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Krankheiten von Babys und Kleinkindern mit Hausmitteln heilen

Barmer und Mehr Zeit für Kinder e.V.


Schnupfen, Hautausschläge, Fieber, Erkältungen...

...schon in den ersten Lebensjahren muß Ihr Kind eine ganze Reihe von Erkrankungen durchstehen. Fast immer können Sie einiges tun, um der kleinen Patientin/ dem kleinen Patienten zu helfen. Viele Beschwerden lassen sich nämlich mit einfachen und bewährten Hausmitteln lindern.

In diesem Artikel finden Sie hilfreiche Tipps und Informationen zu 21 Erkrankungen, die alphabetisch - von Allergie bis Windelausschlag - aufgelistet werden.

Bitte bedenken Sie: Die Hilfe eines Arztes kann diese Übersicht nicht ersetzen. Im Zweifelsfall und gerade bei kleinen Kindern sollten Sie immer ärztlichen Rat einholen. Alle angegebenen pflanzlichen Mittel bekommen Sie in Ihrer Apotheke.


Allergie

Symptome: abhängig von der Art der allergischen Erkrankung: Hautausschlag, Atembeschwerden, Asthma, Husten, Schnupfen, Durchfall, Erbrechen, Fieber.

Kurzbeschreibung: Bei einer Allergie reagiert der Körper überempfindlich und mit übertriebenen Abwehrmaßnahmen gegen bestimmte Stoffe (Allergene) wie Pollen, Tierhaare, Hausstaubmilben, Bestandteile der Nahrung, Kosmetika und Waschmittel. Die allergische Erkrankung betrifft oft die Körperregion, auf die das Allergen einwirkt, z.B. Erkrankungen der Atemwege beim Einatmen von Pollen. Wahrscheinliche Ursachen: Veranlagung, Schadstoffe in der Umwelt.

Das kann die Beschwerden lindern: Den allergieauslösenden Stoff möglichst meiden; Einnahme von Mitteln, die die allergischen Reaktionen mildern; kontrollierte Gewöhnung an das Allergen (Desensibilisierung).

Hier muß der Arzt helfen: Er stellt fest, ob es sich um eine Allergie handelt und auf welche Stoffe Ihr Kind reagiert.


Bauchschmerzen

Symptome: ein eingezogener oder stark gewölbter Bauch, Blässe, meist angezogene Beine, Schmerzen beim Abtasten, manchmal in Kombination mit Fieber.

Kurzbeschreibung: Bauchschmerzen können u.a. bei Blähungen oder Verstopfung auftreten oder aber der Beginn einer Magen-Darm-Infektion sein.

Das kann die Beschwerden lindern: Schlückchenweise etwas warmen Tee (z.B. Pfefferminz- oder Kamillentee) geben, feuchtwarmen Bauchwickel machen, vorsichtiges sanftes Massieren der Bauchdecke mit kreisenden Bewegungen im Uhrzeigersinn.

Hier muß der Arzt helfen: Wenn die Schmerzen nicht innerhalb von ein bis zwei Stunden nachlassen, denn manchmal sind Bauchschmerzen auch ein Hinweis auf eine Blinddarmentzündung.


Blähungen

Symptome: abgehende Winde, aufgeblähter Bauch, Weinen zwischen zwei Mahlzeiten, manchmal ein Blubbern und Gluckern im Bauch.

Kurzbeschreibung: Insbesondere Babys leiden häufiger unter schmerzhaften Blähungen, weil ihr Verdauungssystem noch nicht völlig ausgereift ist. Schlucken sie beim Trinken an der Brust oder aus der Flasche Luft, muß die irgendwie wieder entweichen. Normalerweise geschieht das beim Bäuerchen. Das klappt aber nicht immer. Dann wandert die Luft vom Magen in den Darm und führt dort zu Blähungen. Auch durch das Vergären von Milchzucker, der sowohl Bestandteil der Muttermilch als auch der Pre-Flaschennahrung ist, können sich im Darm Gase bilden.

Das kann die Beschwerden lindern: vorsichtiges sanftes Massieren der Bauchdecke mit kreisenden Bewegungen im Uhrzeigersinn, sanfte Bauchmassage mit 2-3 Tropfen Kümmelöl (aus der Apotheke), Herumtragen in Bauchlage, das Kind auf den Rücken legen und die Beine wie beim Radfahren auf und ab bewegen, eine gering gefüllte Wärmflasche, etwas Fencheltee nach der Mahlzeit.

Hier muß der Arzt helfen: Wenn das Baby keinen Appetit hat, es zudem blaß ist und sich ungewöhnlich verhält, denn dann können die Blähungen eine andere Ursache haben.


Drei-Monats-Koliken

Symptome: lang anhaltendes Schreien in den ersten drei Lebensmonaten in Verbindung mit Blähungen und/oder Bauchschmerzen. Die Koliken enden häufig erst, wenn das Baby völlig erschöpft ist.

Kurzbeschreibung: Insbesondere Jungen leiden nach der Geburt unter Drei-Monats-Koliken - so genannt, weil die Beschwerden meist nach drei Monaten abrupt aufhören. Ursache können Luft im Darm durch hastiges Schlucken und ein noch nicht "eingearbeitetes" Verdauungssystem sein. Da diese Koliken besonders am Spätnachmittag und frühen Abend auftreten, wenn innere und äußere Reize verstärkt wahrgenommen werden, nimmt man an, daß auch Überreizung und Müdigkeit des Babys eine Rolle spielen.

Das kann die Beschwerden lindern: siehe Maßnahmen bei Bauchschmerzen und Blähungen. Bei Überreizung ist es wichtig, möglichst ruhig mit dem Kind umzugehen und es nicht durch Spieluhren, laute Geräusche und ähnliches zusätzlich aufzuregen.

Hier muß der Arzt helfen: Wenn eine Kolik länger als vier Stunden dauert, denn dann können die Schmerzen auch eine andere Ursache haben, z.B. Mittelohrentzündung (siehe: Ohrenschmerzen).


Dreitagefieber

Symptome: hohes Fieber, manchmal Halsweh, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, später Hautausschlag.

Kurzbeschreibung: Diese von einem Herpes-Virus verursachte Infektionskrankheit tritt meistens zwischen dem 6. und 36. Lebensmonat auf. Die Erreger werden mit der Atemluft übertragen. Ein bis zwei Wochen nach der Ansteckung kommt es zu hohem Fieber (oft über 39°C). Wenn es nach drei bis fünf Tagen plötzlich wieder fällt, bilden sich auf der Haut blaßrote, den Röteln ähnelnde Flecken. Der Ausschlag verschwindet meistens spätestens nach drei Tagen. Nun besteht lebenslange Immunität.

Das kann die Beschwerden lindern: Siehe Maßnahmen gegen Fieber.

Hier muß der Arzt helfen: bei Anzeichen eines Fieberkrampfes (siehe: Fieber), bei schlechtem Allgemeinzustand des Kindes.


Durchfall

Symptome: wäßriger und häufiger Stuhl, bei Still-Babys ungewöhnlich unangenehm riechend und eher grünlich gefärbt, außerdem oft kombiniert mit Fieber und Erbrechen.

Kurzbeschreibung: Durchfall wird meist verursacht durch Viren, seltener durch Bakterien. Aber auch größere Mengen Fruchtzucker (in Fruchtsäften) und Zuckeraustauschstoffe oder eine Nahrungsmittelallergie können der Auslöser sein. Durchfall bringt den Salz-Wasser-Haushalt durcheinander und kann zu lebensbedrohlichem Austrocknen führen - je jünger das Kind, desto schneller.

Das kann die Beschwerden lindern: Flüssigkeit und Elektrolyte müssen ersetzt werden. Der Arzt verschreibt eine Elektrolyt-Lösung als Pulver oder Tabletten zum Auflösen, die bestimmte Salze und Zucker enthält. Still-Babys werden weiter gestillt. Ältere Kinder dürfen nach Abklingen der Beschwerden langsam wieder Beikost bekommen: Haferschleim, Reisschleim, gedünstete Möhren, Pellkartoffeln, Banane, Zwieback, geriebenen Apfel. Vermeiden Sie Milch, Fett, Zucker und Süßigkeiten.

Hier muß der Arzt helfen: Durchfall bei Säuglingen und Kleinkindern ist immer ein Fall für den Kinderarzt! Besonders schnell müssen Sie reagieren, wenn bei Ihrem Baby folgende Symptome auftreten: eingesunkene Fontanelle, tiefliegende Augen, trockene Mundschleimhaut, Fieber, blutiger oder schleimiger Stuhl.


Erbrechen

Symptome: schwallartiges Erbrechen der gesamten Mahlzeit (im Gegensatz zum harmlosen Spucken).

Kurzbeschreibung: Wenn ein Baby in der zweiten oder dritten Lebenswoche seine gesamte Nahrung schwallartig erbricht, kann ein Magenpförtnerkrampf vorliegen. Er verhindert, daß es Nahrung bei sich behalten kann. Erbrechen kann aber auch der Beginn einer Magen-Darm-Infektion oder das Zeichen einer Nahrungsmittel-Allergie sein. Die Ursache kann nur der Arzt abklären. Bei starkem Erbrechen besteht (wie bei Durchfall) die Gefahr der Austrocknung.

Das kann die Beschwerden lindern: Bei einmaligem Erbrechen hilft ein wenig Fencheltee.

Hier muß der Arzt helfen: Wenn Ihr Kind schwallartig erbricht, mehrmals hintereinander erbricht und/oder gleichzeitig Fieber hat.


Erkältung

Symptome: Schnupfen, Augentränen, Husten, Halsschmerzen, Fieber, Abgeschlagenheit, eventuell Kopf- und Gliederschmerzen, häufig auch geschwollene Lymphknoten im Halsbereich.

Kurzbeschreibung: Eine Erkältung wird von Viren verursacht, die beim Atmen in den Körper gelangen und zwei bis drei Tage nach der Ansteckung eine Erkrankung der oberen Atemwege auslösen. Sie geht meistens nach ein paar Tagen vorüber. Mögliche Komplikationen: Bronchitis, Ohrenentzündung (siehe: Ohrenschmerzen).

Das kann die Beschwerden lindern: Betten Sie Ihr Baby mit Hilfe eines kleinen Kissens unter der Matratze etwas höher und sorgen Sie für höhere Luftfeuchtigkeit (feuchte Handtücher aufhängen). Bei Kindern, die älter als ein Jahr sind: Vor dem Schlafengehen die Brust mit Salbe einreiben, die ätherische Öle wie z.B. Eucalyptus oder Pinienöl enthält. Auf Mittel mit Campher und Menthol sollten Sie verzichten. Bei jüngeren Kindern einige Tropfen solcher ätherischen Öle auf ein Taschentuch geben und ans Kopfende legen. Vorsicht: Inhalationsöle dürfen nie mit den Schleimhäuten (z.B. Augen) Ihres Kindes in Berührung kommen. Waschen Sie daher nach dem Auftragen sorgfältig Ihre Hände. Siehe auch Maßnahmen bei Fieber und bei Halsschmerzen, bei Husten und bei Schnupfen.

Hier muß der Arzt helfen: Wenn Ihr Baby jünger als ein Jahr ist oder bei einem der folgenden Symptome: Fieber über 38,5°C, starkem Husten, Atemschwierigkeiten, Schluckbeschwerden, Ohrenschmerzen, wenn nach drei  Tagen keine Besserung eintritt, bei häufigen und langanhaltenden Infekten.

Bei einer Erkältung tut Holundertee gut: 1 Tl Blüten mit ¼ l siedendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Mehrmals täglich eine halbe bis eine Tasse zu trinken geben.


Fieber

Symptome: Körpertemperatur über 38,5°C, schlechtes Allgemeinbefinden, Schwitzen, Frieren, Blässe oder gerötetes Gesicht und heiße Stirn.

Kurzbeschreibung: Fieber ist eine typische Begleiterscheinung vieler Krankheiten. Es zeigt, daß die körpereigene Abwehr auf Hochtouren läuft. Bei einigen Kindern kommt es durch den Temperaturanstieg zu einem Fieberkrampf: Zuckungen, Krämpfe, Verdrehen der Augen, Blaufärbung der Lippen, manchmal kurzzeitige Bewußtlosigkeit.

Das kann die Beschwerden lindern: Beim Fieberkrampf Ruhe bewahren, sofort ein Fieberzäpfchen geben und den Notarzt rufen. Bei leichtem bis mäßigem Fieber (bis 38,5°C) helfen fiebersenkende Maßnahmen wie Wadenwickel, Waschungen mit Essigwasser, Abkühlungsbäder. Wichtig: viel und regelmäßig zu trinken geben (lauwarme oder kalte, mit Traubenzucker gesüßte Früchte- und Kräutertees, verdünnte Fruchtsäfte, Mineralwasser). Essen ist jetzt weniger wichtig als trinken. Gegen den Salzverlust beim Schwitzen hilft Nudelsuppe. Leichte Kleidung aus Naturmaterialien anziehen.

Hier muß der Arzt helfen: bei einem Fieberkrampf, bei Fieber über 38,5°C, wenn sich das Fieber nicht senken läßt oder länger als 24 Stunden anhält.

Mit Wadenwickeln läßt sich die Körpertemperatur um ½ bis 1 Grad senken. Tränken Sie Leinentücher mit lauwarmem Essigwasser (1 bis 2 Eßlöffel Obstessig) und legen Sie sie straff und faltenfrei um die Waden. Wickeln Sie dann ein trockenes Handtuch darum und schließlich einen Wollschal. Oder ziehen Sie zum Schluß einen Socken darüber. Die Wickel nach einer halben Stunde wieder abnehmen und die Beine gut abtrocknen. Eventuell nach einer Stunde neue Wickel anlegen. Wenn Ihr Kind kalte Füße oder Beine hat: Lieber einen Bauchwickel machen.

Übrigens: Fiebrige Kinder nie unter dicke Decken oder Plumeaus "einpacken". Die Hitze des Körpers muß abgegeben werden. Besser: nur mit einem Leintuch zudecken, aber darauf achten, daß kein Durchzug im Zimmer herrscht.


Halsschmerzen

Symptome: Kratzen im Hals, gerötete und geschwollene Rachenschleimhäute, Schluckbeschwerden und damit verbunden die Abneigung zu essen, erhöhte Temperatur, geschwollene Lymphdrüsen, eventuell Ohrenschmerzen, Bauchschmerzen.

Kurzbeschreibung: Halsschmerzen sind typische Anzeichen für eine Infektion des Rachens oder der Atemwege. Sie können aber auch Begleiterscheinungen anderer Krankheiten wie Mandelentzündung, Röteln oder Mumps sein.

Das kann die Beschwerden lindern: Viel zu trinken geben - am besten entzündungshemmende und schmerzlindernde Tees aus Salbei oder Kamille. Püriertes Essen, Breie, Suppen oder kalte Speisen wie Joghurt und Eis für zwischendurch "rutschen" besser als feste Nahrung. Den Hals mit einem Baumwolltuch warm halten.

Hier muß der Arzt helfen: Wenn Ihr Kind starke Schluckbeschwerden, Fieber über 38,5°C, Ausschlag oder rot geschwollene und eventuell mit gelben Flecken bedeckte Mandeln hat oder wenn es nicht gegen Diphtherie geimpft wurde.

Salbeitee lindert Halsschmerzen: Einige frische oder ½ TL getrocknete Salbeiblätter mit ¼ l siedendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen, abkühlen lassen. Kann Ihr Kind schon gurgeln? Ansonsten kann es den Tee in kleinen Schlucken trinken und versuchen, ihn vor dem Hinunterschlucken eine Weile im Mund zu behalten. Möglichst einmal pro Stunde anwenden.


Harnwegsinfekte

Symptome: häufiger Harndrang, Brennen beim Wasserlassen, rosa bzw. rot verfärbter Urin, veränderter Uringeruch, Schmerzen in der Nieren- und Blasengegend, Fieber, bei Säuglingen Appetitlosigkeit, Unruhe, Gedeihstörungen.

Kurzbeschreibung: Harnwegsinfekte sind Entzündungen der Harnröhre, der Blase oder des Nierenbeckens, die durch Bakterien verursacht werden. Das kommt bei Mädchen häufiger vor, weil sie eine kürzere Harnröhre haben und Scheide und After dicht beieinander liegen.

Das kann die Beschwerden lindern: Den Unterleib warm halten, viel trinken, richtige Hygiene (den Po von vorn nach hinten abwischen).

Hier muß der Arzt helfen: Beim Verdacht auf eine Harnwegsinfektion sollten Sie sich immer an den Arzt wenden, denn es besteht die Gefahr einer Nierenbeckenentzündung. Nehmen Sie eine Urinprobe mit - spezielle Urinsäckchen für Babies gibt es in der Apotheke. Tritt eine Harnwegsinfektion bereits zum zweiten Mal auf, so ist eine Ultraschalluntersuchung notwendig, um Fehlbildungen der Harnröhre oder der Nieren auszuschließen.


Husten

Symptome: laute Atemgeräusche, Keuchen, ein bis zwei Tage trockener Reizhusten, dann schleimiger Husten.

Kurzbeschreibung: Der Hustenreiz entsteht, wenn ein Fremdkörper in die Atemwege dringt oder die Schleimhäute der Atemwege entzündet sind. Husten ist meistens eine typische Begleiterscheinung einer virusbedingten Erkältung und verschwindet nach einigen Tagen wieder. Hartnäckiger Husten dagegen kann ein Hinweis auf Keuchhusten, Bronchitis oder Lungenentzündung sein.

Das kann die Beschwerden lindern: Überprüfen Sie bei plötzlichem und hartnäckigem Husten, ob Ihr Kind vielleicht einen Gegenstand verschluckt hat. Ansonsten helfen Heilkräuter-Tees (z.B. Eibisch, Spitzwegerich, Efeu, Thymian), warme Brustwickel mit Quark, Schweineschmalz, Olivenöl, Zitrone oder Kartoffeln, Inhalieren mit duftenden Ölen oder Kräutern wie Kamille, Tannenöl, Thymian oder Salbei. Vorsicht: Inhalationsöle dürfen nie direkt mit den Schleimhäuten Ihres Kindes in Berührung kommen. Waschen Sie sich nach dem Benutzen der Öle sorgfältig Ihre Hände!

Hier muß der Arzt helfen: Wenn Ihr Kind Fieber und starke Hustenanfälle hat, der Husten nach drei Tagen nicht zurückgeht oder immer wiederkehrt. Mit einem hustenden Baby, das jünger als sechs Monate ist, sollten Sie auf jeden Fall zum Arzt gehen. Bei akuten Atemschwierigkeiten sofort den Notarzt rufen.

Wenn das Fieber 38,5°C nicht übersteigt, täglich ein bis zwei schleimlösende Brustwickel machen - z.B. mit Zitrone: Ein mit warmem Zitronensaft (1 Zitrone auf 1 Glas Wasser) getränktes Baumwolltuch um den Brustkorb legen, darüber ein Handtuch und außen herum ein Wolltuch wickeln. 20 bis 45 Minuten einwirken lassen.

Bei trockenem Husten 25 g Eibischwurzel, 20 g Thymian, 10 g gequetschten Fenchel mischen. Daraus dreimal täglich eine Tasse frischen Hustentee zubereiten: 2 TL mit ¼ l kochenden Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen.


Neurodermitis

Symptome: trockene, rauhe, leicht schuppende und gerötete Haut, Juckreiz und als Folge des Kratzens nässende, offene Stellen, die sich leicht entzünden können - bevorzugt an den Beugeseiten der Gliedmaßen.

Kurzbeschreibung: Neurodermitis ist eine meist in Schüben auftretende Hautkrankheit. Ursache ist eine erblich bedingte Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Umweltreizen (Klima, Schadstoffe, Waschmittel usw.). Nahrungsmittelunverträglichkeit (z.B. Kuhmilch), aber auch psychische Faktoren spielen eine Rolle. Die Krankheit tritt häufig schon im 3. Lebensmonat auf. Sie kann im Laufe der Jahre wieder verschwinden, kann sich aber auch zum Asthma hin verändern.

Das kann die Beschwerden lindern: Umschläge, Fettsalben, Waschungen, Ölbäder oder ein- bis zweimal in der Woche ein Vollbad mit Essigwasser oder Aufgüssen aus Eichenrinde, Stiefmütterchenkraut, Schachtelhalmblättern, Haferstroh. Achten Sie in den ersten sechs Lebensmonaten auf eine kuhmilchfreie Ernährung. Bevorzugen Sie Kleidung aus ungebleichten, ungefärbten Naturmaterialien (mit mindestens 60°C waschen, wenig Waschmittel und keinen Weichspüler benutzen). Ein spezieller, an Armen und Füßen geschlossener Overall verhindert das Aufkratzen. Wichtig: Ihr Kind braucht nun besonders viel Zuwendung.

Hier muß der Arzt helfen: Zur Klärung der Diagnose und zur weiteren Behandlung sollten Sie sich an den Arzt wenden.

2 El Stiefmütterchenblätter mit siedendem Wasser übergießen oder 2 El Schachtelhalmblätter 5 Minuten in ½ l Wasser kochen, 15 Minuten ziehen lassen. Den Aufguß ins Badewasser geben oder einen lauwarmen Umschlag machen.


Ohrenschmerzen

Symptome: Unruhe, Weinen (Säuglinge schreien, wenn sie hingelegt werden), Hin- und Herwälzen des Kopfes, häufiges Anfassen des Ohres, eventuell geröteter Gehörgang, aus dem Ohr austretende Flüssigkeit, Fieber, Erbrechen, Hörstörungen.

Kurzbeschreibung: Ohrenschmerzen sind meist ein Hinweis auf eine Ohrentzündung, die bei Kindern recht häufig auftritt. Sie entsteht durch eine Infektion des äußeren Gehörganges oder der Mittelohrhöhle (Mittelohrentzündung). Häufigste Ursachen: Schnupfen und Tubenkatarrh. Meistens ist nur ein Ohr entzündet.

Das lindert die Beschwerden: Betten Sie die betroffene Seite des Kopfes auf eine in ein weiches Handtuch gewickelte Wärmflasche oder halten Sie einen angewärmten Waschlappen an das Ohr. Darauf achten, daß kein Wasser in das kranke Ohr gelangt.

Hier muß der Arzt helfen: Eine Ohrentzündung muß immer vom Arzt behandelt werden. Dann heilt sie in der Regel ohne Komplikationen oder Spätfolgen ab.

Ein Ohrwickel mit Zwiebel wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd. Dazu eine rohe Zwiebel klein schneiden, in ein Taschentuch legen und dieses mit ein paar Stichen zu einem Säckchen zunähen. Die Masse im Tuch etwas durchkneten, eine Weile auf der Heizung oder in der Sonne aufwärmen, dann auf das Ohr legen und mit einem Tuch oder Schal befestigen. Das Gesicht eventuell zusätzlich auf eine (nicht zu heiße) Wärmflasche betten. Den Wickel etwa 20 Minuten einwirken lassen. Bei Bedarf alle zwei Stunden wiederholen.


Pseudokrupp (Krupphusten)

Symptome: Atemschwierigkeiten, ziehendes Geräusch beim Einatmen, bellender Husten.

Kurzbeschreibung: Die - häufig in den Abend- oder Nachtstunden auftretenden - Atemschwierigkeiten und Hustenanfälle werden durch eine Entzündung des Kehlkopfes verursacht. Sie läßt die Schleimhäute von Kehlkopf und Stimmbändern stark anschwellen. Betroffen sind vor allem Säuglinge und Kinder bis ins Vorschulalter. Mögliche Ursachen sind: erbliche Veranlagung, ein bestehender Virusinfekt, Hochdrucklagen mit klaren Nächten.

Das kann die Beschwerden lindern: Nehmen Sie Ihr Kind hoch und versuchen Sie, es zu beruhigen. Lassen Sie es frische, kalte Luft aus dem Kühlschrank oder dem geöffneten Fenster bzw. feuchte, warme Luft (heiße Dusche aufdrehen) einatmen. Versuchen Sie, selbst möglichst ruhig zu bleiben - das hilft auch Ihrem Kind gegen die Angst.

Hier muß der Arzt helfen: Verständigen Sie den Notarzt bei akuter Atemnot, wenn keine Besserung eintritt oder sich der Zustand Ihres Kindes verschlechtert.


Säuglingsekzem

Symptome: Hautrötung, nässender Ausschlag, Schuppen- und Krustenbildung.

Kurzbeschreibung: Die in den ersten Lebensmonaten auftretenden Hautstörungen - nicht zu verwechseln mit Neurodermitis - werden durch eine vermehrte Talgproduktion ausgelöst. Besonders häufig ist der nichtjuckende Gneis: fettige, gelbliche Schuppen auf geröteter Haut, vor allem auf dem Kopf, aber auch im Windelbereich, an Po, Brust, Rücken und in den Gelenkbeugen. Die Hautstörungen verschwinden nach einiger Zeit von selbst. Siehe auch: Soor, Windelausschlag.

Das kann die Beschwerden lindern: Bäder mit Ölzusätzen. Dicke Schorfplatten oder größere Schuppenflächen können Sie mit Babyöl einweichen und vorsichtig ablösen. Tragen Sie auf die betroffenen Stellen am Körper Zink-Schüttelmixtur oder Zink-Vaseline auf.

Hier muß der Arzt helfen: Wenn sich die Haut entzündet.


Schnupfen

Symptome: laufende oder verstopfte Nase, tränende Augen, manchmal auch Fieber und Halsschmerzen.

Kurzbeschreibung: Meistens handelt es sich um eine harmlose, durch Viren hervorgerufene Infektion der Nasenschleimhäute, die nach ein paar Tagen wieder verschwindet. Eine verstopfte Nase macht Kindern jedoch sehr zu schaffen, vor allem Säuglingen, die noch nicht richtig durch den Mund atmen können. Dadurch ist z.B. das Trinken sehr beeinträchtigt.

Das kann die Beschwerden lindern: Inhalieren von Kamillendampf, Einreiben der Brust mit ätherischen Ölen wie Eucalyptus oder Pinienöl, Austupfen der Nase mit Salzwasser-Lösung (9 g Kochsalz auf 1 l abgekochtes Wasser) oder Nasentropfen aus konzentrierter Kamillenlösung (1 Tasse Beuteltee zubereiten, 3 Eßlöffel Zucker hineinrühren).

Hier muß der Arzt helfen: Wenn der Schnupfen länger als zehn Tage andauert oder sich gelb-grünlicher bzw. schlecht riechender Schleim bildet. Andere Ursachen: Nasenpolypen, Nasennebenhöhlenentzündung, Allergie, Mukoviszidose.

Hilft einem Säugling mit verstopfter Nase: Dreimal täglich etwas Majoranbutter unter der Nase auftragen. Dazu ein wenig Butter schmelzen, einen TL getrockneten Majoran hinzufügen, einige Minuten ziehen lassen und durchseihen.

Damit sich Ihr Kind beim Inhalieren nicht verbrüht: Schütten Sie die leicht abgekühlte Kamillenlösung (1 EL Kamillenblüten auf 1 l siedendes Wasser) ins Waschbecken. Nehmen Sie das Kind auf den Schoß und halten Sie gemeinsam den Kopf über das Becken. Verzichten Sie auf ein abdeckendes Handtuch - es macht vielen Kindern Angst.


Soor

Symptome: Hautrötung, rote, schuppende Pickel im Windelbereich, Rötung und weiße Beläge im Mund, Brennen, Juckreiz.

Kurzbeschreibung: Die schmerzhafte Hautinfektion wird durch einen Hefepilz ausgelöst, der wunde und feuchte Hautstellen befällt. Sie tritt vor allem bei Säuglingen auf.

Das kann die Beschwerden lindern: Wechseln Sie noch häufiger die Windeln. Reinigen Sie die betroffenen Stellen vorsichtig und gründlich mit Wasser (ohne Seife) - gut abtrocknen. Geben Sie entzündungshemmende Zusätze ins  Badewasser (z.B. Kamillenlösung, Sud aus Eichenrinde).

Hier muß der Arzt helfen: Bei Verdacht auf Soor sollten Sie immer sofort zum Arzt gehen.


Spucken

Symptome: Ein kleiner Teil der Nahrung wird nach der Mahlzeit ausgespuckt (im Gegensatz zum Erbrechen), zum Teil schon geronnen, keine weiteren Symptome.

Kurzbeschreibung: Die meisten Babys spucken, vor allem, wenn sie zu hastig und zu viel getrunken haben. Der Magen versucht, die überschüssige Nahrung wieder loszuwerden.

Das kann die Beschwerden lindern: Lassen Sie Ihr Baby zwischendurch immer wieder ein Bäuerchen machen (halten Sie Mullwindeln als Spucktücher bereit). Legen Sie den Säugling nach dem Essen zum Schlafen auf die rechte Seite. In dieser Lage kommt es seltener zum Spucken, und das Gespuckte kann notfalls gut abfließen.

Hier muß der Arzt helfen: Wenn es sich nicht um Spucken, sondern um Erbrechen handelt.


Verstopfung

Symptome: harter Stuhl, kleine, trockene Kügelchen, manchmal mit etwas Schleim oder Blut besetzt, auch kleine Risse am After.

Kurzbeschreibung: Still-Babys leiden so gut wie nie unter Verstopfung - auch wenn sie manchmal tagelang keinen Stuhlgang haben. Das liegt daran, daß die Muttermilch optimal zusammengesetzt ist und vom Säugling nahezu restlos verwertet werden kann. Verstopfung ist eher ein Thema bei Kindern, die Flaschennahrung bekommen, z.B. wenn die Flaschennahrung zu konzentriert ist, weil die Mischung Pulver - Wasser nicht stimmt, oder das Kind nicht genügend Flüssigkeit zu sich nimmt oder stark schwitzt. Bei älteren Kindern kann es zu Verstopfung kommen, wenn die Eltern sie zu schnell ans Töpfchen gewöhnen wollen.

Das kann die Beschwerden lindern: Prüfen Sie gegebenenfalls, ob die Flaschenzubereitung stimmt. Eventuell hilft auch ein Teelöffel Milchzucker pro Flasche. Sorgen Sie dafür, daß Ihr Kind ausreichend trinkt (Tee, stilles Mineralwasser) und sich viel bewegt. Bevorzugen Sie Fertigbreie und Gläschen, die hinsichtlich ihrer Wirkung z.B. als "stuhlauflockernd" gekennzeichnet sind. Füttern Sie gekochtes Apfelmus. Geben Sie auf keinen Fall eigenmächtig Abführmittel oder Klistiere.

Hier muß der Arzt helfen: Wenn die Verstopfung anhält, Blut im Stuhl ist und/oder Ihr Kind insgesamt einen kranken Eindruck macht.


Windelausschlag

Symptome: gerötete, wunde und fleckige Haut im Windelbereich, deutlicher Ammoniakgeruch in der Windel.

Kurzbeschreibung: Ein Wärme- oder Nässestau, aber auch Reste von Waschmitteln und Weichspülern sowie säurehaltige Nahrungsmittel können zu schmerzhaften Hautreizungen und Entzündungen im Windelbereich führen.

Das kann die Beschwerden lindern: Siehe Maßnahmen bei Soor. Verzichten Sie auf Windelhöschen aus Kunststoff. Fönen Sie nach dem Wickeln oder Baden den Po vorsichtig trocken. Die meisten Babys genießen das ebenso wie Strampeln und Krabbeln mit nacktem Po.

Hier muß der Arzt helfen: Wenn der Ausschlag nicht nach zwei Tagen verschwunden ist oder wenn Sie weiße Flecken im Mund feststellen. Dann könnte es sich um Soor handeln.


Quelle

Eltern sein - Die ersten Jahre.
Ideen, Informationen und Gesundheitstipps für die junge Familie.
Hrsg. von Barmer und Mehr Zeit für Kinder e.V., 2. Auflage 2002.

Das Buch ist für 5,00 EUR erhältlich bei Mehr Zeit für Kinder e.V..


Bestelladresse

Mehr Zeit für Kinder e.V.
Fellnerstr. 12
60322 Frankfurt
Tel.: 069/156896-17
Fax: 069/1568-10
Email: mailto:info@mzfk.de


 
 
Gruß Buntnessel-Bioeule!
 
 
Letzte Änderung: 09.03.2009 12:25:34Zum Seitenanfang
 

 


   

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