelegt…

Was nach Rudolf Steiner die Gesellschaft nicht brauchen kann, sind Reformen. Und schon gar keine Schulreformen. Daß Rudolf Steiner die Freie Waldorfschule überhaupt nicht als Reformschule verstanden hat, ist auch an den Waldorfschulen immer noch nicht überall bekannt. Über die Reformbestrebungen im Schulwesen hat sich Rudolf Steiner jedoch in krasser Eindeutigkeit geäußert.3 Die Gründung der Freien Waldorfschule durch Rudolf Steiner geht nicht aus einem Reformstreben, sondern aus einer radikalen Sicht der gesamten Weltlage hervor. Immer wieder äußerte Rudolf Steiner die Auffassung, daß die gegenwärtige Zivilisation keine Lebensgrundlage mehr hat. Rudolf Steiner spricht davon, daß die 'Weltkatastrophe'. eingetreten sei. Im Grunde genommen ist diese Zivilisation schon längst untergegangen, und wir laufen herum, ohne zu merken, daß wir gestorben sind - als die Gespenster unserer selbst. Die Katastrophe besteht entgegen der Auffassung des Hollywood-Kinos nicht darin, daß dieses Zivilisationsgespenst sich in undefinierbare Einzelteile auflöst. Solches ist sowohl unvermeidlich wie in höchstem Maße wünschenswert. Gespenster wollen erlöst werden, auch wenn sie so tun, als 'lebten' sie ewig. Nein. Die eigentliche Katastrophe besteht darin: Die Menschen wollen nicht einsehen, daß ihre Vorstellungen über das Leben und die Welt gespenstisch, 'lebensfremd' und ohne echte Wirklichkeitsmacht sind. Zugleich verhalten sie sich aber so, als gäbe es das alles noch, wonach sie einst strebten. In der untergegangenen Titanic feiern die Toten immer noch den Sieg der Technik über die Natur. Die 'praktischen Leute' von heute, die Politiker, Wissenschaftler, Ingenieure, Börsenhaie, Kleinkrämer, die Lehrer und Erzieher, sie alle geben durch ihre Aktionen diesen abgelebten und wirklichkeitsfremden Vorstellungen eine zunehmend dämonische Scheinwirklichkeit. Doch nichts geht wirklich so, wie man es behauptet. Der Zusammenstoß mit dem 'Eisberg' der Wirklichkeit - daß es längst alles ganz anders geworden ist, als wir uns überhaupt vorstellen können - läßt uns in ständiger Wiederholung jede Minute den großen, aber leider verschlafenen Augenblick unseres Untergangs erneut durchmachen, bis wir es vielleicht noch merken. Wir befinden uns in einer Art Zeitschleife. Und alle einzelnen Katastrophen des 20.Jahrhunderts sind nur der sich ständig wiederholende Ausdruck dieses gespenstischen Mißverhältnisses der Vorstellungen zur Wirklichkeit.

Indem Rudolf Steiner feststellt: ???Diese Zivilisation ist bereits untergegangen", benennt er zugleich den Grund für diesen Untergang: Die soziale Erneuerung hat in den Untergründen des Daseins bereits stattgefunden. Das Neue will herauf, es läßt das Alte absterben. Doch das Neue kann nicht herauf ohne unser bewußtes Zutun. Versäumen wir dies, so treten statt des Neuen solche Weltverhältnisse ein, die dieses Versäumnis spiegeln. d.h., die das Bewußtsein als entscheidenden Faktor des Weltgeschehens auslöschen. Dies erleben wir derzeit, ohne es uns schon klarmachen zu können. Und ohne die geistigen Ursachen für diese 'Entwicklung' überhaupt zu sehen. Die Ursache liegt eben darin, daß in den verborgenen Untergründen des Weltgeschehens die Zeiten-Wende des Bewußtseins bereits vollzogen ist. Diese okkulte Tatsache, die sich überall stündlich offenbart, wird von uns aber in keiner Weise realisiert. Eine solche Realisierung müßte damit beginnen, die Anthroposophie Rudolf Steiners als die 'amtliche' Verlautbarung der Instanz zu erfassen, von der dieser Umschwung ausgegangen ist und noch immer ausgeht…

Die Freie Waldorfschule hat von Rudolf Steiner die Aufgabe gestellt bekommen, diese ungeheuerliche Tatsache in der Welt zu vertreten, und den nachkommenden Generationen die Möglichkeit zu geben, sich der Wirklichkeit gemäß zur Welt stellen zu lernen. Der Ursprung der Freien Waldorfschule, soweit sie auf Rudolf Steiner zurückgeht bzw. sich an Rudolf Steiner orientiert, liegt in der bereits vollzogenen Erneuerung des sozialen Gefüges. Ihr Ziel ist es, die neuen Gegebenheiten, die 'geänderte Zeitlage' bewußt zu machen, eine neue Lebensform vorzubereiten. Damit stellt die Freie Waldorfschule die Erziehungsfrage in die gegenwärtige Gesellschaft hinein. Unter der Erziehungsfrage möchte ich die Frage verstehen: Wie kann ein in und von der gegebenen Gesellschaft erzogener Erwachsener seine eigenen Voraussetzungen, also sich selbst als das Resultat seiner Erziehung aufheben - und einen Neuanfang ermöglichen?

Die Erziehungsfrage
'Wer erzieht die Erzieher?' fragte schon der junge Karl Marx in seinen 'Thesen über Feuerbach', als er forderte, daß die Welt zu verändern sei. Engels und mit ihm Lenin beantwortete die Frage mit dem Satz: 'Die Partei besorgt die Erziehung'. Solchen Lösungen stehen wir heute aus Erfahrung skeptischer gegenüber als am Anfang des Jahrhunderts. Daß die Erzieher selber erzogen werden müssen, geistert schon längst als Phrase durch alle sogenannte Erziehungswissenschaft, allerdings ohne Erfolg. Inzwischen hat man deshalb die Erziehungsfrage zugunsten einer anderen Frage verabschiedet: zugunsten der Überlebensfrage. Es ist natürlich lustig, daß die Gespenster die Überlebensfrage stellen. Aber es ist eben auch eine Tatsache, wenn auch eine gespenstische.

Die Freie Waldorfschule Rudolf Steiners stellt die Erziehungsfrage anders als Marx oder die Kirche, und beantwortet sie nicht theoretisch, sondern praktisch. Die Freie Waldorfschule ist schlicht als die praktische Antwort auf die Frage konzipiert worden: Wie könnten die Kinder die Erzieher erziehen? Dabei geht Rudolf Steiner davon aus, daß die Kinder die soziale Erneuerung als ihre eigentliche Lebensgrundlage in Gestalt von Impulsen in dieses Dasein mitbringen. Die Erzieher haben sich mit den Ansprüchen der Kinder bedingungslos zu konfrontieren. Sie können dies in dem durch die soziale Gestalt der Freien Waldorfschule gegebenen Rahmen tatsächlich. Denn da sind sie wehrlos gemacht, entwaffnet - keine Noten, kein Zwang, kein Staatsapparat wirken im Hintergrund des in den Regelschulen zur systematischen Vergewaltigung der Kindesseele entarteten 'Eros' der Pädagogen. Bedingungslos - das klingt nach 'Kapitulation'. In der Tat. In den Waldorferziehern kapituliert das Gespenst unserer Zivilisation vor denjenigen, die nicht gespenstisch sind, sondern aus ganz anderen Quellen heraus lebendig. In dem echten Waldorfpädagogen haben wir gewissermaßen das Gespenst von Canterville zu sehen, welches durch das kleine Mädchen aus seiner traurigen Verfassung des Ungestorbenseins erlöst werden kann. Findet diese Kapitulation nicht statt, werden die Kinder, spätestens wenn sie erwachsen sind, diese Zivilisation zerstören, ohne in dieser Zerstörung den Neuanfang finden zu können. Die Freie Waldorfschule ist der Ort, an dem stellvertretend für den Rest der Menschheit die Erziehungsfrage konkret gestellt und versuchsweise beantwortet wird. Sie ist nach Rudolf Steiner der Schauplatz, auf dem der Kampf um die Zukunft der Erdenzivilisation ausgetragen und entschieden wird.

Die von Rudolf Steiner konzipierte Sozialgestalt der Freien Waldorfschule macht dasjenige, was bis dahin naiv 'Schule' genannt wurde, zum Schauplatz eines Kampfes, dem die übrige Zivilisation geflissentlich aus dem Wege geht. Doch eben auf diesem Schauplatz tritt sie dennoch auf - nicht bloß als der Verbündete, sondern zugleich als Kontrahent der kommenden Generation. Sonst wäre die Freie Waldorfschule nicht der geistige Schauplatz des Weltgeschehens, sondern eine Missionsschule. Und die soll und kann sie ja gar nicht sein. Die Kontrahenten sind die Lehrer und Erzieher, die Eltern und die übrigen Zeitgenossen samt ihren sozialen Einrichtungen. Denn ihre Vorstellungen und Gewohnheiten haften noch an den überkommenen, abgelebten Einrichtungen. Zugleich stehen sie in der idealischen Forderung Rudolf Steiners, ihre eigenen Voraussetzungen zu überwinden. In diesem Bewußtseinskampf, den die Waldorf-Erzieher übernommen haben, müßten sie jedoch begriffslos unterliegen - sie sind ja zunächst mit Leib und Seele Vertreter der bestehenden Zivilisation - wenn sie nicht eine Hilfestellung erhalten würden.

Anthroposophische Pädagogik
Diese Hilfestellung leistet die anthroposophische Geisteswissenschaft Rudolf Steiners. Rudolf Steiner erhebt den Anspruch, mit seiner Geisteswissenschaft solche Begriffsformen dem vorurteilslosen denkenden Bemühen zu eröffnen, die geeignet sind, die Vorgänge zu erfassen, die sich auf dem Schauplatz der Begegnung der Generationen, genannt 'Freie Waldorfschule', vollziehen. Erst durch die ernste Erarbeitung dieser Begriffe und den daraus gebildeten völlig neuartigen Vorstellungen samt den sich daraus ergebenden Sichtweisen und Handlungsmöglichkeiten können nach Rudolf Steiner die Erzieher berechtigt die Hoffnung hegen, den Kindern nicht völlig verständnislos gegenübertreten zu müssen.

Vorausgesetzt wird dabei, daß die korrekte Erarbeitung der geisteswissenschaftlichen Begriffe eine Verwandtschaft des Erwachsenenbewußtseins mit der ihm sonst völlig unzugänglichen Bewußtseinsverfassung der Kinder herstellen kann und wird. Allein die anthroposophische Bemühung der Erzieher um die geisteswissenschaftlichen Begriffe kann diese Verwandtschaft entwickeln und damit jene völlig neuartige Zusammenarbeit zwischen den Generationen ermöglichen, die Rudolf Steiner als 'Erziehungskunst' bezeichnet hat. Die Möglichkeit dieser künftigen Zusammenarbeit kann man sich bereits durch den folgenden Gedankengang im Voraus verdeutlichen, ohne die geisteswissenschaftlichen Begriffe im einzelnen bereits als Eigentum zu besitzen.

Die anthroposophische Geisteswissenschaft Rudolf Steiners erhebt nämlich den Anspruch, ausschließlich durch die Anwendung ihrer Aussagen auf sie selber, also durch sich selbst, verstanden werden zu können. Was damit gesagt ist, wird durch die Anthroposophie Rudolf Steiners selbst erläutert, wenn erst einmal der Gesichtspunkt eingenommen wird, daß die Anthroposophie innerhalb ihres eigenen Anspruchs ernst zu nehmen ist. Man macht sich jedoch vielfach nicht wirklich klar, daß von Rudolf Steiner tatsächlich alle Begriffe und Vorstellungen als unbrauchbar für das Verstehen seiner Geisteswissenschaft strikt zurückgewiesen werden, die nicht aus der Anthroposophie selber gewonnen werden. Wer daraufhin einmal die Fülle der anthroposophischen Sekundärliteratur ansieht, der kann einige aufwühlende Eindrücke über die schwierige Lage der Anthroposophie heute empfangen. Man fragt sich, inwieweit überhaupt schon die elementaren Voraussetzungen für das Auffassen der Anthroposophie Rudolf Steiners erarbeitet worden sind. Denn in der Tat macht Rudolf Steiner eine Voraussetzung geltend, die erst erbracht werden muß, bevor man sich der Anthroposophie nähern kann: Anthroposophie macht für ihr Verständnis die eine Voraussetzung: die Voraussetzung der Voraussetzungslosigkeit.

Erst in der praktisch realisierten Anerkennung dieser unabdingbaren Voraussetzung ergeben sich nach Rudolf Steiner die eigentlichen Inhalte seiner Geisteswissenschaft als Beobachtungsresultate der eigenen Tätigkeit.

Man kann nun zu diesem ungeheuerlichen Anspruch Rudolf Steiners stehen wie man will. Unabhängig von allen Urteilen über Möglichkeit oder Unmöglichkeit desselben ergibt sich der unbefangenen Kenntnisnahme eine interessante Kongruenz zu den pädagogischen Aufgaben, die Rudolf Steiner der Freien Waldorfschule stellt. Denn was auch immer man an Aussagen über 'den Menschen' oder den 'zu Erziehenden' mit welchen Voraussetzungen auch immer machen möchte - der Mensch oder eben der zu Erziehende sind für die Waldorfpädagogik eben solche Wesen, die nur durch sich selbst, nicht aber durch irgendwelche an sie von außen herangetragene Vorstellungen verstanden werden wollen und können - eben 'Individualitäten'.

Im Unterschied zu ähnlich klingenden Aussagen anderer Pädagogiken, die bei der Individualität als einem Postulat stehen bleiben, vermittelt bereits die oberflächliche Inaugenscheinnahme des schriftlichen Werkes Rudolf Steiners den Eindruck, daß die praktische Anerkennung des Anspruchs der Individualität, nur durch sich selber erklärbar zu sein, zu einem konkreten geistigen Erlebnisinhalt führt. Wer den Anspruch der Anthroposophie auf Voraussetzungslosigkeit anerkennt, der hat sich bereits mit dem Anspruch bekannt gemacht, den jeder Mensch heute als seinen ureigenen Anspruch auf Individualität in sich trägt, sei er nun noch ein Kind oder bereits ein Sterbender: Ein Wesen, das nur durch sich selbst erklärbar ist, hat auch den Grund seines Daseins in sich selber. Erziehung kann dann nur darin bestehen, gemeinsam Wege zu finden, daß der werdende Mensch diesen seinen eigenen Daseinsgrund auch selber findet.

Rudolf Steiner hat nun nach seinen eigenen Aussagen nachvollziehbar zu beschreiben versucht, wie unter der genannten Grundvoraussetzung eine solche 'Entwicklungshilfe' geleistet werden könnte. Daraus ergeben sich gewisse methodische Konsequenzen, die in ihrer Zusammenfassung als ???Waldorfpädagogik" gelten können. Die Waldorfpädagogik ist insofern eine anthroposophische Pädagogik, als wir in ihr den anthroposophischen Grundcharakter der Voraussetzungslosigkeit praktisch und methodisch angewandt sehen. Die Frage ist natürlich, ob man diesen anthroposophischen Grundzug der Freien Waldorfschule tatsächlich erkennen kann. Damit ist auch die Frage aufgeworfen, inwieweit die Freien Waldorfschulen bereits ein Selbstverständnis besitzen und praktisch umsetzen, das ihrer Konzeption entspricht.

Vielleicht ist gerade das innere Zurückweichen mancher Vertreter der Waldorfpädagogik vor der klaren Stellungnahme, auch in den sogenannten 'Weltanschauungsfragen', vor der Realisierung der Lebensbeziehung der Waldorfpädagogik zur Anthroposophie Rudolf Steiners und vor der Klärung des anthroposophischen Standpunktes gegenüber dem sogenannten Christentum der tiefere Grund für die inzwischen fast schon impulsive Ablehnung der gegenwärtigen Selbstdarstellung der Freien Waldorfschule. Man spürt vielleicht in der Öffentlichkeit viel stärker als innerhalb der Freien Waldorfschulen selbst, daß die von Rudolf Steiner geforderten Voraussetzungen von den heutigen Vertretern der Freien Waldorfschulen und der Anthroposophie selbst noch nicht in genügendem Maße erbracht worden sind. Statt sich mutig zu den eigenen Grundlagen in einer für alle deutlichen und verständlichen Sprache zu bekennen, vergleicht sich die Waldorfschul-Bewegung lieber mit den anderen 'alternativen' Pädagogiken. Ähnliches gilt für die Anthroposophen. Da ist es vor allem die offizielle 'Christlichkeit', an der man teilhaben möchte. Und man vergißt dabei, daß die Waldorfpädagogik eine völlig andere Grundlage hat - bzw. nach dem Willen Rudolf Steiners haben soll als diese Reformbewegungen, daß also die Anthroposophie auf ganz anderen Fundamenten ruht als die religiösen Bekenntnisse.

Man wird in Zukunft nicht darum herumkommen - es sei denn um den Preis der inneren Selbstaufgabe - 'Farbe' zu bekennen, Roß und Reiter zu nennen, und die ureigene Grundlage im Geistigen, die Anthroposophie Rudolf Steiners, als das kenntlich zu machen, was sie sein möchte: als die Erneuerung des Geisteslebens aus seinem Fundament heraus. Die Tendenz zur Selbstaufgabe ist bereits vorhanden. Sie zeigt sich überall, wo es um die Vertretung der Grundlagen gehen würde. Es wäre gut, diese Tendenz scharf ins Auge zu fassen, um ihr begegnen zu können. Untersuchen wir dies am Beispiel der Montessori-Pädagogik.

Der aktuelle Anlaß: Ein 'Vergleich' von 'Waldorf und Montessori'
Das nach der Ärztin Maria Montessori (1870 - 1952) benannte pädagogische System wird bei der Erörterung von 'alternativen' Schulformen oft in einem Atemzug mit der Waldorfpädagogik genannt. So auch in der 'Erziehungskunst', der offiziellen Zeitschrift des Bundes der Freien Waldorfschulen.4 ???Montessori-Schulen sind neben den Waldorfschulen die am stärksten gefragte Alternative zum staatlichen Schulwesen." Der Artikel schließt mit den Worten: Montessori und Waldorf: ???Zwei Wege, die zur Verwirklichung von Selbständigkeit und Freiheit des Schülers führen sollen."

Ich teile diese optimistische Einschätzung der Montessori-Pädagogik nicht. Beide haben völlig unterschiedliche Prinzipien und vor allem völlig divergierende Ziele. Eine gewisse Ähnlichkeit ist höchstens in einigen Äußerlichkeiten festzustellen. Gerade deshalb darf man der Aufforderung zustimmen:

???Da beide Schularten sich großer Nachfrage und Beliebtheit erfreuen, müßte eine Grundlagendiskussion und ein Blick über den pädagogischen Schulzaun' von gegenseitigem Interesse sein." (ebd.)

Kann man ???Waldorf" und ???Montessori" überhaupt vergleichen?
Ein Vergleich von Waldorfpädagogik und Montessori-Pädagogik setzt etwas Vergleichbares an beiden voraus. Das liegt in der Natur der Sache. Kartoffeln und Äpfel kann ich nur durch ein gemeinsames Maß vergleichbar machen. Zum Beispiel, daß beide Produkte den Hunger stillen können. Oder daß beide ihren gesellschaftlichen Wert haben, der sich in Geldeinheiten ausdrücken läßt.

Was ist nun das gemeinsame Maß von Waldorfpädagogik und Montessori-Pädagogik? Nach den obigen Ausführungen ist das wohl nicht so ganz einfach zu sagen. Beide beanspruchen, 'Pädagogik' zu sein. Ersparen wir uns langatmige Untersuchungen zum Begriff der Pädagogik, die nach dem üblichen universitären Muster doch nur wie das Osterei-Prinzip funktionieren: Man findet immer das in den Worten, was man zuvor hineingelegt hat. Suchen wir das gemeinsame Maß im Selbstverständnis.

Die Anthroposophie Rudolf Steiners erhebt, wie oben angedeutet, den Anspruch, nur durch die Anwendung ihrer Aussagen auf sie selber, also durch sich selbst, verstanden werden zu können. Dasselbe gilt für die Waldorfpädagogik, und zwar nicht etwa theoretisch, sondern praktisch - in bezug auf die Kinder. Was wäre unter dieser Voraussetzung dann das 'gemeinsame Maß' der Waldorfpädagogik mit der Montessori-Pädagogik? Ein solches gemeinsames Maß wäre nur dann gegeben, wenn diese ihrerseits ebenfalls den Anspruch erheben würde, durch sich selber erklärbar zu sein. Das ist aber genau nicht ihr Anspruch. Darin liegt eine gewisse Schwierigkeit. Als höflicher Mensch würde man die Sache gern auf sich beruhen lassen, und lieber unverfänglich über das Wetter reden. Aber so wichtig das Wetter auch sein mag - was ist heute noch unverfänglich? - es geht um mehr und wichtigeres als bloß um die Diskussion einiger Anzeichen der heraufkommenden Naturkatastrophe…

Es ist jedoch möglich, die Montessori-Pädagogik durch sich selbst zu erklären - nicht durch das Montessori-System, sondern aus der Anthroposophie, also dem selbsterklärenden Prinzip heraus. Dies kann man im stillen Kämmerlein tun. Die Erziehungsfrage sollte jedoch eine öffentliche Angelegenheit sein. Solche Angelegenheiten können nur im Gespräch geklärt werden. Das aber setzt voraus, daß das Verstehenwollen auch zur Grundlage eines Gesprächs dienen darf. Abgesehen davon, daß die Selbst-Erklärung sowohl der Waldorfpädagogik wie auch einiger anderer Erscheinungen der Welt - einschließlich dieser selbst - immer erst noch zu leisten wäre, dürfte das Bedürfnis danach in der Öffentlichkeit derzeit nicht sehr groß sein. Diese Einschätzung der Lage darf aber nicht davon abhalten, in der Öffentlichkeit die grundsätzlichen Fragen aufzuwerfen.

Ein Vergleich mit den bestehenden Auffassungen jedoch, der dem Wesen der zu vergleichenden Dinge oder Anschauungen nicht gerecht wird, wird das Wesentliche außer Betracht lassen. Dies gilt nicht etwa nur für den einen, sondern für beide verglichenen Dinge oder Anschauungen. Man wird dabei weder der Waldorfpädagogik noch der Montessori-Pädagogik gerecht. Es bleibt einfach alles Wichtige im Dunkel. Was in Betracht kommt, sind Äußerlichkeiten, die wiederum in einem ganz anderen Bezugssystem eine Rolle spielen können.

Es wird die Aufgabe des nachfolgenden Aufsatzes sein, zu zeigen, daß dieses nebulose Bezugssystem des bloß äußerlichen Vergleichs bestimmte Kennzeichen aufweist. Zum einen wird es sich dadurch charakterisieren, daß man unbestimmte, verschwommene Begriffe in Anwendung bringt. Zum andern wird man die sog. 'Praxis' in den Vordergrund stellen. Die 'technologische Dimension', die problemlose Handhabung der Methode zur Erzielung eines effizienten Ergebnisses steht heute im Vordergrund. Welche Ergebnisse aber sind gewünscht? Hier berühren wir unklare, aber in ihrer Unklarheit allgemein einleuchtende Zwecke, die weitgehend die gesellschaftliche Wertung einer Pädagogik bestimmen. Auf dem Gebiet der öffentlichen Diskussion ist das zunächst klaglos hinzunehmen, bis man selber etwas dazu beigetragen hat, das Gesprächsniveau zu heben. Aber innerhalb des 'Internums' der Freien Waldorfschulen darf eine solche Unklarheit nicht hingenommen werden. Der Verlust der eigenen Identität wäre die mittelfristige Folge. Wenn die Freien Waldorfschulen meinen, sie seien selber eine 'Alternativschule', so bringt es dieser Irrtum mit sich, daß man andere 'Alternativschulen' - als Alternative zur Freien Waldorfschule anzusehen beginnt. Das wird sich sogleich erweisen.

Montessori-Pädagogik: die 'Alternative' zur Waldorfpädagogik?
Um die Berechtigung dieser Überschrift zu verdeutlichen, gebe ich zunächst zwei Zitate.

???Maria Montessori, die im Lauf der Jahre immer mehr zur Mystikerin geworden war, sprach vom Kind als von einem »psychischen Embryo«, der mit der Fähigkeit ausgestattet sei, sich vermittels einer geheimnisvollen inneren Kraft spontan »selbst zu erschaffen«. Und obwohl sie Erzieherin und Lehrerin war, sagte sie am Ende ihres Lebens: Erzieher und Lehrer können nichts weiter tun, als sich zurückzuhalten, damit dem Kind keine Hindernisse in den Weg gelegt werden, und ihm eine Umwelt verschaffen, in der es frei ist, »sich selbst zu erschaffen«." 5
Und nun das andere:

???Man soll nicht sagen: Du sollst dies oder jenes in die Seele des Kindes hineingießen, sondern: Du sollst Ehrfurcht vor seinem Geiste haben. Diesen Geist kannst du nicht entwickeln, er entwickelt sich selber. Dir obliegt es, die Hindernisse seiner Entwicklung hinwegzuräumen und das an ihn heranzutragen, das ihn veranlaßt, sich zu entwickeln."6
Wer will da einen Gegensatz finden? Das klingt doch täuschend ähnlich! Man könnte sagen: Zwei geniale Pädagogen finden in ihren Grundaussagen, in ihrem Verhältnis zum Kind zueinander. Oder so ähnlich. Und schon kann man je nach Ausgangspunkt Rudolf Steiner oder Maria Montessori schon viel sympathischer finden. Man geht dann auf dieser 'Grundlage' zum 'Vergleich' der beiden Pädagogen über und findet die Unterschiede nicht mehr so entscheidend…

Meint nun Maria Montessori mit solchen Bekundungen etwas ähnliches wie Rudolf Steiner? Hören wir die Montessori-Biographin Rita Kramer, die zwar der psychoanalytischen Bewegung verpflichtet ist, aber der Montessori-Pädagogik größte Sympathien entgegenbringt:

???Ihre Sprache war zwar unbestimmt und mystisch, aber ihre Methoden waren immer praktisch gewesen, gegründet auf die Beobachtungen eines scharfsichtigen gesunden Menschenverstandes. Sie erkannte, daß repressives Lehrer- oder Elternverhalten das Kind in seiner Entwicklung hemmen konnte, aber in ihren Aussagen über die Art, wie man den inneren Fähigkeiten des Kindes volle Entwicklungsfreiheit gewähren solle, war sie etwas unaufrichtig. Das Kind hat schließlich viele widersprüchliche Impulse, Maria Montessori wußte das so gut wie wir, aber sie ging einfach von der Annahme aus, daß nur den Tendenzen, die sie billigte, der geeignete Nährboden zur Verfügung gestellt werden sollte - wie bei den Pflanzen, mit denen sie Kinder so gerne verglich. Die Montessori-Lehrerin lenkt das Kind durch fortwährende Suggestion zum »richtigen Gebrauch« des Materials in der »richtigen« Reihenfolge. Das Kind bekommt die Freiheit, sich spontan zu entwickeln, nur in einer sorgfältig geplanten Umwelt. Immer wird stillschweigend auf das »Praktische«, auf »Gebrauchswissen« Wert gelegt, so z. B. bei den 'Übungen des praktischen Lebens', die die Montessori-Kinder mit solchem Vergnügen ausführten - wie Maria Montessori selber. Die Betonung der Selbständigkeit, des Praktischen und der Beherrschung, lagen dem Montessori-System zugrunde. Wenn Maria Montessori dabei als von geheimnisvollen geistigen Kräften sprach, die sich ohne Steuerung durch die Erwachsenen entfalten, war dies ein in ihr selbst begründetes Paradoxon, eine ungelöste Polarität, die ihr Denken immer mehr kennzeichnete, je älter sie wurde." 7
Diese Bemerkung spricht für sich selber. ???Die Montessori-Lehrerin lenkt das Kind durch fortwährende Suggestion zum »richtigen Gebrauch« des Materials in der »richtigen« Reihenfolge". ???Wenn Maria Montessori dabei als von geheimnisvollen geistigen Kräften sprach, die sich ohne Steuerung durch die Erwachsenen entfalten, war dies ein in ihr selbst begründetes Paradoxon, eine ungelöste Polarität." Die Montessori-Verehrerin Rita Kramer deckt eine 'Unaufrichtigkeit' bei Maria Montessori auf, die sie nachher als 'ungelöste Polarität' hinstellt, als 'in ihr selbst begründetes Paradoxon'. Man kann es ja auch anders nennen. Der Widerspruch bleibt bestehen. Es ist der Widerspruch zwischen den an das Kind von außen herangetragenen Impulsen und seiner ur-eigenen Selbsttätigkeit. Er ist zugleich das Dilemma aller bisherigen Pädagogik. Maria Montessori steht selbst als Pädagogin und als Person ebenso wie Rudolf Steiner in diesem Widerspruch. Wie Rudolf Steiner diesen Widerspruch aufzulösen gedenkt, müßte gesondert dargestellt werden. Um die Intentionen Rudolf Steiners zu erkennen, muß man das Ganze des Lebenswerkes und dessen Entwicklungsbedingungen ins Auge fassen. Die mögliche Lösung eines wahrlich ungeheuerlichen Problems kann man nur mit dem Mut zur Ungeheuerlichkeit erfassen. Da dies hier nicht zu leisten ist, folgen wir zunächst Maria Montessori auf ihrem Lebensweg. Die Tendenz zum Ungeheuerlichen wird sich da bereits zeigen.

Maria Montessori
Schützling des Papstes
Maria Montessori (1870 - 1952) war die erste Frau, die in Italien ein Medizinstudium absolviert hat. Ihrer eigenen Aussage nach hat sich Papst Leo XIII. dafür verwendet, die bürokratischen Hindernisse zu beseitigen, die ihrer Aufnahme als Studentin an der medizinischen Fakultät entgegenstanden.8 In der Frauenbewegung wurde sie noch vor der Jahrhundertwende aktiv, und vertrat dort mit Konsequenz die Rechte der Frau, und zwar unabhängig von den politischen Gruppierungen.

Nach Abschluß des Studiums wird sie als erste Frau Italiens Assistenzärztin in der Universitätsklinik und konnte zugleich eine eigene Praxis eröffnen. Sie wird jedoch von ihrem geliebten Lehrer schwanger, und verläßt die Klinik, als der Vater des Kindes eine andere Frau heiratet. Ihren Sohn Mario hat sie bis zu ihrem Tode als 'Neffen' bezeichnet. In diese Zeit fällt ihre Hinwendung zur Pädagogik, d.h. zum Rätsel des Kindes. Was den inneren Ausschlag für diese Wendung gegeben hat, mag dahingestellt bleiben. Jedenfalls aber ist diese persönliche Wendung für die Geschichte des 20. Jahrhunderts von großer Bedeutung.

Als Ärztin hatte Maria Montessori tiefe Einblicke in die Lebensbedingungen der Kinder in den italienischen Großstädten um die Jahrhundertwende. Sie arbeitete eine Zeitlang in einer Irrenanstalt, und begann dort Studien über die Bildungsfähigkeit geistig behinderter Kinder zu treiben. In den Fröbelschen Auffassungen zur Kindererziehung fand sie manche Anregung, die sie dann in Zusammenhang einer Beschäftigung mit der damals aufkommenden Hirnforschung zu der Auffassung ausformte: Man könne nicht ohne weiteres davon ausgehen, Geistesschwächen seien angeboren, wie damals gelehrt wurde; diese müßten eher im sozialen Umfeld erworben sein. Sie suchte deshalb nach einer wissenschaftlichen Methode, wie der Geist des Kindes unabhängig von den in den Vorstädten herrschenden furchtbaren sozialen Zuständen systematisch entwickelt und gefördert werden könnte.

Religiöse Exerzitien…
Diese damals revolutionäre Auffassung der 'geistigen Behinderung' verdankte sie der Ausbildung einer hohen Selbstdisziplin. Sie war sich sicher, daß durch gewisse systematische Übungen der menschliche Intellekt zu ungewöhnlichen Leistungen und sogar zu neuen Fähigkeiten herangezogen werden kann, die dem vor sich hinlebenden 'Normalbürger' gar nicht vorstellbar waren. Diese Auffassung nahm bei ihr den Charakter einer religiösen Überzeugung an. Sie wandte sich innerlich jener Form des Katholizismus zu, die die Ausbildung des Intellekts durch eine besondere Schulung des Willens sich zur Aufgabe gemacht hat. Ob diese Hinwendung z.B. sich auch in einem äußeren Kontakt zum Jesuitenorden manifestierte, ist derzeit nicht zu belegen, aber auch nicht entscheidend.

… und soziale Praxis
Dies alles drängte sie aber zur Praxis, und so entschloß sie sich dazu, ihr Leben der Verbesserung der Lebensbedingungen der Kinder zu widmen. Ausgangspunkt für ihre pädagogisch-medizinische Tätigkeit war die ärztliche Versorgung der Armen in den 'Slums' von Rom. Sie stellte fest, daß die Kinder der Armen nicht nur medizinischer Behandlung bedürfen, sondern auch in die Lage versetzt werden müssen, die individuellen Voraussetzungen für eine Besserung ihrer sozialen Lage zu erwerben. Diese Voraussetzungen waren ja nicht gegeben. Von einer geregelten Bildungsarbeit staatlicher oder kirchlicher Stellen konnte damals nicht die Rede sein. Verwahrlosung, Kriminalisierung, Ausbeutung der Kinder waren die Regel. Die Eltern waren unfähig oder nicht willens, ihre Kinder zu erziehen. Man mußte Einrichtungen schaffen, in denen die Kinder möglichst den ganzen Tag leben und lernen konnten: Die 'Kinderhäuser', die nach und nach durch die Initiative Maria Montessoris - dann mit Unterstützung auch kirchlicher Kreise - in Rom, dann auch in anderen Städten entstanden, sollten den Kindern eine der Aufgabe, sie zu erziehen, angemessene Umgebung gewähren.

Beten und arbeiten
Die verwahrlosten Kinder im Alter zwischen 3 und 10 Jahren mußten die elementarsten Handgriffe und Verhaltensweisen erst lernen, auf denen später eine Art Unterricht für sie begründet werden konnte. Im Vordergrund stand bei Maria Montessori die unerschütterliche Überzeugung, daß das Leben der Arbeit und dem Gebet zu widmen sei. Allerdings war ihr bewußt, daß die Arbeitsfähigkeit des Menschen auf dem Erwerb gewisser Tugenden beruht, wie Ordnung, Pünktlichkeit, Interesse an der Welt der Dinge, Geschicklichkeit, Unterscheidungsvermögen usw. - ein Katalog, der unmittelbar der ernsten persönlichen Lebensauffassung der Gründerin entnommen wurde.

Was aber ist zu tun, wenn weder die erforderlichen Tugenden noch die religiöse Stimmung bei den Kindern angelegt sind? Hier setzt nun Maria Montessori mit ihren Überlegungen ein. Das Ziel wird bestimmt - Arbeit als Lebensziel. Der Ausgangspunkt wird festgestellt: soziale Verwahrlosung. Der Weg wird entworfen: Arbeitstraining. Der Weg zur Arbeit als Lebensinhalt konnte weder in frommen Ermahnungen bestehen, noch etwa durch Vorbilder gewiesen werden. Die entsprechenden Vorbilder gab es ja in der Lebensumgebung der Kinder nicht. Die Erziehung der Kinder mußte möglichst ohne menschliche Vorbilder auskommen. Und sie mußte effektiv sein.

Das Montessori-Programm:
Arbeit statt Spiel
Die Kinder, die von Maria Montessoris Helfern aufgegriffen und in das Kinderhaus gebracht wurden, verbrachten ja den lieben langen Tag auf der Straße, und was sie dort taten, war in jeder Beziehung unnütz, ja gefährlich. Der Kampf ums Überleben, die Ausbeutung der Kinder durch die aus Not kriminellen Erwachsenen, die Bandenbildung, die unablässig fortschreitende Verrohung - dies alles erschien ihr als Synonym für das sinnlose, unernste Spielen mit den Schätzen des Lebens, mit den Gaben, die Gott den Menschenkindern in die Wiege gelegt hat, damit sie diese in ihrer Arbeit für die Welt und die Menschheit entwickeln und nutzen.

Für Maria Montessori war die von innen heraus quellende Phantasie der Kinder, die sich im Spiel auslebt, bloße Phantastik, ein Ausdruck der fehlgeleiteten, sündigen Menschennatur. Objektivität und Rationalität des Handelns, die Unterordnung der menschlichen Willkür unter Gottes Schöpfungsgesetze, die Arbeit an der Verbesserung der Welt und des Menschen waren ihre Leitideen. Wie aber kann man Kinder in diese Zucht hineinnehmen? Natürlich konnte eine solche Zucht für Kinder nicht unmittelbar durch religiöse Übungen eingesetzt werden. Aber das Prinzip der 'religiösen Schulung' konnte man, wenn man es erfaßt hatte, leicht auf den Alltag der Kinder übertragen. Dazu mußte nur erreicht werden, daß die Welt, in der die Kinder leben, 'unspielbar' wurde. Für die Kinder mußte mit strenger Sachlogik eine künstliche Umgebung konstruiert werden, die dann als ein geistig-seelisches Korsett wirken konnte. Voraussetzung dafür ist allerdings, daß die Kinder die Gegenstände 'ihrer' - eigens für sie geschaffenen - Welt ausschließlich im Sinne der Sachlogik gebrauchten bzw. bedienten, die der Konstruktion dieser Gegenstände entsprach.

Das kindliche Spiel und die Logik der Dinge
Das spielende Kind ignoriert die technische Logik der Dinge, indem es von den Gegenständen einen ganz anderen Gebrauch macht, als wozu die Erwachsenen sie konstruiert haben. Wenn ein Kind spielt, dann 'kocht' es wie die Mutter, nur eben nicht mit den 'richtigen' Gegenständen, 'richtigen' Töpfen und 'richtigen' Zutaten - und dem äußeren Zweck der Tätigkeit des Erwachsenen. Es spielt eben das, was die Erwachsenen tun. Es erspielt sich seine eigene Welt. Die Gesetze dieser Welt sind nicht die der 'Realität'. Das Spiel begründet sich nicht im Sachzwang. Es lebt aus einer besonderen Bewußtseinsverfassung des Kindes, deren entscheidendes Merkmal der vollständige, intuitive Überblick über die in der Spielidee selbst erzeugte Wirklichkeit ist, die zugleich das Handeln bestimmt wie durch dieses bestimmt wird. Rudolf Steiner hat die denkbar höchste Auffassung vom kindlichen Spiel. Und seine Geisteswissenschaft besteht in der Hauptsache darin, dem Erwachsenen eine Idee der lebendigen Metamorphose des kindlichen Spiels bis hin zum Karma- und Schicksalsverständnis nahezubringen.

Beim kindlichen Spiel kann man von einem Lerneffekt im heute üblichen Verständnis - Lernen als Erwerb von 'Realitätsorientierung' - nicht ausgehen. Realität wird heute als etwas vom menschlichen Bewußtsein unabhängiges verstanden. Diese Meinung ist jedoch das Ergebnis einer sehr eingeschränkte Betrachtungsweise. Indem wir unter dem Zwang unserer Vorstellungen und Wünsche tätig sind, erschaffen wir die 'Wirklichkeit', die wir dann als vorgegebene vorzufinden meinen. Das ist heute vielfach auch Allgemeingut, allerdings weniger in der praktischen Pädagogik.

Zweifellos ist das, was wir 'Wirklichkeit' nennen, vor allem die sozialen Verhaltensweisen und die daraus sich begründenden sozialen Institutionen - vom Geld über die 'Menschenrechte' bis zum Auto und zum Krankenhaus - ein Produkt meist unbewußter 'magischer' Weltkonstruktion. Für das Kind ist diese 'Konstruktion' als solche noch nicht vorhanden. Es erlebt jedoch, wie der Erwachsene durch seine Tätigkeit diese Konstrukte erzeugt, in denen er sich dann als in einer vorgegebenen 'Welt' bewegt. Indem das Kind die Tätigkeiten des Erwachsenen nachahmt, findet es sich in die 'Magie' der Wirklichkeits-Konstruktion hinein, die ihm natürlich und wesensgemäß ist. Der Unterschied zum Erwachsenen ist nur der, daß der Erwachsene das Bewußtsein des Ursprungs seiner Welt verloren hat, während das Kind ganz in deren Entstehungsmoment selbst lebt.

Das Spiel - eine Verführung der Kindheit
Solange also die Gegenstände der Umgebung für das Kind durch die Tätigkeit der Erwachsenen in einen geistigen Zusammenhang eingebunden erscheinen, wird es sich dieser Gegenstände durch Eigen-Tätigkeit ohne Rücksicht auf die mit ihnen verbundenen Vorstellungen bemächtigen, und aus einem Kochtopf einen Motorradhelm und umgekehrt machen können. Die Gegenstände finden ihren Platz im Kosmos des kindlichen Spiels nicht nach Maßgabe ihrer äußeren Zweckbestimmung, die der Erwachsene erdacht hat, sondern durch die in sich selbst begründete Zweckmäßigkeit des Spiels.

Anregung zum Spiel ist für das Kind die Beobachtung der Tätigkeit der Erwachsenen, die den Dingen ihren Sinn gibt. Nicht dieser Sinn und damit die vorgegebene Gestalt der Gegenstände, sondern die sinnschaffende, in dieser Hinsicht jedoch unbewußt bleibende Tätigkeit der Erwachsenen regt das Kind zur Eigentätigkeit an. Darin sieht Rudolf Steiner die entscheidende Aufgabenstellung der Erziehung im Kindergartenalter: Die Erzieher sollen sich von den Kindern bei praktisch-sinnvollen, aus dem Leben selbst sich ergebenden Tätigkeiten beobachten lassen, damit das kindliche Spiel sich entfalten kann. Und eben darin sieht Maria Montessori die große Gefahr für die Entwicklung des Kindes. Nicht die freie, sinnschaffende Tätigkeit im Spiel, sondern die Bedienung der Sachlogik der Gegenstände fördert allein die gewünschte Entwicklung. Im Spiel folgt das Kind nicht dieser vorgegebenen 'Sachlogik' der Dinge, sondern entwickelt eine eigene Logik, die es frei auf die Gegenstände anwendet. Diese kindliche Freiheit im Spiel führt sie zu der Konsequenz, die Nachahmung des Kindes und damit die Entwicklung des Spieltriebes als schädlich zw. unnütz zu unterbinden. Das richtige Mittel, die Kinder zur lebenslangen 'Arbeit' zu erziehen ist für Maria Montessori - die Umdeutung und endliche Beseitigung des Spieltriebs. Doch wie sollte sie dies bewerkstelligen?

Rettet der Kinder vor dem Spieltrieb!
Wenn die Nachahmung und damit der Ansatz des Spieltriebes unwirksam gemacht werden soll, so kann der Erwachsene, wie aus den obigen Beschreibungen hervorgehen kann, dies nicht selbst und direkt veranlassen. Er muß dazu vielmehr ganz in den Hintergrund treten, sozusagen aus dem Blickfeld des Kindes verschwinden. Es ist nötig, alle 'persönliche' Veranlassung zur Tätigkeit, die für Maria Montessori 'Beeinflussung' des Willens der Kinder durch den Willen eines Erwachsenen ist, zu entfernen. Es mußte erreicht werden, daß die Kinder wie von selbst das Spiel aufgeben und die erwünschte, streng geschulte Arbeitshaltung der Erzieher übernehmen. An die Stelle der Person der Mutter, des Vaters oder des Lehrers muß etwas anderes, unpersönliches treten, das den Trieb des Kindes zur Eigentätigkeit in die 'richtige Richtung' lenkt. Hier liegt die eigentliche Leistung Maria Montessoris: Die Erfindung des 'selbsterklärenden Arbeitsmittels''.

Das Montessori-Arbeitsmittel
Maria Montessori begann damit, zunächst die Handlungsabläufe der einfachen täglichen Verrichtungen wie z.B. das Händewaschen, das Essen, das Schuheputzen, Schnürsenkelbinden usw. in der genauen Abfolge der Einzelschritte zu analysieren. Dann ließ sie Vorrichtungen machen (z. B. einen Rahmen, in dem das Knüpfen der Schnürsenkel auf dem Tisch unter genauer 'interaktiver' Sachkontrolle der Einzelschritte geübt werden konnte), die diesen Ablauf in logischer Konsequenz erzwingen konnten. Der Zwang sollte von der Vorrichtung, der 'Sache' selbst ausgehen, und die Handlung des Kindes damit jeder Willkür, auch der eigenen Inkonsequenz, des spielerischen Versuchens, der Verwendung der Schnürsenkel zu einem anderen als dem vorgesehenen Zweck, entzogen sein. Jeden bewußten Eingriff von Erwachsenen durch Erklären, Üben und Ermahnen sollten diese intelligenten, kunstreich ausgedachten und teilweise eigens konstruierten Einrichtungen (die 'vorbereitete, kindgemäße Umgebung') überflüssig machen. Nur vormachen mußte der Erwachsene die Arbeitsschritte dem Kind, und zwar ausschließlich als eine Einweisung in das sich dann 'selbsterklärende' oder 'intelligente' Arbeitsmittel.

Zunächst mußten dazu die grundlegenden geistigen Fähigkeiten und die einfachste Form ihrer Ausübung bestimmt werden. Diese bestehen bei ihr in der Unterscheidung und Anordnung der Dingwelt nach Maß, Zahl und Gewicht sowie einigen anderen Eigenschaften wie Farbe, Form und Funktion. Dann ging es darum, eine Gegenstandswelt zu schaffen, die durch ihre Einrichtung und intelligente Präsentation die spontane Aktivierung, wiederholte Anwendung und damit auch die Schulung der genannten geistigen Fähigkeiten erzwingt.

Vom Kindergarten zur Montessori-Kinderarbeitsstation
Mit solchen Arbeitsmitteln wurde dann das 'Kinderhaus' ausgestattet. Wir finden da das ganze Repertoire dessen, was heute als 'logisches Spielzeug' angeboten wird, u.a. die beliebten ineinander versenkbaren Würfel und die Formpuzzles. Manche Arbeitsmittel sind nur in der 'Montessori-Kinderarbeitsstation' (denn 'Kindergarten' kann man diese Einrichtung wohl nicht nennen!) verwendbar, weil sie eine genaue Einführung und Anleitung der Kinder in die Arbeit, und damit streng geschultes Personal voraussetzen. Dazu gehören z.B. die beliebten Garnrollen. Eine gut eingerichtete Montessori-Kinderarbeitsstation bietet Sets aus Hunderten von Garnröllchen an, die von den Kindern in verschiedenen Schemata nach Farben sortiert werden. Dabei wird eine große Geschicklichkeit in der Unterscheidung der Farbnuancen, aber auch in der Motorik beim 'Handling' der Garnrollen erworben. Ferner finden wir in der Montessori-Kinderarbeitsstation sehr interessante Dinge zur Sinnesschulung: künstlich hergestellte Gegenstände zur 'Ausbildung' des Tastsinns, des Geruchsinns, zum Wägen, Messen und Zählen, zum Funktionsverständnis. Dabei wird wieder streng darauf geachtet, daß alle diese Dinge wieder möglichst 'selbsterklärend' bzw. 'intelligent' sind. Der Lernerfolg muß sich durch unmittelbare Erfahrung dieser Intelligenz (es paßt hinein, es geht, es sitzt, es funktioniert...) dem Kind kundtun.

???Hilf mir, es selbst zu tun!"
Dieser Satz oft wird als das wertvollste Prinzip der Pädagogik Maria Montessoris herausgestellt. Die Vertreter der Montessori-Pädagogik halten viel darauf, daß die Kinder nicht von außen, also durch die Erziehungsperson, zu einer 'Verhaltensänderung', also zum 'Lernen' veranlaßt werden. Unter 'Lernen' wird die Ausformung von Verhaltensweisen verstanden, die in Einklang mit den Gegenständen und den Verhältnissen der 'objektiven Welt' stehen. Die Montessori-Arbeitsmittel erzwingen diese Verhaltensweisen quasi automatisch und ohne aktive Beteiligung des Erziehers oder Lehrers. Man sieht die Kinder in den Montessori-Arbeitsstationen mit scheinbar endloser Geduld immer wieder die vorgegebene Aufgabe angehen, konzentriert, fasziniert, und zwar mit steigender Erfolgsrate und Geschwindigkeit. Dabei wird die mechanische Lösung der zunächst auftretenden Probleme in der Bedienung eines Arbeitsmittels 'mitgelernt', so daß sie später als Gewohnheiten und Einstellungen dort verfügbar sind, wo eine mechanische Ordnung erst hergestellt werden muß - in der 'wirklichen Welt'.

Man kann dann feststellen, daß die Kinder 'selbstmotiviert' bei der 'Sache' sind. Stille herrscht im Arbeitsbereich. Intensives 'Forschen' und Versuchen, Wiederholung bis zur perfekten, schnellstmöglichen Ausführung wird elementares Bedürfnis. 'Motivationsprobleme' gibt es nicht, - denn es gibt dort gar keine echte Motivation. Sondern Hypnose.

Motivation durch Hypnose
Was die Hände, die Augen, die Sinne des Kindes in der Montessori-Kinderarbeitsstation bewegt und bestimmt, liegt bereits vorgedacht im Material. Durch dessen fest definierte und durch strenge Aufsicht gegen Mißbrauch geschützte Eigenschaften wird die eigentliche, kindliche Motivation, nämlich das echte, schöpferische Spiel, ausgeblendet. Da steht der Erwachsene mit dem überlegenen Bewußtsein des technischen Zusammenhangs, und eröffnet dem Kind den Eingang zur Welt der vorgegebenen Zwecke und des Erfolgs. Dies tut er auch recht freundlich. Er begleitet das Kind auf den ersten Schritten in die 'kindliche' Welt der 'wirklichen Arbeit' mit Hingabe, Ausdauer, endloser Geduld und unerschöpflichem Sachwissen. Ihm wendet sich das Kind zu. In diesem wirkt schließlich ja noch der Nachahmungstrieb. Und unmerklich für das Kind wird die Fähigkeit der Nachahmung sicher um die gefährliche Klippe des Spiels herumgeleitet hin zur perfekten Bedienung der Montessori-Maschine.

Dieses 'Arbeiten' erfordert keine innere Anstrengung. Es geht z.B. nicht darum, etwa in der Tätigkeit selbst eine Zielvorstellung erst hervorzubringen. Es geht nur darum, das vorgegebene Ziel möglichst effektiv zu erfüllen. Es liegt gar keine 'innere', vom Ich gesteuerte Arbeit, und damit auch keine echte Motivation vor. Vielmehr ist die Fremdbestimmung durch die Sachlogik zum beherrschenden Faktor des Bewußtseins geworden. Das ganze Verfahren funktioniert durch eine Herabdämpfung des Bewußtseins, ähnlich der Hypnose. Als Ergebnis dieses pädagogischen Systems haben wir einen im Sinne des heutigen Verständnisses 'hochintelligenten' Schlafwandler vor uns, der mit traumhafter Sicherheit die vorgegebenen Bewegungs- und Denkschemata (z.B. am Computer) ausführt, ohne jemals das Gefühl zu entwickeln, dabei nach dem eigenen Ziel oder dem Zweck seines Tuns fragen zu müssen. Diese Schlafwandelei wird dann als Erfolg der sogenannten 'Selbst-Motivation' hingestellt.

Es mag ja heutzutage mancherorts - anscheinend überall - wünschenswert erscheinen, diese Art der unterbewußten Fremdkontrolle durch die technischen Gegenstände zu fördern. Vor allem auch deshalb, weil zunächst der soziale Aspekt des Mit- und Gegeneinander wegfällt. Denn die Austeilung der Ressourcen, also der vorhandenen Arbeitsmittel, erfolgt in der Montessori-Kinderarbeitsstation nach strengen Regeln, und läßt keinen Streit zu, der doch - nach dieser Auffassung - nur aus sachfremden Unklarheiten entstehen kann. Und wenn die Kinder arbeiten, haben sie miteinander nur über die teils kombinierten Arbeitsmittel etwas zu tun. Man kann unschwer in der Montessori-Kinderarbeitsstation das vorgeformte Ideal einer konfliktfreien 'Arbeits'-Gesellschaft erkennen. Und damit stellt sich die weltanschauliche Dimension der Montessori-Pädagogik vor uns hin.

Erziehung und das Problem der 'Weltanschauung'
Unter 'Weltanschauung' versteht man heutzutage eine Ideologie, also eine Art gedanklicher Konstruktion, mit der das Weltgeschehen als Zusammenhang (oder als Chaos oder was auch immer) erklärt werden soll. Das Wort 'Weltanschauung' hat einen negativen Beigeschmack. Denn es kommt ja dem Normalbürger schon eigenartig vor, daß die Tatsachen der Welt einer Erklärung bedürfen. Ist es nicht üblich, sich mit den Worten 'Alles klar?' zu verabschieden? Was da klar sein soll, sind eben die 'Tatsachen', die keiner Erklärung mehr bedürfen. So sind alle diejenigen 'weltanschauungsverdächtig', denen die Welt erst nach einer gedanklichen Bearbeitung erklärlich erscheint.

Die Waldorfpädagogik gilt z.B. als der Ausfluß der anthroposophischen 'Weltanschauung' .Und in der Tat sind erhebliche gedankliche Anstrengungen nötig, um sich wenigstens im Ansatz davon zu überzeugen, daß die Waldorfpädagogik etwas Sinnvolles zu bewirken versucht.

Wer gedankliche Arbeit zur Voraussetzung des Verstehens macht, fordert heutzutage etwas meist unangenehm Empfundenes ein: nämlich die Anerkennung der Tatsache, daß die Welt und der Mensch ohne eine solche Anstrengung gar nicht verständlich sind. Dies widerspricht aber sowohl der habituellen bzw. konstitutionellen Bequemlichkeit der Leute wie auch dem spontan gültigen Grundsatz der Wahrscheinlichkeit: Was ich sehe, ist wohl auch eine Wirklichkeit. Vor allem wenn ich es auch noch tue. Warum sollte ich daran zweifeln? Wenig anders steht es mit der Wissenschaft. Mit ungeheurem Scharfsinn und großer gedanklicher Arbeit sucht sie die Welterscheinungen zu verstehen. Aber wendet sie ihren Scharfsinn auch an den Wissenschaftler selbst? Wo diese Frage sich stellt, weichen die Wissenschaftler heute scheu zurück. Lieber erklären sie den Laien die Welt der Atome für eine Wirklichkeit, als daß sie zugeben, daß z.B. das physikalische Weltbild eine gedankliche Konstruktion ist, dessen Konstrukteur man nicht kennt, und dessen Gültigkeit man deshalb nicht wirklich überprüfen kann. Die Axiome der heutigen Wissenschaft sind nicht überprüfte Annahmen, die vorauszusetzen man als praktisch befunden hat. Daß damit vor jeder wissenschaftlichen Untersuchung das Weltbild und damit die Weltanschauung bereits vorausgesetzt wird, die durch die Gedankenarbeit dann bestätigt wird, fällt gar nicht mehr auf…

Auf der anderen Seite schießen 'Weltanschauungen' wie Pilze aus dem Bodensatz unserer 'Kultur', die statt einer sauberen gedanklichen Grundlage das 'Unerklärliche', das Mystische und 'Okkulte' als Sensation und damit als unhinterfragbare 'alternative Wirklichkeit' präsentieren. Diese 'Weltanschauungen' haben meist ebenso nur einen geringen gedanklichen Anspruch in Bezug auf die von ihnen geltend gemachten Voraussetzungen. Da wird dann oft 'das Gefühl', der Bauch, die Liebe usw. als Voraussetzung eines Zugangs zur 'alternativen Welt' präsentiert.

Wenig berücksichtigt wird jedoch in den wissenschaftlichen und offiziellen Stellungnahmen zu 'Weltanschauungsproblemen' (also 'Sektenfragen'), daß die uns unbewußt geläufige Art, die Welt zu erklären, selbstverständlich ebenfalls eine gedankliche bzw. ideelle Grundlage hat. Diese jedoch ist dem Normalbürger unbewußt, da dies nie zum Gegenstand einer gemeinverständlichen Betrachtung gemacht wird. Man setzt schlicht voraus, daß die 'übliche' Art, die Vorgänge der Welt zu beurteilen, nicht auf einer Welt-Erklärung und damit eben auch auf einer 'Weltanschauung' beruht, sondern schlicht - wie eine Fernsehsendung - die 'wahrheitsgemäße' Darstellung der 'wirklichen Tatsachen' sei. Viele Menschen beginnen dies als Mangel zu empfinden, und werden so - ihnen unbewußt - für die Einflüsse der sogenannten 'Weltanschauungssekten' geöffnet. Selbstverständlich ist man da in den allermeisten Fällen auch nicht in der Lage oder nicht bereit, weder die gewohnte Art zu urteilen noch etwa die 'alternative' Art der Welt-Interpretation irgendwie gedanklich zu begründen. Ihre Mitglieder ahnen oft nicht einmal, daß da ein Problem liegen könnte.

Diese Tatsache ist Ausdruck einer geistigen Katastrophe. Die Ursachen für diese Katastrophe, deren äußeren Konsequenzen wir derzeit schon - ein wenig - in ihr Basilisken-Auge zu sehen beginnen müssen, sind historisch weit zurückreichend. Aber zugleich sind diese Ursachen auch heute und hier wirksam - und beobachtbar. Sie liegen in der beherrschenden Weltanschauung begründet. Diese 'unsere' spontane Weltanschauung ist elitär. Ihre bewußten Vertreter leugnen, daß der Normalbürger die Fähigkeit besitzt, diese Grundlage seiner geistigen Existenz zu erkennen. Er soll in Dumpfheit gehalten werden. Und dementsprechend handeln sie. Wir sehen sie so handeln allüberall. Und was sie in der Welt bewirken, ist die augenscheinliche Tatsache, daß es ein Menschentum nicht zu geben scheint, das allen Ernstes nach einer Begründung seines Daseins als geistig-seelisches Wesen durch eigene geistige Mittel verlangt.

Das Mittel, durch welches die bewußten Vertreter dieser elitären Weltanschauung bewußtseinstrübend wirken, ist die Erziehung. Die Erziehungsfrage ist die Grundfrage unserer Zeit, und zuletzt ist die soziale Frage, die religiöse Frage nichts anderes als die Erziehungsfrage. Nur - eben dies erscheint dem Normalbürger gar nicht einleuchtend. Und warum nicht? Weil das Mittel schon gewirkt hat, wenn die eben genannte Vorstellung den Erwachsenen selbstverständlich geworden ist. Erziehung, das geht doch - durch Fachleute betreut - von selbst. Und die Grundprobleme sind doch gelöst. Es handelt sich nur noch um die richtige Handhabung.

Daß die Erziehungspraxis angeblich eine Technik ist, die man einfach ebenso blind anwenden kann wie ein beliebiges Computerprogramm, bei dem die wirkliche Begegnung von Menschen gar nicht nötig ist - das ist hingegen eine sehr einleuchtende These. Und die entsprechende Praxis ist ebenfalls spontan einleuchtend. Wer will denn schon von Personen oder gar von den Gedanken, die diese Personen haben - und manchmal eben nicht haben -, das Wohl und Wehe seiner Kinder abhängig machen? Die Regel, die Technik, das nachprüfbare, normierte Verfahren, die Übereinstimmung mit den geläufigen Vorstellungen, das normierte, bekannte Ergebnis, die Absicherung und Kontrolle desselben - das sind die Kriterien für die Beurteilung der Erziehungspraxis.9 Und dieser normierten Form bedient sich die Montessori-Pädagogik besonders effektiv. Daß dabei eine fix-und-fertige Weltanschauung übermittelt wird, bleibt hier ebenso verborgen wie bei der übrigen Regelpädagogik.

Dennoch kann man sich diese Weltanschauung bewußt machen. Dazu muß man allerdings bereits einen anderen Standpunkt - wenigstens zeitweise - eingenommen haben. Dieser andere Standpunkt z.B. ist derjenige der Waldorfpädagogik. Überhaupt ist die Freie Waldorfschule geeignet, gerade durch die gravierenden, 'weltanschaulich' begründeten Unterschiede zur Staatsschule die Frage nach der weltanschaulichen Orientierung in den Schülern der Abschlußklassen zu wecken und zu pflegen.

Von den weltanschaulichen Grundlagen der Montessori-Pädagogik
Um die 'Weltanschauung' der Montessori-Pädagogik kennen zu lernen, ist nichts weiter nötig, als die einzelnen aus ihr begründeten Handlungen und Maßnahmen genau anzuschauen und sie im Zusammenhang mit den Zeitereignissen zu betrachten.

Bei der Durchführung des pädagogischen Systems der Maria Montessori findet folgendes statt:

wird der Spieltrieb gelähmt, indem ein reduziertes, streng reglementiertes Angebot gemacht wird, das 'Arbeitsmittel' z.B. die Garnröllchen). Vom Erzieher wird mit Taylorscher Exaktheit gezeigt, wie dieses Angebot ordnungsgemäß funktioniert
wird vorgegebene künstliche Ordnung aufgehoben (die Garnröllchen werden aus dem Kasten genommen und gemischt).
fühlt das Kind dann den Drang, die Ordnung nach der Norm - in Variationen - zuerst unter unmittelbarer Anleitung, dann unter dem 'sanften' Zwang der 'Sachlogik' des Arbeitsmittels, wieder herzustellen.
Soweit ist der Ablauf äußerlich sichtbar. Betrachten wir nun den Ablauf selbst. Was geschieht dabei?

Ein Kreislauf wird vollzogen: 'Harmonie - künstliche Disharmonie - durch Aktivität wiederhergestellte Harmonie'.
Das 'intelligente' Arbeitsmittel klinkt in den Tätigkeitsdrang des Kindes ein, die Nachahmungsfähigkeit des Kindes wird von der Person weg auf das Arbeitsmittel hin übertragen. Das Kind darf nicht etwas anderes tun, als was das Arbeitsmittel vorschreibt. Die Variation liegt in Sicherheit und der Geschwindigkeit, mit der das Kind die 'Arbeit' ausführen kann.
Es gibt keine Hindernisse, die in der Sache liegen. Das Kind gerät in eine Art Rauschzustand der Hingabe an einen formalisierten Vorgang, der im erfolgreichen Abschluß Befriedigung erzeugt - und im Vorblick darauf Lust.
Diese sehr kurzgefaßte Charakterisierung der Montessori-Methode offenbart bereits die weltanschaulichen Voraussetzungen und Ziele der Methode, die im folgenden Abschnitt erläutert werden..

Die unterschwellige Wirksamkeit der Montessori-Prinzipien
Die Welt- und Menschenvorstellung der Montessori-Pädagogik wird deutlich in dem, was entsprechend der Vorgehensweise unter 'Arbeit', 'Spiel', 'Sinneswahrnehmung', 'Motorik', 'Lernen', 'Konzentration', Motivation', usw. verstanden wird. Welt und Mensch werden unter einem bestimmten Gesichtspunkt definiert und zugleich behandelt. Dieser Gesichtspunkt entspringt einer Lehre. Diese wiederum formuliert sich in gewissen Grundüberzeugungen oder Lehrsätzen, bzw. Axiomen. Die Grundüberzeugungen und die Praktiken der Montessori-Methode stammen aus dem radikalen Katholizismus, und werden dort systematisch entwickelt, bewußt geschult und dann als unhinterfagbare 'praktische' Gewohnheiten auf dem Wege der 'Erziehung durch Sachlogik' in die Gesellschaft implantiert.

Man kann leicht die folgenden 'Leitsätze' als in der Montessori-Methode wirksam feststellen:

Das Arbeitsmittel ist vorgefertigt. D.h.: Die Welt ist als Gottes Schöpfung fertig und vollkommen auch ohne den Menschen. Der Mensch ist geschaffen, um die 'göttliche Ordnung' anzuerkennen, und Gottes Majestät zu verherrlichen.
Die Ordnung der Garnröllchen wird aufgehoben. D.h.: Der Mensch lebt in einer zeitweilig gestörten Weltordnung. Dabei übernimmt der Erzieher den Part des DIABOLOS, des 'Entzweiers' oder Zerstörers.
Der Erzieher (er wechselt dabei die Rolle und wird zum Demiurgos, der das Entzweite wieder zusammenführt) zeigt dem Kind, wie man die Ordnung wieder herstellt. D.h.: Die Wiederherstellung der göttlichen Ordnung ist möglich, indem man die vorbildlichen Anweisungen fortgeschrittener Menschen befolgt.
Das ist das Wesentliche. Nun die Konsequenzen:

Der Mensch, der nicht an der Wiederherstellung der vorgegebenen, nun aber gestörten Ordnung arbeitet, ist vom Diabolos verführt. Da es der Eigenwille des Menschen ist, in dem sich der Diabolos manifestiert, kann der Mensch nicht von selbst und aus eigener Kraft nach seinen Ideen die Erlösung vom Übel der Unordnung herbeiführen. Er bedarf einer Hilfe, die den fehlgeleiteten Willen umgeht, ihn zuerst unwirksam macht, um ihn dann von der neuen, 'bekehrten' Position her zu bekämpfen.

Bis heute wird diese Hilfe durch den 'heilsamen Zwang zur Bekehrung' geleistet.10 Doch der Jesuitenorden brachte der Kirche die treffliche Einsicht: Die Hilfe wirkt besser, wenn sie unbemerkt bleibt. Am besten ist es, Freiwilligkeit in Bezug auf die heilsamen Maßnahmen herbeizuführen. Was angenehm ist und zudem noch nützlich zu sein scheint, ist dazu am besten geeignet. Die moderne 'Bekehrung' verwendet möglichst alle Mittel der modernen Zivilisation. Sie wirkt unter der Schwelle des Bewußtseins und muß und kann nur so wirken. Denn das Bewußtsein selbst ist ja in diesem Zusammenhang 'Sünde' .Man erreicht eben dadurch um so leichter die Identifikation des eigenen Willens mit dem fremden Willen, wenn man den Eltern sagt: Das Kind entwickelt sich aus geheimnisvollen Eigenkräften usw. Die Bekehrung ist eben auf den Zweck gerichtet. Da ist die Phrase und sogar wissentliche Lüge durchaus gerechtfertigt. Wäre nämlich die Einsicht schon da, die eine Bekehrung aus eigenem Antrieb möglich machen würde, wäre diese Bekehrung schon überflüssig. Der Mensch kann eben in der Sicht des jesuitisch geprägten Katholizismus niemals aus eigener Kraft sich entwickeln - also zur göttlichen Ordnung zurückkehren. Sonst brauchte es ja auch keine Kirche.

Die soziale und politische Dimension des Montessori-Programms
Erinnern Sie sich?

???Die endgültige Beurteilung des Systems (der Montessori-Pädagogik) wird möglicherweise nicht so sehr davon abhängen, inwieweit es von den Schulen als Ganzes akzeptiert worden ist, sondern davon, in w
 
1805)
Text zum Eintrag davor hi
aus
30.03.03 14:06
 
eMail:

Nachricht:



Gutachten des bayerischen Kultusministeriums über die Waldorfpädagogik (I)
I: Theologie
Seite 1


I. Vorbemerkungen zur Fragestellung und zu den inhaltlichen Schwerpunkten der hier vorgelegten Stellungnahme.

Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus stellt dem Unterzeichneten im Schreiben vom 15.3.1977 (Nr. III A 4 - 4/18 147) die folgenden Fragen:

1. Inwieweit können die Zielsetzungen der Montessori- und Waldorfpädagogik in den Unterricht an öffentlichen Volksschulen, insbesondere an den Grundschulen, mit einbezogen werden?

2. Sind diese Zielsetzungen auch mit den Grundsätzen der christlichen Bekenntnisse vereinbar?

Diese beiden Fragen werden in dem Schreiben des Staatsministeriums als Schwerpunktfragen bezeichnet, die sich aus einem Beschluß des Bayerischen Landtags vom 26. Oktober 1976 (Drs. 8/3643) stellen. Der Landtag hat in diesem Beschluß die Staatsregierung ersucht, ???das Bildungsforschungszentrum zu beauftragen, in Lehrplan- und Organisationsentwicklung und in der Lehrerfortbildung bei neuen Planungen vermehrt auch die Zielsetzungen der Waldorf- und Montessorischulen einzubeziehen und zu prüfen, ob sorgfältig vorbereitete Modellversuche durch geführt werden können". Aus dem Vorgang und aus der Fragestellung des Staatsministerium ist zu entnehmen, daß es nicht etwa um die Klärung der Frage geht, ob das eine oder andere didaktische oder heilpädagogische Element aus dem Erfahrungsbereich der Waldorf- und Montessorischulen versuchsweise in die Erprobung verschiedener alternativer Bildungs-, Erziehungs- oder Heilmethoden aufgenommen werden soll. Die Frage geht vielmehr dahin, ob und wieweit die Zielsetzungen der beiden genannten pädagogischen Systeme vermehrt in die weitere Entwicklung der Lehrpläne (also der Bestimmung der Bildungs- und Erziehungsziele wie der Bildungsinhalte) für das öffentliche Schulwesen Eingang finden sollen bzw. können.

Die Formulierung der beiden vom Staatsministerium gestellten Fragen läßt erkennen, daß im Hintergrund der Einholung der gutachtlichen Stellungnahme Art. 135 der Verfassung des Freistaates Bayern zu sehen ist. Dort wird bestimmt: ???Die öffentlichen Volksschulen sind gemeinsame Schulen für alle volksschulpflichtigen Kinder. In ihnen werden die Schüler nach den Grundsätzen der christlichen Bekenntnisse unterrichtet und erzogen." Aus der Bestimmung der Verfassung ergibt sich, daß eine Verneinung der Frage 2 im o.g. Schreiben des Staatsministeriums auch eine Verneinung der Frage 1 nach sich ziehen muß, während im Falle einer positiven Beantwortung der Frage 2 die Frage 1 nach sonstigen verfassungsrechtlichen, gesetzlichen und nicht zuletzt pädagogischen Gesichtspunkten zu prüfen bleibt. Von der sachlichen Kompetenz her wird sich ein Theologe als Gutachter insbesondere der Frage 2 zuwenden. Er kann damit angesichts der verfassungsrechtlichen Lage material einen entscheidenden Beitrag zur Beantwortung der Frage 1 leisten. Für die über die Konsequenzen der Antwort zur Frage 2 hinausgehenden Problemstellungen der Frage 1 muß er freilich seine nur partiell gegebene Zuständigkeit berücksichtigen.

Die nachfolgende Stellungnahme untersucht dieser Sachlage entsprechend unter II die Zielsetzungen der Waldorf- und Montessoripädagogik auf deren weltanschauliche Eigenart und Relevanz. Unter III wird zur Vereinbarkeit der Zielsetzungen der beiden pädagogischen Systeme mit den Grundsätzen der christlichen Bekenntnisse Stellung genommen. Unter IV soll das Problem des Einbeziehens der beiden Systeme in den Unterricht an öffentlichen Volksschulen in einem weiteren Sinne unter Beachtung der dargelegten Kriterien einer sachlichen Kompetenz des unterzeichneten Gutachters angegangen werden. Abschließend werden die Ergebnisse der Stellungnahme in einer kurzen Beantwortung der beiden Schwerpunktfragen zusammengefaßt.


II. Zur weltanschaulichen Eigenart und Relevanz der Waldorf- und Montessoripädagogik.

1. Zur Waldorfpädagogik.

Die Pädagogik der Waldorfschulen ist historisch nicht von der durch Rudolf Steiner begründeten Anthroposophie zu trennen. Die Gründung der ersten Waldorfschule 1919 in Stuttgart durch Emil Molt stützt sich unmittelbar auf die von Rudolf Steiner zunächst innerhalb der Theosophischen Gesellschaft, seit 1913 in einer eigenständigen Anthroposophischen Gesellschaft vertretenen Ideen. Seine fünf letzten Lebensjahre hat Rudolf Steiner vornehmlich darauf verwendet, in Kursen für das Lehrerkollegium der Freien Waldorfschule in Stuttgart sowie in öffentlichen Einführungsvorträgen die Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik sowie methodisch-didaktische, curriculare und inhaltliche Wegweisungen für die Waldorfpädagogik zu vermitteln. Diese Grundlegungen und Wegweisungen sind an Rudolf Steiners früher Programmschrift ???Die Erziehung des Kindes vom Gesichtspunkte der Geisteswissenschaft" (1907) orientiert, die ihrerseits in einem unlösbaren Zusammenhang mit den 1902 bis 1904 erschienenen grundlegenden anthroposophischen Schriften desselben Autors (insbesondere: Das Christentum als mystische Tatsache und die Mysterien des Altertums; Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?; Theosophie - Einführung in übersinnliche Welterkenntnis und Menschenbestimmung) steht.

Die Anthroposophie als ???Geisteswissenschaft" ist nicht ohne die für sie typische Dialektik von geistesgeschichtlicher Kontinuität und kritischer Auseinandersetzung mit dem naturwissenschaftlichen Positivismus sowie mit dem sich im Gefolge der technischen Revolution ausbreitenden Materialismus zu verstehen. Mit der Theosophie will die Anthroposophie alle Religionen einer harmonischen Einheit zuordnen. Sie will den im 19. Jahrhundert vielfach empfundenen Widerstreit zwischen Glauben und Wissen, Geist und Materie überbrücken, indem sie versucht, das Göttliche im Menschen, das Geistige in den Dingen zu entdecken und mit dem Göttlich-Geistigen im Weltall zu verbinden. Im Unterschied zur Theosophischen Gesellschaft will Steiner das Besondere des Christentums, insbesondere die Einmaligkeit des Christus beibehalten.

Die 1909 erfolgte Proklamation einer Wiederverkörperung des Christus in einem jungen Inder durch die Theosophie führt zur Abkehr Steiners von der Theosophischen Gesellschaft, aber die Einzigartigkeit des Christus geht für ihn letztlich in dessen veränderter Bedeutung für die Weltentwicklung, insbesondere in einer Art Geistesentwicklung des Menschen auf. Von der Theosophie übernimmt Steiner den Gedanken der Reinkarnation und das Karmagesetz, die ihm gestatten, Darwins Entwicklungslehre in den Bereich des Geistigen zu verlängern und das Schicksal des einzelnen Menschen in einen von der Geistentwicklung bestimmten Entwicklungsgang der vorausgegangenen und der nachfolgenden Lebensschicksale einzubeziehen. Seine Lehren berufen sich letztlich auf Erfahrung und übernehmen insoferne die Erfahrungsorientierung der modernen Wissenschaft, insbesondere der Naturwissenschaften. Es handelt sich für ihn aber nicht um Erfahrungen des materiell Meßbaren, im Experiment Wiederholbaren, sondern um Einblick in die sog. Akasha-Chronik, eine Art Weltgedächtnis, die dem Erkennenden die geistige Welt und damit die höchste Stufe der Erkenntnis überhaupt erschließt. Indem die Anthroposophie alle Berufung auf überlieferte Autorität als solche verneint, vollstreckt sie das Programm der neuzeitlichen Wissenschaft. Indem sie Einsichten meta-empirischer Art zu den letzten Wahrheitskriterien erklärt und diese Einsichten an die individuelle ethische Höherentwicklung bindet, entzieht sie sich zugleich dem nachprüfenden Ergebnisvergleich des modernen Wissenschaftsverständnisses.

Die Überzeugung Steiners von der seit 1909 einsetzenden geistigen Wiederkunft des Christus verleiht der Anthroposophie missionarische Dynamik. Die Wiederkunft des Christus vollzieht sich in anthroposophischer Sicht vor allem als das Erwachen neuer Erkenntniskräfte des Menschen, die es erlauben, den Christus als Geist der Erde wahrzunehmen und die Vereinigung mit ihm in einer unmittelbaren geistigen Kommunion zu erfahren. Dieser neue Weg, der durch Paulus und die Gnosis vorgebildet, durch die Anthroposophie aber gefunden ist, enthebt den Menschen nicht der Notwendigkeit, in immer neuen Inkarnationen die eigenen Verfehlungen zu überwinden. Er verheißt aber zugleich durch die Hilfe des geistig wiederkommenden Christus und durch die anthroposophische Erkenntnis eine am Ende allumfassende Geistwerdung der Menschen. Die Anthroposophie wird so zum einzigen Weg einer durch die geistige Wiederkunft des Christus unterstützten Selbsterlösung. Letztlich geht es um die Selbstbefreiung des Menschen, die sich wesentlich durch das Aufsteigen vom Stofflichen zum Geistigen vollzieht und dabei allein auf den geistigen Christus und auf die eigene immer mehr aufsteigende Erkenntnis verwiesen ist. Anthroposophie ist somit nicht inhaltlich bestimmte, auf bestimmte Normen verpflichtende Heilslehre, wohl aber Ausschließlichkeit beanspruchendes Programm zur Freisetzung der in der menschlichen Geistigkeit grundgelegten Heilsfindung und Heilswerdung.


Folgerichtig ist für die anthroposophische Pädagogik das Denken in kosmischen Stufen, in den an biologischen Entwicklungsstadien ablesbaren menschlichen Lebensphasen, in darauf abgestimmten Metamorphosen und in einer ausgeprägten Zahlensymbolik charakteristisch. Der ???physische Leib" des Menschen entfaltet sich in den ersten sieben Lebensjahren, mit dem Zahnwechsel wandelt sich dieser in den ???Ätherleib" (7. bis 14. Lebensjahr), mit der ???Erdenreife" - von der die Geschlechtsreife nur ein Ausschnitt ist - wird der ???Astralleib" (14. bis 21. Lebensjahr), als Erwachsener schließlich lebt der Mensch im ???Ich-Leib", dem ???Träger der höheren Menschenseele", in dem die geistige Erkenntnis im eigentlichen Sinn, insbesondere der Einblick in die Akasha-Chronik erst möglich wird. Im Grunde geht es in der anthroposophischen Pädagogik darum, Geist-Erkenntnis und Geistwerdung des Menschen in der den einzelnen Lebensphasen angemessenen Weise zu ermöglichen und zu fördern und zwar in einer auf die jeweilige Situation abgestimmten Form. Von daher verbieten sich sowohl die generelle Fixierung auf inhaltlich bestimmte Lehrinhalte oder Lernziele wie auch an einzelnen Kenntnissen oder Fertigkeiten orientierte Leistungsqualifikationen. Von hier aus legt es sich auch nahe, auf schulartspezifische Begabungstrennungen und Leistungsmessungen zu verzichten, die musischen und praktischen Elemente von Bildung und Erziehung zu unterstreichen, insbesondere für die Lebensphasen des ???physischen Leibes" und des ???Ätherleibes" von der Pflege der ???Eurythmie" wesentliche pädagogische Erfolge zu erwarten.

Die Frage geht nun dahin, ob die unbezweifelbaren geistesgeschichtlichen Abhängigkeiten der Waldorfpädagogik von der Anthroposophie gegenwärtig fortbestehen oder ob sie nur auslösende Episode waren, die inzwischen längst durch eine anthropologisch, entwicklungspsychologisch und pädagogisch begründete Didaktik sowie durch entsprechende Curricula abgelöst ist. Diese Fragestellung wird durch den Umstand dringlich, daß die Waldorfschulen selbst großes Gewicht darauf legen, nicht als ???Weltanschauungsschulen" verstanden zu werden. Dazu kommt, daß sicher in der Elternschaft und wohl auch unter den Lehrern der Waldorfschulen keineswegs nur anthroposophische Gesinnungsgemeinschaften oder gar geschlossene Kreise der anthroposophischen ???Christengremeinschaft" anzutreffen sind. Schließlich ist nicht zu verkennen, daß verschiedene in den Waldorfschulen gepflegte organisatorische, pädagogische oder didaktische Elemente - beispielsweise die Gesamtschulstruktur, Einwände gegen die Benotung schulischer Leistungen, kreative Lernmethoden, heilpädagogische Aspekte der ???Eurythmie" oder der sog. Epochenunterricht - auch außerhalb der Waldorfpädagogik und unabhängig von anthroposophischen Begründungen oder Zielsetzungen in zunehmendem Maße diskutiert werden. Es ist sicher schwierig, im einzelnen nachzuweisen, inwieweit die konkreten Bildungs- und Erziehungsvorgänge an den einzelnen Waldorfschulen vom anthroposophischen Denken bestimmt sind. Analytische Untersuchungen werden dadurch erheblich erschwert, daß es zu den Grundpositionen der Waldorfschulen gehört, eine verbindliche Festlegung von Lehrstoffen möglichst zu vermeiden. Die starke Hervorhebung des pädagogischen Eingehens auf die individuellen Lebenssituationen der Kinder wie der Kooperation mit den Eltern trägt zudem erheblich dazu bei, daß der prägende Einfluß des anthroposophischen Denkens von Waldorfschule zu Waldorfschule verschieden ist und sich häufig wohl auch von einer Schülergeneration zur anderen ändert.

Gleichwohl ist nicht zu verkennen, daß auch die neueren Selbstaussagen aus dem Bereich der Waldorfpädagogik unzweideutig an der anthroposophischen Grundlegung festhalten. So heißt es etwa in der 1976 in 4. Auflage in Verlag Freies Geistesleben (Stuttgart) erschienenen Schrift von Johannes Kiersch ???Die Waldorfpädagogik": ???Wer sich dazu entschließt, die Pädagogik Rudolf Steiners genauer kennenzulernen, wird sich zunächst einige Klarheit über die anthroposophische Geisteswissenschaft zu verschaffen haben, der diese Pädagogik zugehört. Zum einen bekommt er es mit einer kaum überschaubaren Fülle weitläufigsten Gedankenmaterials zu tun, das sich ihm auch mit Hilfe der wenigen brauchbaren Gesamtdarstellungen, die es für das eine oder andere Teilgebiet schon gibt, als geordnetes Ganzes nur schwer erschließt, zumal ihm bald aufgeht, daß hier alles mit allem in Korrespondenz gesehen sein will, daß eins das andere trägt und tiefer erhellt, so daß es mit dem Herausgreifen isolierter Sätze nicht getan ist und im Grund der Ideenzusammenhang der Anthroposophie als ganzer in ausreichendem Maße begriffen sein muß, ehe über Einzelheiten sachgemäß nachgedacht oder geurteilt werden kann. Zum anderen wird ihm zugemutet, sich dieses Ideenzusammenhanges auf durchaus ungewohnte Weise zu bemächtigen. Zwar soll er mit der gewohnten kritischen Distanz die Forschungsergebnisse der Geisteswissenschaft Steiners wie andere wissenschaftliche Thesen durchdenken und an der Erfahrung prüfen, zugleich aber soll er dem Geistesforscher auf einem besonderen Übungsweg folgen und Fähigkeiten entwickeln, die sonst keineswegs als für die Wahrheitfindung notwendig betrachtet werden. Sein ganzes Leben soll er radikal verwandeln, im Sinne der Definition, die Steiner selbst von seiner 'Lehre' gegeben hat: 'Anthroposophie ist ein Erkenntnisweg, der das Geistige im Menschenwesen zum Geistigen im Weltall führen möchte'". (S. 11f.) Wenn sich der Autor dieser Publikation dennoch dagegen wendet, die Waldorfschule als Weltanschauungsschule zu verstehen (S. 30), dann begründet er seine Abwehr damit, daß die Waldorfpädagogik im Sinne von Steiners Philosophie der Freiheit von der Nichterziehbarkeit des menschlichen Ich-Wesenskerns ausgeht, mithin also aus den anthroposophischen Prinzipien selbst der Vermittlung einer Weltanschauung ???im Sinne einer dogmatisierten Ideologie" widerstreitet. Die Anthroposophie wolle die Methoden liefern, mit denen der Mensch seine eigene Weltanschauung suchen soll. In diesem Sinne verstehe sich die Waldorfpädagogik durchaus als weltanschaungsbildend. - Ähnlich schreibt Christoph Lindenberg in dem 1975 bei Rowohlt erschienenen Taschenbuch ???Waldorfschulen: angstfrei lernen, selbstbewußt handeln": ???Die Waldorfpädagogik ist aus der Anthroposophie Rudolf Steiners hervorgegangen und ohne sie nicht zu denken." (S. 161) Auch Lindenberg legt Gewicht darauf, daß es sich bei der Anthroposophie um eine das Selbstbewußtsein des Menschen einbeziehende Art des Wahrnehmens und Erkennens, nicht um eine ???Weltanschauung im üblichen Sinn des Wortes" oder um ???eine Summe von Dogmen" handelt. ???Ein anthroposophisches Menschenbild in dem Sinn, daß damit eine normative Richtschnur und ein Entwicklungsziel vorgegeben sind, gibt es nicht, wohl aber gibt es zahllose Hinweise, Begriffe, Schilderungen derjenigen Vorgänge, die dem üblichen Beobachten entgehen." (S. 165)

Die zunächst widersprüchlich scheinende Dialektik zwischen der Berufung der Anthroposophie auf eine metaempirische und metarationale Geisterfahrung, auch ihrem Anspruch auf radikale ethische Voraussetzungen für den geistigen Erkenntnisweg auf der einen, ihrer Abwehr gegen das Etikett Weltanschauung auf der anderen Seite löst sich vom Selbstverständnis der Anthroposophie her dadurch, daß die eigene freie Erfahrung solcher Geistigkeit als Quelle anthroposophischer Einsicht und als Ziel anthroposophischer Erziehung herausgestellt, die so gewonnenen Erkenntnisse als Geisteswissenschaft bezeichnet werden. Gerade der Rückgriff auf die Akasha-Chronik und auf Rudolf Steiners Einsicht in sie, das Postulat eines eher meditativen als rational perzipierenden und prüfenden ???Übungsweges" lassen aber die Abwehr des Begriffes Weltanschauung und das Postulat der Wissenschaftlichkeit der Anthroposophie für den außerhalb der anthroposophischen Gesinnungsgemeinschaft stehenden Beobachter unglaubwürdig werden. Ch. Lindenberg schreibt (a.a.O., S. 164 f.): ???Man kann an dieser Stelle also nochmals fragen: 'Kann man Waldorflehrer werden, ohne Anthroposoph zu sein?' Ja, das hat es schon zur Zeit gegeben als Rudolf Steiner noch die erste Waldorfschule leitete. Aber man kann auf die Dauer nicht Waldorflehrer bleiben, wenn man sich nicht ständig um Menschenerkenntnis und psychologische Anschauung bemüht, sondern etwa meint: Wenn ich den Kindern etwas beibringe, dann ist's schon gut. Die Waldorfpädagogik lebt von diesem Bemühen um die Erkenntnis des Kindes auf Grund eines sich schulenden, um Erweiterung ringenden Bewußtseins." Hier wie in vielen ähnlichen Äußerungen aus dem Bereich der Waldorfpädagogik bedeutet es sicher - auch humanwissenschaftlich gesehen - einen Gewinn, wenn einer Verkürzung des Pädagogischen in rationalisierte ???Dressur", auch allzu sehr formalisierenden oder mathematisierenden Didaktikkonzepten, entgegengetreten wird. Menschenerkenntnis, psychologische Anschauung, Bewußtseinserweiterung haben aber im Kontext anthroposophischer Pädagogik zumindest eine innere Ausrichtung auf jene spezifischen Elemente des anthroposophischen Denkens, die den Bereich der rationalen Nachvollziehbarkeit eindeutig überschreiten und außerhalb der Anthroposophie nur als ein von der Geistigkeit der Jahrhundertwende her verständliches Konglomerat unterschiedlicher religiöser, kultureller und weltanschaulicher Vorentscheidungen verstanden werden kann. Waldorfpädagogik mutet ihren Anhängern zwar formal keine Anerkennung von Dogmen sondern nur das Training eines meditativen Bewußtseins zu, aber hinter den Dimensionen und Kriterien ihres Erkenntnisprogramms verbergen sich sehr wohl dogmatische Positionen.


2. Zur Montessoripädagogik.

Die Pädagogik der Montessorischulen leitet sich historisch nicht von einem philosophischen oder weltanschaulichen Denksystem, sondern von den praktischen Hilfsmaßnahmen der Pädagogin Maria Montessori her, die als Ärztin an der psychiatrischen Klinik in Rom um die Jahrhundertwende aus dem Werk des französischen Arztes und Lehrers E. Séguin vor allem Material für die Sinneserziehung und didaktische Anweisungen übernahm. Seit 1898 erprobte sie solche Materialien als Leiterin eines Seminars für Sonderschullehrer. Nach pädagogischen Studien ging sie ab 1907 an die Gründung von Kinderhäusern für noch nicht schulpflichtige Kinder. Ausgehend von den Schwerpunkten der Heilpädagogik für behinderte Kinder und von der Vorschulerziehung wurden die Methoden der Montessorierziehung für alle Altersstufen entwickelt. Der praktischen und theoretischen Entfaltung dieser Methoden widmete sich Frau Montessori ab 1911 bis zu ihrem Tod 1952. Kernstück der heute von der internationalen Montessori-Gesellschaft weiter gepflegten Pädagogik ist das Prinzip der ???freien Konzentration". Die Selbsterziehung des Kindes, die in den inneren Bedürfnissen der verschiedenen ???sensiblen Perioden" grundgelegt sind, soll sich in der freigewählten Tätigkeit des Kindes entfalten und verwirklichen können. Wichtig ist dabei, daß die Eigengesetzlichkeit der Gegenstände respektiert wird, daß das Kind in einem vom Erzieher geschützten und gestalteten Raum vor allem den Kontakt mit der Welt und die Liebe zu den Dingen lernt, durch die Übung der Sinne und des Tuns mit der Hand selbst zur Abstraktion findet. Dabei sind die Durchlässigkeit gegenüber einem geschlossenen Klassenunterricht und die Anregung zur freiwilligen Arbeit mit den Dingen durch besonders dafür gestaltete Montessorimaterialien besonders bedeutsam. Auch die positive pädagogische Aufnahme des kindlichen Bewegungsdranges ist für die Montessoripädagogik charakteristisch. Soweit nicht durch einen staatlichen Zwang zum Leistungsvergleich entsprechende Erfolgskontrollen erforderlich werden, wird auf die Notengebung verzichtet.. Letzeres ist ebenso wie die horizontale und vertikale Durchlässigkeit auch zur Erleichterung einer schulischen Integration behinderter und nichtbehinderter Kinder nötig (besonders negative Folgen von Rangplatzfestlegungen für den Integrationsgedanken). An die Stelle von Zeugnissen tritt ein Pensenbuch, in dem die Lerninhalte, die von den Kindern in kleinen Schritten bewältigt werden, festzuhalten sind.

In vielen formalen Details der Schulorganisation und in zahlreichen Einzelelementen der didaktischen Methoden wie auch der Auswahl und Betonung bestimmter Bildungsinhalte gibt es Parallelen zwischen der Montessori- und der Waldorfpädagogik. Dennoch sind die Zielperspektiven erheblich voneinander verschieden. Gemeinsam ist die starke Betonung der Selbsterziehung und der Freizügigkeit des Kindes im pädagogischen Prozeß. Dazu greifen die beiden Systeme vor allem zu Arbeitsschulmethoden. Während aber die Montessoripädagogik dem möglichst frei gewählten arbeitenden, erprobenden und schließlich erfassenden Umgang der Kinder mit den Dingen die Erkenntnis der Eigengesetzlichkeit der Gegenstände und der Welt zum Ziele setzt und aus dieser Zielsetzung heraus die anzubietenden Materialien bewußt und systematisch gestaltet, setzt die Waldorfpädagogik sehr viel mehr beim Selbstbewußtsein des Individuums an, um dieses durch die Dinge und die Welt hindurch auf deren geistigen Hintergrund im Sinne der anthroposophischen Weltsicht vordringen zu lassen. So erklärt es sich beispielsweise, daß die Waldorfpädagogik in bewußtem Gegensatz zu Fröbel und Montessori für das freie Spiel der Kinder einfaches und echtes Material, Gerätschaften des häuslichen Lebens fordert und eigens für Lernprozesse ausgedachte Materialien ablehnt. Geht es der Montessoripädagogik um das Erlernen vorgegebener Gesetzmäßigkeiten und Fertigkeiten durch erprobenden Nachvollzug, so zielt die Waldorfpädagogik unmittelbar darauf, daß die Dinge gewissermaßen erst im bewußten Umgang mit ihnen als eigentlicher Gegenstand hervorgebracht werden. Die Waldorfpädagogik will gewissermaßen das Instrument sein, um den Menschen zur die Dinge überschreitenden geistigen Erfahrung, Erkenntnis und Einsicht zu befreien, die Montessoripädagogik will dem Menschen helfen, sich in der Welt, so wie sie mit den Sinnen erfahrbar ist, gemeinsam mit den anderen zurechtzufinden. Die Waldorfpädagogik hat sich aus der anthroposophischen Geisteswissenschaft entwickelt und ist - durch moralische Imperative der Anthroposophie stimuliert - bis in die Bereiche der Heilpädagogik vorgedrungen. Die Montessoripädagogik ist - auch wenn sie sich heute keineswegs als Sonderpädagogik für Behinderte verstehen will - von den Ansätzen einer Lern- und Entfaltungshilfe für Lernbehinderte zum Entwurf umfassender Lehr- und Lernmethoden vorgedrungen.

Die Waldorf- und die Montessoripädagogik begegnen sich darin, daß sie der Entfaltungspotenz der menschlichen Natur und damit der Selbsttätigkeit beim lernen besonders viel zutrauen. Dennoch sehen beide die Natur des Menschen in sehr unterschiedlichen Dimensionen. Da die Montessoripädagogik bei erfaßbaren physischen, psychischen und sozialen Erfahrungsfeldern des Menschen ansetzt, bleibt sie grundsätzlich für verschiedene Gesamtwertungen der Wirklichkeit offen, können ihre pädagogischen und didaktischen Methoden sowohl von den Erziehungs- und Bildungszielen eines Schulwesens her wie auch nach funktionalen Kriterien des pädagogischen Handelns geprüft und beurteilt werden. Damit soll nicht in Abrede gestellt sein, daß beispielsweise das große Vertrauen der Montessoripädagogik in die Entfaltungskräfte der Natur philosophische und weltanschauliche Hintergründe hat. Erst recht darf nicht übersehen werden, daß manche Anhänger der Montessoripädagogik deren Methoden mit einer nur weltanschaulich zu verstehenden Absolutheit und Dynamik ins Gespräch bringen. Beide Tatbestände ändern aber nichts daran, daß es sich bei der Montessoripädagogik entscheidend um eine pädagogische Methodologie handelt, die als solche nicht notwendig mit der Option für eine bestimmte Gesamtsicht der Welt oder der Zielbestimmung des menschlichen Lebens verbunden ist.


III. Zur Vereinbarkeit der Zielsetzungen der Waldorf- und der Montessoripädagogik mit den Grundsätzen der christlichen Bekenntnisse.

Wenn nach der Skizzierung der weltanschaulichen Eigenart und Relevanz der beiden pädagogischen Systeme nunmehr ihre Vereinbarkeit mit den Grundsätzen der christlichen Bekenntnisse untersucht werden soll, so kann es selbstverständlich nicht darum gehen, etwa im einzelnen die verbindliche Glaubenslehre der katholischen Kirche oder das Glaubensverständnis der evangelisch-lutherischen Kirche zu den verschiedenen Zielformulierungen der Waldorf- und der Montessoripädagogik in Beziehung zu setzen. Auf dem Hintergrund der Bestimmung des Art. 135 der Verfassung des Freistaates Bayern muß es vor allem darum gehen, ob die dort ausgesprochene Verpflichtung zum Unterrichten und Erziehen ???nach den Grundsätzen der christlichen Bekenntnisse" erfüllt werden kann, wenn Zielsetzungen der Waldorf- und der Montessoripädagogik in wirksamer Weise in die Gestaltung der öffentlichen Volksschulen einbezogen werden sollen. Unter ???Grundsätzen der christlichen Bekenntnisse" müssen in solchem Zusammenhang neben einigen zentralen Glaubensinhalten insbesondere jene Sichtweisen von Grundsituationen, Sinn- und Zielbestimmungen des menschlichen Lebens verstanden werden, die zum Wesensbestand des christlichen Glaubens und einer von diesem Glauben getragenen Sicht der Welt und des menschlichen Lebens gehören. Zielsetzungen eines pädagogischen Systems sind mit diesen Grundsätzen unvereinbar, wenn mit dem pädagogischen System untrennbar Ziele eines religiösen Bekenntnisses oder einer Gesamtsicht der Welt und des menschlichen Lebens verbunden sind, die in einem unüberbrückbaren Widerspruch zu den Grundsätzen der christlichen Bekenntnisse stehen. Zielsetzungen eines pädagogischen Systems sind mit diesen Grundsätzen vereinbar, wenn das pädagogische System selbst von der den christlichen Bekenntnissen eigenen Sicht der Welt und des Menschen her entworfen ist, oder wenn es sich um die Systematisierung von pädagogischen und didaktischen Methoden handelt, in der die Frage letzter Erziehungsziele nicht präjudiziert wird. Nach dem über die weltanschauliche Eigenart und Relevanz der Waldorf- und der Montessoripädagogik Ausgeführten versteht es sich wohl von selbst, daß die Frage nach der Vereinbarkeit mit den Grundsätzen der christlichen Bekenntnisse nicht für beide pädagogische Systeme in der gleichen Weise beantwortet werden kann.

Die der Waldorfpädagogik wesentlich zugrundeliegende Anthroposophie trägt deutliche Züge eines religiösen oder quasireligiösen Bekenntnisses. Auch wenn die Anthroposophie den Anspruch erhebt, Wissenschaft zu sein, ist es ihr bis heute nicht gelungen, etwa das Karmagesetz oder die Akasha-Chronik in ihrer Gültigkeit bzw. Existenz nach den Kriterien wissenschaftlicher Erkenntnisse darzulegen. Sie beruft sich letztlich auf subjektiv erfahrene Offenbarungen und schränkt den Kreis der zur kritischen Prüfung Befähigten auf diejenigen ein, die sich auf dieselbe subjektive Erfahrung berufen können. Zur Anthroposophie gehört als wesentliches Element eine Christusinterpretation, die nicht nur den in den christlichen Kirchen vertretenen theologischen Interpretationen des Christusgeheimnisses widerspricht, sondern auch die entscheidenden Quellen und Kriterien jeder theologisch legitimen Christusinterpretation - nämlich die heiligen Schriften des neuen Testamentes und die frühen Zeugnisse der theologischen Entfaltung der Christusglaubens - ausdrücklich verwirft. Die Anthroposophie steht in ihren Aussagen zu den Grunddaten der Welterfahrung und des menschlichen Lebens - Schöpfung, Sünde, Rechtfertigung, Tod - in einem unüberbrückbaren Gegensatz zu den gemeinsamen Grundlagen der christlichen Bekenntnisse. Sie leugnet jegliche Bedeutung der geschichtlichen Kontinuität des christlichen Glaubens und Lebens, überlieferter Worte und heiliger, bevollmächtigter Zeichen für die Gegenwart. Es ist bis heute nicht erkennbar, daß die Waldorfpädagogik ihre Zielsetzungen unabhängig von ihren anthroposophischen Grundlagen entwerfen könnte. Die starke Subjektivität in der pädagogischen Zielsetzung, das ausschließliche Vertrauen auf die Entfaltung des eigenen geistigen Selbstbewußtseins und die Bestimmung der Zieldimensionen des geistigen Erkenntnisprozesses setzen vielmehr die anthroposophische Kosmologie, Geisteswissenschaft und Christuslehre notwendigerweise voraus. Auch die Tatsache, daß die Waldorfpädagogik neuerdings manchen bildungspolitischen und pädagogischen Trends gemeinsam mit einer christlich orientierten Anthropologie und Pädagogik entgegentritt (z.B. Abwehr einer totalen Verschulung der Vorschulerziehung, Abwehr einer verfrühten Einführung wissenschaftlich distanzierender Erkenntnisweisen, Abwehr von Perfektionismen und Bürokratismen im Berechtigungswesen, Abwehr eines Staatsmonopols im Bildungswesen) vermag nichts daran zu ändern, daß die wesentlichen inhaltlichen und formalen Zielsetzungen der Waldorfpädagogik mit den Grundsätzen der christlichen Bekenntnisse unvereinbar sind. Dieses Ergebnis kann auch nicht dadurch relativiert werden, daß auf die Tatsache des Religionsunterrichtes der christlichen Bekenntnisse in den meisten Waldorfschulen hingewiesen wird. Die Kirchen und die Religionslehrer nehmen diese Aufgabe aus Verantwortung für die Glaubensentfaltung der ihrem Dienst anvertrauten Schüler wahr. Von der Waldorfpädagogik her kann aber kein Zweifel bestehen, daß ein solcher von den Kirchen verantworteter Religionsunterricht zwar in der Konsequenz der Anerkennung einer freien Selbstbestimmung der Schüler und ihrer Eltern liegt, andererseits aber doch nur als ein zu überwindendes Durchgangsstadium auf die eigentliche, alle Religionen verneinende und damit relativierende Geisteseinsicht hin verstanden werden kann. Die prinzipielle Relativierung eines religiösen Bekenntnisses ist notwendig dessen Aufhebung und damit ein radikaler Gegensatz. In einer erzieherisch so intensiven Atmosphäre wie der der Waldorfschulen (gleicher Lehrer durch viele Jahre, Epochenunterricht usw.) wird dieses Gefälle noch mehr als in anderen, in sich pluraleren Schulsituationen wirksam. Es führt in den erziehungsintensiven Grundschuljahren zu einer zugespitzten Verschärfung des Konfliktes mit den Grundsätzen der christlichen Bekenntnisse.


Bei der Montessoripädagogik kann schon auf Grund des methodologischen Akzentes in ihrem Selbstverständnis von einer Unvereinbarkeit mit den Grundsätzen der christlichen Bekenntnisse nicht die Rede sein. Es stellt sich allerdings die Frage, inwieweit es möglich ist, Inhalte des christlichen Glaubens oder spezifisch christliche Antworten auf die Sinn- und Zielfragen des Lebens mit der Methode der Montessoripädagogik zu vermitteln und inwieweit somit eine umfassende Adaption dieser Methoden die Möglichkeiten einer positiven Entfaltung christlicher Bildungs- und Erziehungselemente behindert. In dieser Form deckt sich die Frage weitgehend mit der umfassenderen, ob es auch dort noch möglich ist, die Montessorimethoden anzuwenden, wo man sich auf die Steuerung der kindlichen Motivation durch die psychischen Bedürfnisse nicht mehr verlassen kann und wo es problematisch wird, das Ziel des kindlichen Tätigkeitsdranges als den Wunsch des Kindes auszulegen, seine Sinnesfunktionen und Denkfähigkeiten zu üben. Je mannigfacher die inhaltliche Fülle des Lebens von außen her die Handlungsmotive des Kindes anregt, je differenzierter Lehrinhalte zu reflektieren, je komplexer Lernziele zu verwirklichen sind, um so schwieriger wird es sein, sachlich entsprechende und hinreichend attraktive Arbeitsmaterialien als Selbstbildungsmittel einzusetzen. Damit ist dann freilich eine primär pädagogische und didaktische Frage gestellt, die erst an den Grenzen des Realisierbaren zu einer Grundsatzfrage wird.


IV. Zum Problem des Einbeziehens der Waldorf- und der Montessoripädagogik in die Gestaltung des Unterrichtes an öffentlichen Schulen, insbesondere Grundschulen.


Aus dem Vorstehenden ist deutlich geworden, daß dem Einbeziehen der Zielsetzungen der Waldorf- und der Montessoripädagogik in die Lehrplan- und Organisationsentwicklung sowie in die Lehrerfortbildung für öffentliche Volksschulen von der Frage der Vereinbarkeit dieser Zielsetzungen mit den Grundsätzen der christlichen Bekenntnisse her deutliche Grenzen gezogen sind. Eine Einbeziehung der Zielsetzungen der Waldorfpädagogik ist wegen des Widerstreits der anthroposophischen Grundlagen und Zielorientierungen zu den Grundlagen der christlichen Bekenntnisse ausgeschlossen. Das gilt für den Gesamtbereich der öffentlichen Volksschulen, in hervorgehobener Weise für die erziehungsintensiven Grundschuljahre. Einer Einbeziehung der Zielsetzungen der Montessoripädagogik steht dieses Hindernis nicht entgegen. Wohl bleibt hier zu prüfen, ob und inwieweit die Montessoripädagogik als Methode hinreicht, um den Anforderungen zu genügen, die an das öffentliche Schulwesen - nicht nur aber auch unter der Rücksicht des Unterrichtens und Erziehens nach den Grundsätzen der christlichen Bekenntnisse - zu stellen sind.

Die abgrenzende Stellungnahme zur Waldorfpädagogik muß gegen zwei mögliche Mißverständnisse abgesichert werden: Selbstverständlich ist damit nicht zur Qualität oder gar zur Existenzberechtigung von Waldorfschulen in privater Trägerschaft negativ Stellung genommen. Für sie gilt nicht die Bestimmung Art. 135 der Verfassung des Freistaates Bayern. Die Frage der Vereinbarkeit der Waldorfpädagogik mit den Grundsätzen der christlichen Bekenntnisse ist in diesem Fall den Eltern und den Schülern, nicht dem Staat aufgegeben. Der Staat wird Schulen in freier Trägerschaft nur nach Kriterien der allgemeinen verfassungsrechtlichen und gesetzlichen Ordnung und nach ihrer pädagogischen Leistungsfähigkeit beurteilen. Die abgrenzende Stellungnahme besagt auch nicht, daß nicht einzelne Elemente der Schulorganisation, der Pädagogik und Didaktik, wie sie an Waldorfschulen gegeben sind, auf ihre organisatorische oder pädagogische Qualität hin geprüft und gegebenenfalls übernommen werden könnten. Kriterien müssen in einem solchen Fall freilich ausschließlich die rechtlichen, pädagogischen und didaktischen Anforderungen an die Schulorganisation und an den Unterricht der öffentlichen Schulen sowie nachprüfbare human- oder sozialwissenschaftliche Maßstäbe sein. Nicht die Zielsetzung der Waldorfschulen würde so in die Entwicklung des öffentlichen Schulwesens einbezogen, sondern allenfalls dieses oder jenes Element der Organisation oder der Lehr- und Lernmethoden, dessen Zweckmäßigkeit durch kompetente wissenschaftliche Untersuchungen erhärtet, dessen Verantwortbarkeit in öffentlichen Schulen rechtlich geprüft ist. Voraussetzung wäre, daß es sich um Elemente der Organisation oder der pädagogischen Methode handelt, für die ihr Stellenwert im Gefüge der anthroposophischen Zielsetzungen der Waldorfpädagogik sachlich irrelevent bleibt, weil sie in davon unabhängigen Erkenntnissen oder Erfahrungen begründet sind. Im Ergebnis dürfte es allerdings Elemente solcher Art kaum geben, die nicht auch schon anderwärts in der Schulpraxis oder in Modellversuchen erprobt worden sind.

Unabhängig von der Frage der Vereinbarkeit der beiden hier zur Erörterung stehenden pädagogischen Systeme mit den Grundsätzen der christlichen Bekenntnisse stellt sich freilich vor einer Einbeziehung ihrer Zielsetzungen in die Entwicklung der öffentlichen Schulen noch ein Problem, dessen Bearbeitung die fachliche Kompetenz des unterzeichneten Gutachters überschreitet, das aber immerhin genannt werden soll: Der Waldorf- und der Montessoripädagogik ist es bis zu einem gewissen Grade gemeinsam, daß sie sich sowohl gegen curriculare Festlegungen wie gegen die im öffentlichen Schulwesen übliche Leistungsbewertung wenden. Offensichtlich handelt es sich in beiden Fällen nicht um mehr oder weniger zufällige Positionen zu einer pragmatisch zu beurteilenden Frage, sondern um integrierende Bestandteile des pädagogischen Gesamtkonzeptes. Für Schulen in freier Trägerschaft konnten hier bisher immer Wege gefunden werden, die auch bei einem geringeren Verbindlichkeitsgrad der Curricula für die einzelnen Lehrer und beim weitgehenden Verzicht auf ein Benotungssystem die Einhaltung der von der staatlichen Aufsicht zu fordernden Vergleichbarkeit der schulischen Leistungen gewährleistete. Zum Teil haben dazu pädagogische Begleitforschungen nicht unerheblich beigetragen. Waren die von der staatlichen Aufsicht her unerläßlichen Konditionen im Bereich der Schulen in freier Trägerschaft nicht immer leicht zu erfüllen, so dürfte sich die angesprochene Problematik im Falle einer weitergehenden Übernahme in das öffentliche Schulwesen überproportional verstärken. Die Zurückhaltung in der Festlegung curricularer Verbindlichkeiten und der Verzicht auf eine in Benotungen ausdrückbare Leistungsmessung kann nämlich an Schulen in freier Trägerschaft mindestens zum Teil durch den Konsens in der pädagogischen Zielsetzung und im pädagogischen Elan der Lehrerschaft sowie durch eine besonders intensive Kooperation der Elternschaft ausgeglichen werden. Solche Voraussetzungen sind auf das öffentliche Schulwesen nicht im gleichen Umfang übertragbar. Im Falle der anthroposophischen Zielsetzungen der Waldorfpädagogik wäre dies für die öffentlichen Volksschulen sogar verfassungsrechtlich unzulässig. Überall, wo der Staat nicht nur aufsichtlich sondern als Schulträger tätig wird, kann er um des Schutzes der Freiheitsrechte der Staatsbürger willen nicht darauf verzichten, durch den Erlaß von Lehrplänen von sich aus inhaltlich normierend in die Gestaltung des Unterrichtes und der Erziehung einzugreifen. Um des Gesamtwohles willen muß er auch an den Lehrplänen orientierte und gerechte Leistungskontrollen fordern. Es ist hier nicht der Ort, die Schwierigkeiten darzustellen, denen heute in einer pluralistischen Gesellschaft und angesichts der zunehmenden Differenzierungen der didaktischen Methoden wie der wissenschaftlichen Grundlagen für die Lehrinhalte die Wahrnehmung der normierenden Aufgabe des Staates begegnet. Auf keinen Fall können aber solche Schwierigkeiten dadurch gelöst werden, daß der Staat als Schulträger zugunsten der Willkür einer unbegrenzten pädagogischen Autonomie überhaupt auf Normierungen verzichtet. Durch die Zulassung von Willkür würde der Staat seine eigenen Verpflichtungen für Unterricht und Erziehung an den öffentlichen Schulen ganz allgemein und für die Orientierung der öffentlichen Volksschulen an den Grundsätzen der christlichen Bekenntnisse verletzen. Insoferne sind durch die Forderung einer Einbeziehung der Zielsetzungen der Waldorf- und der Montessoripädagogik in die Entwicklung des öffentlichen Schulwesens auch schwerwiegende schulrechtliche Probleme gestellt. Die Einbeziehung der Zielsetzungen der beiden pädagogischen Systeme muß sich generell insoweit verbieten als durch sie die notwendige normierende Funktion des Staates und damit die Erfüllung der ihm eigenen Aufgaben im öffentlichen Schulwesen in Frage gestellt wird.


Zusammenfassung:

Abschließend dürfen die Ergebnisse der gutachtlichen Stellungnahme in einer knappen und thesenartigen Beantwortung der beiden vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus gestellten Fragen zusammengefaßt werden:

1. Die Frage nach der Möglichkeit einer Einbeziehung der Montessori- und der Waldorfpädagogik in den Unterricht an öffentlichen Volksschulen, insbesondere an den Grundschulen kann nicht einheitlich beantwortet werden. Da sich die Montessoripädagogik primär als pädagogische und didaktische Methodologie versteht und sich auch in ihrer Begründung im wesentlichen auf pädagogische und didaktische Kriterien bezieht, stehen der Prüfung, Erprobung und gegebenenfalls auch Übernahme von organisatorischen oder methodischen Elementen der Montessoripädagogik keine grundsätzlichen Hindernisse entgegen. Es bleibt allerdings zu prüfen, ob in öffentlichen Volksschulen generell die notwendigen Voraussetzungen für eine breitere Einbeziehung der Montessoripädagogik auf seiten der Lehrer und der Elternschaft gegeben sind oder erreicht werden können. Außerdem bleibt zu prüfen, ob die Montessoripädagogik über heilpädagogische Situationen, über das Vorschulalter und die Grundschuljahre hinaus zur Vermittlung der zu fordernden Lehrinhalte und zur Aneignung der zu erlernenden Fertigkeiten geeignet ist. Voraussetzung einer Einbeziehung der Montessoripädagogik muß es zudem sein, daß die Wahrnehmung der inhaltlich normierenden und die schulischen Leistungen kontrollierenden Aufgaben des Staates als Schulträger nicht behindert wird. - Die Einbeziehung der Zielsetzungen der Waldorfpädagogik kann demgegenüber für das öffentlichen Schulwesen aus grundsätzlichen Erwägungen generell nicht in Betracht gezogen werden. Da die Zielsetzungen der Waldorfpädagogik in einem unlösbaren Zusammenhang mit der Anthroposophie als metarationaler Gesamtanschauung der Welt und des menschlichen Lebens stehen, müßte ihre Einbeziehung zu einem Konflikt mit dem Staat als Schulträger in einer pluralistischen Gesellschaft obliegenden Verpflichtungen, im Falle der öffentlichen Volksschulen insbesondere zu einem Konflikt mit der von der Verfassung des Freistaates Bayern aufgegebenen Orientierung an den Grundsätzen der christlichen Bekenntnisse führen. Dies gilt in besonderem Maße für die erziehungsintensiven Grundschuljahre. Einzelne organisatorische oder methodologische Elemente des Unterrichts an Waldorfschulen können nur dann für eine Einbeziehung in den Unterricht an öffentlichen Schulen, insbesondere an öffentlichen Volksschulen und für die Grundschuljahre in Erwägung gezogen werden, wenn ihre Zweckmäßigkeit durch die wissenschaftliche Pädagogik erhärtet und ihre Verantwortbarkeit in öffentlichen Schulen rechtlich geprüft ist. Einer Einbeziehungen der Zielsetzung der Waldorfpädagogik in das öffentliche Schulwesen steht auch der Umstand entgegen, daß der Staat als Schulträger einerseits den Konsens der Lehrerschaft über Grundpositionen anthroposophischer Pädagogik weder voraussetzen noch fördern, andererseits aber den für die Waldorfpädagogik konstitutiven Freiraum von curricularen Festlegungen und entsprechenden Leistungskontrollen nicht gewähren kann.

2. Die Zielsetzungen der Montessoripädagogik sind prinzipiell mit den Grundsätzen der christlichen Bekenntnisse vereinbar. Zu prüfen bleibt, inwieweit die Methoden der Montessoripädagogik zur Vermittlung wesentlicher Inhalte dieser Grundsätze didaktisch geeignet sind. Nur insoweit ein Ausschließlichkeitsanspruch für die Methoden der Montessoripädagogik erhoben wird, kann an den Grenzen der didaktischen Vermittlungsfunktion ein Konflikt mit den Grundsätzen der christlichen Bekenntnisse entstehen. Die Zielsetzungen der Waldorfpädagogik sind wegen deren anthroposophischer Ausrichtung mit den Grundsätzen der christlichen Bekenntnisse nicht vereinbar. Das schließt nicht aus, daß einzelne Erfahrungen aus dem Bereich der Waldorfschulen zu fruchtbaren Impulsen für ein Unterrichten und Erziehen führen können, das sich den Grundsätzen der christlichen Bekenntnisse verpflichtet weiß.


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Gutachten des bayerischen Kultusministeriums über die Waldorfpädagogik (I)



Gutachten Seite 2


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Gruß Paraneua-Bioeule!


 
1804)
Jetzt wissen wir, warum i
aus
30.03.03 14:03
 
eMail:

Nachricht:

.. natürlich will man sich wertvoller Anregungen durchaus bedienen?
Rudolf steiner nannte ein solches Vorgehen wohl mit Recht "plagiatorisch"!

Montessori-Waldorf ohne Rudolf Steiners Anthroposophie? Erlaubt ist für die "Göttlichkeit des Ökonomismus" (FAZ!) was mir nützt?

Gruß Paraneua-Bioeule!
 
1803)
Was bezwecken die neuen i
aus
30.03.03 13:42
 
eMail:

Nachricht:

Eine "Ahrimanisierung" zulasten unseres Bewusstseins!

Gruß Paraneua-Bioeule!
 
1802)
Unsichtbarekirchechristi.
aus
30.03.03 11:31
 
eMail:

Nachricht:

Viele herzliche Sonntagsgrüße von araneua-Bioeule!

(Dass der Hitzähler kaltgestellt wurde, braucht uns nicht zu stören! www.paraneua.de: Gelobt sei, was gehackt wird!
 
1801)
"Jesuitische" U"Universal
aus
29.03.03 17:44
 
eMail:

Nachricht:

3062.) Name: "Jesuitische" Universalfaulheit als Grund für Kriegstreiberei und Scheinheiligkeit? Datum: Samstag, der 29. März, 2003 um 17 Uhr 43
Homepage: http://www.paraneua.de/universalfaulheit.htm E-Mail: keine e-Mail
Für die, die nicht arbeiten wollen,
ist es klar, dass nach Deutsch-Ordens-Rezept die Hosensäcke über finanzielle Umverlagerungen füllen sollen?
Krieg ist ein "lohnend" Geschäft!
Auch der Schwarze Peter wurde weltjesuitisch für diesmal gezwungen? mit Amerika besetzt?
Drogen- und Waffen-Mafia werden wie nach dem 11. September in Afghanistan diesmal am anderen Ort vielleicht profitieren?
Der Welt-Jesuitismus wird seine Hände in affektierter Unschuld zu waschen probieren?
Man braucht nicht immer in Basel einen Lenin ins versiegelte Zugabteil setzen!
Man kann über geheime Anordnungen Länder in Kriege hetzen!
Von der "Göttlichkeit" des Profitismus spricht FAZ?
Das ist etwas für die auf dem Faulheits-Lotterbett?
Der Welt-Jesuitismus hat schon seine amerikanischen "Juden-Christen" als Schwarzen-Peter und Feindbild von morgen?
Dem werden es die neugnostischen, polnischen "Jesuiten" aber besorgen!
Der Mörder war immer der "Jude"?
Der "Jesuitismus" ist etwas für die säkulare Schreibtisch-Computer-Bude!
Jesuitischer Sozialismus spätestens seit Alighiero Tondi die linken Friedensbewegungen mit Lippenbekenntnissen füttert!
füttert!
Es wirken die mit gutem Magen in Kriegszeiten trotz gegenteilig wirkender Friedens-Parolen nur wenig zerknittert!
Nehmen wir einmal an, dass Schopenhauer samt seinem Willen und Vorstellung ein "Jesuit" nur war,
da passt die Ablehnung durch Goethe trotz anfänglicher Sympathie bei schopenhauerischen Prämissen des Lichts als Wille und Vorstellung "wunderbar"! (Deutscher Geist, Suhrkamp-Verlag!)
Die "Missbrauchs"-Ethik traf nicht nur den Bischof Groer!
Solch Strategien auch Amerika auf seinen katholischen Bischofssitzen erfuhr!
Verleumdung ist bei solcher Moral ein einträglich Geschäft!
Ist etwas dran, so ist's den "Jesuits" nur recht!
Ich hab' heut wieder von Herrn Mersch sein schwülstig Umschau-Blatt:
Wohl dem, der seinen Steiner Rudi hat!
Er lehrt uns mystisch realistisch,
damit das säkulare Christentum uns nicht enterbt gar "jesuitisch"!
Im Gegensatz zu Herrn Merschs Ansichten im "jesuitischen" Lager:
Ich les' im Tb 713 von Rudolf Steiner auf S.85:
Wie esoterisch-exoterisch die Messe zweigeteilt war einst für Kirchenbesucher erfahrbar!
Wer noch nicht war ein Transsubstant,
dem wurde Teilnahme am Offertorium nicht zuerkannt!
Was jetzt in Kirchen wirkt so "demokratisch" und jooß-jesuitisch (Miesbach!?)
Das ist für den, der Strategien kennt, nicht unbedingt nicht menschlich nur und "sehr sympathisch"!
Dann lässt man einen Deschner und 'nen Drewermann noch kommen,
die wie Hyänen sich stürzen auf das, was "säkular" bewusst man liess verrotten und verkommen!
Ich hab' als Abraham Santa Clara die Abend-Vesper hier beendet!
Doch ist damit nicht wie bei "Logen"-Leuten die Wahrheit auch im Ansatz nur gepfändet!
Gruß Paraneua-Bioeule!

 
1800)
Fund bei GOOGLE:
aus
29.03.03 11:10
 
eMail:

Nachricht:

Sollte Rudolf Steiner als der Herausgeber der Farbenlehre Goethes in der Sophien-Ausgabe hier nicht auch eine wichtige Rolle gespielt haben?

Gruß Paraneua-Bioeule!
 
1799)
Paraneua-Bioeules neues "
aus
29.03.03 11:01
 
eMail:

Nachricht:

Sozial ist, wer ...
Erkenntnisse schafft!

(Frei nach Edmund Stouber und Rudolf Steiner!)

Gruß Paraneua-Bioeule!
 
1798)
Bioeule Bilder: "Sozial i
aus
29.03.03 10:17
 
eMail:

Nachricht:


Registrierung erfolgreich!

Die Domain wurde erfolgreich registriert.

Die Domain www.bioeulebilder.de.ms wurde erfolgreich auf Ihren Namen registriert.

Name: Elisabeth S. Jacobi

 
1797)
Sozial ist, wer ...
aus
29.03.03 9:57
 
eMail:

Nachricht:

Erkenntnisse schafft!
(Frei nach Edmund Stoiber und Rudolf Steiner!)
www.bioeule.de
www.paraneua.de

Ob mir diesmal die Hacker meine Bilddateien ungeschoren lassen? Ich versuche gerade, alle "tif"s aus den Gästebüchern zu löschen, damit Ihr Computer nicht abstürzt!
Weisse Rose Aktuell! Gelobt sei, was gehackt wird!
 
1796)
Test!
aus
28.03.03 16:07
 
eMail:

Nachricht:

Gruß Paraneua-Bioeule!
 
1795)
Statt getürkter Politik m
aus
28.03.03 12:24
 
eMail:

Nachricht:

http://www.anthroposophy.com/Steinerwerke/Steiner-GA23-08.html

Gruß Paraneua-Bioeule!
 
1794)
Positives im Zeitalter de
aus
27.03.03 8:54
 
eMail:

Nachricht:

www.paraneua.de/archiv1.htm
 
1793)
sozialwerkenntnisseschaff
aus
27.03.03 8:48
 
eMail:

Nachricht:



Nachricht:
Im "Zeitalter der Lüge" (Rudolf Steiner)
gilt es als Strategeme nekrophiler Politik, dass Einer den Andren nach dem Masse "Wer- lügt-am-Besten" betrüge!?
Was enthielt die inzwischen verweigerte GMX-Download-Datei:
Ich teile Ihnen mein "jesuitisch" im Netz blockiertes geistiges Eigentum mit:
Ich bin so frei!
Die neuen "Sozialismen" zeigen sich gegenüber Paraneua-Bioeules "Sozialismus" etwas genant?
Meine neue Visitenkarte "jesuitische" Hacker fand?
Ich habe Gerrn Stoibers Wahlspruch ein wenig geändert!
Ihn kurze Zeit ungehindert übers Netz gesendet!
"Sozial ist, wer Erkenntnisse schafft!
www.bioeule.de
www.paraneua.de"
Das ist der Text,
der mir samt Sonne und dem farblich abgestuften Worten wurde weggehext!?
So haben wir keine Neigungen bei den aktuellen Kriegs-"Sozialismen"
für freie Erkenntnisse individuelle Fähnchen lassen zu hissen?
"Gelobt sei, was gehackt wird!"
Ich nehme dies wieder als ein von "jesuitschen" Machenschaften gespendetes, sophistisches Lob!
Finanzträchtig nicht nur man im Zusammenhang mit dem Irak-Krieg gewisse mafiose Strukturen wob!
1 Milliarde schon einmal für die Türkei!
Für Sie und mich ist nichts dabei!
Es gilt die östereichische Prämisse von der konzertierten Aktion der Hosensäcke!
Sie verlagert Kapital um für ihre Zwecke!
Aber vielleicht werden wir ja in den oberen Etagen am Wiederaufbau beteiligt?
Auf Wünsche wirklicher Sozialisierung reagieren gewisse Gremien mit Hackern pikiert und beleidigt!
"Sozialwerkenntnisseschafft.de.ms"!
Das hat die inzwischen über alle Kanäle des Montessori-Jooß-Gandhi-Welttheosophentum mit seinen erbärmlichen "Sozialisierungen" und Verleumdungen der Rudolf-Steiner-Schriften nicht geschafft!
Statt dessen reicht man uns Frankfurter soziologische Studien!
Schafft über "jesuitisch"-getürkte Aktionen gegen den Protest wirklicher Juden ein neues Judien?
Die man durchaus findet in Paraquay!
Der Autor des Romans über diese ist samt Holocaust-Formel dabei!
Im Nebel solcher "Hochwälder"
wird gekämpft nebulos wie im Sandstürmen des Irak für Razzien "Nimm-was-du-willst" für die gedungenen Knechte als Zwischengehälter?
Keinen "sozialen" Staat!?
Amerika endlich? über seine Kriege uns als Zahlmeister über Sparaktionen in der Bürger-Politik hat!
Löst sie von ihren Sozialismen wie vom lästigen Kropf!?
Die Eine-Welt schätzt Gelder aus Hosensäcken in einem Topf!
Auch die "Behinderten"-Arbeit wird es bekommen zu spüren!
Man wird sie über kostensparende Montessoris und Jooße ganz neuen irdischen Paradiesen zuführen!
St.Michael heisst's, sei katholisch in die Küch' verbannt?
Man hat sich jetzt zur aktuellen "Diskurs-Ethik" bekannt?
Sie fragen, welche Gesinnung dieser zugrundeliegt?
Es ist der zeitlos Nizamulmulk-Macchiavelli-Darwin, der hier türkt!
Was gibt es jetzt für Seelentrost?
Die Metanoia mit Mutabor uns erlöst!
Ich hab' sie für uns ins www.paraneua.de/archiv1.htm gebracht:
Noch wurd' ich hier um meine Funktionen nicht gebracht!

Gruß Paraneua-Bioeule!
 
1792)
Sozial ist, wer Erkenntni
aus
27.03.03 8:40
 
eMail:

Nachricht:


Das Gästebuch hat bisher 4032 Besucher und 1253 Einträge.





1253) Sozial ist, wer Erkenntnisse schafft! (Frei nach Herrn Stoiber und
Rudolf Steiner!) aus Kein 27.03.03 - 8:32
eMail: Keine URL: http://www.sozialwerkenntnisseschafft.de.ms

Nachricht:
Gruß Paraneua-Bioeule!
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>> >


"
Ende!
"Sozial ist, wer Erkenntnisse schafft"!


1252) Fehlermeldung für Paraneua-Bioeules Netz-Botschaft? aus Kein 27.03.03
- 8:13
eMail: Keine URL: http://www.paraneua.de/popup.htm

Nachricht:
Im "Zeitalter der Lüge" (Rudolf Steiner)
gilt es als Strategeme nekrophiler Politik, dass Einer den Andren nach dem
Masse "wer lügt am besten" betrüge!?
Was enthielt die inzwischen verweigerte GMX-Download-Datei:
Ich teile Ihnen mein "jesuitisch"im Netz blockiertes geistiges Eigentum mit:
Ich bin so frei!
Die neuen "Sozialismen" zeigen sich gegenüber Paraneua-Bioeules
"Sozialismus" etwas genannt?
Meine neue Visitenkarte "jesuitische" Hacker fand?
Ich habe Gerrn Stoibers Wahlspruch ein wenig geändert!
Ihn kurze Zeit ungehindert übers Netz gesendet!
"Sozial ist, wer Erkenntnisse schafft!
www.bioeule.de
www.paraneua.de"
Das ist der Text,
der mir samt Sonne und dem farblich abgestuften Worten wurde weggehext!?
So haben wir keine Neigungen bei den aktuellen Kriegs-"Sozialismen"
für freie Erkenntnisse individuelle Fähnchen lassen zu hissen?
"Gelobt sei, was gehackt wird!"
Ich nehme dies wieder als ein von "jesuitschen" Machenschaften gespendetes,
sophistisches Lob!
Finanzträchtig nicht nur man im Zusammenhang mit dem Irak-Krieg gewisse
mafiose Strukturen wob!
1 Milliarde schon einmal für die Türkei!
Für Sie und mich ist nichts dabei!
Es gilt die östreichische Prämisse von der konzertierten Aktion der
Hosensäcke!
Sie verlagert Kapital um für ihre Zwecke!
Aber vielleicht werden wir ja in den oberen Etagen am Wiederaufbau
beteiligt?
Auf Wünsche wirklicher Sozialisierung reagieren gewisse Gremien mit Hackern
pikiert und beleidigt!
"Sozialwerkenntnisseschafft.de.ms"!
Das hat die inzwischen über alle Kanäle des
Montessori-Jooß-Gandhi-Welttheosophentum mit seinen erbärmlichen "Sozialisierungen" und Verleumdungen der
Rudolf-Steiner-Schriften nicht geschafft!
Statt dessen reicht man uns Frankfurter soziologische Studien!
Schafft über "jesuitisch"-getürkte Aktionen gegen den Protest wirklicher
Juden ein neues Judien?
Die man durchaus findet in Paraquay!
Der Autor des Romans über diese ist samt Holocaust-Formel dabei!
Im Nebel solcher "Hochwälder"
wird gekämpft nebulos wie im Sandstürmen des Irak für Razzien
"Nimm-was-du-willst" für die gedungenen Knechte als Zwischengehälter?
Keinen "sozialen" Staat!?
Amerika endlich? über seine Kriege uns als Zahlmeister über Sparaktionen in
der Bürger-Politik hat!
Löst sie von ihren Sozialismen wie vom lästigen Kropf!?
Die Eine-Welt schätz Gelder aus Hosensäcken in einem Topf!
Auch die "Behinderten"-Arbeit wird es bekommen zu spüren!
Man wird sie über kostensparende Montessoris und Jooße ganz neuen irdischen
Paradiesen zuführen!
St.Michael heisst's, sei katholisch in die Küch' verbannt?
Man hat sich jetzt zur "Diskurs-Ethik" bekannt?
Sie fragen, welche Gesinnung dieser zugrundeliegt?
Es ist der zeitlos Nizamulmulk-Macchiavelli-Darwin, der hier türkt!
Was gibt es jetzt für Seelentrost?
Die Metanoia mit Mutabor uns erlöst!
Ich hab' sie für uns ins www.paraneua.de/archiv1.htm gebracht:
Noch wurd' ich hier um meine Funktionen nicht gebracht!

Gruß Paraneua-Bioeule!


 
1791)
Fehlermeldung für Paraneu
aus
27.03.03 8:13
 
eMail:

Nachricht:

Im "Zeitalter der Lüge" (Rudolf Steiner)
gilt es als Strategeme nekrophiler Politik, dass Einer den Andren nach dem Masse "wer lügt am besten" betrüge!?
Was enthielt die inzwischen verweigerte GMX-Download-Datei:
Ich teile Ihnen mein "jesuitisch"im Netz blockiertes geistiges Eigentum mit:
Ich bin so frei!
Die neuen "Sozialismen" zeigen sich gegenüber Paraneua-Bioeules "Sozialismus" etwas genannt?
Meine neue Visitenkarte "jesuitische" Hacker fand?
Ich habe Gerrn Stoibers Wahlspruch ein wenig geändert!
Ihn kurze Zeit ungehindert übers Netz gesendet!
"Sozial ist, wer Erkenntnisse schafft!
www.bioeule.de
www.paraneua.de"
Das ist der Text,
der mir samt Sonne und dem farblich abgestuften Worten wurde weggehext!?
So haben wir keine Neigungen bei den aktuellen Kriegs-"Sozialismen"
für freie Erkenntnisse individuelle Fähnchen lassen zu hissen?
"Gelobt sei, was gehackt wird!"
Ich nehme dies wieder als ein von "jesuitschen" Machenschaften gespendetes, sophistisches Lob!
Finanzträchtig nicht nur man im Zusammenhang mit dem Irak-Krieg gewisse mafiose Strukturen wob!
1 Milliarde schon einmal für die Türkei!
Für Sie und mich ist nichts dabei!
Es gilt die östreichische Prämisse von der konzertierten Aktion der Hosensäcke!
Sie verlagert Kapital um für ihre Zwecke!
Aber vielleicht werden wir ja in den oberen Etagen am Wiederaufbau beteiligt?
Auf Wünsche wirklicher Sozialisierung reagieren gewisse Gremien mit Hackern pikiert und beleidigt!
"Sozialwerkenntnisseschafft.de.ms"!
Das hat die inzwischen über alle Kanäle des Montessori-Jooß-Gandhi-Welttheosophentum mit seinen erbärmlichen "Sozialisierungen" und Verleumdungen der Rudolf-Steiner-Schriften nicht geschafft!
Statt dessen reicht man uns Frankfurter soziologische Studien!
Schafft über "jesuitisch"-getürkte Aktionen gegen den Protest wirklicher Juden ein neues Judien?
Die man durchaus findet in Paraquay!
Der Autor des Romans über diese ist samt Holocaust-Formel dabei!
Im Nebel solcher "Hochwälder"
wird gekämpft nebulos wie im Sandstürmen des Irak für Razzien "Nimm-was-du-willst" für die gedungenen Knechte als Zwischengehälter?
Keinen "sozialen" Staat!?
Amerika endlich? über seine Kriege uns als Zahlmeister über Sparaktionen in der Bürger-Politik hat!
Löst sie von ihren Sozialismen wie vom lästigen Kropf!?
Die Eine-Welt schätz Gelder aus Hosensäcken in einem Topf!
Auch die "Behinderten"-Arbeit wird es bekommen zu spüren!
Man wird sie über kostensparende Montessoris und Jooße ganz neuen irdischen Paradiesen zuführen!
St.Michael heisst's, sei katholisch in die Küch' verbannt?
Man hat sich jetzt zur "Diskurs-Ethik" bekannt?
Sie fragen, welche Gesinnung dieser zugrundeliegt?
Es ist der zeitlos Nizamulmulk-Macchiavelli-Darwin, der hier türkt!
Was gibt es jetzt für Seelentrost?
Die Metanoia mit Mutabor uns erlöst!
Ich hab' sie für uns ins www.paraneua.de/archiv1.htm gebracht:
Noch wurd' ich hier um meine Funktionen nicht gebracht!

Gruß Paraneua-Bioeule!

 
1790)
Download für paraneua.de/
aus
26.03.03 17:53
 
eMail:

Nachricht:

Download für www.paraneua.de/popup.htm:







 


 
Attachment-Download


 
 


 
  Absender:

 
Elisabeth Jacobi <jacobi.miesbach@gmx.de>


 
 


 
  Datei-Name:

 
sozial2.htm


 
 


 
 
 




 



 
 
 
 
 
 
 
 

 
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Ende!

Gruß Paraneua!
 
1789)
Test!
aus
26.03.03 16:39
 
eMail:

Nachricht:

Test!

Gruß Paraneua-Bioeule!
 
1788)
Test!
aus
26.03.03 10:16
 
eMail:

Nachricht:

www.beepworld.de/cgi-bin/hp/gaestebuch.pl?userid=983088
 
1787)
bleibt das gästebuch von
aus
26.03.03 8:12
 
eMail:

Nachricht:

www.beepworld.de/cgi-bin/hp/gaestebuch.pl?userid=76967

Gruß Bioeule-Aktuell!
 
1786)
serdar somuncu und die ku
aus
25.03.03 11:09
 
eMail:

Nachricht:


Serdar Somuncu:
???Ich empfinde überhaupt keine Scheu“


Der Schauspieler Sedar Somuncu liest seit vier Jahren Passagen aus dem Buch Mein Kampf vor. Rainer Meyer hat ihn während seiner Tournee besucht und ihm nach Erfahrungen und Reaktionen befragt.

Aufbau: Herr Somuncu, was ist Ihre Lieblingspassage aus mein Kampf?
Sedar Somuncu: Meine Lieblingspassage aus mein Kampf ist ???Volk und Rasse“, insbesondere der Satz ???es liegen die Eier des Kolumbus zu hunderttausenden herum, nur die Kolumbusse selbst sind seltener zu treffen“ (lacht).
Aufbau: Was empfinden Sie, wenn Sie öffentlich Hitler vortragen?
Somuncu: Mir macht es Spaß, weil Hitler als Schauspielvorlage sehr gut geeignet ist, und da ich den Bezug zu Hitler nicht in dem Masse habe wie Menschen, in deren Verwandschaft ehemalige NSDAP-Mitglieder leben, kann ich das auch mit einer gewissen Distanziertheit betrachten: Der Distanziertheit des Schauspielers, der sein Objekt zum Rollenstudium beobachtet.
Aufbau: Haben Sie Angst, wenn sie aus Hitlers Mein Kampf vorlesen?
Somuncu: Nein, Angst habe ich keine.
Aufbau: ???Mein Kampf“ darf in Deutschland nicht gehandelt werden. Haben Sie nicht, wie viele Deutsche, ein etwas seltsames Gefühl dabei?
Somuncu: Nein. Mir ist es auch angenehmer zu wissen, wer vor mir sitzt und mit wem ich es zu tun habe, als über Phantome zu reden. Ich weiß natürlich, daß das Buch im Ausland oder im Internet zu haben ist. Aber dennoch tut ein großer Teil der Gesellschaft so, als würde das Buch nicht existieren.
Insofern empfinde ich überhaupt keine Scheu, wenn ich das vortrage. Ich halte das für die Verantwortung eines jeden denkenden Menschen darauf hinzuweisen, daß wir auch 50 Jahre danach nicht in der Lage sind, uns reif und erwachsen mit unserer Geschichte auseinanderzusetzen. Es ist eine offene Wunde, und wer so tut, als ware die Sache abgehandelt, der irrt. Die Sache ist nicht abgehandelt. Da sind noch viele Dinge aufzuarbeiten.
Aufbau: Wie reagiert das deutsche Publikum darauf, daß sie als in Deutschland lebender Türke ???Mein Kampf“ vorlesen?
Somuncu: Ich selbst betrachte mich nicht als Türke oder Deutscher; ich mache das als Mensch, als Schauspieler. Aber die Zuschauer sehen schon zwischen mir und der türkischen Regierung nationale Verbindungen, wenn sie mir vorwerfen, daß ich auch etwas gegen das Kurdenproblem unternehmen könnte, wenn ich mich schon in die Angelegenheiten der Deutschen einmische.
Ich finde es sehr spannend zu sehen, daß Menschen in die Vorstellungen kommen, die nicht wissen was in diesem verdammten Buch steht, und dann entsetzt feststellen, was denn nun wirklich drinsteht: Nämlich 1000 Seiten Schwachsinn.
Aufbau: Was ist ihr Lieblingsbuch?
Sonuncu (lacht): Robin Hood, der Rächer der Armen und Enterbten.





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Ende!

Gruß Paraneua-Bioeule! Somuncu bezeichnet alles, was mit Weimar und Goethe zusammenhängt, als "Sch...!"! Wie geht er mit Goethes von der Computer-Technologie umgesetzten Farb-"Theologie" um? Wie Schopenhauer, der von Goethe als ungeeigneter Interpret verabschiedet wurde? (Vgl. "Deutscher Geist", Suhrkamp-Verlag: Schopenhauer)
Somuncu und der Irakkrieg: "Die Welt als Wille und getürkte Vorstellung!"?


 
1785)
Jokerbioeule!
aus
25.03.03 10:55
 
eMail:

Nachricht:

Da Sie und ich trotz aller Gefahren
bisher gegen die Nixwerth-Jesuiten-Drewermann-Küng-Montessori-Jooß-Kompagnie im Netz schon aktiv waren,
ist es auch notwendig, ganz praktisch sich fragen zu trauen,
wie den praktisch die Alternativen für Sie und mich im Alltag ausschauen?
Und es bietet sich an als positive Gedankenbrücke:
Liebendes Verständnis für Menschen in unserer Mitte!
Dass wir also nicht vergrämt und verbittert gegen die unsere Wirklichkeit türkenden Strategen sein sollen,
sondern sofort beginnen mit rückhaltlosem Realismus und sozialem Wollen,
das wir in einer Umwandlung markiger Wahlsprüche zu praktikablen Wegen suchen sollen!
"Sozial ist, wer Erkenntnisse schafft!"
Trotz "jesuitischer" Fälschungen geben Schriften des mutigen christlichen Philosophen Rudolf Steiners für den Weg des www.interkulturellengalilaeer.de.tf uns noch Kraft!
Und während sich nach der "Protokolle" Wollen
sich des rechtskatholischen Rothkranz Logengesten entrollen:
Das jüdisch-christliche TAU wir keinesfalls vergessen sollen!

Gruß Paraneua-Bioeule!
 
1784)
getürkte wirklichkeit?
aus
24.03.03 17:26
 
eMail:

Nachricht:

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Publikationen
Beiträge zur Medienethik
Eine Buchreihe der Redaktion medien praktisch
Band 1: Medien zwischen Markt und Moral (vergriffen!)
Band 2: Öffentlichkeit und Kommunikationskultur
Band 3: Wahrheit als Medienqualität
Band 4: Freiheit und Medien
Band 5: Wer die Medien bewacht



Band 3:
Wolfgang Wunden (Hrsg.):

Wahrheit als Medienqualität
Beiträge zur Medienethik, Band 3, 1996, 280 Seiten, kartoniert, 20,40 €, ISBN 3-921766-88-5, GEP-Buch

Ein Dröhnen: es ist die Wahrheit selbst unter die Menschen getreten, mitten ins Metapherngestöber. Mit der Wahrheit in den Medien wird es nie so sein, wie es Paul Celan gesagt hat. Aber daß die Medienschaffenden, bei aller Mediensensation und bei allen Medienlügen, permanent, wie Sisyphus, die unendliche Anstrengung unternehmen, das Bewußtsein zu heben (Harry Pross) und daß es ihnen immer wieder abverlangt wird, realitätsnah zu informieren: dazu soll dieser Band beitragen.
"Wahrheit als Medienqualität" beschäftigt sich nun als dritter Band der Reihe mit den medialen Produkten und fragt nach deren Qualität: dies insbesondere unter dem Aspekt von Wahrheit und Wahrhaftigkeit. Was aber ist Wahrheit? Und was dann medienvermittelte Wahrheit? Eine Antwort wird in diesem Band nicht primär erkenntnistheoretisch und philosophiegeschichtlich gesucht. Der Ausgangspunkt der Überlegungen wird vielmehr im Medienalltag genommen: in der alltäglichen Medienproduktion und im alltäglichen Mediengebrauch.
Herausgearbeitet wird Wahrhaftigkeit als die ethische Grundnorm für eine Medienproduktion, die der Verantwortung der Produzenten für die Voraussetzungen realitätsorientierter Lebensführung der Menschen entspricht.




Inhalt:

Eduard W.P.Grimme, Runde Geschichten. Zur journalistischen Rekonstruktion der Wirklichkeit
Christian Doelker, Getürkte Wirklichkeit. Vom Mißbrauch der Bilder
Michael Haller, Das allmähliche Verschwinden des journalistischen Subjekts. Die Bedeutung der redaktionellen Organisation für die Informationsproduktion
Gabriele Siegert, "... so eine Art Erfahrungssurrogat"? Vom Umgang der Rezipienten mit Medienrealität
Giso Deussen, Ohne Wahrheit keine Freiheit. Wahrheitserkenntnis und publizistische Medien in der katholischen Soziallehre
Peter J.Velte, Wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit. Aus der Spruchpraxis des Deutschen Presserats
Dietmar Mieth, Wahrhaftig sein - warum? Die Grundnorm der Wahrhaftigkeit, ihre ethische Begründbarkeit und ihre Universalität
Horst Pöttker, Prinzip Folgentransparenz. Über die Orientierungsaufgavon Journalisten
Günter Bentele, Wie wirklich ist die Medienwirklichkeit? Anmerkungen zu Konstruktivismus und Realismus in der Kommunikationswissenschaft
Klaus Eder, Politische Öffentlichkeit oder öffentliche Meinung? Eine Theorie des öffentlichen Diskurses
Wolfgang R.Langenbucher, Das Bewußtsein steigern. Publizisten und Reporter im Dienst der gesellschaftlichen Entwicklung
Lothar Mikos, "Es wird dein Leben!" Fernsehserien und ihre Bedeutung für Lebensgeschichte und Lebenswelt von Zuschauern
Hans-Dieter Kübler, Medienqualität - was macht sie aus? Zur Qualität einer nicht beendeten, aber verstummenden Debatte
Lutz M.Hagen, Wie krank war Honecker wirklich? Zur "Richtigkeit" von Agentur-Meldungen
Martin Gläser, Transparenz zahlt sich aus. Zum Qualitätsmanagement von Multimedia-Produkten
Peter Marchal, Wege zur Wirklichkeit. Dokumentarfilm als Chance für das Fernsehen
AutorInnenverzeichnis
Register
Leseproben zu "Wahrheit als Medienqualität"



top

--------------------------------------------------------------------------------
Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik gGmbH (GEP)
Redaktion medien praktisch
Emil-von-Behring-Straße 3
D-60439 Frankfurt/Main
Tel: 069/58098-152 begin_of_the_skype_highlighting              069/58098-152      end_of_the_skype_highlighting, -211, -238
Fax: 069/58098-271
medienpraktisch@gep.de

Ende!

Gruß Paraneua-Bioeule!
 
1783)
ist der irakkrieg eine ge
aus
24.03.03 17:11
 
eMail:

Nachricht:

Ähnlich wie nach der Rentendiskussion im Oktober im bayrischen Fernsehen
könnten beim Irakkrieg tagsdrauf gegebene Informationen in Zeiten getürkter Politik nützlich sein!
Es erschien in süddeutscher Presse tagsdarauf
Renten-Probleme wiegt man mit einer erweiterten Ausländerpolitik auf!
Gönnen wir uns also weiteren Ausländer- Zulauf!
Dann brauchen wir nicht aufs Geratewohl Kühlschränke und Spülmaschinen sowie Computer kaufen!?
Sie interessieren sich im Moment mehr für den Irakkrieg als für Probleme mit Renten?
Lassen wir es also dammit haben sein Bewenden!?
Zum Thema "Osmanen" kommt mir seit meiner Bioeulen-Ladenzeit so ein besonderes Ahnen!
Da die getürkte Politik beliebt sich zu tarnen,
sollten wir uns von Medien-Verwirr-Politik keinesfalls lassen umgarnen?
Ach Sie sind schon weiter?
Schon bereit zu spenden fürs Rote Kreuz?
Die Welt-Scharia erfordert es - leider?
Ich erlebte in Limburgs Stadthalle im Sommer 2000 einen tüchtigen Osmanen
dessen listig glitzernde Äuglein mir sind aufgefallen!
Dass die internationale Währungspolitik, trug ich aus einer Obdachlosen-Zeitung vor, würde gern sich lästiger Schwellen entledigen mit einem Click!?
Und das getürkte FAZ-Feuilleton heute kündet wieder solche Absichtenwie zum Hohn!?
Ein Krieg wie praktisch, nach Max Scheler:
gebiert ganz neues "Rechts"-Empfinden und für die Zukunft andre Wähler!?
So sehe ich unter solchen Vorzeichen (www.paraneua.de/archiv1.htm - Inhalte ändern sich je nach Paraneua-Bioeules Versen und Bedarf!)
über den Irakkrieg die Türkei für Osmanien was ihr gefällt mit Hilfe der USA erreichen?

So schlau wie Orientalen zu sein, das könnte uns von der über "jesuiten" anerzogenen Volksverdummung befrei'n!
An Miesbachs Friedhofs südlicher Friedhofsmauer sonnen sich fröhlich die Kopftuchträgerinnen:
Es sieht nicht so aus, als würde der "Kampf der Kulturen" zu lasten des Kopftuch-Imperiums führen!
Es heisst, dass Rauchen schwächt die Potenz?
Bei türkischen Zigaretten beginnt's!

Gruß Paraneua-Bioeule!

Auch Bernhard Trautner informiert sie gut: Bei GOOGLE als Stichworte mit lloyd irak man dazu fragen könnt'!
 
 
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INTERKULTURELL!
 
Wilhelm Braun, Kunstmaler, Kreuzau – München, 1906 – 1986
www.buntnessel.de/
wilhelmbraunwuerzburgmystischerosemarienkapelle.jpg
wilhelmbraunkunstmalerheute.htm
buntnesselkunstmaler.htm
 
Bild für die Liebe Christi!
Auch hat ein Meister Eckhart hierzu viel zu sagen:
Wie Maria in unseren Herzen Christus gebären und tragen!
Durchaus solcher Gedanken kompatibel „überchristlich“ ist
seit Christus alle Menschen guten Willens ja Christen sind!
Solch’ unsichbare Kirche zettelt keine Kriege an!
Der interkulturelle Galiläer nicht nur für ost-weströmische Kirchen und Synagogen kam!
Die Speise- und Kleiderordnungen sind längst überholt!
Freiheit und Liebe als zukunftsträchtigste Weisheit andre überholt!
 
NEWS: newstoday.htm
www.buntnessel.de/morgenmuffel23.htm (wenn’s klappt im Gästebuch oder auf der Eingangsseite!)
 
(Da meine Links immer wieder im Netz verpfuscht werden, dürfen Sie jetzt
immer wieder die Adressen selbst auf Ihrer Adressleiste angeben!)
 
 
Gebt Islam-Jesuitismus keine Chance!
Er schadet nicht nur den Menschen, die in der islamischen Kultur aufgewachsen sind,
sondern vor allem Mitteleuropa und der gesamten Weltsituation!
 
 
 
 
 
 
 
Öffentlich wirkende Menschen sollten sich öffentliche Kritik gefallen lassen!
 
 
MIESBACH-BUNTNESSEL!
 
Altweibersommer Walnuss Aprikose Bioeule
 
Hier keine absichtsvolle „Biopolitik“ (vgl. FAZ, Feuilleton, 20.9.2006 heute!)
für Soziofaschismus!
 
Buntnessel:
NEWS: morgenmuffel23.htm (als Versuch im Gästebuch, wenn’s klappt!)
 
Interessantes zu Karl May und Rudolf Steiner:
 
 
altweibersommer3mal23.htm
materialistischemenschendeutengeistigessinnlich.htm
stinktier23.htm
pflaumegehoerzumfaschismushitlers.htm
furzimorkanhitlerlenin13.htm
alptraum.htm
linkverweis.htm
30maerzmaysteiner.htm
dornroeschen.htm
bioeulefurchtlos.htm   Homöopathie als alternative Heilmöglichkeit in kranken Tagen!
 
 
Kein Verneigen vor Dr. Profitlich!
3meinenelternzuliebekeinenabrissdesatelierhausesmuenchenforstenriedkarlvalentinstrasse.htm
, dessen Verwahrlosung in absichtsvollster Güte und Gelassenheit hingenommen wurde!
 
(Da meine Links immer wieder im Netz verpfuscht werden, dürfen Sie jetzt
immer wieder die Adressen selbst auf Ihrer Adressleiste angeben!)
 
 
 
Kein Globalisierungs-Jesuitismus!   www.paraneua globalisierungsjesuitismus.htm
solltenauchweltlichjesuitenhiererstehen13.htm
 
 
„Was ist Wahrheit?“ Gilt auf dieser Internetseite nicht als Logenfrage!
www.buntnessel.de:
wilhelmbraunchristusvorpilatus.jpg
nichtvergessen.htm
 
 
Sicherere Begriffskombination:
 
 
 
Im Bamberger Dom finden wir stattdessen
 als Hinweis zur vermeintlich?
aufgefundenen Justitia die Synagoge?
Soll die Kunst lügen müssen?
 
marialaach222.htm
 
 
Nun die „Gesundheitsreform“:
Nur Kräuter sind hier nicht abnorm!
Wollen Sie für „Gesundheitsreformen“ Geld ersparen,
geldfreie Kräuter (unfreiwillig politisch geworden!) Ihrer Entdeckung harren!
 
Gruß Bioeule-Buntnessel und angeschlossene Kräuter!
 
mitmariachristusgebaerenmeistereckhart.htm
 
 
 
INTERKULTURELL!
 
 
 
 
 
In Memoriam: Wilhelm Braun, Kunstmaler, Kreuzau-München 1906 – 1986
Wilhelm Braun, Kunstmaler: Mystische Rose, Bild für die Liebe Christi! Würzburg in der Marienkapelle, Chorfenster
„Oh, mein Papa“:
Meinen Eltern: Wilhelm Braun und Hildegard Braun, geb. Schön:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
www.paraneua.de/dreigliederung23.htm
INTERKULTURELL!
 
Statt (jesuitisch-türkischen?) Fundalismen:
„Wer christliches Leben sucht, wird es immer finden. Es schafft Formen und zerbricht Formen
 in den verschiedenen Religionssystemen. Nicht darauf kommt es an, die Gleichheit überall zu suchen
 in den äußeren Ausdrucksformen, sondern den inneren Lebensstrom zu empfinden,
der überall unter der Oberfläche da ist.“   Rudolf Steiner
 
 
- Ex deo nascimur, in Christo morimur, per spiritum sanctum reviviscimus –
 
Google-Suche, anlässlich des Todes von Johannes Rauh:
 
Passt die Deutschlandhymne für Türken? (3. Strophe! „Einigkeit und Recht und Freiheit!“) Sofern der Islam nicht zwingend wirkt!
 
 
In Memoriam: Wilhelm Braun, Kunstmaler, Kreuzau-München, 1906 – 1986
Wilhelm Braun, Kunstmaler: Mystische Rose, Bild für die Liebe Christi! Würzburg in der Marienkapelle, Chorfenster
„Oh, mein Papa“:
Meinen Eltern: Wilhelm Braun und Hildegard Braun, geb. Schön:
 
 
 
Internetstart Bioeule 2000:
 
 
 
„Über der Fülle des in der Sinneswelt Aufgefundenen ist von der Mitte
des neunzehnten Jahrhunderts an den Denkern der Mut geschwunden,
den Geist in der Natur zu suchen. Aber dafür hat man auch eine Verfassung
der Wissenschaften heraufbeschworen, durch welche diese das Wesen des Menschen
aus ihrer Betrachtung verloren haben. Denn eine Wissenschaft, die vordem Geiste
Halt macht, muß den Menschen selbst verlieren, weil die Natur im Menschen so
Lebt, wie der Geist sie gestaltet.
… Henrik Steffens schuf in seiner Erkenntnis eine Naturgrundlage, in die
 der Menschengeist eingreifen und ihre Gesetze fortsetzen kann. Die Neueren
haben aber eine solche Natur aus ihrer Erkenntnis gewonnen, die den Menschen
selbst formen müsste, wenn sie ihn haben wollte. Das kann sie nicht, weil der
Mensch nicht (nur – Einfügung von Paraneua-Bioeule-Buntnesssel) Natur ist.
…“
(Rudolf Steiner: Warum man eine Jahrhundert alte Anthropologie wieder veröffentlicht.
ISBN 3-7274-6350-3, S. 76 – 77)
 
 
 
 
 
 
 
eMail:

Nachricht:

Ostern, das Fest der Mahnung

www.paraneua.de/zweitervortrag3april1920drrudolfsteiner.htm

???… Es ist eigentlich für das, wie sich die Nationalitäten heute verhalten, das Vorbild die Intoleranz der Römer gegen das Auftreten einer wirklichen Geist-Erkenntnis; denn gegen diese lehnt sich sozusagen alles auf. Es gibt heute ganz hübsche Bündnisse, wenn sie auch an der Oberfläche noch nicht bemerkt werden, zwischen Jesuitismus und den allerradikalsten Elementen da oder dort. Aber in der Ablehnung der Geist-Erkenntnis sind schließlich die allerradikalsten Kommunisten mit den Jesuiten vollständig einig. Auch das erinnert an die Intoleranz des Römertums gegen das Christentum, und damals und heute hängt es im Grunde genommen mit demselben zusammen. Damals und heute hängt es damit zusammen, dass die Menschen im Grunde genommen in ihrer unbewussten menschlichen Natur den Geist hassen, richtig den Geist hassen. Das Hassen des Geistes, es tritt einem sowohl auf seiten des Nationalismus wie des falschen Sozialismus stark entgegen, dieses Hassen des Geistes, dieses unbewusste Hassen des Geistes. Denn man soll sich nur einmal vorstellen, was heute bedeutet das Hassen des Geistes, und was heute bedeutet Nationalismus! In alten Zeiten hatte der Nationalismus einen Sinn, denn mit dem Blute war verbunden die Geist-Erkenntnis. Wenn heute die Menschen in dem Sinne, wie sie es sind, nationalistisch sind, so ist es völlig sinnlos, denn es hat der Blutzusammenhang keine reelle Bedeutung mehr. Es ist eine bloß phantasierte Bedeutung, dieser Blutzusammenhang, wie er im Nationalismus auftritt. Es ist eine bloße Illusion.

Deshalb haben die Menschen heute, wenn sie solchen Dingen anhängen, kein Recht, irgendwie noch von einem Osterfeste zu sprechen. Das Sprechen vom Osterfeste ist eine Unwahrheit, und die Wahrheit muß gerade darin bestehen, dass der Engel wiederum sagen kann, oder dass der Engel sagen kann jetzt erst: Der, den ihr suchet, der ist hie. – Aber der wird sicher nur mit etwas einverstanden sein,, was für alle Menschen gilt. Es ist heute so, wie es bei den Römern war, die am aller intolerantesten gegen die Christen waren. Denn, was taten den alle anderen, außer den Christen? Alle anderen außer dden Christen verehrten den Kaiser von Rom noch mit den Lippen als einen Gott, opferten auch dem Kaiser von Rom. Die Christen konnten das nicht. Die Christen konnten als ihren einzigen König nur den allermenschlichsten Christus Jesus anerkennen.

Hier liegt einer der Punkte, die linienhafte Fortsetzung in die Gegenwart herein bekommen haben. Hier liegt der Punkt. …



Sehen Sie, da kommen wir auf den Punkt, wo Unwahrheit tief in den Seelen der Menschen wuchert. Und diese Unwahrheit formt die anderen Steine des Nationalismus, des falschen Sozialismus zu einem Stein, der auf das Grab gewälzt wird, und mit dem zugedeckt wird, dieses Grab. Es wird zugedeckt bleiben, bis die Menschen in der Wahrheit zum Geist-Erkennen zum Erfassen des allermenschlichsten Christentums wieder kommen. Vorher gibt es kein Osterfest. Vorher gibt es keine Möglichkeit, dass im Ernste ersetzt werde die schwarze Trauerfarbe durch die rote Osterfarbe; denn vorher ist dieser Ersatz eine menschliche Lüge. Es muß nach dem Geiste gestrebt werden. Das allein kann noch Sinn geben dem heutigen Existieren als Mensch.

Gerade wer den Gang der Entwickelung der Menschheit in unsere Zeit herein versteht, der muß das Wort für die heutige Zeit inder richtigen Weise prägen: Nein, dasjenige, was angestrebt werden muß, damit wieder zu einer Hoffnung für die Zukunft gekommen werden kann, das darf auch nicht von dieser Welt sein. Aber es spricht allerdings sehr gegen die menschliche Bequemlichkeit! Es ist schon bequemer, sich die alten Gewohnheiten als Ideale zu zimmern und sich dann innere seelische Wollust zu bereiten dadurch, dass man sich diese alten Ideale als Ideale zimmert. Es ist schon bequemer, dies, als sich zu sagen: es muß hingeschaut werden auf die große Verantwortlichkeit gegenüber der Menschenzukunft, der man allein gerecht werden kann dadurch, dass man das Streben nach dem geistigen Erkennen in die menschlichen Erkenntnisse aufnimmt.

So wird aus dem, was in der heutigen Zeit der Mensch erkennen sollte, das Osterfest bleiben müssen ein Fest der Mahnung statt eines Festes der Freude. Und eigentlich müssen diejenigen, die es ernst und ehrlich meinen mit der Menschheit, heute die Osterworte nicht sagen: Der Christus ist erstanden -, sondern sie müssten sagen: Der Christus soll und muß erstehen.“





Dr. Rudolf Steiner, Zweiter Vortrag, Dornach, Karsamstag, 3. April 1920, enthalten in ???Ostern, das Fest der Mahnung, ISBN 3-7274-5097-5, S. 34 – 36



Abgeschrieben von Paraneua-Bioeule, Palmsonntag 2005

www.paraneua.de/linkverweis.htm

www.paraneua.de/miteinander.htm



NEWS: www.paraneua.de/newstoday.htm

www.nachtigallaktuell.de.vu

www.paraneua.de

www.bioeule.de

www.buntnessel.de









 
 
 
 
 
 
 
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NEWS! Alternativ: www.nachtigallaktuell.de.vu www.paraneua.de/ und: http://gb2003.de/a/paraneua.html gegenevola1.de.vu johanniskraut !
3185 Einträge
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Kommentar:
 
 
3055.) Name: irakkrieg, ein getürktes problem im sozio-faschistischen welttheater?
Datum: Montag, der 24. März, 2003 um 09 Uhr 26
E-Mail: keine e-Mail
1239) irakkrieg, ein getürktes problem im sozio-faschistischen welttheater, andersausgedrückt, gewollter "clash of civilizations" aus Kein 24.03.03 - 9:10
eMail: Keine URL: http://www.paraneua.de
Nachricht:
Stell Dir vor, es ist Krieg und du willst hin und findest keinen?
Und trotzdem darf es Dir nicht friedlich scheinen?
Nehmen wir einmal an, der Krieg findet statt
wie man im Spiel Babylon es vorentschieden hat?
Nehmen wir an, es geht um Stichworte wie "Lotus"
und die getürkte Türkei spielt den Brutus?
Dass wir Problemförderung, nicht nur Ölfeuerung und Kurdenprobleme für Öl ins Feuer haben?
Dass nicht nur auf Liotards Portrait im Feuilleton der FAZ erscheint Getürktes?
Dass Nizamulmulk-Macchiavelli-Loyola-Lloyd für Huntington und gewolltes Menetekel jüdisch-christlicher amerikanischer Kultur in Zukunft will es?
Passen wir nur einmal weiter auf, wie das Welt-Ethos getürkte Politik züchtet zuhauf?
Wie aufschlussreich,
dass neugnostischer polnischer Loyola,
den Schwarzen Peter reicht dem von "Bruderschaften"? in den Krieg gepeitschten Amerika?
Und wenn "der Krieg macht die Moral" wie Patrick Bahners macchiavellistischer Journalisten-Beitrag in FAZ, Nr. 70, S.41?
So hätte man über amerikanischen Unrechtsbeitrag sich von jüdisch-christlichen Rechts-Ansprüchen über Irak-Krieg-Präzedenzfall sich befreit zukünftig?
So dass dem "Krieg als Vater aller Dinge" die Umsetzung von Doruntinas Heimkehr als neues geltendes "jesuitisches" "Weltethos" gelänge?
Sozio-Faschismus, wie Bernhard J. Trautner (lloyd irak) lehrt,
für Nizamulmulk-Macchiavelli-Loyolas Gestapo notwendige Huntingtonsche Kriege beschert!
Max Schelers Nekrophilie
zwingt Rudolf Steiner über Geistesklarheit (vgl. GA 177, Fälschungen durchaus in Betracht ziehend!) in die Knie!
Und so schliesse ich als Bioeule:
"Nur was fruchtbar ist, ist wahr!"
--- mit Geheule!
 
3054.) Name: Amerika und Irak, erpresst von Bruderschaften auf verschiedenen Ebenen?
Datum: Sonntag, der 23. März, 2003 um 18 Uhr 55
E-Mail: keine e-Mail
: Amerika und Irak, eine Beute gewisser Bruderschaften auf verschiedenen Ebenen? Datum: Sonntag, der 23. März, 2003 um 15 Uhr 57
Homepage: http://www.paraneua.de E-Mail: keine e-Mail
Organisierte, nicht spontane Friedens-Demonstrationen
bringen auf die Strassen Millionen!
Da habe ich vor und um die Jahrtausendwendewende zu Scharpings Zeiten anderes erfahren,
wie unerwünscht meine Limburger Schaufenster-Meinungs-Kundgebungen zu Serbien und dem Irak damals waren!
Die Verwirr-Politik mit ihren diabolischen Hinter- und Untergründen
will Friedens- und Kriegs-Einstellungen unisono verkünden!
Deshalb werden wir auch zur Schablonen- und Ausmal-Kultur erzogen,
damit wir nicht auf individuelle Weise die Strategen kränkend Für und Wieder selbst abwägen!
Der atheistische Welt-"Jesuitismus" hat sich längst mit den muslimisch-atheistischen Fundamentalisten verbunden,
um ihre irdischen Paradiese zu verkünden! (Peter Scholl-Latour: Schlachtfeld der Zukunft!)
Als ich um 2000 stattete ab dem deutschen Rhein samt Germania einen Besuch,
sprach ich mit einem türkischen Mitbürger samt Begleiterin mit keuschem Kopftuch!
Und ich gab zu bedenken,
dass die Kirche schon einmal ihren Hitler hatte,
den sie nach Belieben wie in Zukunft Mohammedaner nicht unbedingt sie gedenkt zu packen in Watte!
Nicht dass bereitet wäre für solche immer wieder ein Stalingrad,
sondern man in Reserve schon immer etwas Passendes hat!?
Aber der türkische Mitbürger mit wenig interessierter Begleiterin
meinte, "man" hätte für die Zukunft etwas Weitumgreifendes im Sinn!
Es schien mir sein Vorschlag wie ein spirituelles Weltkaufhaus,
wo über Atatürks Türken bis nach China und Japan schaut etwas heraus!?
So etwas schwante mir schon längere Zeit untergründig
in von Biowaren verkaufsfreien Zeiten in meinem Laden in der Limburger Grabenstr. 66 wurde ich zwischen Kräutern und Käse spirituell durchaus auch hier fündig!
Es war mir irgendwann dann einmal klar geworden,
Strategen würden für ihre Zwecke verführerisch Kuschliges, doch keinesfalls einen Eckstein mehr ordern!
Gruß Paraneua-Bioeule, für Chamäleons-Politik von Jesuiten samt "Hoher Pforte" nicht teamfähig!
 
3053.) Name: Gilt in Kriegs- und Friedenszeiten:
Datum: Sonntag, der 23. März, 2003 um 15 Uhr 36
E-Mail: keine e-Mail
Zeige Kirchenlieder Texte mit dem Anfangsbuchstaben:
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
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Christian David - Sonne der Gerechtigkeit
1. Sonne der Gerechtigkeit,
gehe auf zu unsrer Zeit;
brich in deiner Kirche an,
daß die Welt es sehen kann.
Erbarm dich, Herr.
Mal 3,20
2. Weck die tote Christenheit
aus dem Schlaf der Sicherheit;
mache deinen Ruhm bekannt
überall im ganzen Land.
Erbarm dich, Herr.
3. Schaue die Zertrennung an,
der kein Mensch sonst wehren kann;
sammle, großer Menschenhirt,
alles, was sich hat verirrt.
Erbarm dich, Herr.
4. Tu der Völker Türen auf,
deines Himmelreiches Lauf
hemme keine List noch Macht.
Schaffe Licht in dunkler Nacht.
Erbarm dich, Herr.
5. Gib den Boten Kraft und Mut,
Glaubenshoffnung, Liebesglut,
laß viel Früchte deiner Gnad
folgen ihrer Tränensaat.
Erbarm dich, Herr.
6. Laß uns deine Herrlichkeit
ferner sehn in dieser Zeit
und mit unsrer kleinen Kraft
üben gute Ritterschaft.
Erbarm dich, Herr.
7. Kraft, Lob, Ehr und Herrlichkeit
sei dem Höchsten allezeit,
der, wie er ist drei in ein,
uns in ihm läßt eines sein.
Erbarm dich, Herr
Gruß Paraneua-Bioeule!
 
3052.) Name: Paraneua!
Datum: Samstag, der 22. März, 2003 um 11 Uhr 52
E-Mail: keine e-Mail

www.kampfhund-areal.de www.bioeule2002.de/popup.htm Jokerbioeule! Alternativ: www.shockfreshwave.d

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Das Gästebuch hat bisher 3918 Besucher und 1228 Einträge.
1228) Positive Gedankenbruecke! aus Kein 22.03.03 - 11:46
eMail: Keine URL: http://www.positivegedankenbruecke.de.ms
Nachricht:
Gruß Paraneua-Bioeule! www.sozialwerkenntnisseschafft.de.ms
Jetzt Rudolf Steiner (soweit ungefälscht auszuloten!) lesen!

1227) Krieg aus mangelhaftem sozialen verständnis: aus Kein 22.03.03 - 11:44
eMail: Keine URL: http://www.kampfhund-areal.de
Nachricht:
R.Steiner, GA 177:, S.89:"...Die Institutionen, die begriffe, die sozialen Ideen, die sich die Menschen heute machen, sind abstrakt und roh, sind plump gegenüber dem, was an komplizierten Verhältnissen herankommt (vgl. Peter Deckers neumarxiostische, fetischafte "Marktliebe", Anm. Paraneua-Bioeule!). Und weildie Menschen nicht imstande sind (oder nicht guten Willens! Anm. Paraneua), das, was in der Wirklichkeit da ist, mit ihren Begriffen, mit ihren Vorstellungen zu umfassen, geschieht es, daß sie immer mehr und mehr ins Chaos hineinkommen, wie es sich ja durch diese Kriegsereignisse schon hinlänglich anzeigt. Dieses Chaos kommt eben davon, daß die Wirklichkeit eine andere ist, eine reicher werdende ist, als das, was die Menschen erdenken können, was die Menschen sich ausbilden können in ihren Köpfen. Und man wird sich klarmachen müssen, daß man vor die Wahl gestellt ist: Entweder, weil man die Welt nicht zu ordnen versteht (Küngsches "Welt-Ethos" samt Montessori- und anderen "jesuitischen" Zumutungen! Anm. Paraneua-Bioeule), weiterzumachen mit dem Zusammenhauen, mit dem gegenseitigen Aufeinanderschiessen (Bennennung von "Schurkenstaaten" von der amerikanisch-"christlichen" Seite her! Anm. Paraneua-Bioeule, Welt-Terrorismus!), oder zu beginnen mit dem Ausbilden solcher Begriffe, solcher Vorstellungen, die den komplizierten Verhältnissen gewachsen sind. Es mußeine geistige Strömung in der Menschheit geben, welche darauf ausgeht, Begriffe auszubilden, die den realen Verhältnissen gewachsen sind..."
Gruß Paraneua-Bioeule-Jokerbioeule-www.positivegedankenbruecke.de.ms-www.sozialwerkenntnisseschafft.de.ms-JohanniskrautBioeule-OdermenningBioeule(GOOGLE!)!

1226) irak, eine abgeriegelte hölle im mefisto-pakt? aus Kein 22.03.03 - 11:16
eMail: Keine URL: http://www.shockfreshwave.de.ms
Nachricht:
War es "okkult" erbeten,
im Irak über westliche"Christen" die Hölle loszutreten?
Wer wird der Sieger sein?
Der Küng'sche Welt-Ethos-Verein!
Die Friedens-Demonstrationen sind Flanken-Bewegungen!
Keine individuellen Regungen!
Mir istes in der Limburger Zeit nicht gelungen:
Nur bei schweigenden Minderheiten bin ich vor und um 2000 gegen die NATO-Wirklichkeiten mit ihrer Serbien-- und Irak-Krieg-Akzeptanz durchgedrungen!
Gewehrt habe ich mich übers Schaufenster (Limburg, Grabenstr.66) gegen die Instrumentalisierung
in Scharpings Kriegs-Imperium
samt typischen Kriegs-Propaganden,
die ihr Echo in schamlosen Spenden-Aktionen bis in die Schulen unserer Kinder fanden!!!
"Hilfe, die Helfer kommen"!
Die organiserten Aktionen
sich wie Fettaugen in gereichten Suppen ausnehmen!
Diese Aktionen,
sollten die angezettelten Generalproben für Volksverdummung der Spenden-Imperium verlohnen!?
Was hat Deutschland nicht nur im Wirtschaftsteil der Zeitungen im Zusammenhang mit dem Irakkrieg zu tun:
Die umgestürzten babylonischen Türme neu aufzubauen und zu bezahlen dem ... Spenden-Imperium!
Sie sehen, wie real sich die Scharia nicht nur in den Vorhallen der Kirchen installiert!
Bombt alles zusammen, damit wird die Weltwirtschaft saniert?
Wie ist es soweit gekommen?
Wir haben Chaos-Politik
mit schwarzen Dämonen!
Mefisto wird sich die ölig-schwarzen Hände reiben,
Mefisto-Teufels-Pakt ist in der nekrophilen okkulten Politik geeignet, uns das neu mit Menetekeln belastete "Christentum" auszutreiben!
Die Dafas warten schon mit überfliegenden Drachen,
dass wir Michael opfern dem höllischen Rachen!
Genug spintisiert, Paranoia-Paraneua?
Seit man uns Völkchen den Teufel übers Konzil abgewöhnt installieren sich irdische Paradiese über Seelen- und Geistesverluste ungeheuer!
Dass die Bedrängnisse evolutionär kommen müssen,
heisst nicht, dass wir notwendigerweise? den Irak zusammenschiessen- und -bomben müssen!
Die modernistisch aufgemotzte Chaos-Philosophie
versteckt Steiners Tiraden (Die Spirituellen Hintergründe der Welt, GA 1777,) aber wie!
Ich weiss nicht inwieweit ungefälscht es mir wurde aus der "jesuitischen" Universitätsbibliothek Eichstätt gesendet!?
"Eine seltsame Geschichte" von Bulwer-Lytton wurde aus Regensburg nicht geschickt,
hat auch dtv-Lexikon neueren Datums sich nicht allzu freundlich hinsichtlich des englischen Lords sich ja ausgedrückt?
Rechnen wir durchaus mit realen schwarzmagischen Kräften,
die aus okkulten Gründen sich ständig an unsere Fersen heften!
Gruß Paraneua!
 
3051.) Name: Sozialist, wer Erkenntnisse schafft!
Datum: Freitag, der 21. März, 2003 um 14 Uhr 17
E-Mail: keine e-Mail

Registrierung erfolgreich!
Die Domain wurde erfolgreich registriert.
Die Domain www.sozialwerkenntnisseschafft.de.ms wurde erfolgreich auf Ihren Namen registriert.
Name:................................................
Anschrift:............................................. Elisabeth Stefanie Jacobi
 
3050.) Name: News!
Datum: Freitag, der 21. März, 2003 um 09 Uhr 48
E-Mail: keine e-Mail
"Angst gibt mir nichts! Nur Liebe zu allem!! Rudolf Steiner!
Gruß Ihre
www.positivegedankenbruecke.de.ms
soeben von "ms" bestätigt!
 
3049.) Name: Kulturverwüstung als diabolischer Hintergrund der Kriegs-Fanfare?
Datum: Freitag, der 21. März, 2003 um 08 Uhr 54
E-Mail: keine e-Mail
Semiten, die die Geschichtze Babylons wesentlich gestalteten,
die Mythen für Mond und Sonne entfalteten:
Werden in FAZ zynisch beschieden:
Vanitas, frei nach Thomas Mann und Nietsche ist uns über die zynische Polit-Soap-Opera beschieden (vgl. FAZ, Feuilleton, heute: "Wir sind alle Gilgamesch"?, Dieter Bartetzko)!
Im übrigen, sollen wir laut Herrn Fritz Frey, Stuttgart, vor dem Fernseher sitzenbleiben,
gerade jetzt, wo es nicht einmal sicher ist, ob und wo Kriegstreiber überhaupt Kriege betreiben!?
Und mitten in den diabolischen verwiir-politischen Lügen
zwischen den Fragen der Kinder: "Warum ist Krieg" ist mir das altmanichäische Kinderspiel aus dem Kindergarten im alten Strassenbahn-Depot in Münchens Winzerer Strasse in Erinnerung geblieben:
Mond oder Sonne?
Und für altmodische Kinder wie mich war es eine Wonne,
dem kleinen Schicksal die Zufälle zu ertrotzen:
Keinen Anlass gab es hier zu motzen!
Etwas anders ist es um Polit-Strategie bestellt,
wo das Polit-Manichäertum seine Assassinen-Politik
für gewünschte Korridore wie Grosny bestellt?
Die Instrumentalisierung von orientalischen und westlichen Religionen
wird über Lemming-Politik versuchen, die noch gegenwärtige menschlich bisher evolutionär gesteigerte Frage nach dem Sinn verhöhnen!
Die angeblich einmütige Parteinahme christlicher Kirchen gegen den Krieg
scheint mir zusammengenommen mit der Tatsache der Zerstörung orthodoxer serbischer Kirchen als Scheinheiligkeit und Betrug!
Es wird mit verschiedenen Massen frei nach dem 1092 ermordeten saldschuqischen Reichskanzler Nizamulmulk gemessen,
dem in Macchiavelli ein diabolischer Nachfahr beschieden ist gewesen!
Opportunismus heisst die Devise!
In FAZ, S. 35, die Botschaft über Volker Braun ist diese:
"Reisse deine Petersilie aus
Und empfange die Panzerreiter"!
Nein, erwidere ich als Bioeule:
Pflanzt Petersilie ruhig weiter
und seid gewärtig der Hölle der Panzerreiter!
Die Politik der Angst schafft im Herzen nur Enge:
Grün wächst immer wieder sogar zwischen des Asphalts schwarzer Bänge!
Wir leben in Zeiten des rücksichtslosen Politiker-Menschen- und Mythenverbrauchs
(und Natozwängen!? natürlich auch!)!
Zerknittert wirken die Politiker-Gesichter:
Händereibend gluckst kichernd der Asuras Gelichter!
Die Lüge gebiert ihre eigenen Mythen:
Ein Herr der Ringe ist uns dafür beschieden!
"Eine seltsame Geschichte" ist uns schwarzmagisch beschieden:
"Die Sendung Michaels" könnte aufhellen beim Sturz der Geister der Finsternis unsere Zeiten!
Von absoluter Wahrhaftigkeit als unumstösslichem Grundsatz wird in dieser Mission gesprochen:
Damit hat der bezahlte Journalismus auf seiner Talfahrt unter mafioser Bedrohung schon längst gebrochen!
Kultur ist zum Museum degeneriert!
Das "Welt-Kulturerbe" Buchhaltung erwähnenswerter kultureller Stätten führt!?
Es fällt mir ein Erlebnis auf Darmstadts "Mathildenhöhe"in seiner goldglänzenden russischen Kirche ein!
Ein Montenegriner und ein Amerikaner liessen sich spärlich zu interessantem Gespräche ein!
Ein zynischer Blick des Amerikaners auf den "renovierten Plunder":
Wir stellen in unseren Museen auf Relikte oder Kopien, wenn in "old Europe" die Welt geht unter!
Und in der "islamisch"!? bewachten Kapelle
begriff ich die groteske Diabolisierung von alter und neuer Welt ganz schnelle!
Die Welt ist für Polit-Soap-Opera stets zweigeteilt?
Ein "ewiger Mahdi",falls gewünscht, zur Befriedung dem orientalischen, nach Amerika? ausgewanderten, politisierten "Christus" entgegeneilt!?
Liess sich dies für die Patchwork-Ökumene nicht auch mit einem Rudolf Steiner und seiner "göttlichkeit des Menschen" befrieden?
Nein, leider nicht, er hat die Philosophie des "Ecksteins", die bei der politisierten "Ökumene" unterbleibt,
weit über "Marktlieben" (Peter Decker) und ihre Sozio-Faschismen samt ihren Opportunismen hinausgetrieben!
So werden unsere Computer zwar:
Die von Rudolf Steiner in der Sophien-Ausgabe kommentierte Farbenlehre Goethes bestätigen gar praktisch und wahr!?
Nur ist bei aller Merkabah-Babylon-Predigt aufgefallen:
Die Ecken unfreiwillig politisch gewordener Ecksteine nicht gefallen!
Wer Freiheit propagiert und nicht zum Trierer Tomberg-Jesuiten -Ramstein wird,
der wird von Teppich-Politik beflissen unterwärts gekehrt!
So sollten bei der "Friedens-Politik" der Kirchen auch einen wichtigen Aspekt verstehen:
Für Umkehr aller der "Marktliebe" lästigen Werte sie Marx-Gemurxe der Porta Nigra vorziehen!
Wer mehr als Peter Deckers Markliebe will entfalten,
sollt' wissen, dass die ungeschriebnen Johannes-Bücher (Johannes-Evangelium!) wie mystische Rosen nie erkalten!
Gruß Paraneua-Bioeule-Kampfhund-Areal.de-Odermenning-Johanniskraut!
der wird den Unter
 
3048.) Name: Test!
Datum: Donnerstag, der 20. März, 2003 um 09 Uhr 51
E-Mail: keine e-Mail
Test!
 
3047.) Name: Irakkrieg!?
Datum: Donnerstag, der 20. März, 2003 um 09 Uhr 01
E-Mail: keine e-Mail

www.kampfhund-areal.de www.bioeule2002.de/popup.htm Jokerbioeule! Alternativ: www.shockfreshwave.d

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1213) Irakkrieg! Instrumentalisierte "böse 23"? aus Kein 20.03.03 - 6:27
eMail: Keine URL: http://www.paraneua.de
Nachricht:
1213) irakkrieg 20.3., "böse 23"!? aus Kein 20.03.03 - 6:14
eMail: Keine URL: http://www.paraneua.de
Nachricht:
So haben wir wieder den zynischen Mythen-, Menschen- und Politverbrauch?
Den der Welt-"Jesuitismus" züchtet zuhauf!
Mein Mitgefühl gilt all den Menschen,
die sich in der angezettelten Hölle eine Achtung ihrer elementaren Rechte wünschen!
An die Worte Rudolf Steiners denke ich,
der einer der modernsten christlichen Philosophen ist:
Dass im einstigen Irak die menschliche Evolution lässt spüren,
dass die Wege zum "ICH" als Wiedergeburt Gottes in der menschlichen Seele führen!
Die Welt-"Logenpolitik" mit ihren scheinbaren Friedensstiftern hat nur eines im Blick:
Wellenpolitik!
Und die Riege der Peter Deckers mit ihrer politischen USA-Animositäten selbst zur Riege der Wölfe gehört,
die sich zum Wolf geriert, der das Lamm, das am Bach steht und trinken will, mit tödlichen Sophismen stört!
Doruntinas Heimkehr zum Küngschen Welt-Ethos gehört!
Diese "seltsame Geschichte" in die diplomatischen Bücher politischer "Religionen" gehört!
"Babylonischer Wein" benebelt gewisse Brüderschaften wie Honigseim!
Und ganz wie üblich bei "Jesuiten" säkularisiert und lokalisiert und sondiert angemasstes Weltrichtertum Bosheit im Irak als ihr Recht aus niedrigsten diabolischen Gründen dort zu streiten!
Ein Bild wie von Lincoln geistert grossformatig durch die Presse!?
Ist Freiheit jedoch irgendwann trennbar von Brüderlichkeit gewesen?
"Alle Brüder, alle gleich!"?
War nicht dies Versprechen für ein künftig Reich?
Auch wurde im Fernsehen der "grosse Moltke" zitiert,
der nur bis zum Aufeinanderprallen der Fronten wisse, was passiert!?
Ich denke auch an das böse österreichische "Bonmot" von den "Hosensäcken",
wo wie vom Deutschen Orden "Philosophien" während des Dreissigjährigen Krieges umfunktioniertwerden zu eigenen, finanzträchtigen und machtpolitischen Zwecken?
Und in der Entmachtung "Roms" durch "Protestanten"
Dritte sich händereibend und kriegsgewinnlerisch stets einfanden!
Der "Schwarze Peter" ist nicht nur in Amerika zu finden,
auch wenn die polnisch-neugnostischen "Jesuiten" zu ihren Zwecken zukünftigen Neuheidentums tanzend kreislerianisch dies verkünden!
Nicht nur um Öl geht's bei dem zu "liebenden Markt" (Peter Decker!)!
Das Christentum wird über Amerika und angelsächsische schwarzmagische Brüderschaften zumindest rhetorisch in den Sumpf gekarrt:
Da seht sie doch die politisierten "Christen":
Um welchen Preis sie Kriege für ihre Zwecke anstiften!?
Der Feind von morgen ist schon heut geriert!
Amerikanisch-jüdisch Ahasverus das Unheil gebiert?
So werden nur die irdischen "Zionisten" argumentieren,
die ich nicht nur in Israel dabei bin aufzuspüren!
Es gilt der zynische Grundsatz der Lemmingpolitik!
Am Runden Tisch entfaltet sich Geschick!
Das Christentum zur Katakombe wird!
Aus Sterbenden die Kathedral' von Morgen Weihrauch schon geriert!
Mein ist die Rache! So spricht Gott!
Instrumentalisierte Religion vergiesst unschuldig Blut!
Ich weiss, dass Pathos nicht mehr ist in der Polit-Arena anders als erwünscht als zynisch!
Wie abgebrauchte Hülsen Worte die Presse in ihren Kommentaren installiert:
Das scheint mir höllisch höhnisch!
Ich bin ein Mensch und möcht' es bleiben:
Johannes-Evangeliumsworte sind noch fortzuschreiben!
Gruß Paraneua-Bioeule-Jokerbioeule-Odermenning-BioeuleAktuell-Johanniskraut!
 
3046.) Name: "Peter -Drucker"- Management?
Datum: Montag, der 17. März, 2003 um 13 Uhr 05
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HERMANN SIMON
"Peter F. Drucker: Mann der Vergangenheit, Mann der Zukunft"


"What this book actually dealt with is: THE FUTURE OF SOCIETY." So lautet der letzte Satz in Peter F. Druckers 1999 erschienenem Buch "Management Challenges for the 21st Century". Die Zukunft war immer Druckers Lieblingskind. Aber über die Zukunft sinnieren und schreiben viele. Doch kein anderer Managementautor hat einen solchen Einfluss auf unser Denken ausgeübt wie Drucker. Was zeichnet ihn aus? Worin unterscheidet er sich von den vielen? Meine Hypothese: Drucker interpretiert die Zukunft auf eine einzigartige Weise, weil er ein Mann der Vergangenheit ist. Ich fragte Professor Drucker einmal, ob er sich eher als historischen Schriftsteller oder als Managementdenker sehe. Ohne lange zu zögern, antwortete er: "Eher als historischen Schriftsteller."
Kurz vorher hatte ich seine Lebenserinnerungen Adventures of a Bystander gelesen. Dort entführt er uns in eine versunkene Welt, an die Quelle meiner Argumentation. Ein anderer berühmter Wiener, der Schriftsteller Stefan Zweig (1881 - 1942), nennt sie "Die Welt von gestern". Dieses Umfeld, in das Peter F. Drucker hineingeboren wurde und in dem er aufwuchs, war einzigartig. Im Großbürgertum der österreichisch-ungarischen Monarchie standen Bildung, Kultur, Kunst, Musik, Geschichtsbewusstsein, Urbanität und internationale Offenheit ganz oben in der Werteordnung. Doch diese Schlagworte beschreiben jene Zeit in Wien nur unvollkommen. Wer diese Welt tiefer nachempfinden will, der lese Druckers Adventures of a Bystander und Zweigs Die Welt von gestern. So war es beispielsweise selbstverständlich, dass die Kinder der gebildeten Schichten vielsprachig aufwuchsen, indem sie von englischen und französischen Gouvernanten erzogen wurden.
Am überzeugendsten spiegelt sich diese Welt in den Geistern wider, die sie hervorgebracht hat und deren Lebensläufe frappierende ähnlichkeiten mit demjenigen Peter Druckers aufweisen. Der Untergang des österreichisch-ungarischen Reiches im Jahre 1918, der Bolschewismus in Russland, die Nazizeit in Deutschland, diese "vulkanischen Erschütterungen unserer europäischen Erde", wie Stefan Zweig sie nennt, entwurzelten eine ganze Generation, setzten aber auch ungeheure Kreativität frei. Stefan Zweig emigrierte zunächst nach England, um später nach Brasilien weiter zu wandern. Der Weg des Mathematikers John von Neumann (1903 - 1957), dem wir die Spieltheorie und den Computer verdanken, führte von Budapest über Deutschland nach Princeton, USA. Den Schriftsteller-Philosophen Elias Canetti (1905 - 1997) verschlug es nach England und später in die Schweiz.
Der Wissenschaftsjournalist Artur Koestler (1905 - 1983), in Budapest geboren, durchmaß ein rastloses Leben in Israel, Deutschland, Russland, Frankreich, Spanien und schließlich England. Den in Breslau geborenen Soziologen Norbert Elias (1897 - 1990) kann man im weiteren Sinne zu dieser Gruppe zählen, seine Lebensstationen waren Paris, England, Amsterdam und Bielefeld, wo ich ihn noch im Alter von 95 Jahren kennen lernen durfte. Auch der aus Krakau in Polen stammende Karol Woytila, bekannter als Papst Johannes Paul II, ist ein Kind dieses ungewöhnlich fruchtbaren Kulturbodens, er spricht zehn Sprachen. In diese außergewöhnlichen Lebenswege ordnet sich derjenige Peter Druckers nahtlos ein: Wien, Hamburg, Frankfurt, England, Amerika.
Mit ihrem eigenen Untergang entließ die Donaumonarchie ihre Kinder. Diese leisteten fern der Heimat großes und hinterlassen dauerhafte Spuren im kulturellen Erbe der Menschheit. Die Kinder der königlichen und kaiserlichen Monarchie erreichten dies, weil sie lange vor dem Zeitalter der Globalisierung exemplarische Weltbürger waren, gebildet, kulturell flexibel, polyglott, geschichtsbewusst. Die "Welt von gestern" hatte sie offenbar bestens auf die Welt der Zukunft vorbereitet. Ihre Werke bleiben Echo einer einzigartigen Kultur.
Doch ist dies nur der äußere, der generelle Rahmen. Beim Einzelnen gehen die Besonderheiten tiefer. Weil er die Geschichte wie nur wenige andere kennt und zu interpretieren versteht, kann Peter Drucker die Zukunft in der nur ihm eigentümlichen Weise ausleuchten. Immer wieder hat mich beeindruckt, welche Detailkenntnisse er besitzt, über welch umfassendes Wissen er verfügt, welch ungewöhnliche Assoziationen er zu knüpfen versteht.
Einige Erlebnisse und Vergleiche mögen davon Zeugnis geben. Als ich vor vielen Jahren las, dass der berühmte Philosoph Arthur Schopenhauer extra Spanisch lernte, um das Buch Hand-Orakel und Kunst der Weltklugheit des spanischen Jesuiten Balthasar Gracian (1601 - 1658) im Original lesen zu können, war ich beeindruckt. Später korrespondierte ich mit Drucker über dieses Buch und erfuhr, das ihm Gracian bestens bekannt war. Drucker schrieb: "Mein Vater gab es mir als Geschenk vor 72 Jahren, als ich Wien verließ, um in Hamburg Kaufmanns-Lehrling zu werden. ...Ein paar Monate später entdeckte ich dann Kierkegaard (dänischer Philosoph, Anmerkung Simon). Und diese beiden sind eigentlich die Pole meines Lebens geworden. Gracians wegen habe ich mir selbst genug Spanisch beigebracht, um ihn im Original zu lesen - und dazu noch genug Dänisch, um Kierkegaard auch im Original zu lesen". Spanisch zu lernen wie Schopenhauer, um Gracian zu lesen, und Dänisch wie der spanische Philosoph Miguel de Unamuno (1864 - 1936), um Soren Kierkegaard (1813 - 1855) im Original zu verstehen, das sind Parallelen, die Druckers ungewöhnliche Talente und tiefere Fundamente ins angemessene Licht rücken. Oder nehmen wir einen Spezialfall. Häufig führt Drucker in seinen Aufsätzen und Büchern die Deutsche Bank als erstes nach modernen Prinzipien organisiertes Unternehmen an.
Wegen seines mir bekannten Interesses schickte ich ihm eines Tages einen Artikel über einen Mitgründer dieser Bank, Ludwig Bamberger (1826 - 1899). Nun erwartete ich nicht, bei Drucker mit diesem Namen, der mir selbst auch unbekannt war, auf große Resonanz zu treffen. Doch weit gefehlt. Er war mit Bamberger bestens vertraut, und zwar aus den Tagebüchern seines (Druckers) Großvaters Ferdinand von Bond, "his stories of Ludwig Bamberger and Georg Siemens (ein Mitgründer der Deutschen Bank, Anmerkung Simon) fascinated me and I still remember some of them", schrieb er mir zurück - ein Beleg für die unglaubliche Detailkenntnis Peter Druckers.
Auffallend sind auch die persönliche Nähe und persönliche Begegnungen mit und zwischen großen Persönlichkeiten - aus durchaus verschiedenen Lebensbereichen. In Adventures of a Bystander berichtet Drucker von seinen Bekanntschaften mit Buckminster Fuller, dem Physiker, und Marshall McLuhan, dem Kommunikationswissenschaftler. Mir fiel auf, dass wann immer ich einen großen Namen gegenüber Drucker erwähnte, er diese Person kannte. Zwei Beispiele: Ernst Jüenger (1895 - 1998), den umstrittenen deutschen Schriftsteller, kannte er aus den dreißiger Jahren; Reinhard Mohn, dem Mann, der Bertelsmann groß machte, war er bereits in den fünfziger Jahren begegnet. Die Welt ist klein. Über weite Räume hinweg ziehen sich große Persönlichkeiten an, und ihre Pfade kreuzen sich. Drucker befand sich oft im richtigen Augenblick an solchen Kreuzungen.
Es kommt eine weitere Fähigkeit hinzu, die ich in dieser starken Ausprägung nur bei dem argentinischen Schriftsteller Jorge Luis Borges beobachtet habe: die Fähigkeit zur Assoziation. Borges hat nicht nur alles gelesen, sondern er versteht auch, die unwahrscheinlichsten Verknüpfungen und Assoziationen herzustellen. Er überbrückt dabei Zeiten und Räume, erkennt Beziehungen und Analogien, die sich einem normalen Menschen entziehen. Ähnliches gilt für Peter Drucker. Er sieht Parallelen, Gemeinsamkeiten zwischen aktuellen, zukünftigen und historischen Entwicklungen, spannt weite geistige Bögen. Persönlichkeiten wie Drucker und Borges müssen über ein enzyklopädisches Gedächtnis verfügen. Doch das reicht nicht aus, die höhere der Fähigkeiten ist diejenige zur Verknüpfung. Der oben angeführte Arthur Koestler hält diese Kompetenz für die eigentliche Quelle der Kreativität.
Druckers neues Buch Management Challenges for the 21st Century legt beredtes Zeugnis von dieser Fähigkeit ab. Die Betrachtung der Informationstechnologie im Lichte der Geschichte der Druckkunst führt zu überraschenden Schlussfolgerungen. So sieht er die dauerhaften Gewinner der IT-Revolution nicht in den Hardware- oder Software-Unternehmen unserer Tage, sondern in der Verlagen, die den Zugriff auf Wissen und Content haben. Im Buch führt er als Beispiel Bertelsmann mit Reinhard Mohn an. Bertelsmann ist heute der größte Verleger englischsprachiger Bücher in der Welt. Dieses Urteil Druckers freute mich persönlich, da ich wenige Monate vorher Reinhard Mohn für die größte deutsche Wochenzeitung Die Zeit zum "Unternehmer des Jahrhunderts" gekürt hatte. Doch das Urteil Druckers hat in dieser Hinsicht weit größeres Gewicht.
Natürlich darf man die historische Kompetenz Druckers nicht "mechanisch" interpretieren. Es gibt keine Wiederholungen oder Gesetzmäßigkeiten der Geschichte, wie sie etwa Karl Marx oder Oswald Spengler propagierten. Aber es gilt auch, dass sich der Mensch im Laufe der bekannten Geschichte wenig geändert hat. Die Aussagen von Platon, Aristoteles oder Seneca zum Menschen, seinem Verhalten, seiner Führung gelten im wesentlichen heute genau so wie in der Antike. Deshalb führt es zu wertvollen Einsichten, wenn man aktuelle Entwicklungen und die Zukunft im Lichte historischer Analogien interpretiert. Genau hier liegt die große Stärke von Peter Drucker - und die markanteste Schwäche nahezu aller Managementautoren. Deren Geschichtswissen ist typischerweise sporadisch-oberflächlich oder fehlt völlig. Und anders als diejenigen, die sich als Spezialisten der Unternehmensgeschichte verschrieben haben und nur ein enges Teilgebiet abdecken, besitzt Drucker eine sehr viel breitere Basis historischen Wissens.
Ohne ein derartiges historisches Verständnis und Bewusstsein fällt man im Management leicht dem Buzzword oder Trend des jeweiligen Tages zum Opfer. Die Aussage des Philosophen George Santayana, dass die Geschichte wiederholen muss, wer nicht aus ihr lernen will, gilt vielleicht besonders für das Management, das häufig vorgibt, neues zu schaffen, obwohl es nur alten Wein in neuen Schläuchen serviert.
Peter Drucker lehrt uns aus der Geschichte. Er hält uns auf diese Weise Spiegel vor, die uns neue Perspektiven eröffnen, und hilft uns zu einem besseren Verständnis der Zukunft. Und hier schließt sich der Kreis zu Soren Kierkegaard, der sagt: "Das Leben kann nur in der Schau nach rückwärts verstanden, aber nur in der Schau nach vorwärts gelebt werden." Genau weil er ein Mann der Vergangenheit ist, brilliert Peter Drucker als Vordenker der Zukunft.
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Winston Churchill:
Besprechung von "The End of Economic Man"
Marshall McLuhan:
"Der Mann, der kam um zu hören"
Prof. Dr. Hermann Simon:
"Peter F. Drucker - Mann der Vergangenheit, Mann der Zukunft"
Prof. Dr. Hermann Simon:
"Management - Über den Tag hinaus
Einsichten aus Begegnungen mit Peter Drucker"
Ende!
Gruß Paraneua-Bioeule!






 
 
 
 
 
 
 
Datum 6.6.2000 / Familie: Ein Hort des Vertrauens ! Nach der Presse Meinung und Suggestion ! Ein Ort des GrauensHimmel und Hölle haben dort ihren Platz, wo Dein Herz ist, ist auch Dein Schatz ! Drum wollen wir mit dem Herzen in unsren Familien sein - ! Die "Macht der Liebe" umfunktioniert zur tüchtigen Bürgerzelle, wo man sich auf´s Ohr legt und frühstückt gar schnelle ? Sogar einem Hund bräche das Herz in solcher Kälte, ahnte er, welches "Vertrauen" gewisse Randgruppen als "Familie" juristisch zusammen hielte. Nie werden sich solcher Zukunftsmusik verantwortungsbewußte Menschen beugen. Wir möchten in Familien kein "Welt – Ethos" für Banker erzeugen !" Die Liebe ist ein seltsames Spiel ? " Ein älterer Text viel besser mir gefiel : "Die Liebe übt Nachsicht, in Güte handelt die Liebe .....rechnet das Böse nicht an .... Sie hat nicht Freude am Unrecht ....Freut sich an der Wahrheit - ! (Paulus, Korinther, 13. Kap.) Mein Gott , bitt´ bebend ich und leis : Dafür wird es jetzt höchste Zeit !
 
Paraneua-Bioeule!
Christentum ist mehr als der aktuelle Montgomery-Hefty-Jesuitismus-Kurs für ärztliche Verantwortung
 (vgl. FAZ, S.10/ Dienstag, 21.März 2006, Nr. 68)
 
Bioeules aktuelles Deutschlandlied:
 
Böse Elf:
Beten wir für Milosevic das Vaterunser nicht nur einmal!
           
 
 
 
 
INTERKULTURELL!
 
Der Vogel „Greif“, der meint zur Vogelgrippe:
Ich ruf’ Gevatter „Rock“? Wir fragen alle nur „wie bitte?“
Erst haben wir die Kälte-Wettermanipulation,
dann Vogelgripppe-Lügen, ‚s ist ein Hohn!
Ein Storch am Sonntag in Talham bei Bioeules Hundespaziergang über weisse Fluren flog:
Das Wetter bringt in Verwirrung und Überanstrengung das arme Federvieh beim Vogelzug!
Die Bioeul’ hätt’ gern den Storch gesprochen,
Was mit den Wettermanipulationen und den Vogelgrippe-Lügen am Geflügel ward verbrochen!
Seit Robert Koch man macht mit erfundnen Krankheitserregern Geschäfte?
Dass doch die Gefolgsleute dieses Mannes die erfundne Vogelgrippe träfe
Und wie die Lügen aus dem Mund die Nase liefe!
Es heisst, dass Lügnernasen wachsen?
Und von den Lügen aber seien kurz die Haxen?
Disproportioniert die Lügnerwelt schafft Karikaturen?
Auch in der FAZ entzifferte man lügnerisch die DNS von ’nem Lemuren?
Dies Tier ist, glaub’ ich, nachtaktiv!
Vielleicht weiss es, wer Vogelgrippe im Osten schuf?!
Vielleicht bringt es die Sonne an den Tag,
Was lichtallergisch’ Volk so wenig mag?
Und Vogel „Greif“ greift mit den Löwenkrallen
Die Lügenbrut der Vogelwelt ganz zu Gefallen!
Ansonsten gilt’s in Kräuterbüchern und bei www.bioeule.de/politischekraeuterparaneuabioeule3.htm zu studieren,
Was manchen gewinnstrebenden Pharmazeuten könnt’ genieren!
Vom Salbei hab’ ich schon gelesen,
Doch ist’s das einzge hilfreich Kräutlein nicht gewesen!
Auch schickt’ den Pharmazeuten die Entwässrungspillen wie Lasix, das sie ja empfohlen,
Am stillen Örtchen zur oftmaligen Erleichterung ihrer Bedrängnisse sie büssen sollen!
  
---
Keine Instrumentalisierung von Huntington!
Schon geimpft gegen Vogelgrippe? Eine Impfung gegen gewinnträchtige Pharmalügen steht noch aus!
Eine lauthals gehaltene Diskussion zum Thema angezettelte Welt-Idiotie www.paraneua.de/aha.htm könnte machen hier notwendigen Garaus!
Wirkstoff des angeblich erfolgreich eingesetzten Anti-Vogelgrippe-Mittels?
Neuro-Amin? Na, denn entwickeln Sie aber keine Halluzinationen!
Falls Sie dann noch Geflügel sehen en plein air?
Sie haben Halluzinationen, bitte sehr!
Doch das Geflügel wird Ihnen grosszügiges Übersehen danken,
weil Gottes Kreatur auch nach FAZ’s Titel (???Geflügel muss in den Stall!“? Oktober 2005) damit rechnen muss,
dass zur gewinnträchtigen Umverlagerung von Hosensäcken die Arsenale von Lügen sich wenig verschlanken!
Sehen Sie einen Vogelgrippe-Läugner (?) allerdings en plein air:
sind Gottes Wort für Weg, Wahrheit und Leben um einiges Sie näher!
Sollte Ihnen seine eurythmische Haltung gefallen,
liegt’s an der Ebenheit des Charakters vor allem!
Auch wenn wir wenig hätten zu tun,
wer jetzig Zeiten leben will, dem geht’s nicht gut als Huhn!
Und legt er jeden Tag auch brav ein Ei,
so legen Lügner deren nicht nur Sonntags mindestens mal zwei!
Irren Hausfrauen paraneuisch bei Pandemie?
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Das ätherische Öl verhindert das Wachstum von Bakterien, Viren und Schimmelpilzen. Die im Salbei enthaltenen Gerbstoffe wirken entzündungshemmend. ...
www.takeno.de/cms/ - 33k - Im Cache - Ähnliche Seiten
Das ätherische Öl verhindert das Wachstum von Bakterien, Viren und Schimmelpilzen. Im Salbei enthaltene Gerbstoffe wirken entzündungshemmend. ...
www.hausfrauenseite.de/kuechentipps/kraeuter.html - 10k - 17. Febr. 2006 - Im Cache - Ähnliche Seiten
Das ätherische Öl im Salbei verhindert das Wachstum von Bakterien, Viren und Schimmelpilzen. Im Salbei enthaltene Gerbstoffe wirken entzündungshemmend vor ...
www.medizinauskunft.de/artikel/ diagnose/alternativ/05_10_salbei.php - 37k - Im Cache - Ähnliche Seiten
[05.10.2004] Salbei: Nicht nur gut für den Hals Das ätherische Öl im Salbei verhindert das Wachstum von Bakterien, Viren und Schimmelpilzen. Im Salbei.
www.krankenschwester.de/forum/pressebereich/ 3805-salbei-nur-gut-fuer-hals.html - 37k - Im Cache - Ähnliche Seiten
Das ätherische Öl im Salbei verhindert Das Wachstum von Bakterien, Viren und Schimmelpilzen. im Salbei enthaltene Gerbstoffe wirken entzündungshemmend vor ...
www.krankenschwester.de/forum/showthread.php?t=3805 - 42k - Zusätzliches Ergebnis - Im Cache - Ähnliche Seiten
[ Weitere Ergebnisse von www.krankenschwester.de ]
das ätherische Öl verhindert das Wachstum von Bakterien, Viren und Schimmelpilzen. Im Salbei enthaltene Gerbstoffe wirken entzündungshemmend. ...
www.naturreporter.de/index. php?action=,18,,,21,,_n1847__ - 16k - Zusätzliches Ergebnis - Im Cache - Ähnliche Seiten
Die wirksame Komponente ist wahrscheinlich das ätherische Öl. Pfefferminz- und ... Ursachen für einen K. können Infektionen mit Bakterien oder Viren, ...
www.phytotherapy.org/gphy/glossar.htm - 96k - Im Cache - Ähnliche Seiten
Anders sieht es aus mit den spontan wachsenden Schimmelpilzen, die Lebensmittel verderben”, ... Senföle hemmen das Wachstum von Bakterien- und Viren. ...
www.fit4berlin.de/Rubrik/tip.htm - 159k - Im Cache - Ähnliche Seiten
das ätherische Öl verhindert nämlich das Wachstum von Bakterien, Viren und Schimmelpilzen. Im Salbei enthaltene Gerbstoffe wirken weiters entzündungshemmend ...
www.networld.at/articles/0439/620/102910_s2.shtml - 38k - Zusätzliches Ergebnis - Im Cache - Ähnliche Seiten
Eine Darmentzündung ist eine durch Viren, Bakterien, Pilze oder Protozoen ... Das in der Pfefferminze enthaltene ätherische Öl wirkt krampflösend. ...
www.paradisi.de/themen.php - 519k - Im Cache - Ähnliche Seiten

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Ein Schwan, pandemisch-paranoiisch am 16. Februar FAZ bescheidet,
als erster schon mal europäisch vogelgrippisch vorleidet?
Es schwant nicht nur etwa mir:
„Bruttosozialprodukt“ des Herrn Dr.Profitlich wirket hier?
In die Medizin 13 eingebunden?
Auch Lasix kaliumexpedierend wird als nützlich hier befunden?
Es gelten lügenvereinend nekrophile Gesetze?
Womit man nicht nur gerontologisch-geriatrisch www.paraneua/gerontologieundgeriatrie23.htm das Alter verletze?
Wer gut entwässert ist, vogelgrippisch ist auch bald immun?
Herr Tod hat nicht nur in den Geflügelställen itzt zu tun?
Jetzt schreit nicht nur der Truthahn „böse Trut!
Die nekrophile Riege uns dies tut!“
Nicht nur verwurstet wird das Trutgeflügel,
Die UNO-Strategeme wirkt global-profitlich übel!
Nicht nur die Ställe sind betroffen!
Byzanz geht nochmals unter, wenn nicht bald der Himmel zeigt sich
Offen!
Es wirkt wie Blei und andre Gifte von Borgias Sippschaft (nicht nur des Peters, der laut
vorkonzialiarem Schott zu Jesuiten ging)!
(Vor heilger Hedwigs Namenstag im Schott, als ich sie suchte, fand ich den!)
Und weitres Unheil angezettelt wird auch von noch andren bosheitsverwandten
mafiosen Händen!
Ruft Weltgeflügel jetzt nach heilenden Kräutern aller Enden!
Goldruten, Gundermänner, Eichengalläpfel und andre gute Geister wirket Wunder,
Sonst geht nicht nur Geflügel Lasix-entwässert unter!
Dass Vogelgrippe auch durch Händedruck man weitergibt,
Das Weltgeflügel nimmts zur Kenntnis enerviert!
Was kommt noch alles, nach dem Rinds- und Schweineelend in den
Ställen?
Räuchert mit Johanniskraut in Ställen jetzt gegen Bosheits-Wahnsinn
Und betet angesichts der angezettelten Höllen!
3 Fragezeichen für Vogelgrippen ich hier setze!
Doch wichtiger für Krabats Mühle das Vaterunser ist und (oder) Jungfrau Sophia,
Dass böser Müller nicht durch Verderbnis uns verletze?
Gegrüßet seist Du Maria, Christus-tragend!
Wie bei meiner Mutter Krankheit wend’ ich an Dich mich bittend-fragend:
Jetzt und in der Stunde unseres Todes bat im oberbayrischen Krankenhaus Dich innig!
Lass uns in bösen Zeiten weiter hoffen:
Den klugen Jungfrau’n steht der Himmel offen!
Doch heisst’s: W I R   müssen   I H M   entgegengeh’n!
Denn anders lässt das Heil sich an uns nicht zieh’n!
Wem Öl in seiner Lampe fehlt,
Der sorge schnell, -
Sonst wird’s zu spät!
---
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INTERKULTURELL!
Statt (jesuitisch-türkischen?) Fundalismen:
„Wer christliches Leben sucht, wird es immer finden. Es schafft Formen und zerbricht Formen
 in den verschiedenen Religionssystemen. Nicht darauf kommt es an, die Gleichheit überall zu suchen
 in den äußeren Ausdrucksformen, sondern den inneren Lebensstrom zu empfinden,
der überall unter der Oberfläche da ist.“   Rudolf Steiner
 
 
- Ex deo nascimur, in Christo morimur, per spiritum sanctum reviviscimus –
 
Google-Suche, anlässlich des Todes von Johannes Rauh:
Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren
Sind Schlüssel aller Kreaturen,
Wenn die, so singen oder küssen,
Mehr als die Tiefgelehrten wissen,
Wenn sich die Welt ins freie Leben
Und in die Welt wird zurückbegeben,
Wenn dann sich wieder Licht und Schatten
Zu echter Klarheit werden gatten
Und man in Märchen und Geschichten
Erkennt die wahren Weltgeschichten,
Dann fliegt vor einem geheimen Wort
Das ganze verkehrte Wesen fort
.
(aus: Heinrich von Ofterdingen)
Für meine liebe Mutter, Hildegard Braun, 2.4.1919 – 23.1.2006:
- Ex deo nascimur, in Christo morimur, per spiritum sanctum reviviscimus –
 
 
                                            Hildegard Braun, geb. Schön 
*02.04.1919            † 23.01.2006
in Konstanz                             in Miesbach
Unsere liebe und originelle Mutter, Oma und Uroma führte ein interessantes, nie langweiliges, aber auch nicht immer einfaches Leben.
Wir hätten sie so gerne noch länger unter uns gehabt.
Sie behält bei einem jeden von uns für immer einen festen Platz im Herzen.
                                                                                              Deine Kinder:
-          Peter und Lissy Braun
-          Walter und Rita Braun
-          Elisabeth und Volker Jacobi
-          Ewald Braun
Deine Enkel:
-          Judith Braun und Udo Kliemke mit Julian, Moritz und Lena
-          Ruth Harrer Braun und Harald Harrer mit Amelie und Leonie
-          Agnes Braun, Simon Braun
-          Matthias Braun, Johannes Braun
-          Elisabeth und Florian Pfeil
-          Robert, Ludwig, Martin, Raphaela, Eva, Anna, Stefanie, Franziska und Michael Jacobi
Requiem: Donnerstag, 26.01.2006 11.00 h Heilig Kreuz in München Forstenried – Beisetzung anschließend um 13.00 h Waldfriedhof, alter Teil
Gesät wird ein sinnlicher Leib, auferstehen wird ein geistiger Leib.   1 Kor 15, 44
Mein Elternhaus zu schade für den Immobilienmarkt ist!
Auch wenn ein Dr.Profitlich und Parteigänger anders misst!
Ein Elternhaus hat mehr als „Grundwert“ auf dem Immobilienmarkt!
 Hoffentlich gelingt es trotz „Unwirtschaftlichkeit“, das Atelierhaus (Elternhaus von Paraneua-Bioeule) der Verstorbenen,Wilhelm und Hildegard Braun, München-Forstenried, Karl-Valentin-Str. 13 (25),
wieder in einen Zustand zu versetzen, der das Andenken
meiner Eltern ehrt und auch einem innigen Wunsch meiner am Montag, 23. Januar 2006, verstorbenen
Mutter, zuletzt wohnhaft in Miesbach, entspricht!
Meine Brüder Dr. Peter Braun, Oberbürgermeister von Germering,
und mein Bruder Ewald Braun waren mit mir zusammen Zeugen und Teilnehmer eines Gesprächs,
 in dem meine Mutter etwa eine Woche vor ihrem Tode diesen Herzenswunsch äusserte!
Ich werde als Tochter dafür alle Hebel in Bewegung setzen und hoffe, dass familiäre
Unstimmigkeiten (der „Erbengemeinschaft“) dies nicht verhindern! Hoffentlich geben die nicht bedürftig situierten
Hinterbliebenen ihrem Herzen einen Ruck und verneigen sich nicht vor Herrn Dr. Profitlich!
www.paraneua.de/mystischerose.jpg   gestaltet von Kunstmaler Wilhelm Braun, Kreuzau-München, 1906-1986, Würzburg-Marienkapelle, Chorfenster: Mystische Rose, Bild für die Liebe Christi!
 
 
 
  
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Lichtes Leben - Finsterer Tod? - Wolfgang Peter
Gedanken Rudolf Steiners über das Unsterbliche in der menschlichen Seele.
www.anthroposophie.net/peter/lichtesleben.htm - 110k - Im Cache - Ähnliche Seiten
Anthroposophie Forum: Wolfgang Peter
PDF (226 KB) Lichtes Leben - Finsterer Tod? Gedanken Rudolf Steiners über das
Unsterbliche in der menschlichen Seele; Weihnachten.pdf (192 KB) Weihnachten ...
www.anthroposophie.net/peter/anthro_peter.htm - 66k - Im Cache - Ähnliche Seiten
[PDF] Lichtes Leben -
Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat - HTML-Version
Lichtes LebenFinsterer Tod? Öffentlicher Vortrag vom 25.10.2001 im Heimathaus
Brunn am Gebirge. 2. Inhalt. Inhalt. ...
www.anthrowiki.info/ftp/ anthroposophie/Lichtes_Leben.pdf - 23. Jan. 2006 - Ähnliche Seiten
Google-Suche, angeregt von Paraneua-Bioeule, 25. Januar 2006
,
Nur sollten Sie nach der Einnahme von Lasix nicht auf der Autobahn fahren,
weil es nicht sicher ist, ob die losgelösten Wassermassen in Ihrem Body der wenigen Autobahn-WCs, oder verkehrstechnisch möglicher
anzusteuernderFreilicht-Klosetts en „plein-air“ (wie nett!) harren!
Auf jeden Fall profitiert die pharmazeutische Industrie weltweit
Von allgemein anerzogener Medien-Seuchen-Angst-Dummheit!
Lasst Miesbach seinen PLUS!   www.paraneua.de/bruederlejesuitismus13.htm
 Statt (jesuitisch-türkischen?) Fundalismen:
„Wer christliches Leben sucht, wird es immer finden. Es schafft Formen und zerbricht Formen
 in den verschiedenen Religionssystemen. Nicht darauf kommt es an, die Gleichheit überall zu suchen
 in den äußeren Ausdrucksformen, sondern den inneren Lebensstrom zu empfinden,
der überall unter der Oberfläche da ist.“   Rudolf Steiner
Zerreiss’ des Himmels Ringe!
Nur eine Erkenntnis des Bösen kann aus dem Zombi-Marionettentum uns lösen!
Was Ärzte Patienten antun: Ödem beseitigt, Patientin im irreversiblen?
 (das hat noch nie jemand bis jetzt beweisen können!) Koma!?
 Volker Jacobi, in „Mitteilungen der Altenhilfe“ zur ethischen und vitalen Fragwürdigkeit von Patientenverfügungen
(ich suche diese Veröffentlichung zuhause noch, grünes Heft, DIN A 5, Gruß Paraneua-Bioeule!)
Wenn du noch eine Mutter hast, so danke Gott und sei zufrieden,
auch wenn ein Krankenhaus samt vorhergehender Digacin-Pres-Lasix-Therapie (und anderem mehr?)
gesundheitlich vielleicht sie aufgerieben!
Es gibt ein Fresko von einem Engel mit der Zornesschale (Frauenchiemsee!)!
An ihn wende ich mich weinend in diesem, meinem Falle!
Mit wehem, hoffendem Herzen bete ich für meine liebe, Mutter,
dass ihr noch eine Zeit friedlichen, wirklichen Ruhestands vergönnt ist!
Als ehemalige Protestantin fühlte sich von den Festen der katholischen Kirche angezogen,
auch wenn das jesuitische Rom unseren Glauben mit Kitsch und Auflösung durchwoben!
Die spirituelle Ausssage der Dogmen zu Steinen des Gehorsams verkommen sollte?
Christus und sein tiefer moderner Philosoph Rudolf Steiner anderes wollte!
Wenn es stimmt, dass Kinder ihre Eltern selber wählen,
habe ich in immer schwierigen Zeiten meine schwierige, originelle, liebe Mutter gut gewählt!
Gott gebe, dass sie das Schicksal noch einige Zeit in unserer Mitte erhält!
Ich hoffe auf gute, heilen-wollende Helfer im Krankenhaus!
Die römisch-nekrophilen Kragen (13) katapultiert hinaus!
Ich schicke mein Rorate-Gebet ins oberbayrische Krankenhaus jetzt,
dass sich meine Mutter an keinem, bösartigen Steine weiter verletzt!
Paraneua-Bioeule, 10. Dezember 2005
Gott, heilger Schöpfer aller Stern,
erleucht uns, die wir sind so fern,
und höre uns, Herr Jesus Christ,
der du der Welt Erlöser bist.
 
 
INTERKULTURELL!
 
 
 
 
 
www.paraneua.de/dreigliederung23.htm
INTERKULTURELL!
 
Statt (jesuitisch-türkischen?) Fundalismen:
„Wer christliches Leben sucht, wird es immer finden. Es schafft Formen und zerbricht Formen
 in den verschiedenen Religionssystemen. Nicht darauf kommt es an, die Gleichheit überall zu suchen
 in den äußeren Ausdrucksformen, sondern den inneren Lebensstrom zu empfinden,
der überall unter der Oberfläche da ist.“   Rudolf Steiner
 
 
- Ex deo nascimur, in Christo morimur, per spiritum sanctum reviviscimus –
 
Google-Suche, anlässlich des Todes von Johannes Rauh:
 
Passt die Deutschlandhymne für Türken? (3. Strophe! „Einigkeit und Recht und Freiheit!“) Sofern der Islam nicht zwingend wirkt!
 
 
Wilhelm Braun, Kunstmaler: Mystische Rose, Bild für die Liebe Christi! Würzburg in der Marienkapelle, Chorfenster
 
„Oh, mein Papa“:
Meinen Eltern: Wilhelm Braun und Hildegard Braun, geb. Schön:
 
 
 
Internetstart Bioeule 2000:
 
 
 
„Über der Fülle des in der Sinneswelt Aufgefundenen ist von der Mitte
des neunzehnten Jahrhunderts an den Denkern der Mut geschwunden,
den Geist in der Natur zu suchen. Aber dafür hat man auch eine Verfassung
der Wissenschaften heraufbeschworen, durch welche diese das Wesen des Menschen
aus ihrer Betrachtung verloren haben. Denn eine Wissenschaft, die vordem Geiste
Halt macht, muß den Menschen selbst verlieren, weil die Natur im Menschen so
Lebt, wie der Geist sie gestaltet.
… Henrik Steffens schuf in seiner Erkenntnis eine Naturgrundlage, in die
 der Menschengeist eingreifen und ihre Gesetze fortsetzen kann. Die Neueren
haben aber eine solche Natur aus ihrer Erkenntnis gewonnen, die den Menschen
selbst formen müsste, wenn sie ihn haben wollte. Das kann sie nicht, weil der
Mensch nicht (nur – Einfügung von Paraneua-Bioeule-Buntnesssel) Natur ist.
…“
(Rudolf Steiner: Warum man eine Jahrhundert alte Anthropologie wieder veröffentlicht.
ISBN 3-7274-6350-3, S. 76 – 77)
 
 
 
 
 
 
 
eMail:

Nachricht:

Ostern, das Fest der Mahnung

www.paraneua.de/zweitervortrag3april1920drrudolfsteiner.htm

???… Es ist eigentlich für das, wie sich die Nationalitäten heute verhalten, das Vorbild die Intoleranz der Römer gegen das Auftreten einer wirklichen Geist-Erkenntnis; denn gegen diese lehnt sich sozusagen alles auf. Es gibt heute ganz hübsche Bündnisse, wenn sie auch an der Oberfläche noch nicht bemerkt werden, zwischen Jesuitismus und den allerradikalsten Elementen da oder dort. Aber in der Ablehnung der Geist-Erkenntnis sind schließlich die allerradikalsten Kommunisten mit den Jesuiten vollständig einig. Auch das erinnert an die Intoleranz des Römertums gegen das Christentum, und damals und heute hängt es im Grunde genommen mit demselben zusammen. Damals und heute hängt es damit zusammen, dass die Menschen im Grunde genommen in ihrer unbewussten menschlichen Natur den Geist hassen, richtig den Geist hassen. Das Hassen des Geistes, es tritt einem sowohl auf seiten des Nationalismus wie des falschen Sozialismus stark entgegen, dieses Hassen des Geistes, dieses unbewusste Hassen des Geistes. Denn man soll sich nur einmal vorstellen, was heute bedeutet das Hassen des Geistes, und was heute bedeutet Nationalismus! In alten Zeiten hatte der Nationalismus einen Sinn, denn mit dem Blute war verbunden die Geist-Erkenntnis. Wenn heute die Menschen in dem Sinne, wie sie es sind, nationalistisch sind, so ist es völlig sinnlos, denn es hat der Blutzusammenhang keine reelle Bedeutung mehr. Es ist eine bloß phantasierte Bedeutung, dieser Blutzusammenhang, wie er im Nationalismus auftritt. Es ist eine bloße Illusion.

Deshalb haben die Menschen heute, wenn sie solchen Dingen anhängen, kein Recht, irgendwie noch von einem Osterfeste zu sprechen. Das Sprechen vom Osterfeste ist eine Unwahrheit, und die Wahrheit muß gerade darin bestehen, dass der Engel wiederum sagen kann, oder dass der Engel sagen kann jetzt erst: Der, den ihr suchet, der ist hie. – Aber der wird sicher nur mit etwas einverstanden sein,, was für alle Menschen gilt. Es ist heute so, wie es bei den Römern war, die am aller intolerantesten gegen die Christen waren. Denn, was taten den alle anderen, außer den Christen? Alle anderen außer dden Christen verehrten den Kaiser von Rom noch mit den Lippen als einen Gott, opferten auch dem Kaiser von Rom. Die Christen konnten das nicht. Die Christen konnten als ihren einzigen König nur den allermenschlichsten Christus Jesus anerkennen.

Hier liegt einer der Punkte, die linienhafte Fortsetzung in die Gegenwart herein bekommen haben. Hier liegt der Punkt. …



Sehen Sie, da kommen wir auf den Punkt, wo Unwahrheit tief in den Seelen der Menschen wuchert. Und diese Unwahrheit formt die anderen Steine des Nationalismus, des falschen Sozialismus zu einem Stein, der auf das Grab gewälzt wird, und mit dem zugedeckt wird, dieses Grab. Es wird zugedeckt bleiben, bis die Menschen in der Wahrheit zum Geist-Erkennen zum Erfassen des allermenschlichsten Christentums wieder kommen. Vorher gibt es kein Osterfest. Vorher gibt es keine Möglichkeit, dass im Ernste ersetzt werde die schwarze Trauerfarbe durch die rote Osterfarbe; denn vorher ist dieser Ersatz eine menschliche Lüge. Es muß nach dem Geiste gestrebt werden. Das allein kann noch Sinn geben dem heutigen Existieren als Mensch.

Gerade wer den Gang der Entwickelung der Menschheit in unsere Zeit herein versteht, der muß das Wort für die heutige Zeit inder richtigen Weise prägen: Nein, dasjenige, was angestrebt werden muß, damit wieder zu einer Hoffnung für die Zukunft gekommen werden kann, das darf auch nicht von dieser Welt sein. Aber es spricht allerdings sehr gegen die menschliche Bequemlichkeit! Es ist schon bequemer, sich die alten Gewohnheiten als Ideale zu zimmern und sich dann innere seelische Wollust zu bereiten dadurch, dass man sich diese alten Ideale als Ideale zimmert. Es ist schon bequemer, dies, als sich zu sagen: es muß hingeschaut werden auf die große Verantwortlichkeit gegenüber der Menschenzukunft, der man allein gerecht werden kann dadurch, dass man das Streben nach dem geistigen Erkennen in die menschlichen Erkenntnisse aufnimmt.

So wird aus dem, was in der heutigen Zeit der Mensch erkennen sollte, das Osterfest bleiben müssen ein Fest der Mahnung statt eines Festes der Freude. Und eigentlich müssen diejenigen, die es ernst und ehrlich meinen mit der Menschheit, heute die Osterworte nicht sagen: Der Christus ist erstanden -, sondern sie müssten sagen: Der Christus soll und muß erstehen.“





Dr. Rudolf Steiner, Zweiter Vortrag, Dornach, Karsamstag, 3. April 1920, enthalten in ???Ostern, das Fest der Mahnung, ISBN 3-7274-5097-5, S. 34 – 36



Abgeschrieben von Paraneua-Bioeule, Palmsonntag 2005

www.paraneua.de/linkverweis.htm

www.paraneua.de/miteinander.htm



NEWS: www.paraneua.de/newstoday.htm

www.nachtigallaktuell.de.vu

www.paraneua.de

www.bioeule.de

www.buntnessel.de









 
 
 
 
 
 
 
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3055.) Name: irakkrieg, ein getürktes problem im sozio-faschistischen welttheater?
Datum: Montag, der 24. März, 2003 um 09 Uhr 26
E-Mail: keine e-Mail
1239) irakkrieg, ein getürktes problem im sozio-faschistischen welttheater, andersausgedrückt, gewollter "clash of civilizations" aus Kein 24.03.03 - 9:10
eMail: Keine URL: http://www.paraneua.de
Nachricht:
Stell Dir vor, es ist Krieg und du willst hin und findest keinen?
Und trotzdem darf es Dir nicht friedlich scheinen?
Nehmen wir einmal an, der Krieg findet statt
wie man im Spiel Babylon es vorentschieden hat?
Nehmen wir an, es geht um Stichworte wie "Lotus"
und die getürkte Türkei spielt den Brutus?
Dass wir Problemförderung, nicht nur Ölfeuerung und Kurdenprobleme für Öl ins Feuer haben?
Dass nicht nur auf Liotards Portrait im Feuilleton der FAZ erscheint Getürktes?
Dass Nizamulmulk-Macchiavelli-Loyola-Lloyd für Huntington und gewolltes Menetekel jüdisch-christlicher amerikanischer Kultur in Zukunft will es?
Passen wir nur einmal weiter auf, wie das Welt-Ethos getürkte Politik züchtet zuhauf?
Wie aufschlussreich,
dass neugnostischer polnischer Loyola,
den Schwarzen Peter reicht dem von "Bruderschaften"? in den Krieg gepeitschten Amerika?
Und wenn "der Krieg macht die Moral" wie Patrick Bahners macchiavellistischer Journalisten-Beitrag in FAZ, Nr. 70, S.41?
So hätte man über amerikanischen Unrechtsbeitrag sich von jüdisch-christlichen Rechts-Ansprüchen über Irak-Krieg-Präzedenzfall sich befreit zukünftig?
So dass dem "Krieg als Vater aller Dinge" die Umsetzung von Doruntinas Heimkehr als neues geltendes "jesuitisches" "Weltethos" gelänge?
Sozio-Faschismus, wie Bernhard J. Trautner (lloyd irak) lehrt,
für Nizamulmulk-Macchiavelli-Loyolas Gestapo notwendige Huntingtonsche Kriege beschert!
Max Schelers Nekrophilie
zwingt Rudolf Steiner über Geistesklarheit (vgl. GA 177, Fälschungen durchaus in Betracht ziehend!) in die Knie!
Und so schliesse ich als Bioeule:
"Nur was fruchtbar ist, ist wahr!"
--- mit Geheule!
 
3054.) Name: Amerika und Irak, erpresst von Bruderschaften auf verschiedenen Ebenen?
Datum: Sonntag, der 23. März, 2003 um 18 Uhr 55
E-Mail: keine e-Mail
: Amerika und Irak, eine Beute gewisser Bruderschaften auf verschiedenen Ebenen? Datum: Sonntag, der 23. März, 2003 um 15 Uhr 57
Homepage: http://www.paraneua.de E-Mail: keine e-Mail
Organisierte, nicht spontane Friedens-Demonstrationen
bringen auf die Strassen Millionen!
Da habe ich vor und um die Jahrtausendwendewende zu Scharpings Zeiten anderes erfahren,
wie unerwünscht meine Limburger Schaufenster-Meinungs-Kundgebungen zu Serbien und dem Irak damals waren!
Die Verwirr-Politik mit ihren diabolischen Hinter- und Untergründen
will Friedens- und Kriegs-Einstellungen unisono verkünden!
Deshalb werden wir auch zur Schablonen- und Ausmal-Kultur erzogen,
damit wir nicht auf individuelle Weise die Strategen kränkend Für und Wieder selbst abwägen!
Der atheistische Welt-"Jesuitismus" hat sich längst mit den muslimisch-atheistischen Fundamentalisten verbunden,
um ihre irdischen Paradiese zu verkünden! (Peter Scholl-Latour: Schlachtfeld der Zukunft!)
Als ich um 2000 stattete ab dem deutschen Rhein samt Germania einen Besuch,
sprach ich mit einem türkischen Mitbürger samt Begleiterin mit keuschem Kopftuch!
Und ich gab zu bedenken,
dass die Kirche schon einmal ihren Hitler hatte,
den sie nach Belieben wie in Zukunft Mohammedaner nicht unbedingt sie gedenkt zu packen in Watte!
Nicht dass bereitet wäre für solche immer wieder ein Stalingrad,
sondern man in Reserve schon immer etwas Passendes hat!?
Aber der türkische Mitbürger mit wenig interessierter Begleiterin
meinte, "man" hätte für die Zukunft etwas Weitumgreifendes im Sinn!
Es schien mir sein Vorschlag wie ein spirituelles Weltkaufhaus,
wo über Atatürks Türken bis nach China und Japan schaut etwas heraus!?
So etwas schwante mir schon längere Zeit untergründig
in von Biowaren verkaufsfreien Zeiten in meinem Laden in der Limburger Grabenstr. 66 wurde ich zwischen Kräutern und Käse spirituell durchaus auch hier fündig!
Es war mir irgendwann dann einmal klar geworden,
Strategen würden für ihre Zwecke verführerisch Kuschliges, doch keinesfalls einen Eckstein mehr ordern!
Gruß Paraneua-Bioeule, für Chamäleons-Politik von Jesuiten samt "Hoher Pforte" nicht teamfähig!
 
3053.) Name: Gilt in Kriegs- und Friedenszeiten:
Datum: Sonntag, der 23. März, 2003 um 15 Uhr 36
E-Mail: keine e-Mail
Zeige Kirchenlieder Texte mit dem Anfangsbuchstaben:
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
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Christian David - Sonne der Gerechtigkeit
1. Sonne der Gerechtigkeit,
gehe auf zu unsrer Zeit;
brich in deiner Kirche an,
daß die Welt es sehen kann.
Erbarm dich, Herr.
Mal 3,20
2. Weck die tote Christenheit
aus dem Schlaf der Sicherheit;
mache deinen Ruhm bekannt
überall im ganzen Land.
Erbarm dich, Herr.
3. Schaue die Zertrennung an,
der kein Mensch sonst wehren kann;
sammle, großer Menschenhirt,
alles, was sich hat verirrt.
Erbarm dich, Herr.
4. Tu der Völker Türen auf,
deines Himmelreiches Lauf
hemme keine List noch Macht.
Schaffe Licht in dunkler Nacht.
Erbarm dich, Herr.
5. Gib den Boten Kraft und Mut,
Glaubenshoffnung, Liebesglut,
laß viel Früchte deiner Gnad
folgen ihrer Tränensaat.
Erbarm dich, Herr.
6. Laß uns deine Herrlichkeit
ferner sehn in dieser Zeit
und mit unsrer kleinen Kraft
üben gute Ritterschaft.
Erbarm dich, Herr.
7. Kraft, Lob, Ehr und Herrlichkeit
sei dem Höchsten allezeit,
der, wie er ist drei in ein,
uns in ihm läßt eines sein.
Erbarm dich, Herr
Gruß Paraneua-Bioeule!
 
3052.) Name: Paraneua!
Datum: Samstag, der 22. März, 2003 um 11 Uhr 52
E-Mail: keine e-Mail

www.kampfhund-areal.de www.bioeule2002.de/popup.htm Jokerbioeule! Alternativ: www.shockfreshwave.d

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Das Gästebuch hat bisher 3918 Besucher und 1228 Einträge.
1228) Positive Gedankenbruecke! aus Kein 22.03.03 - 11:46
eMail: Keine URL: http://www.positivegedankenbruecke.de.ms
Nachricht:
Gruß Paraneua-Bioeule! www.sozialwerkenntnisseschafft.de.ms
Jetzt Rudolf Steiner (soweit ungefälscht auszuloten!) lesen!

1227) Krieg aus mangelhaftem sozialen verständnis: aus Kein 22.03.03 - 11:44
eMail: Keine URL: http://www.kampfhund-areal.de
Nachricht:
R.Steiner, GA 177:, S.89:"...Die Institutionen, die begriffe, die sozialen Ideen, die sich die Menschen heute machen, sind abstrakt und roh, sind plump gegenüber dem, was an komplizierten Verhältnissen herankommt (vgl. Peter Deckers neumarxiostische, fetischafte "Marktliebe", Anm. Paraneua-Bioeule!). Und weildie Menschen nicht imstande sind (oder nicht guten Willens! Anm. Paraneua), das, was in der Wirklichkeit da ist, mit ihren Begriffen, mit ihren Vorstellungen zu umfassen, geschieht es, daß sie immer mehr und mehr ins Chaos hineinkommen, wie es sich ja durch diese Kriegsereignisse schon hinlänglich anzeigt. Dieses Chaos kommt eben davon, daß die Wirklichkeit eine andere ist, eine reicher werdende ist, als das, was die Menschen erdenken können, was die Menschen sich ausbilden können in ihren Köpfen. Und man wird sich klarmachen müssen, daß man vor die Wahl gestellt ist: Entweder, weil man die Welt nicht zu ordnen versteht (Küngsches "Welt-Ethos" samt Montessori- und anderen "jesuitischen" Zumutungen! Anm. Paraneua-Bioeule), weiterzumachen mit dem Zusammenhauen, mit dem gegenseitigen Aufeinanderschiessen (Bennennung von "Schurkenstaaten" von der amerikanisch-"christlichen" Seite her! Anm. Paraneua-Bioeule, Welt-Terrorismus!), oder zu beginnen mit dem Ausbilden solcher Begriffe, solcher Vorstellungen, die den komplizierten Verhältnissen gewachsen sind. Es mußeine geistige Strömung in der Menschheit geben, welche darauf ausgeht, Begriffe auszubilden, die den realen Verhältnissen gewachsen sind..."
Gruß Paraneua-Bioeule-Jokerbioeule-www.positivegedankenbruecke.de.ms-www.sozialwerkenntnisseschafft.de.ms-JohanniskrautBioeule-OdermenningBioeule(GOOGLE!)!

1226) irak, eine abgeriegelte hölle im mefisto-pakt? aus Kein 22.03.03 - 11:16
eMail: Keine URL: http://www.shockfreshwave.de.ms
Nachricht:
War es "okkult" erbeten,
im Irak über westliche"Christen" die Hölle loszutreten?
Wer wird der Sieger sein?
Der Küng'sche Welt-Ethos-Verein!
Die Friedens-Demonstrationen sind Flanken-Bewegungen!
Keine individuellen Regungen!
Mir istes in der Limburger Zeit nicht gelungen:
Nur bei schweigenden Minderheiten bin ich vor und um 2000 gegen die NATO-Wirklichkeiten mit ihrer Serbien-- und Irak-Krieg-Akzeptanz durchgedrungen!
Gewehrt habe ich mich übers Schaufenster (Limburg, Grabenstr.66) gegen die Instrumentalisierung
in Scharpings Kriegs-Imperium
samt typischen Kriegs-Propaganden,
die ihr Echo in schamlosen Spenden-Aktionen bis in die Schulen unserer Kinder fanden!!!
"Hilfe, die Helfer kommen"!
Die organiserten Aktionen
sich wie Fettaugen in gereichten Suppen ausnehmen!
Diese Aktionen,
sollten die angezettelten Generalproben für Volksverdummung der Spenden-Imperium verlohnen!?
Was hat Deutschland nicht nur im Wirtschaftsteil der Zeitungen im Zusammenhang mit dem Irakkrieg zu tun:
Die umgestürzten babylonischen Türme neu aufzubauen und zu bezahlen dem ... Spenden-Imperium!
Sie sehen, wie real sich die Scharia nicht nur in den Vorhallen der Kirchen installiert!
Bombt alles zusammen, damit wird die Weltwirtschaft saniert?
Wie ist es soweit gekommen?
Wir haben Chaos-Politik
mit schwarzen Dämonen!
Mefisto wird sich die ölig-schwarzen Hände reiben,
Mefisto-Teufels-Pakt ist in der nekrophilen okkulten Politik geeignet, uns das neu mit Menetekeln belastete "Christentum" auszutreiben!
Die Dafas warten schon mit überfliegenden Drachen,
dass wir Michael opfern dem höllischen Rachen!
Genug spintisiert, Paranoia-Paraneua?
Seit man uns Völkchen den Teufel übers Konzil abgewöhnt installieren sich irdische Paradiese über Seelen- und Geistesverluste ungeheuer!
Dass die Bedrängnisse evolutionär kommen müssen,
heisst nicht, dass wir notwendigerweise? den Irak zusammenschiessen- und -bomben müssen!
Die modernistisch aufgemotzte Chaos-Philosophie
versteckt Steiners Tiraden (Die Spirituellen Hintergründe der Welt, GA 1777,) aber wie!
Ich weiss nicht inwieweit ungefälscht es mir wurde aus der "jesuitischen" Universitätsbibliothek Eichstätt gesendet!?
"Eine seltsame Geschichte" von Bulwer-Lytton wurde aus Regensburg nicht geschickt,
hat auch dtv-Lexikon neueren Datums sich nicht allzu freundlich hinsichtlich des englischen Lords sich ja ausgedrückt?
Rechnen wir durchaus mit realen schwarzmagischen Kräften,
die aus okkulten Gründen sich ständig an unsere Fersen heften!
Gruß Paraneua!
 
3051.) Name: Sozialist, wer Erkenntnisse schafft!
Datum: Freitag, der 21. März, 2003 um 14 Uhr 17
E-Mail: keine e-Mail

Registrierung erfolgreich!
Die Domain wurde erfolgreich registriert.
Die Domain www.sozialwerkenntnisseschafft.de.ms wurde erfolgreich auf Ihren Namen registriert.
Name:................................................
Anschrift:............................................. Elisabeth Stefanie Jacobi
 
3050.) Name: News!
Datum: Freitag, der 21. März, 2003 um 09 Uhr 48
E-Mail: keine e-Mail
"Angst gibt mir nichts! Nur Liebe zu allem!! Rudolf Steiner!
Gruß Ihre
www.positivegedankenbruecke.de.ms
soeben von "ms" bestätigt!
 
3049.) Name: Kulturverwüstung als diabolischer Hintergrund der Kriegs-Fanfare?
Datum: Freitag, der 21. März, 2003 um 08 Uhr 54
E-Mail: keine e-Mail
Semiten, die die Geschichtze Babylons wesentlich gestalteten,
die Mythen für Mond und Sonne entfalteten:
Werden in FAZ zynisch beschieden:
Vanitas, frei nach Thomas Mann und Nietsche ist uns über die zynische Polit-Soap-Opera beschieden (vgl. FAZ, Feuilleton, heute: "Wir sind alle Gilgamesch"?, Dieter Bartetzko)!
Im übrigen, sollen wir laut Herrn Fritz Frey, Stuttgart, vor dem Fernseher sitzenbleiben,
gerade jetzt, wo es nicht einmal sicher ist, ob und wo Kriegstreiber überhaupt Kriege betreiben!?
Und mitten in den diabolischen verwiir-politischen Lügen
zwischen den Fragen der Kinder: "Warum ist Krieg" ist mir das altmanichäische Kinderspiel aus dem Kindergarten im alten Strassenbahn-Depot in Münchens Winzerer Strasse in Erinnerung geblieben:
Mond oder Sonne?
Und für altmodische Kinder wie mich war es eine Wonne,
dem kleinen Schicksal die Zufälle zu ertrotzen:
Keinen Anlass gab es hier zu motzen!
Etwas anders ist es um Polit-Strategie bestellt,
wo das Polit-Manichäertum seine Assassinen-Politik
für gewünschte Korridore wie Grosny bestellt?
Die Instrumentalisierung von orientalischen und westlichen Religionen
wird über Lemming-Politik versuchen, die noch gegenwärtige menschlich bisher evolutionär gesteigerte Frage nach dem Sinn verhöhnen!
Die angeblich einmütige Parteinahme christlicher Kirchen gegen den Krieg
scheint mir zusammengenommen mit der Tatsache der Zerstörung orthodoxer serbischer Kirchen als Scheinheiligkeit und Betrug!
Es wird mit verschiedenen Massen frei nach dem 1092 ermordeten saldschuqischen Reichskanzler Nizamulmulk gemessen,
dem in Macchiavelli ein diabolischer Nachfahr beschieden ist gewesen!
Opportunismus heisst die Devise!
In FAZ, S. 35, die Botschaft über Volker Braun ist diese:
"Reisse deine Petersilie aus
Und empfange die Panzerreiter"!
Nein, erwidere ich als Bioeule:
Pflanzt Petersilie ruhig weiter
und seid gewärtig der Hölle der Panzerreiter!
Die Politik der Angst schafft im Herzen nur Enge:
Grün wächst immer wieder sogar zwischen des Asphalts schwarzer Bänge!
Wir leben in Zeiten des rücksichtslosen Politiker-Menschen- und Mythenverbrauchs
(und Natozwängen!? natürlich auch!)!
Zerknittert wirken die Politiker-Gesichter:
Händereibend gluckst kichernd der Asuras Gelichter!
Die Lüge gebiert ihre eigenen Mythen:
Ein Herr der Ringe ist uns dafür beschieden!
"Eine seltsame Geschichte" ist uns schwarzmagisch beschieden:
"Die Sendung Michaels" könnte aufhellen beim Sturz der Geister der Finsternis unsere Zeiten!
Von absoluter Wahrhaftigkeit als unumstösslichem Grundsatz wird in dieser Mission gesprochen:
Damit hat der bezahlte Journalismus auf seiner Talfahrt unter mafioser Bedrohung schon längst gebrochen!
Kultur ist zum Museum degeneriert!
Das "Welt-Kulturerbe" Buchhaltung erwähnenswerter kultureller Stätten führt!?
Es fällt mir ein Erlebnis auf Darmstadts "Mathildenhöhe"in seiner goldglänzenden russischen Kirche ein!
Ein Montenegriner und ein Amerikaner liessen sich spärlich zu interessantem Gespräche ein!
Ein zynischer Blick des Amerikaners auf den "renovierten Plunder":
Wir stellen in unseren Museen auf Relikte oder Kopien, wenn in "old Europe" die Welt geht unter!
Und in der "islamisch"!? bewachten Kapelle
begriff ich die groteske Diabolisierung von alter und neuer Welt ganz schnelle!
Die Welt ist für Polit-Soap-Opera stets zweigeteilt?
Ein "ewiger Mahdi",falls gewünscht, zur Befriedung dem orientalischen, nach Amerika? ausgewanderten, politisierten "Christus" entgegeneilt!?
Liess sich dies für die Patchwork-Ökumene nicht auch mit einem Rudolf Steiner und seiner "göttlichkeit des Menschen" befrieden?
Nein, leider nicht, er hat die Philosophie des "Ecksteins", die bei der politisierten "Ökumene" unterbleibt,
weit über "Marktlieben" (Peter Decker) und ihre Sozio-Faschismen samt ihren Opportunismen hinausgetrieben!
So werden unsere Computer zwar:
Die von Rudolf Steiner in der Sophien-Ausgabe kommentierte Farbenlehre Goethes bestätigen gar praktisch und wahr!?
Nur ist bei aller Merkabah-Babylon-Predigt aufgefallen:
Die Ecken unfreiwillig politisch gewordener Ecksteine nicht gefallen!
Wer Freiheit propagiert und nicht zum Trierer Tomberg-Jesuiten -Ramstein wird,
der wird von Teppich-Politik beflissen unterwärts gekehrt!
So sollten bei der "Friedens-Politik" der Kirchen auch einen wichtigen Aspekt verstehen:
Für Umkehr aller der "Marktliebe" lästigen Werte sie Marx-Gemurxe der Porta Nigra vorziehen!
Wer mehr als Peter Deckers Markliebe will entfalten,
sollt' wissen, dass die ungeschriebnen Johannes-Bücher (Johannes-Evangelium!) wie mystische Rosen nie erkalten!
Gruß Paraneua-Bioeule-Kampfhund-Areal.de-Odermenning-Johanniskraut!
der wird den Unter
 
3048.) Name: Test!
Datum: Donnerstag, der 20. März, 2003 um 09 Uhr 51
E-Mail: keine e-Mail
Test!
 
3047.) Name: Irakkrieg!?
Datum: Donnerstag, der 20. März, 2003 um 09 Uhr 01
E-Mail: keine e-Mail

www.kampfhund-areal.de www.bioeule2002.de/popup.htm Jokerbioeule! Alternativ: www.shockfreshwave.d

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1213) Irakkrieg! Instrumentalisierte "böse 23"? aus Kein 20.03.03 - 6:27
eMail: Keine URL: http://www.paraneua.de
Nachricht:
1213) irakkrieg 20.3., "böse 23"!? aus Kein 20.03.03 - 6:14
eMail: Keine URL: http://www.paraneua.de
Nachricht:
So haben wir wieder den zynischen Mythen-, Menschen- und Politverbrauch?
Den der Welt-"Jesuitismus" züchtet zuhauf!
Mein Mitgefühl gilt all den Menschen,
die sich in der angezettelten Hölle eine Achtung ihrer elementaren Rechte wünschen!
An die Worte Rudolf Steiners denke ich,
der einer der modernsten christlichen Philosophen ist:
Dass im einstigen Irak die menschliche Evolution lässt spüren,
dass die Wege zum "ICH" als Wiedergeburt Gottes in der menschlichen Seele führen!
Die Welt-"Logenpolitik" mit ihren scheinbaren Friedensstiftern hat nur eines im Blick:
Wellenpolitik!
Und die Riege der Peter Deckers mit ihrer politischen USA-Animositäten selbst zur Riege der Wölfe gehört,
die sich zum Wolf geriert, der das Lamm, das am Bach steht und trinken will, mit tödlichen Sophismen stört!
Doruntinas Heimkehr zum Küngschen Welt-Ethos gehört!
Diese "seltsame Geschichte" in die diplomatischen Bücher politischer "Religionen" gehört!
"Babylonischer Wein" benebelt gewisse Brüderschaften wie Honigseim!
Und ganz wie üblich bei "Jesuiten" säkularisiert und lokalisiert und sondiert angemasstes Weltrichtertum Bosheit im Irak als ihr Recht aus niedrigsten diabolischen Gründen dort zu streiten!
Ein Bild wie von Lincoln geistert grossformatig durch die Presse!?
Ist Freiheit jedoch irgendwann trennbar von Brüderlichkeit gewesen?
"Alle Brüder, alle gleich!"?
War nicht dies Versprechen für ein künftig Reich?
Auch wurde im Fernsehen der "grosse Moltke" zitiert,
der nur bis zum Aufeinanderprallen der Fronten wisse, was passiert!?
Ich denke auch an das böse österreichische "Bonmot" von den "Hosensäcken",
wo wie vom Deutschen Orden "Philosophien" während des Dreissigjährigen Krieges umfunktioniertwerden zu eigenen, finanzträchtigen und machtpolitischen Zwecken?
Und in der Entmachtung "Roms" durch "Protestanten"
Dritte sich händereibend und kriegsgewinnlerisch stets einfanden!
Der "Schwarze Peter" ist nicht nur in Amerika zu finden,
auch wenn die polnisch-neugnostischen "Jesuiten" zu ihren Zwecken zukünftigen Neuheidentums tanzend kreislerianisch dies verkünden!
Nicht nur um Öl geht's bei dem zu "liebenden Markt" (Peter Decker!)!
Das Christentum wird über Amerika und angelsächsische schwarzmagische Brüderschaften zumindest rhetorisch in den Sumpf gekarrt:
Da seht sie doch die politisierten "Christen":
Um welchen Preis sie Kriege für ihre Zwecke anstiften!?
Der Feind von morgen ist schon heut geriert!
Amerikanisch-jüdisch Ahasverus das Unheil gebiert?
So werden nur die irdischen "Zionisten" argumentieren,
die ich nicht nur in Israel dabei bin aufzuspüren!
Es gilt der zynische Grundsatz der Lemmingpolitik!
Am Runden Tisch entfaltet sich Geschick!
Das Christentum zur Katakombe wird!
Aus Sterbenden die Kathedral' von Morgen Weihrauch schon geriert!
Mein ist die Rache! So spricht Gott!
Instrumentalisierte Religion vergiesst unschuldig Blut!
Ich weiss, dass Pathos nicht mehr ist in der Polit-Arena anders als erwünscht als zynisch!
Wie abgebrauchte Hülsen Worte die Presse in ihren Kommentaren installiert:
Das scheint mir höllisch höhnisch!
Ich bin ein Mensch und möcht' es bleiben:
Johannes-Evangeliumsworte sind noch fortzuschreiben!
Gruß Paraneua-Bioeule-Jokerbioeule-Odermenning-BioeuleAktuell-Johanniskraut!
 
3046.) Name: "Peter -Drucker"- Management?
Datum: Montag, der 17. März, 2003 um 13 Uhr 05
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HERMANN SIMON
"Peter F. Drucker: Mann der Vergangenheit, Mann der Zukunft"


"What this book actually dealt with is: THE FUTURE OF SOCIETY." So lautet der letzte Satz in Peter F. Druckers 1999 erschienenem Buch "Management Challenges for the 21st Century". Die Zukunft war immer Druckers Lieblingskind. Aber über die Zukunft sinnieren und schreiben viele. Doch kein anderer Managementautor hat einen solchen Einfluss auf unser Denken ausgeübt wie Drucker. Was zeichnet ihn aus? Worin unterscheidet er sich von den vielen? Meine Hypothese: Drucker interpretiert die Zukunft auf eine einzigartige Weise, weil er ein Mann der Vergangenheit ist. Ich fragte Professor Drucker einmal, ob er sich eher als historischen Schriftsteller oder als Managementdenker sehe. Ohne lange zu zögern, antwortete er: "Eher als historischen Schriftsteller."
Kurz vorher hatte ich seine Lebenserinnerungen Adventures of a Bystander gelesen. Dort entführt er uns in eine versunkene Welt, an die Quelle meiner Argumentation. Ein anderer berühmter Wiener, der Schriftsteller Stefan Zweig (1881 - 1942), nennt sie "Die Welt von gestern". Dieses Umfeld, in das Peter F. Drucker hineingeboren wurde und in dem er aufwuchs, war einzigartig. Im Großbürgertum der österreichisch-ungarischen Monarchie standen Bildung, Kultur, Kunst, Musik, Geschichtsbewusstsein, Urbanität und internationale Offenheit ganz oben in der Werteordnung. Doch diese Schlagworte beschreiben jene Zeit in Wien nur unvollkommen. Wer diese Welt tiefer nachempfinden will, der lese Druckers Adventures of a Bystander und Zweigs Die Welt von gestern. So war es beispielsweise selbstverständlich, dass die Kinder der gebildeten Schichten vielsprachig aufwuchsen, indem sie von englischen und französischen Gouvernanten erzogen wurden.
Am überzeugendsten spiegelt sich diese Welt in den Geistern wider, die sie hervorgebracht hat und deren Lebensläufe frappierende ähnlichkeiten mit demjenigen Peter Druckers aufweisen. Der Untergang des österreichisch-ungarischen Reiches im Jahre 1918, der Bolschewismus in Russland, die Nazizeit in Deutschland, diese "vulkanischen Erschütterungen unserer europäischen Erde", wie Stefan Zweig sie nennt, entwurzelten eine ganze Generation, setzten aber auch ungeheure Kreativität frei. Stefan Zweig emigrierte zunächst nach England, um später nach Brasilien weiter zu wandern. Der Weg des Mathematikers John von Neumann (1903 - 1957), dem wir die Spieltheorie und den Computer verdanken, führte von Budapest über Deutschland nach Princeton, USA. Den Schriftsteller-Philosophen Elias Canetti (1905 - 1997) verschlug es nach England und später in die Schweiz.
Der Wissenschaftsjournalist Artur Koestler (1905 - 1983), in Budapest geboren, durchmaß ein rastloses Leben in Israel, Deutschland, Russland, Frankreich, Spanien und schließlich England. Den in Breslau geborenen Soziologen Norbert Elias (1897 - 1990) kann man im weiteren Sinne zu dieser Gruppe zählen, seine Lebensstationen waren Paris, England, Amsterdam und Bielefeld, wo ich ihn noch im Alter von 95 Jahren kennen lernen durfte. Auch der aus Krakau in Polen stammende Karol Woytila, bekannter als Papst Johannes Paul II, ist ein Kind dieses ungewöhnlich fruchtbaren Kulturbodens, er spricht zehn Sprachen. In diese außergewöhnlichen Lebenswege ordnet sich derjenige Peter Druckers nahtlos ein: Wien, Hamburg, Frankfurt, England, Amerika.
Mit ihrem eigenen Untergang entließ die Donaumonarchie ihre Kinder. Diese leisteten fern der Heimat großes und hinterlassen dauerhafte Spuren im kulturellen Erbe der Menschheit. Die Kinder der königlichen und kaiserlichen Monarchie erreichten dies, weil sie lange vor dem Zeitalter der Globalisierung exemplarische Weltbürger waren, gebildet, kulturell flexibel, polyglott, geschichtsbewusst. Die "Welt von gestern" hatte sie offenbar bestens auf die Welt der Zukunft vorbereitet. Ihre Werke bleiben Echo einer einzigartigen Kultur.
Doch ist dies nur der äußere, der generelle Rahmen. Beim Einzelnen gehen die Besonderheiten tiefer. Weil er die Geschichte wie nur wenige andere kennt und zu interpretieren versteht, kann Peter Drucker die Zukunft in der nur ihm eigentümlichen Weise ausleuchten. Immer wieder hat mich beeindruckt, welche Detailkenntnisse er besitzt, über welch umfassendes Wissen er verfügt, welch ungewöhnliche Assoziationen er zu knüpfen versteht.
Einige Erlebnisse und Vergleiche mögen davon Zeugnis geben. Als ich vor vielen Jahren las, dass der berühmte Philosoph Arthur Schopenhauer extra Spanisch lernte, um das Buch Hand-Orakel und Kunst der Weltklugheit des spanischen Jesuiten Balthasar Gracian (1601 - 1658) im Original lesen zu können, war ich beeindruckt. Später korrespondierte ich mit Drucker über dieses Buch und erfuhr, das ihm Gracian bestens bekannt war. Drucker schrieb: "Mein Vater gab es mir als Geschenk vor 72 Jahren, als ich Wien verließ, um in Hamburg Kaufmanns-Lehrling zu werden. ...Ein paar Monate später entdeckte ich dann Kierkegaard (dänischer Philosoph, Anmerkung Simon). Und diese beiden sind eigentlich die Pole meines Lebens geworden. Gracians wegen habe ich mir selbst genug Spanisch beigebracht, um ihn im Original zu lesen - und dazu noch genug Dänisch, um Kierkegaard auch im Original zu lesen". Spanisch zu lernen wie Schopenhauer, um Gracian zu lesen, und Dänisch wie der spanische Philosoph Miguel de Unamuno (1864 - 1936), um Soren Kierkegaard (1813 - 1855) im Original zu verstehen, das sind Parallelen, die Druckers ungewöhnliche Talente und tiefere Fundamente ins angemessene Licht rücken. Oder nehmen wir einen Spezialfall. Häufig führt Drucker in seinen Aufsätzen und Büchern die Deutsche Bank als erstes nach modernen Prinzipien organisiertes Unternehmen an.
Wegen seines mir bekannten Interesses schickte ich ihm eines Tages einen Artikel über einen Mitgründer dieser Bank, Ludwig Bamberger (1826 - 1899). Nun erwartete ich nicht, bei Drucker mit diesem Namen, der mir selbst auch unbekannt war, auf große Resonanz zu treffen. Doch weit gefehlt. Er war mit Bamberger bestens vertraut, und zwar aus den Tagebüchern seines (Druckers) Großvaters Ferdinand von Bond, "his stories of Ludwig Bamberger and Georg Siemens (ein Mitgründer der Deutschen Bank, Anmerkung Simon) fascinated me and I still remember some of them", schrieb er mir zurück - ein Beleg für die unglaubliche Detailkenntnis Peter Druckers.
Auffallend sind auch die persönliche Nähe und persönliche Begegnungen mit und zwischen großen Persönlichkeiten - aus durchaus verschiedenen Lebensbereichen. In Adventures of a Bystander berichtet Drucker von seinen Bekanntschaften mit Buckminster Fuller, dem Physiker, und Marshall McLuhan, dem Kommunikationswissenschaftler. Mir fiel auf, dass wann immer ich einen großen Namen gegenüber Drucker erwähnte, er diese Person kannte. Zwei Beispiele: Ernst Jüenger (1895 - 1998), den umstrittenen deutschen Schriftsteller, kannte er aus den dreißiger Jahren; Reinhard Mohn, dem Mann, der Bertelsmann groß machte, war er bereits in den fünfziger Jahren begegnet. Die Welt ist klein. Über weite Räume hinweg ziehen sich große Persönlichkeiten an, und ihre Pfade kreuzen sich. Drucker befand sich oft im richtigen Augenblick an solchen Kreuzungen.
Es kommt eine weitere Fähigkeit hinzu, die ich in dieser starken Ausprägung nur bei dem argentinischen Schriftsteller Jorge Luis Borges beobachtet habe: die Fähigkeit zur Assoziation. Borges hat nicht nur alles gelesen, sondern er versteht auch, die unwahrscheinlichsten Verknüpfungen und Assoziationen herzustellen. Er überbrückt dabei Zeiten und Räume, erkennt Beziehungen und Analogien, die sich einem normalen Menschen entziehen. Ähnliches gilt für Peter Drucker. Er sieht Parallelen, Gemeinsamkeiten zwischen aktuellen, zukünftigen und historischen Entwicklungen, spannt weite geistige Bögen. Persönlichkeiten wie Drucker und Borges müssen über ein enzyklopädisches Gedächtnis verfügen. Doch das reicht nicht aus, die höhere der Fähigkeiten ist diejenige zur Verknüpfung. Der oben angeführte Arthur Koestler hält diese Kompetenz für die eigentliche Quelle der Kreativität.
Druckers neues Buch Management Challenges for the 21st Century legt beredtes Zeugnis von dieser Fähigkeit ab. Die Betrachtung der Informationstechnologie im Lichte der Geschichte der Druckkunst führt zu überraschenden Schlussfolgerungen. So sieht er die dauerhaften Gewinner der IT-Revolution nicht in den Hardware- oder Software-Unternehmen unserer Tage, sondern in der Verlagen, die den Zugriff auf Wissen und Content haben. Im Buch führt er als Beispiel Bertelsmann mit Reinhard Mohn an. Bertelsmann ist heute der größte Verleger englischsprachiger Bücher in der Welt. Dieses Urteil Druckers freute mich persönlich, da ich wenige Monate vorher Reinhard Mohn für die größte deutsche Wochenzeitung Die Zeit zum "Unternehmer des Jahrhunderts" gekürt hatte. Doch das Urteil Druckers hat in dieser Hinsicht weit größeres Gewicht.
Natürlich darf man die historische Kompetenz Druckers nicht "mechanisch" interpretieren. Es gibt keine Wiederholungen oder Gesetzmäßigkeiten der Geschichte, wie sie etwa Karl Marx oder Oswald Spengler propagierten. Aber es gilt auch, dass sich der Mensch im Laufe der bekannten Geschichte wenig geändert hat. Die Aussagen von Platon, Aristoteles oder Seneca zum Menschen, seinem Verhalten, seiner Führung gelten im wesentlichen heute genau so wie in der Antike. Deshalb führt es zu wertvollen Einsichten, wenn man aktuelle Entwicklungen und die Zukunft im Lichte historischer Analogien interpretiert. Genau hier liegt die große Stärke von Peter Drucker - und die markanteste Schwäche nahezu aller Managementautoren. Deren Geschichtswissen ist typischerweise sporadisch-oberflächlich oder fehlt völlig. Und anders als diejenigen, die sich als Spezialisten der Unternehmensgeschichte verschrieben haben und nur ein enges Teilgebiet abdecken, besitzt Drucker eine sehr viel breitere Basis historischen Wissens.
Ohne ein derartiges historisches Verständnis und Bewusstsein fällt man im Management leicht dem Buzzword oder Trend des jeweiligen Tages zum Opfer. Die Aussage des Philosophen George Santayana, dass die Geschichte wiederholen muss, wer nicht aus ihr lernen will, gilt vielleicht besonders für das Management, das häufig vorgibt, neues zu schaffen, obwohl es nur alten Wein in neuen Schläuchen serviert.
Peter Drucker lehrt uns aus der Geschichte. Er hält uns auf diese Weise Spiegel vor, die uns neue Perspektiven eröffnen, und hilft uns zu einem besseren Verständnis der Zukunft. Und hier schließt sich der Kreis zu Soren Kierkegaard, der sagt: "Das Leben kann nur in der Schau nach rückwärts verstanden, aber nur in der Schau nach vorwärts gelebt werden." Genau weil er ein Mann der Vergangenheit ist, brilliert Peter Drucker als Vordenker der Zukunft.
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Winston Churchill:
Besprechung von "The End of Economic Man"
Marshall McLuhan:
"Der Mann, der kam um zu hören"
Prof. Dr. Hermann Simon:
"Peter F. Drucker - Mann der Vergangenheit, Mann der Zukunft"
Prof. Dr. Hermann Simon:
"Management - Über den Tag hinaus
Einsichten aus Begegnungen mit Peter Drucker"
Ende!
Gruß Paraneua-Bioeule!






 
 
 
 
 
 
 
Datum 6.6.2000 / Familie: Ein Hort des Vertrauens ! Nach der Presse Meinung und Suggestion ! Ein Ort des GrauensHimmel und Hölle haben dort ihren Platz, wo Dein Herz ist, ist auch Dein Schatz ! Drum wollen wir mit dem Herzen in unsren Familien sein - ! Die "Macht der Liebe" umfunktioniert zur tüchtigen Bürgerzelle, wo man sich auf´s Ohr legt und frühstückt gar schnelle ? Sogar einem Hund bräche das Herz in solcher Kälte, ahnte er, welches "Vertrauen" gewisse Randgruppen als "Familie" juristisch zusammen hielte. Nie werden sich solcher Zukunftsmusik verantwortungsbewußte Menschen beugen. Wir möchten in Familien kein "Welt – Ethos" für Banker erzeugen !" Die Liebe ist ein seltsames Spiel ? " Ein älterer Text viel besser mir gefiel : "Die Liebe übt Nachsicht, in Güte handelt die Liebe .....rechnet das Böse nicht an .... Sie hat nicht Freude am Unrecht ....Freut sich an der Wahrheit - ! (Paulus, Korinther, 13. Kap.) Mein Gott , bitt´ bebend ich und leis : Dafür wird es jetzt höchste Zeit !
 
Paraneua-Bioeule!
Christentum ist mehr als der aktuelle Montgomery-Hefty-Jesuitismus-Kurs für ärztliche Verantwortung
 (vgl. FAZ, S.10/ Dienstag, 21.März 2006, Nr. 68)
 
Bioeules aktuelles Deutschlandlied:
 
Böse Elf:
Beten wir für Milosevic das Vaterunser nicht nur einmal!
           
 
 
 
 
INTERKULTURELL!
 
Der Vogel „Greif“, der meint zur Vogelgrippe:
Ich ruf’ Gevatter „Rock“? Wir fragen alle nur „wie bitte?“
Erst haben wir die Kälte-Wettermanipulation,
dann Vogelgripppe-Lügen, ‚s ist ein Hohn!
Ein Storch am Sonntag in Talham bei Bioeules Hundespaziergang über weisse Fluren flog:
Das Wetter bringt in Verwirrung und Überanstrengung das arme Federvieh beim Vogelzug!
Die Bioeul’ hätt’ gern den Storch gesprochen,
Was mit den Wettermanipulationen und den Vogelgrippe-Lügen am Geflügel ward verbrochen!
Seit Robert Koch man macht mit erfundnen Krankheitserregern Geschäfte?
Dass doch die Gefolgsleute dieses Mannes die erfundne Vogelgrippe träfe
Und wie die Lügen aus dem Mund die Nase liefe!
Es heisst, dass Lügnernasen wachsen?
Und von den Lügen aber seien kurz die Haxen?
Disproportioniert die Lügnerwelt schafft Karikaturen?
Auch in der FAZ entzifferte man lügnerisch die DNS von ’nem Lemuren?
Dies Tier ist, glaub’ ich, nachtaktiv!
Vielleicht weiss es, wer Vogelgrippe im Osten schuf?!
Vielleicht bringt es die Sonne an den Tag,
Was lichtallergisch’ Volk so wenig mag?
Und Vogel „Greif“ greift mit den Löwenkrallen
Die Lügenbrut der Vogelwelt ganz zu Gefallen!
Ansonsten gilt’s in Kräuterbüchern und bei www.bioeule.de/politischekraeuterparaneuabioeule3.htm zu studieren,
Was manchen gewinnstrebenden Pharmazeuten könnt’ genieren!
Vom Salbei hab’ ich schon gelesen,
Doch ist’s das einzge hilfreich Kräutlein nicht gewesen!
Auch schickt’ den Pharmazeuten die Entwässrungspillen wie Lasix, das sie ja empfohlen,
Am stillen Örtchen zur oftmaligen Erleichterung ihrer Bedrängnisse sie büssen sollen!
  
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Keine Instrumentalisierung von Huntington!
Schon geimpft gegen Vogelgrippe? Eine Impfung gegen gewinnträchtige Pharmalügen steht noch aus!
Eine lauthals gehaltene Diskussion zum Thema angezettelte Welt-Idiotie www.paraneua.de/aha.htm könnte machen hier notwendigen Garaus!
Wirkstoff des angeblich erfolgreich eingesetzten Anti-Vogelgrippe-Mittels?
Neuro-Amin? Na, denn entwickeln Sie aber keine Halluzinationen!
Falls Sie dann noch Geflügel sehen en plein air?
Sie haben Halluzinationen, bitte sehr!
Doch das Geflügel wird Ihnen grosszügiges Übersehen danken,
weil Gottes Kreatur auch nach FAZ’s Titel (???Geflügel muss in den Stall!“? Oktober 2005) damit rechnen muss,
dass zur gewinnträchtigen Umverlagerung von Hosensäcken die Arsenale von Lügen sich wenig verschlanken!
Sehen Sie einen Vogelgrippe-Läugner (?) allerdings en plein air:
sind Gottes Wort für Weg, Wahrheit und Leben um einiges Sie näher!
Sollte Ihnen seine eurythmische Haltung gefallen,
liegt’s an der Ebenheit des Charakters vor allem!
Auch wenn wir wenig hätten zu tun,
wer jetzig Zeiten leben will, dem geht’s nicht gut als Huhn!
Und legt er jeden Tag auch brav ein Ei,
so legen Lügner deren nicht nur Sonntags mindestens mal zwei!
Irren Hausfrauen paraneuisch bei Pandemie?
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