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Japan ist nicht Haiti

von f.luebberding am 11.03.2011, Kommentare (386)

Was ist die grössere Katastrophe? Ein Erdbeben oder die Berichterstattung darüber? Bisweilen brennen nämlich auch Ölraffinerien ohne vorheriges Erbeben. Was gerade in Japan passiert ist, mag das schon lange erwartete Megabeben im Großraum Tokio gewesen sein. Vergleichbares gab es zuletzt 1923. In Wikipedia findet man folgendes:

“Ein Schock des Bebens war, dass nicht nur traditionelle japanische Holzhäuser, sondern auch viele der neuen, im westlichen Stil erbauten Häuser zerstört wurden. Die Backsteinbauten waren zwar einigermaßen feuerresistent, hielten aber den Erdbebenstößen nicht stand. Einzig einige moderne Bauten aus Stahlbeton konnten der Katastrophe widerstehen, weswegen dieses Material zum dominierenden Baustoff in Japan werden sollte.”

Wenn ein Land auf dieser Erde mit solchen Ereignissen umgehen kann, ist das Japan: der Staat hat nicht abgedankt – und man darf vermuten, dass etwa das Baurecht durchgesetzt worden ist. Dazu kommt die sprichwörtliche japanische Disziplin. Japan ist nicht Haiti. Es gibt keinen Grund, jetzt auf den Märkten in Panik zu geraten. Unsere cleveren Jungs werden das natürlich trotzdem tun. Sie interessiert nicht das Erdbeben, sondern im Herdentrieb die Reaktion der Kollegen darauf. Also viel Spaß heute.

Rubrik: WIRTSCHAFT

Tags: Erdbeben.JapanMärkte

Über den Autor: Frank Lübberding lebt und arbeitet als freier Publizist im Hochsauerlandkreis.

RSSKommentare (386)

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  1. Michael sagt:

11. März 2011 um 09:10

Na wenn Du sonst keine Sorgen hast …

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 09:18

Michael

Natürlich nicht … . Es ist nur die Aufforderung, erst zu denken und dann zu handeln … .

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 09:21

Außerdem sollte man den verlinkten Artikel über die Übung im vergangenen Jahr genau lesen. Es ging dort nicht um Nachbeben … .

  1. hilarioususername sagt:

11. März 2011 um 09:34

Ich für meinen Teil bin sehr gespannt, wie die japanischen Bauten sich bewährt haben.

8,9 ist kein Pappenstil.

Ich möchte nicht zynisch erscheinen, aber hier wird man ermessen können, welchen Belastungen moderne High-End Techniken tatsächlich gewachsen sind.

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 09:37

hilarioususername

Nur die 8,9 betraf nicht Tokio soviel ich weiß. Der japanische Ministerpräsident sprach allerdings schon von dem schwersten Erdbeben in der Geschichte Japans.

  1. Owe Jessen sagt:

11. März 2011 um 09:42

Das menschliche Leid mag zwar geringer sein als in Haiti (Gott sei Dank), aber der wirtschaftliche Schaden ist wahrscheinlich um so größer, deswegen mag ein Kurssturz in Japan, und bei Versicherern weltweit durchaus rational sein.

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 09:45

Owe Jessen

Bei Versichereren ist das wohl wahr. Die müssen jetzt die Schäden regulieren, die bei ihnen versichert worden sind. Wenn ich mich richtig erinnere, ist das ihr Geschäftsmodell. Man kann aber auch vorschlagen in Zukunft Prämien ohne Versicherungsschutz einzuführen … .

  1. QualFrog sagt:

11. März 2011 um 09:45

Die Lage in Japan ist “bitter-sweet”: bitter wegen der wirtschaftlichen Schäden und der Opfer…
… sweet, weil die Japaner hoch organisiert sind und weder so eine dysfunktionale Organisation wie “Homeland Security” noch irgendwelche “Schuldenbremsen” haben.

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 10:02

Qualfrog

Guter Hinweis. Wenn es nach den Hohlköpfen geht, müsste jetzt der japanische Staat auf den Wiederaufbau zugunsten der Haushaltskonsolidierung verzichten. Wir kennen ja die Debatte über den astronomischen Schuldenstaat des Staates in Japan. Dass Japan seine Defizite mit eigenen Ersparnissen zu extrem günstigen Zinsen finanzierte, spielte für diese Leute noch nie eine Rolle. Wahrschenilich müssten jetzt die Ratingagenturen Japans Bonität heruntersetzen. Aber wer hört schon auf die … ?

  1. Hans Hütt sagt:

11. März 2011 um 10:03

Frank
Kann sein, dass Dein Optimismus begründet ist. kann sein, dass die Lage ernster ist, als wir wissen. Die Bilder dieses Videos sprechen für die zweite Annahme: https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=e-A0NDsPcZY#at=49

  1. Owe Jessen sagt:

11. März 2011 um 10:09

@ Lübberding: Klar ist das ihr Geschäft, ändert aber nichts daran, dass da jetzt sehr viel Cash abfließen wird, was die Gewinnmarge einigermaßen drücken wird. Abgesehen von der Möglichkeit, dass vielleicht der eine odere andere kleine Versicherer nicht ganz so stabil ist, wie er sein sollte, und dann von einem Großschaden in die insolvenz getrieben werden kann.

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 10:11

Hans Hütt

Es geht nicht um Optimismus, sondern darum dieses Ereignis sinnvoll einzuordnen. Eine Katastrophe bedeutet auf Haiti oder in Pakistan etwas völlig anderes. Japan hat mit einem solchen Ereignis immer gerechnet und sich so vorbereitet wie man sich nur vorbereiten kann. Das muss jeder wissen, der sich nur ein wenig mit Japan beschäftigt hat. Aus einzelnen Filmberichten lässt sich das tatsächliche Ausmaß der Schäden und der Folgen auch nicht seriös bewerten. In ökonomischer Perspektive könnte das übrigens Japan durchaus endgültig aus der Deflation herausführen. Aber das nur nebenbei.

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 10:12

Owe Jessen

Das ist halt Marktwirtschaft. Oder müssen wir schon wieder retten? Dann aber nur mit Verstaatlichung.

  1. topi sagt:

11. März 2011 um 10:12

fl

“Bei Versichereren ist das wohl wahr. Die müssen jetzt die Schäden regulieren, die bei ihnen versichert worden sind. Wenn ich mich richtig erinnere, ist das ihr Geschäftsmodell. Man kann aber auch vorschlagen in Zukunft Prämien ohne Versicherungsschutz einzuführen … ”

;-)

Ansonsten dürfte ein Jahr ohne Mega-Ereignis natürlich dem Rückversicherer ein besseres Ergebnis spendieren, oder?

Der Ölpreis muss sogar sinken!
Schließlich kann eine brennende Raffinerie gar nicht raffinieren, die Nachfrage sinkt; oder so.

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 10:13

topi

Genau – short im Ölmarkt. Muss auch erst in den nächsten Tagen tanken … .

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 10:14

Also long bei japanischen Baukonzernen … .

  1. topi sagt:

11. März 2011 um 10:15

Hans Hütt
“Kann sein, dass Dein Optimismus begründet ist. kann sein, dass die Lage ernster ist, als wir wissen. Die Bilder dieses Videos sprechen für die zweite Annahme”

Die Flutwelle ist heftig; allerdings sind die Häuser großteils stehen geblieben.

Für die Menschen kann man nur hoffen, dass sie sich alle nach oben retten konnten; da waren sie ja sicher, im Gegensatz zu Sumatra.

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 10:17

“09.54 Uhr In den Atomkraftwerken in der Präfektur Fukushima an der schwer betroffenen nordostjapanischen Küste wurde wegen des Bebens der Alarm „abnormaler Zustand“ gegeben, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. Zuvor hatte der Ministerpräsident in Tokio gesagt, es gebe bislang keine Probleme mit den Atomreaktoren.”

Aus dem Ticker der FAZ.

Hört sich nicht gut an.

  1. kurms sagt:

11. März 2011 um 10:18

Freuen können sich dagegen die EU-Regierungschefs. Die können heute wie gewohnt auf einem Gipfel rummurksen und die einzige Meldung darüber wird eine Solidaritätsbekundigung mit Japan sein.

  1. topi sagt:

11. März 2011 um 10:18

fl
“In ökonomischer Perspektive könnte das übrigens Japan durchaus endgültig aus der Deflation herausführen. Aber das nur nebenbei.”

Kobe hat das nicht geschafft, oder?
Aber mal abwarten, so wie die Autos da weggeschwemmt wurden, reicht das vielleicht sogar für long in japanischen Autowerten?

  1. Owe Jessen sagt:

11. März 2011 um 10:22

Wer redet was von Versicherungen retten, es geht nur darum, dass jetzt die Kurse eingebrochen sind.

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 10:22

Lübberding

das eine ist das Erdbeben, das andere ist der Tsunami. Das Erbeben alleine, würde wohl ehr “harmlos” verlaufen. Der Tsunami da, da hat Mutter Erde wieder mal für reichlich Schrott und Waxdumm gesorgt.

Ich weiß ja nun nicht, wie das mit den Plattenverschiebung genau von Statten geht, wenn sich nun die Pazifische unter die Eurasische schieben soll, müsste doch in Kalifornien irgendwas abreißen. oder nicht?

Katastrophal ist das schon… Üben ist das eine, ich denke aber nicht, dass die an der Küste auf den Tsunami vorbereitet waren. Wenn ich sehe wie viel Autos da noch unterwegs waren?

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 10:24

topi

ich sehe schon: wir bekommen den Markt schon nach Norden … . Interessante Frage zu den Folgen des Bebens in Kobe. Wenn ich micht richtig erinnere, stand aber die BoJ danach auf der Bremse. Müsste man einmal recherchieren.

  1. Owe Jessen sagt:

11. März 2011 um 10:25

Interessante Karte, die Amis veröffentlichen die Laufzeit über den Pazifik http://www.spiegel.de/panorama/bild-750254-190518.html

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 10:25

Owe Jessen

Dann bin ich ja beruhigt … . Trotzdem short.

  1. Owe Jessen sagt:

11. März 2011 um 10:33

http://ftalphaville.ft.com/blog/2011/03/11/511581/insurance-in-the-ring-of-fire/ Schnellschuss eine Versicherungsanalysten

  1. Frankie Bernankie sagt:

11. März 2011 um 10:34

@Luebberding

” Man kann aber auch vorschlagen in Zukunft Prämien ohne Versicherungsschutz einzuführen … ”

Das wär ja dann ein System, wie es bei amerikanischen Privatkrankenversicherungen heute schon profitabler Usus ist…

  1. topi sagt:

11. März 2011 um 10:36

“+++ Verkehrschaos in Tokio +++

[8.33 Uhr] Züge fahren nicht mehr, freie Taxis sind kaum mehr zu bekommen: Auch in Japans Millionenmetropole Tokio sind die Folgen des verheerenden Erdbebens im Nordosten des Landes einer CNN-Reporterin zufolge zu spüren: Die Straßen seien voller Menschen – sie würden zu Fuß versuchen, zur Arbeit zu kommen.”

Großartig, diese Japaner; Hammer-Erdbeben mit Monster-Flutwelle, und sie laufen zu Fuß zur Arbeit.

Allerdings, lieber CNN-Reporterin: welche Tageszeit haben wir denn gerade in Tokio?

Alles Nachtwächter?

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 10:40

N-tv Berichterstattung wirkt ein wenig verwirrt.

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 10:40

@ Topi

—>>>Großartig, diese Japaner; Hammer-Erdbeben mit Monster-Flutwelle, und sie laufen zu Fuß zur Arbeit.”

Naja, anders als auf Haiti, traue ich den Japsen doch zu, selbst das Land wieder in Ordnung zu bringen. Jammern sind die nicht gewöhnt.

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 10:41

10.24 Uhr Die Nachrichtenagentur Jiji meldet, dass im AKW Tepco Fukushima Daiichi das Kühlsystem ausgefallen ist.

10.23 Uhr Japans Ministerpräsident Kan schafft eine Sondereinheit zum Schutz von Anwohnern im atomaren Notfall, wie der Sender NHK berichtet.

FAZ Ticker.

  1. Frankie Bernankie sagt:

11. März 2011 um 10:41

@topi

“Allerdings, lieber CNN-Reporterin: welche Tageszeit haben wir denn gerade in Tokio?”

Scharfsinniger Hinweis , topi. So ist er , unser Journalismus, wahrscheinlich verdienen wir keinen anderen.

  1. Frankie Bernankie sagt:

11. März 2011 um 10:42

“10.24 Uhr Die Nachrichtenagentur Jiji meldet, dass im AKW Tepco Fukushima Daiichi das Kühlsystem ausgefallen ist.”

Oh, oh…

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 10:50

Hey. es ist 18:50. in Japan.

  1. topi sagt:

11. März 2011 um 10:51

Na hoffentlich bleibt der Reaktor auch ganz kuhl, so wie die japanischen Sicherheitskräfte.
Dass das Kühlsystem wegen zuviel Wasser ausfällt, ist natürlich geradezu klassischer griechischer Stoff.

Wäre ein guter Zeitpunkt, die ganzen japanischen Atomkraftwerke (erdbebensicher, lachhaft) zu versenken, statt zuzusehen, bis sie irgendwann im Tsunami versinken, bevor sie alles überstrahlen.

Positiv stimmt, dass es in Japan passiert; da findet man wahrscheinlich auch noch Sicherheitskräfte, die in den sicheren Strahlentod gehen würden, um das Schlimmste zu verhindern.

Hier wäre Feierabend.

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 10:53

Eines wird deutlich: das zentrale Problem sind die AKWs, weil die Folgen eines schweren Unfalls nicht mit den üblichen Mitteln in den Griff zu bekommen wären. Aber sicherlich gibt es gleich die erste Pressemeldung in Deutschland, dass bei uns nicht mit solchen Erdbeben zu rechnen wäre. Was in Japan ansonsten zu funktionieren scheint, ist das soziale System. Genau darauf kommt es in solchen Situationen auch an.

  1. topi sagt:

11. März 2011 um 10:53

“Scharfsinniger Hinweis , topi. So ist er , unser Journalismus, wahrscheinlich verdienen wir keinen anderen.”

“Wir” schon, Frankie; deshalb sind wir ja auch hier. ;-)

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 10:59

Es ist 19:00 in Japan. Alles geht friedlich schlafen.

  1. topi sagt:

11. März 2011 um 11:02

“Brand am Atomkratwerk Okanawa”

meldet Phoenix.

Notwendige Technologie, sauber, günstig, zuverlässig, zukunftsorientiert.

  1. Nanuk sagt:

11. März 2011 um 11:05

@Hütt
Natürlich ist ein Erdbeben in Japan kein Erdbeben in Haiti.

Die sind auf so etwas bestens vorbereitet.Man muss den Japanischen Bau Ings auch Gratulieren da geht ein Tsunami unter einer Brücke durch und es können sogar noch Autos darüber fahren.Im schlimmsten fall rechne ich mit 5000 Toten…

So ein Beben in Los Angeles und wir reden über 50000 Tote…

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 11:07

Gerade bei twitter gelesen:

“Experte auf N24 spricht von im schlimmsten Fall ein atomarer Tsunami der dann auf uns zu kommt.”

Was ist ein atomarer Tsunami?

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 11:12

Nur zur Erinnerung: in Brunsbüttel hat es auch schon einmal ohne Erdbeben gebrannt. Man kann wirklich nur hoffen, dass die japanischen Ings. bei ihren AKWs richtig gerechnet haben.

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 11:15

Lübberding

was ich mich frage ist: Die AKW und die Pumpen zur Kühlung sind alle mit Dieselaggregaten abgesichert. Mindestlaufzeit ca. 24 Stunden. Wenn diese kein Diesel mehr bekommen können, oder ausfallen, wird es heiß.

  1. topi sagt:

11. März 2011 um 11:16

Nanuk
“.Man muss den Japanischen Bau Ings auch Gratulieren da geht ein Tsunami unter einer Brücke durch und es können sogar noch Autos darüber fahren.Im schlimmsten fall rechne ich mit 5000 Toten…

So ein Beben in Los Angeles und wir reden über 50000 Tote…”

Die Ingenieure sind das eine.
Dazu kommt ja die Organisation der Rettung; man denke an das katastrophale Handling von Bush in New Orleans.

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 11:17

Das betrifft übrigens auch alle Krankenhäuser in Tokio. Oder die, die kein Strom mehr haben. In DE über die VDE 0107/0108 geregelt.

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 11:19

Und wenn die Pumpen an den Tankstellen keinen Strom bekommen funktionieren die Pumpen nicht mehr. Ergo auch kein Nachschub an Diesel.

  1. Nanuk sagt:

11. März 2011 um 11:20

@topi
Ja natürlich muss sowas vorher Organisiert werden…

  1. topi sagt:

11. März 2011 um 11:21

jetzt atomarer Notfall ausgerufen, klingt ernst.

Abgeschaltet dürften die Teile direkt seit dem Beben sein, wann ist die kritische Phase vorbei?

@holger
“was ich mich frage ist: Die AKW und die Pumpen zur Kühlung sind alle mit Dieselaggregaten abgesichert. Mindestlaufzeit ca. 24 Stunden. Wenn diese kein Diesel mehr bekommen können, oder ausfallen, wird es heiß.”

Wo ist die Frage? ;-)

Am Diesel wird es nicht scheitern, den schleppen die die Katastrophenhelfer notfalls im Kanister hin.

So wie in Tschernobyl unter Inkaufnahme des fast sicheren Todes der Sarkophag gebaut wurde.

  1. Frankie Bernankie sagt:

11. März 2011 um 11:22

@luebberding

““Experte auf N24 spricht von im schlimmsten Fall ein atomarer Tsunami der dann auf uns zu kommt.””

Wie ich schon oben bemerkte: das ist der Journalismus , den wir verdienen.

Expertainement.

  1. Nanuk sagt:

11. März 2011 um 11:23

@Holger
Wenn man Brennstäbe hochfährt und damit die Reaktion unterbricht “abschaltet” können auch die Pumpen ausfallen.

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 11:27

@ topi

—>>>Am Diesel wird es nicht scheitern, den schleppen die die Katastrophenhelfer notfalls im Kanister hin.”

topi… Jetzt wird es aber heiter. so ein 16 Zylinder verbraucht das Zeugs schneller, als es eingefüllt werden kann. :Dso schnell kann der Kanister gar nicht auslaufen.

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 11:34

@ topi

ich hab ein wenig übertrieben, ein 500kVA verbraucht je nach Dieselqualität, um die 80 Liter/Stunde. Also Rund 4*20 Literkanister.

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 11:37

@ Nanuk

—>>>Wenn man Brennstäbe hochfährt und damit die Reaktion unterbricht “abschaltet” können auch die Pumpen ausfallen.”

Dafür sind ja die Dieselaggregate gedacht. Habe lange genug damit beruflich zu tun gehabt.

  1. topi sagt:

11. März 2011 um 11:38

Also Rund 4*20 Literkanister.

Naja.
Der Hubschrauber bringt sie in die Nähe, und der fleißige Zivilschützer, wahrscheinlich sogar der Atomanlagenarbeiter selber, schleppt die Knister hin; das wird nicht das Problem.

Aber es kann natürlich diverse andere geben.

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 11:42

@ topi

—>>>Wo ist die Frage?”

Ob die Dinger nun funktionieren, oder nicht. Hätte ich aber dazu schreiben müssen.

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 11:42

Nur zur Info. Wir haben sofort einen Super-GAU, wenn sich nach der Notabschaltung der Reaktor eben nicht abgeschaltet haben sollte. Das war hier wohl nicht der Fall. Wenn das Containment nicht hält – wie in Tschernobyl – dann muss man von einem Super Gau reden. In diesem Fall scheint man aber Probleme mit den Kühlsystemen zu haben, die man braucht, um den Reaktor allmählich herunterzufahren. Es geht um das Abklingen der Nachwärme nach der Notabschaltung.

http://rzv113.rz.tu-bs.de/SiT_SafetyinTransportation/WeB/3_SiT-Vortrag%20Sicherheitskonzepte%20KKW.pdf

Der Brand im AKW kann auch außerhalb des eigentlichen Reaktorbereichs ausgebrochen sein. Darüber wissen wir noch nichts.

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 11:45

@ topi

—>>>Der Hubschrauber bringt sie in die Nähe, und der fleißige Zivilschützer, wahrscheinlich sogar der Atomanlagenarbeiter selber, schleppt die Knister hin; das wird nicht das Problem.”

Tja, und wenn nun jeder nach Diesel ruft? Da kann nur noch die Armee helfen. Es brennt ja an allen Ecken und Kanten. Da muss man Prioritäten setzen. Das schaffen die aber.

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 11:47

“Im AKW Onagawa ist an einem Turbinengebäude ein Feuer ausgebrochen. Dies erklärte der Betreiber der Anlage, Tohoku Electric Power.”

Aus Spiegel online.

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 11:48

Lübberding

—>>> Es geht um das Abklingen der Nachwärme nach der Notabschaltung.”

Ja, und eben diese Systeme funktionieren nur mit Strom. Man darf nur hoffen, dass das alles funktioniert.

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 11:50

Auf die Hohlköpfe wird man wohl nicht hören … .

“Der japanische Finanzminister Yoshihiko Noda hat in einer ersten Reaktion trotz der hohen Verschuldung des Landes seine grundsätzliche Handlungsbereitschaft signalisiert. Er werde den Handel mit japanischen Staatsanleihen genau beobachten, sagte Noda am Freitag. Die hohen Schulden dürfte die Regierung nicht von notwendigen Maßnahmen abhalten, um die Folgen des Erdbebens aufzufangen. Die Bank of Japan hat bereits ihre Unterstützung zugesichert. Wie die Notenbank in Tokio mitteilte, werde sie alles tun, um die Stabilität der Finanzmärkte zu sichern und Liquidität bereitzustellen. Es sei eine Arbeitsgruppe zur Beobachtung der Folgen auf die Banken gebildet worden.”

http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~ECACF34EF6B894864B3730D37A0947768~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  1. topi sagt:

11. März 2011 um 11:55

@ holger
“Tja, und wenn nun jeder nach Diesel ruft?”

Die Prioritäten-Liste ist einfach zu erstellen; und durch die gute Organisation auch einfach umzusetzen.

Allerdings brennt eine Hütte offenbar.

Wenn der Brand durch die Medien geht, gehe ich mal davon aus, dass es kein kleines Feuerchen ist: das löscht man einfach und gibt vielleicht später eine Erfolgsmeldung raus (in Deutschland natürlich erst, wenn es eine Untersuchungskomission gegeben hat; Betriebsgeheimnis, darf ja nicht jeder wissen, wie Schei.be die Dinger sind).

Die Feuerwehr sollte man auch noch prioritär hinkriegen, was aber angesichts der Kpazitäten und des Bedarfs schon schwieriger wird.

Aber nicht jedes Feuer lässt sich beherrschen. Hoffen wir das Beste.

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 11:58

@ topi

wenn durch das Erdbeben, die Notstromanlagen an einem defekt leiden, so ist es an der Zeit, die Dinger zum Laufen zu bringen.

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 12:05

@ topi

—>>>Aber nicht jedes Feuer lässt sich beherrschen. Hoffen wir das Beste.”

Hört sich zwar doof an, aber… Jetzt ist militärische Organisation gefragt. Ich durfte in den 4 Jahren Armee, genügend darüber lernen. ABC Dekontaminieren etc.pp. Und ich denke, die Japsen sind darauf getrimmt, nicht in Panik zu verfallen.

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 12:08

@ topi

und was ich noch anmerken möchte. Hier sind keine Advokaten und sonstigen Berater gefragt, sondern Macher, die ihr Handwerk gelernt haben. Hier wird ganz klar, das Gold und Silber Hühnerscheisse sind. Auch in Industriestaaten. Da braucht mann keinen Prof.Sinn oder andere. Da wird dem Menschen mal wieder gezeigt, wo der Hammer hängt.

  1. Owe Jessen sagt:

11. März 2011 um 12:11

Mal aus dem Liveticker:
[10.39 Uhr] Die Kühlsysteme der Atomkraftwerke in der Region Fukushima funktionieren nach Behördenangaben wieder, wie die Agentur Jiji meldet. Jiji zufolge ist keine Radioaktivität freigeworden.

+++ AKW-Kühlsystem ausgefallen +++

[10.24 Uhr] Die Agentur Jiji meldet, dass im AKW Tepco Fukushima Daiichi das Kühlsystem ausgefallen ist.

  1. Nanuk sagt:

11. März 2011 um 12:14

Man merkt im übrigen wunderbar auch an den Medien das Japan auf einem anderen Planeten ist…

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 12:15

Nanuk

Wie meinst Du das? Als Kritik an der fundierten Berichterstattung … .

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 12:16

@ Owe Jessen

das wäre ja noch schlimmer, Panik wegen Radioaktivität im Volk zu verbreiten. Man riecht das Zeugs nicht.

  1. Nanuk sagt:

11. März 2011 um 12:17

Ja zb. aber nicht nur das auch wie die damit umgehen…

  1. Nanuk sagt:

11. März 2011 um 12:18

Ich meine jetzt die Japaner selbst beim Umgang mit so etwas..

  1. simsalabim sagt:

11. März 2011 um 12:23

+++STOP PRESS+++BREAKING NEWS+++STOP PRESS+++BREAKING NEWS+++

+++ Westerwelle: Wohl keine Deutschen betroffen +++

[11.56 Uhr] Nach Angaben von Außenminister Guido Westerwelle (FDP) sind nach bisherigen Erkenntnissen keine Deutschen vom Erdbeben betroffen. Dies sei allerdings nur eine vorläufige Lageeinschätzung, weil die Kommunikationsleitungen in das Katastrophengebiet sehr eingeschränkt seien, sagte Westerwelle. Im Nordosten Japans lebten etwa hundert Bundesbürger. Die deutsche Botschaft sei mit Nachdruck dabei, Kontakte aufzunehmen.

Gut, dass wir das schonmal geklärt haben…

  1. simsalabim sagt:

11. März 2011 um 12:27

“wohl keine Deutschen betroffen” kann man natürlich auch vorzüglich mißverstehen – geheuchelte Betroffenheit brauchen die Japaner jetzt mMn auch am allerwenigsten.

Also, Klartext-Westerwelle spricht Tacheles! Wider der Betroffenheit! Keine Macht den Gutmenschen!

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 12:29

simsalabim

Nun gut, das ist Routine. Dazu gehören auch die Hilfsangebote der Kanzlerin. Wie wollen wir jetzt konkret helfen? Interessanter wäre es zu wissen, ob die Japaner chinesische Hilfe annehmen werden. Man darf annehmen, dass es ihnen ziemlich schlecht gehen muss, wenn sie das – außerhalb reiner Symbolik – tun sollten.

Die Europäer sollten sich besser darum kümmmern, dass die libysche Opposition nicht zuviel Terrain verliert. Denke, dass Frankreich in der Hinsicht jetzt aktiv werden wird.

  1. topi sagt:

11. März 2011 um 12:37

@ fl
“Die Europäer sollten sich besser darum kümmmern, dass die libysche Opposition nicht zuviel Terrain verliert. Denke, dass Frankreich in der Hinsicht jetzt aktiv werden wird.”

Die Opposition hat mit ihrem Zugriff auf das Spezialkommando, vor allem der öffentlichen Meldung, sich äußerst unbekümmert verhalten, da fällt kümmern schwer.

Ein paar mit den neuesten MANPADS runtergeholte Gaddafi-Maschinen, das ergibt schon eine ganz andere Situation (auch eine erheblich veränderte Desertationsabwägungskalkulation der Piloten).

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 12:39

topi

Zu Libyen. Gut beobachtet.

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 12:44

In der twitterflut gehobenen Blödsinns eine abgewogene Meldung. Es fehlt ja nur noch der Maya Kalender:

http://www.drk.de/news/meldung/5544-japan-erdbeben-und-tsunami.html

  1. topi sagt:

11. März 2011 um 12:54

Es hatte ja jemand die Frage aufgeworfen, wie lange der kritische Bereich zur Kühlung des Reaktors ist.

Hier steht was dazu: http://www.streitpunkt-kernenergie.de/index.php?id=6
“Auch wenn der Reaktor abgeschaltet ist, wird beim radioaktiven Zerfall der entstandenen Spaltprodukte die so genannte Nachzerfallswärme erzeugt. Diese beträgt sofort nach dem Abschalten der Kettenreaktion etwa sieben Prozent der ursprünglichen thermischen Leistung des Reaktors und klingt erst allmählich im Laufe der folgenden Stunden und Tage weiter ab.

Dies bedeutet für eine Anlage mit einer typischen thermischen Reaktorleistung von etwa 3.500 MW, dass unmittelbar nach dem Abschalten noch eine thermische Leistung von rund 245 MW und auch einen Tag später noch über 20 MW abgeführt werden müssen. Diese Wärmemengen würden ausreichen, den Reaktorkern so weit zu erhitzen, dass der Brennstoff und die umgebenden Metallstrukturen zusammenschmelzen”

Nach einem Tag reichts also noch zur Kernschmelze, aber die nötige Kühlung nimmt stark ab.

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 13:03

@ topi

danke für diese Info. Kannst du dir vorstellen, wieviel Energie nun gebraucht wird, um die Kühlung zu gewährleisten?
Vielleicht liest ja hier ein Klimatechniker mit. ;-)

  1. topi sagt:

11. März 2011 um 13:16

@ holger

Der Liter Diesel reicht etwa für 10 kwh, macht also am Anfang 24.500 Liter pro STunde, mal dem Reziproken des Wirkungsgrades.

Aber das Wasser kühlt sich ja auch so ab, rechnen wir also mal mit den 2.200 Kanistern pro stunde.

Das kriegen die schon hin. ;—)

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 13:30

@ topi

ich seh schon… :D

Q = m * c * delta T

Q = Watt

m = Volumen an Wasser

c = Temperaturkoeffizient

delta T = Wassertemperatur raus, minus Temperatur rein.

Nun müssen wir das alles noch ein wenig umstellen. Ich weiß nun nicht die Parameter der Wärmetauscher. Ich nehme mal an, die sind aus Alu. Dann brauchen wir noch die Strömungsgeschwindigkeit des Wassers oder besser den Volumenstrom. Dann hat so ein Diesel einen elektrischen Wirkungsgrad, wenn es gut geht, von ca 30%. Die Pumpe hat auch noch ein wenig Wärmeverluste. Round about, kannst du vielleicht von 28% ausgehen.

Nun? was kommt dabei dann raus? :D

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 13:32

+++ 13.20 Uhr Greenpeace warnt vor “Super-GAU”
Ein Kernphysiker der Umweltschutzorganisation Greenpeace warnt vor dem Risiko einer radioaktiven Verstrahlung in Japan. Auch nach der Abschaltung von Reaktoren bestehe aufgrund der nicht steuerbaren Nachwärme eine hohe Gefahr, sagte Heinz Smital. “Selbst ein abgeschaltetes Atomkraftwerk kann noch zum Super-GAU führen. Im Moment schätze ich die Gefahr schon sehr hoch ein, weil das Erdbeben eine sehr, sehr hohe Energie hat und dort eine sehr dichte Anzahl von Aktomkraftwerken ist”, sagte Smital. Die Anlagen könnten von der Flutwelle und den Erschütterungen erheblich beeinträchtigt worden sein.

http://www.n-tv.de/panorama/Greenpeace-warnt-vor-Super-GAU-article2810866.html

Das wissen wir zwar schon. Nur warum er die Gefahr für sehr hoch hält, obwohl er genauso im Nebel über die Lage vor Ort stochert wie wir, ist ein Rätsel.

  1. QualFrog sagt:

11. März 2011 um 13:32

@nanuk

Ich weiß nicht, woran man geschockte Japaner erkennt. Die Community hier in Frankfurt sieht / gibt sich eigentlich wie immer: Louis-V-Taschen tragend in der Parfümerieabteilungen der Kaufhäuser.

Naja, was sollen sie sonst auch machen, wenn zuhause nicht mal mehr die Telefone funktionieren.

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 13:35

Auf WDR 2 gibt es jetzt ein Interview zum Thema.

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 13:37

Oder andersrum,

wie viel Wasser wird benötigt, um 245 MW in 24 Stunden abzuführen? Eingangstemperatur 10°C Ausgangstemperatur 50°C. Delta T = 40 Kelvin.

  1. hilarioususername sagt:

11. März 2011 um 13:39

Aktuelle Windrichtung: Schwach aus NW.

Immerhin.

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 13:39

Der Experte von Greenpeace redet (betrifft Brand in der Turbinenhalle) von Siedewasser-Reaktoren.

  1. QualFrog sagt:

11. März 2011 um 13:39

@luebberding
“Was ist die grössere Katastrophe? Ein Erdbeben oder die Berichterstattung darüber?”

Ich glaube, wir geben uns im Zuge des ganzen Social-Media-Hypes der Illusion hin, dass selbst so chaotische Situationen wie großflächige Naturkatastrophen schnell durchschaubar wären. Nach dem Motto: Google wird’s schon aggregieren und visualisieren.

Funktioniert aber nicht weil a) alles immer noch an Infrastruktur hängt, die zusammenbrechen kann, b) selbst wenn die Infrastruktur nicht zusammenbricht, wir es mit einer undurchschaubaren Pluralität aus Meinungen, Gerüchten, Angstbekundungen zu tun haben. Halt das, was man im realen Leben (Love Parade… ) eben Hysterie, Chaos, Panik nennt.

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 13:41

Das hört sich nicht so gut an:

http://www.seismoblog.de/2011/03/11/japan-erklart-den-atomkraft-notfall-und-evakuiert-die-umgebung/

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 13:46

QualFrog

“Ich glaube, wir geben uns im Zuge des ganzen Social-Media-Hypes der Illusion hin, dass selbst so chaotische Situationen wie großflächige Naturkatastrophen schnell durchschaubar wären. Nach dem Motto: Google wird’s schon aggregieren und visualisieren.”

Der Fehler ist die Focussierung auf die aktuellen news. Dabei geht es darum, diese in den richtigen Kontext zu stellen. Natürlich verursacht dieses Erdbeben schwere Schäden und betrifft viele Menschen, auch in ihrer körperlichen Unversehrtheit. Nur geht es um die Folgewirkungen für eine(n) wirklich herausragend gut funktionierenden Staat/Gesellschaft wie Japan. Naturereignisse wie Erdbeben sind keine Katastrophe, diese wird es erst durch den sozialen Kontext, in dem sie stattfinden.

  1. QualFrog sagt:

11. März 2011 um 13:49

@luebberding

Ich bin mir nicht sicher, ob die relative (Über-)Alterung Japans in diesem Fall von Vorteil ist oder nicht. Es fehlt die Masse an optimistischen Jungen, die sich sagen: “wir schaffen den Wiederaufbau schon”. Andererseits ist es vielleicht besser, wenn die Wiederaufbauer mehr Erfahrung und Systematik mitbringen.

Man erinnere sich an Haiti: jede kleine (popelige) Hilfsorganisation mit unterbeschäftigen West-Akademikern flog da hin und brachte Klamotten und Gedöns mit. Hat niemandem so recht was gebracht, der ganze juvenile fehlgesteuerte Hilfsimpuls.

  1. Nanuk sagt:

11. März 2011 um 13:50

“Halt das, was man im realen Leben (Love Parade… ) eben Hysterie, Chaos, Panik nennt.”

Ja aber nicht in Japan die stellen sich geordnet hin. ;)ausserdem steht da an jeder Ecke ein Sicherheitsfachmann.Durch den Tsunami wird es wohl mehr Tote geben.Die wichtigste Information des Tages man hat mit einem 5m hohen Tsunami gerechnet waren aber 6m-7m

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 13:58

Nur zu den ökonomischen Folgen. Deckt sich weitgehend mit unseren Einschätzungen hier:

http://www.faz.net/s/Rub58BA8E456DE64F1890E34F4803239F4D/Doc~ED01C54EC69B742AE8AC6EB27DA0BCBA6~ATpl~Ecommon~Sspezial.html

  1. topi sagt:

11. März 2011 um 14:01

@ QualFrog

es geht doch nicht um die Alterung, sondern um die organisierte Gesellschaft, mit klaren Strukturen, die auch noch ausfinanziert sind.

Da brauchts eben nicht der hilfsbedürftigen Hilfeleistenden aus Übersee, da kann jeder Jaoaner vor ort sich bei seinem AMt für Zivilschutz melden und mit anpacken.

  1. Nanuk sagt:

11. März 2011 um 14:04

@fl
Der Dollar ist kein sicherer Hafen mehr das kann man als Ökonomischen Schluss zulassen… wer soll jetzt auch noch Dollar kaufen Japan fällt aus China lacht sich schlap und der Nahe Osten brennt… und die Russen haben noch ne Rechnung offen… bleibt nurnoch Europa wenn es mit in den Gulli will…

  1. topi sagt:

11. März 2011 um 14:05

@ fl, faz
“Damals wertete die japanische Währung gegen den Dollar nach dem Erbeben von 100 auf bis zu 82,59 Yen auf, ”

lesen die auch mal, bevor sie schreiben? :roll:

Große Chance für Japan: Notopfersteuer.

All jene, die die Bonds kaufen, haben ja offenbar genug Geld übrig, sollen sie doch einfach Tsunami-Steuer bezahlen statt Bonds kaufen.

  1. simsalabim sagt:

11. März 2011 um 14:07

Auf jeden Fall bekommen die Arbeiter in den AKW wohl nasse Füße:

Onagawa
http://www.voyage-au-japon.fr/wp-con…-nucleaire.jpg

Fukushima Daiichi
http://www.icjt.org/npp/foto/818_3.jpg

Fukushima Daini
http://www.icjt.org/npp/foto/647_1.jpg

Tokai
http://www.industcards.com/tokai.jpg

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 14:09

Qualfrog

In einer Mitteilung habe ich gelesen, dass eine NGO drei Ärzte, einen Dolmetscher und einen Kommunikationsberater (!) nach Japan schickt, weil Japan um internationale Hilfe gebeten habe.

Das ist alles Quatsch. Es fehlt nur noch, dass irgendein Idiot eine Spendengala für Japan veranstalten will.

Die einzigen Staaten, die nahe genug sind und die Ressourcen haben, wären China, Korea und Taiwan. China ist eine hochpolitische Frage.

  1. Nanuk sagt:

11. März 2011 um 14:32

@fl
Der Witz des Tages..
http://www.cbsnews.com/stories/2011/03/11/politics/main20042047.shtml

  1. QualFrog sagt:

11. März 2011 um 14:46

@luebberding

Auf Twitter gibt es durchaus einige Posts wie “today’s earnings go to Japan” (z.B. von @chippy). Aber vielleicht meinen die damit ja gar keine Spenden, sondern Aktienkäufe?

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 14:58

Qualforg

Es gibt auch schon einen Spendenaufruf. Nur muss man natürlich bedenken, dass bisweilen von jedem Euro Spende ein Abzug für Verwaltungsaufwendungen genommen wird. Da muss man sich schon fragen, ob es hier um Geld für Japan oder für einen selbst geht.

Japan braucht – genauso wenig wie wir – in solchen Fällen finanzielle Hilfe, etwa um auf dem Weltmarkt Hilfsgüter einzukaufen.

  1. hilarioususername sagt:

11. März 2011 um 15:20

“Auf Twitter …”

Ich bin ja auch kein Freund von unsinnigen Massenpostings.

Aber es ist immer noch deutlich fortschrittlicher als Jungfrauen in Vulkane zu schubsen.

Tat man ja früher, wenn man sich beruhigen wollte.

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 15:28

Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, sei nach dem Erdbeben nicht nur der Hauptstrom, sondern auch ein Notstromaggregat ausgefallen. Westliche Experten zeigten sich zutiefst beunruhigt über diese Entwicklung, denn selbst nach einer Schnellabschaltung ist ein Atomreaktor in seinem Inneren noch lange extrem heiß und muss weiterhin gekühlt werden.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,750346,00.html

Fett von mir.

Wenn das stimmt, dann ist es nicht nur eins.

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 15:33

Und dann reden wir über ca. 20 solcher ähnlichen Dinger

http://img.directindustry.de/images_di/photo-g/gas-stromaggregat-390127.jpg

Ich kann nur meinen ehemaligen Kollegen die Daumen drücken. Wenn die Notstrom Versorgung ausfällt, nicht auszudenken.

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 15:37

Ich höre gerade, das System läuft nur noch auf USV (Akku-betrieb) Katastrophe.

  1. Nanuk sagt:

11. März 2011 um 15:40

@holger
Falls es zum Gau kommt es gibt die nächsten Tagen ablandigen Wind dort.

  1. kurms sagt:

11. März 2011 um 15:41

Das stimmt schon:
http://www.tepco.co.jp/en/press/corp-com/release/11031102-e.html

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 15:50

kurms

danke. Ich bekomm die Motten.

“For the above 3 units, off-site power was lost due to malfunction of one
out of two off-site power system, leading to automatic startup of
emergency diesel generators”

  1. hilarioususername sagt:

11. März 2011 um 16:03

Vielleicht doch `ne Jungfrau …?

  1. Hans Hütt sagt:

11. März 2011 um 16:15

Sie fangen an mit Evakuierungen.

Tyler Cowen hat links zur Erdbeben-Ökonomie gesammelt:
http://www.marginalrevolution.com/marginalrevolution/

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 16:18

@ hilarioususername

Jungfrau? wie meinst du das? Nur 4 Generatoren sollen das Dingen abgesichert haben. Damit der Shareholder wieder lachen kann? Ich hab schon genug Mist gesehen. Wie man am falschen Ende “spart”. Aber das… ich bin sprachlos. Aber macht ja nix, die Japaner sind ausgebuffte Strahlenexperten nach Little Boy.

  1. Nanuk sagt:

11. März 2011 um 16:19

@Hütt
Ist halt ne Brückentechnologie fragt sich nur wohin die Brücke führt…

  1. Doktor D sagt:

11. März 2011 um 16:21

Beten halte ich jetzt für die sinnvollere Alternative zum Jungfrauen-Opfer. Auch ein zivilisatorischer Fortschritt.

  1. Nanuk sagt:

11. März 2011 um 16:25

NHK sendet auch nur noch das Apokalypse Band… ;)

  1. Nanuk sagt:

11. März 2011 um 16:28

The headline you won’t be reading: “Millions saved in Japan by good engineering and government building codes”. But it’s the truth.

  1. simsalabim sagt:

11. März 2011 um 17:19

Offiziell ist erstmal alles in Butter:

http://edition.cnn.com/2011/WORLD/asiapcf/03/11/japan.nuclear/index.html?hpt=T2

  1. Nanuk sagt:

11. März 2011 um 17:48

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,750393,00.html#ref=rss

Selbst bei einem Erdbeben muss noch Platz sein für
“Propaganda for the rich.”

Als die neue “Forbes”-Liste der Milliardäre am Donnerstag vorgestellt wurde, wies das Wirtschaftsmagazin besonders auf die enttäuschenden Ergebnisse Japans hin.

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 17:53

Simsalabim

Das wäre nur zu wünschen. Laut Zeit erwartet die japanische Regierung Nachbeben in ähnlicher Stärke wie heute morgen.

http://blog.zeit.de/newsblog/2011/03/11/erdbeben-in-japan/

Das Problem ist, dass wir es eben nicht mit einem singulären Ereignis namens Störfall zu tun haben, sondern der Störfall die Folge eines externen Ereignisses ist. Die Japaner haben jetzt hunderte Baustellen, sprichwörtlich. (Also in der Branche long). Man wird also sehen wie sie damit umzugehen wissen. Die bisherige Zahl der Toten ist bemerkenswert niedrig, wenn es dabei bleibt. Der Kommentar in der FAZ ist nicht schlecht:

http://www.faz.net/s/Rub7FC5BF30C45B402F96E964EF8CE790E1/Doc~E0DEAF0425925454A8FF71737C32DDECB~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Was die weltwirtschaftlichen Auswirkungen angeht:

Was macht jetzt Frau Watanabe?

Die Experten wissen was sich meine.

  1. hilarioususername sagt:

11. März 2011 um 17:53

“Offiziell ist erstmal alles in Butter”

Ist es das nicht immer?
Bestand jemals, zu irgendeinem Zeitpunkt, eine Gefahr für die Bevölkerung?

Schlechtes Omen, schlechtes Omen ….

  1. Nanuk sagt:

11. März 2011 um 17:59

@fl
Schaffe schaffe Häusle baue.. und vor allem Doller verkaufen bis zum Exitus…

  1. Nanuk sagt:

11. März 2011 um 18:00

Uncle Sam wird weinen wenn Frau Watanabe sich beruhigt hat…

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 18:15

Die Lage im Reaktor in Fukushima ist wohl noch nicht ganz klar:

http://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-12307698

Wie gesagt: dort droht das Problem. Mit allem anderen werden die Japaner umgehen können.

  1. Nanuk sagt:

11. März 2011 um 18:18

@fl
Fukushima good news is bad news…

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 18:20

Ich halts nicht aus…

ein Held aus dem DGF

“Für 10MWh braucht man ca. 20m³ Frischwasser zur Kühlung.”

http://dasgelbeforum.net/board_entry.php?id=207114

20.000 Liter Wasser. HUHUHUHUHUHUHUHU:D:D:D

Badewanne: 2 Meter Lang, 1 Meter hoch, und 0,5 Meter Tief wieviel Kubikmeter?

na gut, er schreibt ja:

“Kühlwasserbedarf (aus einem Posting eines Bekannten)”

Der zählt wohl keine Elliot Wellen.

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 18:23

Wieso liest du dort mit … ?

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 18:30

Weils lustig ist…

ein andere meint Leserzuschrifft: “Dafür müssen pro Kühlkreislauf (Dampferzeuger) lediglich ca. 20 l/s 15 bis 20 m hoch gepumpt werden”

20 mal 60 = Minute mal 60 gleich Stunde mal 24 gleich Tag.

= 1.728.000 Liter oder 1.728 m³

  1. simsalabim sagt:

11. März 2011 um 18:32

@ Holger

der meinte bestimmt 20.000 m³ und hat sich nur verschrieben…

die nachrichtenlage ist jedenfalls weiterhin unklar und beunruhigend. mich interessieren auch gar nicht die “augenzeugenberichte”, dass autos weggespült worden sind, geschäfte geschlossen und/oder keine supplies mehr haben – wie frank sagt, mit allem wird man zurecht kommen; aber eine kernschmelze 200-300 km von tokyo hätte eine andere dimension.

hilft eh nix; jetzt ist dort 02:30 uhr, die regierung wird sich hüten, panik zu verbreiten, wer schlafen kann schläft und vor morgen früh wird man wohl nicht viel neues zu dem thema erfahren. hoffen wir das beste…

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 18:38

Lübberdings

Höre mir mal zu. ein wenig nur. Jeder kann sich ausrechnen, wie viel KW ein Liter Wasser bei einer Erwärmung von 10°C auf 50°C aufnehmen kann. Dazu bedarf es aber auch einer gewissen Zeit. Verweildauer des Wassers im Wärmetauscher.

  1. Nanuk sagt:

11. März 2011 um 18:40

EIL: Niveau der radioaktiven Strahlung im AKW-Gebäude in japanischer Fukushima erhöht
20:31MOSKAU, 11 März

oh oh…

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 18:44

Lübberdings

dafür habe ich weiter oben die intergalaktische Formel ans schwarze Brett gepinselt.

Q = m*c*delta T (in Kelvin)

  1. hilarioususername sagt:

11. März 2011 um 18:46

“Greenpeace teilte am Freitagabend mit, die Situation sei nach wie vor kritisch. Eine Sprecherin sagte, angeblich würden Brennstäbe bereits zwei Meter aus dem Wasser ragen.”

Na hoffentlich haben die Stäbe Kühlrippen.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,750346,00.html

“Dazu komme, dass es an dem betroffenen Reaktor offenbar ein Leck im Kühlkreislauf gebe, aus dem Kühlmittel entweiche, so Paulitz. “Das ist ein ziemlicher Hammer.” Eine Prognose sei derzeit nur schwer abzugeben.”

“Nach Angaben des Fernsehsenders NHK ist zudem auch der Druck in einem der Reaktoren gestiegen. Es werde derzeit überlegt, “ein wenig” Luft rauszulassen, um den Druck zu senken.”

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,750254,00.html

Na ein Glück, dass unsere Reaktoren derart sicher sind, dass Grenpeace sich die dokumentierten Sicherheitsmängel zusammenklagen muss.

  1. simsalabim sagt:

11. März 2011 um 18:49

ich bin ja weiß gott kein experte (vllt. kann holger hier aufklären)…

z.B. lese ich:

“a) dreht es sich lt. Medien um den Block Fukushima-Daiichi-1,
und der hat eine el Leistung von rd. 440 MW, nicht 1000 MW
b) also hat er eine thermische Leistung von – großzügig geschätzt – 1500 MW.
c) Nach ANS-5.1 hat ein solcher Reaktor 6,5 % Nachwärmeleistung unmittelbar nach dem SCRAM -> macht also knappe 100 MW.
d) nach EINER Stunde sind es nur noch rd. 1,5 % -> macht noch 20 MW
e) jetzt, nach rd. 6 Stunden, sind es gerade noch lächerliche 0,8 % -> macht ganze 10 MW. Das kühlen (nicht nur) Sie mit einem Gartenschlauch weg….
Und “Peng!” gibt’s nur in Star Wars ……”

sowie

“Bei Three-Mile-Island hat sogar der Druckbehälter alleine die Kernschmelze ausgehalten.

Wenn die Nachzerfallswärme nicht abgeführt wird, dann heizt sich der Reaktor immer weiter auf und schmilzt zusammen. Das geht recht schnell. Nach ein paar Tagen hat diese Nachzerfallswärme einen unkritischen Wert angenommen.

Es gibt eine Vielzahl von Notkühlsystemen um eben die Nachzerfallswärme abführen zu können. Der Reaktor an sich ist im Idealfall immer geflutet. Pumpen halten das Wasser, welches das Kühlmittel darstellt in einem Kreislauf in dem es immer wieder abgekühlt und neu in den Reaktor gepumpt wird. Diese Pumpen brauchen viel Strom. Aber sollten die Pumpen ausfallen ist noch längst nicht aller Tage Abend wie uns hier die unwissenden Unker immer weiß machen wollen. Dann gibt es immer noch das Druckgefäß und zur Not die Möglichkeit den Dampf im Reaktor durch Spraysysteme zu kondensieren und damit Wärme abzuführen.

Die Auswirkungen eines völlig freiliegenden Kernes kann keiner vorhersagen. Das hängt von vielen Dingen ab. Wenn die radioaktiven Stoffe am Ort bleiben sind die Auswirkungen räumlich beschränkt, wenn nicht sind sie es eben nicht.

Es ist sehr schwierig hier eine vernünfitge Diskussion zusammenzubekommen, weil die absolute Mehrheit hier keine Ahnung hat und nur Katastrophenszenarien heraufbeschwört.

Die sonstigen Auswirkungen des Bebens sind auf jeden Fal zur Zeit wesentlich gravierender als die Probleme in den AKWs.
In einer hochkomplexen kerntechnischen Anlage treten immer wieder Probleme auf. Das wird nicht bestritten. Die Frage ist wie man damit umgeht und was man tut um diese Probleme zu verhindern oder die Auswirkungen zu minimieren.
So wie es aussieht haben die Japaner alles im Griff. Das ist wieder einmal ein Beweis für die hohe Sicherheit westlicher AKWs. Aber eine absolute Sicherheit ist illusorisch und wird niemals existieren.
In keinem Zustand des Lebens übrigens.”

bzw.

“Zunächt einmal: Sie finden weltweit KEIN TECHNISCHES SYSTEM welches zur Aufrechterhaltung eines sicheren Betriebszustandes ZWINGEND Strom benötigt. Ein solches System ist in KEINEM LAND der Erde zugelassen. Und nun zum Thema:

Der Sinn eines Kühlkreislaufes ist der, dass es sich wie der Name es sagt um einen Krieslauf handelt. Verdampft also das Wasser im Reakor aufgrund der Wärme, so verflüchtigt es sich nicht, sondern treibt, wie im Normalbetrieb auch die Turbinen (Generatoren) an, über die die Nachzerfallswämre abgeführt wird. Anschließend kondensiert es und wird dem Krieslauf wieder zugeführt. Die anfallende Nachzerfallswärme ist dabei mindestens um den Faktor drei kleiner als die Kühlleistung welche durch den Naturumlauf, also den Umlauf ohne Einsatz von Pumpen erreicht wird. Die Größe des Naturumlaufs ist so gewählt, das eine Nennleistung von etwa 30-40% ohne Zuschalten von Pumpen abgeführt werden kann.

Fazit: Die Aussage: Strom Weg – > Kühlung weg -> BOOM!
ist flasch.

Unangenehm wird es erst bei einem Leck im Kühlmittelkrieslauf. Allerdings reicht bei Sidewasserreaktoren im absoluten Notfall sogar der entstehende Dampf aus um den oberen Teil der Brennelemente zu kühlen.

P.S. Würde sich das Kühlmittel verflüchtigen würde auch im Normbetrieb die ganze Umgebung kontaminiert werden.”

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 18:56

@ simsalabim

—>>>c) Nach ANS-5.1 hat ein solcher Reaktor 6,5 % Nachwärmeleistung unmittelbar nach dem SCRAM -> macht also knappe 100 MW.”

Also wie viel Wasser wird benötigt, um diese Wärmeenergie abzuführen? In 24 Stunden?

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 18:59

@ simsalabim

—>>>“Zunächt einmal: Sie finden weltweit KEIN TECHNISCHES SYSTEM welches zur Aufrechterhaltung eines sicheren Betriebszustandes ZWINGEND Strom benötigt. Ein solches System ist in KEINEM LAND der Erde zugelassen”

Willst du mich verarschen? Dann sags gleich.

  1. simsalabim sagt:

11. März 2011 um 19:02

@ holger

das habe ich ja nicht geschrieben – kann den wahrheitsgehalt halt nicht einordnen/bewerten

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 19:03

Simsalabim

Guter Beitrag. Nur geht es nicht darum, Katastrophenszenarien zu malen. Dein Beitrag geht von der Annahme aus, dass es sich um einen GAU handelt, also einen beherrschbaren Unfall. Natürlich weiß niemand was sich dort gerade abspielt. Etwa ob die Notfallabschaltung routinemäßig funktionierte. Also wie groß das thermische Restpotential in dem Reaktor tatsächlich ist. Davon hängt natürlich ab, ob es zu einer Kernschmelze kommen kann. Nur dann – und das ist die Definition – wird die Kettenreaktion außer Kontrolle geraten. Dann geht es nicht mehr um die Nachwärme nach einer gelungenen Abschaltung.

  1. Keynesianer sagt:

11. März 2011 um 19:04

Lasst Euch nicht verrückt machen, die Medien schüren mal wieder Panik wie bei der Vogelgrippe und der Schweinepandemie und wir sind eh alle längst tot, weil wir uns nicht haben impfen lassen. ;-)

Die fahren die Brennstäbe raus und das war es dann mit der Kettenreaktion. Höchstens, dass das Wasser für die Kaffeemaschine mal nachgefüllt werden muss.

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 19:05

@ simsalabim

—>>>das habe ich ja nicht geschrieben – kann den wahrheitsgehalt halt nicht einordnen/bewerten”

Entschuldigung, ich hab die “” nicht direkt gesehen.

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 19:08

@ keyensianer

—>>>Die fahren die Brennstäbe raus und das war es dann mit der Kettenreaktion. Höchstens, dass das Wasser für die Kaffeemaschine mal nachgefüllt werden muss.”

Ja, mach mal. Horche mal, ich mit knapp 42 weiß auch wie der Sex dann funktioniert.

  1. Nanuk sagt:

11. März 2011 um 19:18

FLASH: Japan’s trade minister says a radiation leak could take place at the Fukushima nuclear plant: report

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 19:39

@ simsalabim

—>>>das habe ich ja nicht geschrieben – kann den wahrheitsgehalt halt nicht einordnen/bewerten”

Die Stauwärme muss abgeführt werden. Von der Reaktion. Die ist wichtig. Es kommt auf das Kühlmittel an.

  1. Michael sagt:

11. März 2011 um 19:45

@Holger
Ja, das macht man(n) dann mit einem Leuchtstäbchen. :-DJetzt können wir jedenfalls die Jodtabletten nach Japan exportieren. ;-)

Das Ergebnis der Katastrophe sieht fürchterlich aus. Die Videos sind erschreckend. Bestimmt mehrere Tausend Tote. Der Schaden wird erheblich sein. Vor ein paar Tagen gab es in Japan schon ein starkes Beben. Weitere, ebenfalls starke Beben müssen wohl befürchtet werden. Die bisherigen Berichte dürften eher Untertreibungen darstellen.

Erfreulicherweise sind die Japaner die, die ihre Bevölkerung am besten auf derartige Katastrophen vorbereitet haben. Soweit Schlimmes verhindert werden kann, darf man davon ausgehen, dass es verhindert werden wird.

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 20:07

@ Michael

da kann der Lübberding gar nicht was zu posten. Der läuft rot in der Küche rum. :D:D:D

wo ist eigentlich der Ösi?

  1. Michael sagt:

11. März 2011 um 20:09

http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/eqinthenews/

  1. Michael sagt:

11. März 2011 um 20:10

http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/recenteqsww/

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 20:11

Lübberding huhu

sucht du das hier? http://de.wikipedia.org/wiki/Penisknochen

  1. hilarioususername sagt:

11. März 2011 um 20:17

Nachbeben im Norden Japans.
6,6

Die Frisur sitzt.

http://www.charlesandhudson.com/archives/duct-tape-reviews.jpg

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 20:26

new dress

http://www.youtube.com/watch?v=MF20ELw8Ew0

  1. professore sagt:

11. März 2011 um 20:27

„Nach Angaben der japanischen Atomaufsicht hat die Betreiberfirma drei oder vier Generatorenfahrzeuge vor Ort. Diese könnten aber nicht angeschlossen werden, weil ein passendes Kabel fehle. Derzeit werde versucht, dieses Kabel per Flugzeug herbeizuschaffen. Gleichzeitig versuche das Unternehmen, aus einem anderen Kernkraftwerk eine Ersatzbatterie für den Notbetrieb des Kühlsystems zu dem havarierten AKW zu bringen. „
http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,750346,00.html

  1. Michael sagt:

11. März 2011 um 20:36

http://nhb-arcims.si.edu/ThisDynamicPlanet/index.html

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 20:38

@ professore

das mit der USV (AkkU) kannste vergessen. Ein Kabel? wird ja immer besser. Ist ja wie bei dem Habermas oder wie der auch sich nennen will. summa cum laude.

  1. skellba sagt:

11. März 2011 um 20:42

Für alle die nicht wissen, was 100MW Wäremleistung bedeuten: eine normale Heizung in einer Wohnung hat um die 0,02MW. Die 100MW können also mal locker 5000 Wohnung heizen.

Ein Automotor mit 100KW Leistung an der Kurbelwelle erzeugt nebenbei etwa 200KW Wärmeleistung, die abgeführt werden muß. Das nennt sich im Auto: Kühler. Die 100MW aus dem Kraftwerk brauchen also in der Größenordnung von 500 Autokühlsystemen. Und im Auto funktioniert das nur, weil der Fahrtwind so heftig ist.

D.h. die haben ein richtig heftiges Problem in dem Kraftwerk.

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 20:51

el professore

wird dir klar, was ich meine? In solchen Extremsituationen, brauch ich keinen goodnight, oder eine kommunikative Ausdifferenzierung. Keine Luhmann oder sonst einen Dünnbrettbohrer. Keine Börse keine CDS. Kein Gold kein Silber.

  1. Michael sagt:

11. März 2011 um 20:52

@skellba
Ja, sie werden wohl “etwas” Radioaktivität in die Umwelt ablassen müssen. Man kann nur hoffen, dass der Wind nicht in Richtung bewohnter Gebiete weht. Ansonsten werden wir morgen mit der Meldung beglückt, dass das Teil explodiert ist.

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 20:53

Und meinetwegen kanns auch mal FFM dahin raffen.

  1. hilarioususername sagt:

11. März 2011 um 20:59

Wind aus NW momentan.
Also geht`s aufs Meer.

Wenigstens etwas.

Kein passendes Kabel …..
Nicht zu fassen1

  1. Michael sagt:

11. März 2011 um 21:00

Können wir ja schon mal ankündigen:
http://neic.usgs.gov/neis/bulletin/neic_hia6.html

:-):-):-)

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 21:04

Und in genau diesen Situationen zeigt sich, worauf die Gesellschafft angewiesen ist. Auf Menschen, die außer Bankster und Advokatengescheiss noch was gelernt haben. Unterbezahlte Idioten. Blankfein würde ich in so eine Reaktor stecken.

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 21:09

Es fehlt ein Kabel? Ich gehe in den keller und schaue einmal nach, ob ich was finde … . Was für ein Kabel muss es denn sein?

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 21:09

@ Michael

sach mal,… :D

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 21:11

lübber

ahh, da ist er ja wieder. Alles erledigt?

—>>>Es fehlt ein Kabel? Ich gehe in den keller und schaue einmal nach, ob ich was finde … . Was für ein Kabel muss es denn sein?”

Das kommt auf die Ampere drauf an. Die brauchen aber noch eine kleine Sicherung, so einen Hauptschalter.

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 21:13

Mit deinen 5*1,5² kommst du wohl nicht weit.

  1. hilarioususername sagt:

11. März 2011 um 21:14

Die brauchen nur genug hiervon:
http://blog.mobissimo.com/uploads/duct_tape.jpg

Passt überall.

  1. no way out sagt:

11. März 2011 um 21:18

Ulrich Roth – Earthquake

http://www.youtube.com/watch?v=6zchUxX9iCA

  1. skellba sagt:

11. März 2011 um 21:33

@holger: wenn eine Gesellschaft nur noch auf Rendite schaut, dann wird die Risikovorsorge zurückgefahren, weil man das als sinnlose Kosten ansieht. Im Katastrophenfall rächt sich das halt.

  1. QualFrog sagt:

11. März 2011 um 21:34

@holger

Blankfein ist doch einer der “Ephoren des Kapitalismus”, den kannst Du nicht im AKW entsorgen. Der zerläuft höchstens zu flüssigem Gold oder feiert ein paar Tage später Wiederauferstehung als Ayn Rand II

  1. weird,goldmine sagt:

11. März 2011 um 21:38

Die amerikanische Boerse ist sehr fest heute – ein Konkurrent weniger.
Mann, die sind wirklich im Krieg.

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 21:44

“Und doch konnten all die Vorkehrungen eine Katastrophe nicht verhindern. Erdbeben und Tsunamis haben Städte verwüstet, Hunderte Menschen getötet, viele wurden schwer verletzt. Der Zivilisation wurden ihre Grenzen aufgezeigt. Überraschend viele Atomkraftwerke, Fabriken und Raffinerien gerieten in Brand.”

Schreibt der Spiegel.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,750397,00.html

Das übliche pseudophilosophische Gerede. Angesichts der Dimensionen dieses Ereignisses von einem Versagen zu reden, ist absurd (Fukushimas Siedewasserreaktoren ausgenommen).

  1. hilarioususername sagt:

11. März 2011 um 21:46

“Angesichts der Dimensionen dieses Ereignisses von einem Versagen zu reden, ist absurd”

Mehr oder weniger.

San Francisco hätte sicherlich deutlich schlechter abgeschnitten.

Und die MÜSSEN nicht in einer Katastrophenzone leben, im Gegensatz zu den Japanern.

  1. QualFrog sagt:

11. März 2011 um 21:49

@luebberding

Den Spiegel kann man nicht mehr lesen – nur Kulturpessimismus und Besserwisserei. Fast schon kryptofaschistisch. Dann kann ich auch gleich den ganzen Tag lang das Gelbe Forum durchkämmen und mir anschließend einen Vorrat an Konserven fürs große “Game Over” anlegen.

Zum Thema Kulturpessimismus übrigens immer wieder mit Gewinn zu lesen: Fritz Sterns Werk (http://www.amazon.de/Kulturpessimismus-als-politische-Gefahr-Deutschland/dp/3608941363)

  1. Frankie Bernankie sagt:

11. März 2011 um 21:54

@holger

“Und in genau diesen Situationen zeigt sich, worauf die Gesellschafft angewiesen ist. Auf Menschen, die außer Bankster und Advokatengescheiss noch was gelernt haben.”

Das war bei Tchernobyl noch einfacher, das mit dem Menschending.
Die konnten seinerzeit auf die Soldaten des Warschauer Pakts zurückgreifen, 600.000 “Liquidatoren” wurden benötigt ( und nicht gross gefragt ), um das Graphit vom Reaktordach zurückzuschmeissen ( nach 90 Sekunden hatte man die Lebensstrahlendosis empfangen), Tunnels zum Reaktorboden zu bauen und diesen mit Beton zu verstärken u.v.m.

Die von den Deutschen überlassenen Roboter gaben i.d.Regel nach 2 Tagen den Geist auf – die Strahlung hatte die Elektronik zerstört. Also mussten wieder Menschen ran.
Z. B. Letchkov, bulgarischer Fussballprofi , der u.a. beim HSV spielte und 1994 die Deutschen aus der WM köpfte – mit seinem Glatzkopf, den er seit seinem Tchernobyl-Einsatz hatte, wie er mal feixend in einem Interview erzählte.

Ich bin gespannt , wer diese Jobs mal macht, wenn Vergleichbares bei uns , in Spanien, Frankreich oder England passiert, oder wo sonst noch solche Uralt-Öfen rumstehen.

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 21:58

@ Qualfrogger

—>>> Dann kann ich auch gleich den ganzen Tag lang das Gelbe Forum durchkämmen und mir anschließend einen Vorrat an Konserven fürs große “Game Over” anlegen.”

Das blöde ist nur, kalt schmeckt das Zeugs auch. Na gut, ich muss dazu sagen, wir haben auch immer Vorräte für mindestens 3 Monate. Nicht wegen dem G.O. Das liegt daran, das im Winter auf dem Acker wenig zu ernten ist. Ist so.

Hach was soll man machen.

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 22:00

Scheint mir die beste Analyse zu Fukushima zu sein:

http://www.ucsusa.org/news/press_release/nuclear-crisis-in-japan-fukushima-0518.html

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 22:03

@ Frankie

ich meinte das anders.

die Katastrophe möglicherweise verhindern. Nicht, was danach abgeht. Wenn ich lese kein Kabel etc.pp. was soll man dazu noch sagen. Die Journalisten, haben eh einen an der Waffel. Ich habe 2 Jahre lang, dafür zu sorgen gehabt, das die Flugabwehrraketen auch mit Notstrom funktionieren. Und das ging. Und das passende kabel war auch da. Ohne SAP :Dsorry den konnte ich mir nicht ver…..

  1. ergo sum sagt:

11. März 2011 um 22:04

Da kann die entsetzlichste Katastrophe mit fürchterlichem Leiden von Millionen Menschen passieren, aber unsere deutschen Blogger sind stets sofort dabei mit zynischen Kommentaren.

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 22:07

Als Anhang noch. Ein paar Krankenhäuser und das Tempodrom in Berlin, habe ich auch betreut. Ebenso ein paar Mastbetriebe und Flügelzüchter.

  1. Frankie Bernankie sagt:

11. März 2011 um 22:10

@holger

“Ohne SAP sorry den konnte ich mir nicht ver…..”

Tja , diese Zeiten sind nun auch vorbei, die Bundeswehr hat jetzt ja SAP, wie mir befreundete SAP-Berater erzählen ( und sich damit bis zur Rente ausgelastet wähnen ).

“Bedingt abwehrbereit” dürfte jetzt zutreffen:

“Die Transaktion kann nicht ausgeführt werden. Wenden Sie sich an Ihren SAP-Administrator.”

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 22:15

“Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) sagte, es bestehe eine ernste Situation. Im äußersten Fall sei auch eine Kernschmelze in bis zu drei Reaktorblöcken der Anlage möglich. Dies hätte wie 1986 in Tschernobyl weitreichende Folgen für Bevölkerung und Umwelt.”

http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article12783031/Beaengstigendes-Rennen-gegen-die-Zeit.html

Das ist wie damals in den Tagen von Harrisburg, nur schlimmer.

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 22:17

@ Frankie

—>>>Tja , diese Zeiten sind nun auch vorbei, die Bundeswehr hat jetzt ja SAP”

Oh mein Gott… Dann geht garantiert von Deutschen Boden kein Krieg mehr aus. :D

  1. hilarioususername sagt:

11. März 2011 um 22:17

Dem Artikel, den fl geposted hat nach, läuft da gerade eine Operation am offenen Herzen.

@ ergo sum:
“mit zynischen Kommentaren”

Na was denn sonst?

  1. Nanuk sagt:

11. März 2011 um 22:19

@fl
http://www.atom-moc.pref.fukushima.jp/dynamic/C0017-PC.html
Fals du nur Geigerzählern traust wie ich ;)

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 22:19

Holger

Nur noch einmal wegen dem fehlenden Kabel etc.: Es gab ein Erdbeben. Da können Lagerhallen verschüttet sein, Strassen kaputt etc. Zudem weiß man nicht in welchem Zustand der Schutzbehälter nach dem Erdbeben ist – also in dem Fall wenn die Kernschmelze nicht mehr zu verhindern sein sollte. man hatte dieses Szenario nicht in der Planung – einfach zu viele unwahrscheinliche Variablen.

  1. hilarioususername sagt:

11. März 2011 um 22:22

“einfach zu viele unwahrscheinliche Variablen.”

Und was lernen wir daraus?

Nix!

Deutsche Kernkraft bleibt “beherrschbar”.

  1. Nanuk sagt:

11. März 2011 um 22:24

“Deutsche Kernkraft bleibt “beherrschbar”.”

Bei uns passiert sowas ohne Erdbeben…

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 22:26

Lübber

ich komm gerade wieder vom Bodenrollen machen hoch, :Dda kommst du mit Röttgen. Und abseits davon spricht die Schwuchtel Westerwelle auch noch staats”männisch” auf der Suche nach den Penisknochen. Dann fehlt im Gestrüpp noch ein Kabel. Ja, das leben ist Geil. :D

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 22:29

Haaaaaaaloooo

hat jemand noch ein Kabel? Huhu?

Wo ist denn das Kabel bloß? Eben war es doch noch da…

  1. holger sagt:

11. März 2011 um 22:32

Elfriede!!!

Mein Topf der kocht… hast du zufällig noch mol kurzfristig einen Draht für mich?

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 22:51

“Radiation level in Fukushima Daiichi plant central control unit 1,000 times normal – Kyodo”

Bringt auch die BBC/AFP. Den Block müssen sie wohl aufgeben.

  1. f.luebberding sagt:

11. März 2011 um 22:52

“2149: The Kyodo news agency is now citing a safety panel as saying that the radiation level inside one of the reactors at the Fukushima-Daiichi nuclear plant is 1,000 times higher than normal.”

http://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-12307698

  1. hilarioususername sagt:

11. März 2011 um 22:59

Heißt das, dass wer jetzt noch die notwendigen Steuerungsmassnahmen überwacht, Selbstmord begeht?

Was bedeutet 1000fach? 1000 mal mehr als was? Helfen da noch Anzüge?

Klingt auf jeden Fall sehr, sehr übel. :(

  1. Nanuk sagt:

11. März 2011 um 23:01

Ja genau das heist das und aufgeben gibt es da nicht Lübberding.

  1. no way out sagt:

11. März 2011 um 23:13

@ ergo sum

“Da kann die entsetzlichste Katastrophe mit fürchterlichem Leiden von Millionen Menschen passieren, aber unsere deutschen Blogger sind stets sofort dabei mit zynischen Kommentaren.”

Da konnten die wissenschaftlichsten Erklärungen die Gefahren für Milliarden von Menschen liefern, aber die handelnden Verantwortlichen waren jahrzehntelang mit ignorierenden Entscheidungen parat.

  1. no way out sagt:

11. März 2011 um 23:17

@ holger

In Krümel wollen sie schon seit zwei Jahren für ein sicheres Kraftwerk einen zweiten Ersatztrafo anschliessen lassen.

Bisher gab es keine Genehmigung …

Nachbauversuch inklusive.

  1. no way out sagt:

11. März 2011 um 23:23

Und dann das technische Wunderwerk einer Laufzeitübertragung von einem Reaktor auf einen anderen.

Menschen, die soetwas vertreten, gehören wegen offenkundigen Wahnsinns bzw. vollständiger Geistesgestörtheit stillgelegt.

no way out !

  1. Nanuk sagt:

11. März 2011 um 23:24

Die Sicherheit japanischer Kernkraftwerke ist international verbrieft.
http://www.kernenergie.de/kernenergie/

  1. Nanuk sagt:

11. März 2011 um 23:25

und wir sind die Zyniker…

  1. hilarioususername sagt:

11. März 2011 um 23:30

“Menschen, die soetwas vertreten, gehören wegen offenkundigen Wahnsinns bzw. vollständiger Geistesgestörtheit stillgelegt.”

Nicht immer nur dagegen sein!
Wir verlieren sonst international den Anschluss.

Wenn wir immer nur auf Leute wie Dich hörten, gäbe es bestimmt auch kein Internet.

Sag doch mal JA zu Deutschland!

  1. no way out sagt:

11. März 2011 um 23:40

Sag doch mal JA zur Sonnenenergie des Universums!

  1. professore sagt:

11. März 2011 um 23:41

Was mich wundert ist, dass es dort 6 Blöcke gibt und die Notstromaggregate nicht so verschaltet sind, dass im Störungsfall eines Aggregates der Notstrom von den anderen kommt.

Aber bei dieser Atomfirma scheint – nach diesen Informationen – der Verdacht nicht unbegründet, dass da einiges faul ist.

Alle Kernkraftwerke von TEPCO waren 2002 in einen großen Skandal verwickelt. Es hat sich herausgestellt, dass über einem Zeitraum von 16 Jahren Berichte gefälscht und Inspektionen aus Kostengründen verschleppt wurden. Alle TEPCO-Kernkraftwerke wurden daraufhin heruntergefahren. Am 16. Mai 2003 war die Überprüfung beendet und die Anlage konnte erneut anlaufen.

Am 28. März 2007 berichtete das Wall Street Journal, dass TEPCO die Inbetriebnahme der Blöcke 7 und 8 um ein Jahr auf das Jahr 2013 bzw. 2014 verschoben hat. Als Grund wurde das Vertuschen eines Unfalls genannt.
(Hervorh. d. mich)
http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Fukushima_Daiichi#cite_note-9

  1. no way out sagt:

11. März 2011 um 23:46

Sag doch mal JA zur Optimierung bei der Energieeinsparung in Europa.

  1. no way out sagt:

11. März 2011 um 23:50

Sag doch mal JA zur Kostenminimierung bei Schlechtleistung von Managemententscheidungen im Risikobereich von Unternehmen.

  1. hilarioususername sagt:

11. März 2011 um 23:51

Sag doch mal JA zu Brückentechnologien!

  1. no way out sagt:

11. März 2011 um 23:53

Sag doch mal Nein bei Bonuszahlungen, wenn die Wertberichtigungen bei Kreditgenehmigungen mehr als 3% betragen.

  1. hilarioususername sagt:

11. März 2011 um 23:55

Sag doch mal JA zu Leistungsträgern!

Nach Schuld zu suchen führt doch ins Nirwana.

  1. no way out sagt:

11. März 2011 um 23:56

Sind die technischen Nutzungsdauern nicht Brückentechnologie genug ohne weitere Risiken einzugehen?

  1. no way out sagt:

11. März 2011 um 23:58

Wer sind die Innovatoren bei der praktischen, täglichen Nutzung und Verbesserung der Solartechnik?

  1. no way out sagt:

12. März 2011 um 00:00

Ist Klaus Kleber ein mehr als doppelt so guter Leistungsträger wie Angela Merkel?

  1. hilarioususername sagt:

12. März 2011 um 00:01

“Sind die technischen Nutzungsdauern nicht Brückentechnologie genug ohne weitere Risiken einzugehen?”

Würden wir unsere vergleichsweise jungen und sehr sicheren Kraftwerke unnötig abschalten, würden wir Milliardenwerte vernichten.

“Wer sind die Innovatoren bei der praktischen, täglichen Nutzung und Verbesserung der Solartechnik?”

Solartechnik ist was für Wüstenstaaten.

Unsere Kraftwerke werden am besten mit Kohlekraft ergänzt.

Sag JA zum Energie-Mix!

  1. f.luebberding sagt:

12. März 2011 um 00:02

Professore

Geschlampt wird überall. In Nuklearanlagen fällt das nur bisweilen wegen der bekannten Folgen eher auf. Nur was ist wenn sie alles richtig gemacht und dieser Unfall passiert trotzdem? Das ist auch das wichtigste Argument gegen die Nutzung dieser Technolgie. Hier darf nicht passieren, was aber eben trotz bester Voraussicht passieren kann. Laut Reuters soll der Betreiber zugegebn haben, dass er die Kontrolle über drei Blöcke verloren hat. Kann ich natürlich nicht überprüfen.

  1. hilarioususername sagt:

12. März 2011 um 00:03

“The Tokyo Electric Power Company has said the cooling systems of three reactors at second nuclear power plant, Fukushima-Daini, are malfunctioning, according to the Kyodo news agency. The plant is 11km (7 miles) to the south of Fukushima-Daiichi, where the cooling system one of its reactors is not working and pressure is rising.”

http://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-12307698

The shit hits the fan!

  1. no way out sagt:

12. März 2011 um 00:12

Fahre Gasauto,
wärme Wasser mit Sonnenkollektoren auf dem Dach
weniger bzw. mehr sind sicher sinnvoller …

Wo sind weiter Ideen und Angebote?

  1. hilarioususername sagt:

12. März 2011 um 00:16

Jetzt haben sie in “einigen” Reaktoren die Möglichkeit verloren,den Druck zu kontrollieren.

Er baut sich in der Schutzhülle also unkontrolliert auf.

Und wieviele sind “einige”?

  1. no way out sagt:

12. März 2011 um 00:19

@ hilarioususername

“vergleichsweise
unnötig
Milliardenwerte”

Stelle mal diese drei Worte mit ihren Bedeutungen in selbstkritisch ergbnisoffen Frage?

  1. hilarioususername sagt:

12. März 2011 um 00:23

„Meine angeblichen Damen und Herren Geschworenen, ich bitte Sie, eine letzte Sache zu berücksichtigen“

http://www.madeupstuff.net/wp-content/uploads/2007/09/chewbacca.jpg

„Dies ist Chewbacca. Chewbacca ist ein Wookiee vom Planeten Kashyyyk, aber Chewbacca lebt auf dem Planeten Endor. Denken Sie darüber nach. Es ergibt keinen Sinn! Warum sollte ein Wookiee – ein zwei Meter großer Wookiee – auf Endor leben wollen, zusammen mit einem Haufen winziger Ewoks? Es ergibt keinen Sinn! Aber was noch wichtiger ist: Sie müssen sich ernsthaft fragen: Was hat das mit diesem Fall zu tun? Gar nichts. Meine Damen und Herren, es hat nichts mit diesem Fall zu tun. Es ergibt keinen Sinn! [...] Nichts von alledem ergibt einen Sinn. [...] Wenn Chewbacca auf Endor lebt, müssen Sie JA sagen! Das Plädoyer ist abgeschlossen.“

  1. professore sagt:

12. März 2011 um 00:38

@f.luebberding
Geschlampt wird überall.

Eine solche Pauschalaussage ist nicht akzeptabel.

Was die Privatisierung von Bereichen mit hohem Sicherheitsrisiko für Folgen hat sehen wir bei Eisenbahnen im In- und Ausland, bei Energieversorgungsunternehmen etc.

Aus Profitgründen werden Sicherheitsstandards gesenkt oder SicherheitsaAuflagen umgangen, nötige Investitionen unterlassen. Etc.

„Nur was ist wenn sie alles richtig gemacht und dieser Unfall passiert trotzdem? Das ist auch das wichtigste Argument gegen die Nutzung dieser Technologie.“

Man sollte zunächst unterscheiden zwischen der Technologie und den Rahmenbedingen, unter denen sie benutzt sind. Denn dies ist ein entscheidender Faktor für die Beurteilung des Risikos und der Technikfolgen.

An der Kohleverstromung – zum Beispiel – sterben auch Menschen, angefangen von den Bergleuten durch Staublunge und Bergwerksunfällen bis hin jenen, deren Lebenserwartung durch die Luftverschmutzung gesenkt wird.
Lebt man in der Ein- oder Ausflugschneise eines großen Flughafens, kostet dies die betroffene Bevölkerung durch die Luftverschmutzung durchschnittlich einige Lebensjahre.

Zudem ist die Verfügung über Energie die Voraussetzung für einen hohen Lebensstandard ist.

Warum baut die Schweiz neue Atomkraftwerke?

Atomkraftwerke sind eine sichere Technologie, wenn entsprechende Rahmenbedingungen gegeben sind.

  1. hilarioususername sagt:

12. März 2011 um 00:44

Sag JA zu den entsprechenden Rahmenbedingungen!

  1. no way out sagt:

12. März 2011 um 00:46

Tod durch angeblich geringere Kosten für ein Restrisiko – dann steht aber auch dazu und tragt die entspechend höheren Kosten bei Eintritt des Risikos und versteckt euch nicht hinter den Steuerzahlern.

  1. Thor sagt:

12. März 2011 um 00:53

@professore
“Atomkraftwerke sind eine sichere Technologie, wenn entsprechende Rahmenbedingungen gegeben sind.”

Na hoffentlich sind die Rahmenbedingungen dann auch redundant ausgelegt….

  1. frau aus der mitte sagt:

12. März 2011 um 00:59

Mich hat schon immer gewundert, warum ausgerechnet im Erdbebengebiet Japan alles(?) über Kernenergie läuft.

  1. hilarioususername sagt:

12. März 2011 um 01:03

“Mich hat schon immer gewundert, warum ausgerechnet im Erdbebengebiet Japan alles(?) über Kernenergie läuft.”

Ca. 30% laufen über Kernergie.

Die wissen halt nicht, wo sie die ganze benötigte Energie sonst hernehmen sollen.

Dabei sollte man meinen, dass die schon längst Hamsterkäfige für Walfische haben, so wie die die erforschen.

  1. professore sagt:

12. März 2011 um 01:17

@Thor

Ich bin kein Befürworter der Kernspaltungstechnologie, schon gar nicht in Händen privatkapitalistischer Unternehmen.

Aber ich bin gegen eine irrationale Angst- und Panikmache.

Ich befürworte eine dezentrale Energiegewinnung mit geringem Risiko und geringer Umweltbelastung.

  1. hilarioususername sagt:

12. März 2011 um 01:23

“Japan declares a state of emergency at the Fukushima-Daini power plant, where three of its reactors failed”

Da waren es schon fünf.

  1. gregor sagt:

12. März 2011 um 03:07

Gerade auf Telepolis bei Heise gefunden

dimension und politische diskussionen
toasty (154 Beiträge seit 27.11.08)
mir scheint, in diesem forum haben einige die dimension der probleme
in japan nicht verstanden.

man hat dort die situation, dass in 5 (!) reaktoren zur zeit die
druckverhältnisse nicht mehr kontrollierbar sind. in allen 5 besteht
die akute gefahr einer kernschmelze, weiterhin ist bereits in
unbekanntem umfang radioaktivität ausgetreten.

circa 250km entfernt liegt eines der größten ballungszentren der erde
mit > 34 millionen einwohnern.

hier geht es nicht mehr darum den politischen gegner mit lustigen
argumenten in die pfanne zu hauen.

es geht vielmehr darum, dass es morgen abend nicht bereits eine der
größten katastrophen der menscheitsgeschichte zu beklagen gibt.

  1. Verhaltens-Tipps bei nuklearer Wolke durch Kernschmelze sagt:

12. März 2011 um 05:26

[...] wenn ich den sprichwörtlichen Teufel nicht an die Wand malen oder gar Panik verbreiten möchte, gibt mir die Tatsache sehr zu denken, dass in Japan gleich zwei Mal innerhalb von 24 [...]

  1. Keynesianer sagt:

12. März 2011 um 07:14

Lasst Euch nicht jeden Blödsinn erzählen. Die Abschaltung eines Reaktors ist eine ganz gewöhnliche und unproblematische Angelegenheit. Die ziehen die Brennstäbe zurück und das war es dann mit der Kernspaltung. Da gibt es auch keine “Kernschmelze”.

Der Dampf, den die Kernspaltung mit ihrer Hitze erzeugt hat, geht über die Turbinen zur Stromerzeugung ab, bis der Dampf eben weg ist. Unkontrollierbar ist das nur in dem Sinne, als dass eben niemand die Temperaturen mit Zaubersprüchen oder durch Wünschen absenken oder erhöhen kann. Da muss man sich einfach an die Gesetze der Physik halten.

Die Medien verbreiten natürlich absichtlich die Vorstellung, dass ein Atomkraftwerk so etwas wie eine Atombombe wäre, die immer kurz vor der Explosion steht und durch Kühlwasser pausenlos vor der Explosion bewahrt werden muss.

Was dem Publikum in den Medien über Atomkraftwerke erzählt wird, befindet sich etwa auf dem gleichen Niveau wie die Berichterstattung über makroökonomische Zusammenhänge…

  1. Zyniker sagt:

12. März 2011 um 08:07

In Japan droht die grösste zivile Katastrophe der Menschheit und ARD und ZDF bringen Zeichentrick und DDR-Geschichte. Noch nicht mal Streifen unten mit Infos.

  1. no way out sagt:

12. März 2011 um 08:26

Rechnet sich doch alles als Brückentechnologie.

Da nimmt man die Rückstellungen aus den Bilanzen durch bezahlten Stromverkauf und alle Kosten für die Schäden sind reguliert. So einfach kann Wettbewerb in der globalen Marktwirtschaft sein.
Und wenn dann noch so ein paar alte Kernkraftwerke laufen, verlängern wir die Laufzeiten, weil das doch noch wirtschaftlicher ist, wenn die erstmal voll abgeschrieben wurden und die ungerechtfertigten Gewinne und Steuereinnahmen kommen dann “unserer” nationalen Volkswirtschaft zu gute.

Wer möchte die zu entsorgenden Brennstäbe bei sich einlagern? Wird auch locker aus den Rückstellungen bezahlt.
Wie sind die Rückstellungen angelegt? Woher kommen die Erträge? Was muss liquidiert werden?
Unternehmen, Fonds, Cash?
Zahlungsströme : Stocks and Flows …

  1. f.luebberding sagt:

12. März 2011 um 08:30

Guten Morgen. Wie gestern schon befüchtet: sie mussten den Block 1 in Fukushima 1 aufgeben. Da ist nichts mehr zu machen.

  1. f.luebberding sagt:

12. März 2011 um 08:33

gregor

Hier ging es nie darum, den Gegner in die Pfanne zu hauen. Nur zur Erinnerung:

“Eines wird deutlich: das zentrale Problem sind die AKWs, weil die Folgen eines schweren Unfalls nicht mit den üblichen Mitteln in den Griff zu bekommen wären.”

Um 10:53 Uhr.

  1. holger sagt:

12. März 2011 um 08:34

@ professore

—>>>Was mich wundert ist, dass es dort 6 Blöcke gibt und die Notstromaggregate nicht so verschaltet sind, dass im Störungsfall eines Aggregates der Notstrom von den anderen kommt.”

Nein, so ist das nicht vorgesehen. Block für Block. Ich weiß nicht ob die Generatoren separat aufgestellt sind, am besten wäre es, wenn die draußen im 40″ Container stehen würden. Mit Nottank oben drauf. Weil da wenigstens noch Be-Entlüftung und Start der Motoren gewährleistet ist. Im Gebäude, kann vieles passieren.

Dann sollte man die Verbindungen so gut wie es geht flexibel gestalten. Gerade im Erbeben Gebiet. Und und und.

Zur angesprochenen Schlamperei: Die Notstromversorgung ist ein stiefmütterliches behandeltes Gebiet. Auch in DE. Die meisten Planungsbüros packen in Ausschreibungen das Los in die Elektrikerabteilung. Das liegt daran, dass das Thema mal angesprochen wird, aber keine Sau juckts so richtig. Es gibt dort auch keinen Ausbildungsberuf. Die Dipl.Ings. falls nicht spezialisiert, stehen dann auf den Schlauch. Habe ich genug erlebt.

Wenn ich wirklich die Fachplaner schätzen soll… unter 500 in DE. Weil hier eine Versorgungssicherheit vorgegaukelt wird. Wenn zB in FFM die Lichter mal ausgehen, dann werden die Generatoren schon angehen. Nur wenn es mal zur Störung am Aggregat selber kommt, dann steht man auf dem Schlauch. Kein Fachpersonal vorhanden. Die einzige Möglichkeit war in DE, es über die BW zu erlernen. Feuerwehr und THW nicht zu vergessen. Aber das sind schon seltene Figuren.

Ich schätze in Japan, wird das gleiche Bild sein. Im Worst-Case ist das Fachpersonal nicht vorhanden.

Der Flughafen der überschwemmt worden ist, ich würde mich nicht wundern, dass die Aggregate im Keller stehen. Ist natürlich schlecht, bei einer Überschwemmung. Normalerweise gehören die auf das Dach. Jedenfalls am Meer.

@ Keynesianer

ohne Kühlung erhöht sich die Temperatur im Druck-Kessel auf bis zu 2000°C auch wenn die Reaktion nicht mehr besteht. Und wenn kein Strom da, fallen die Ventile auch aus. Und wenn die Ventile nicht mehr bedient werden können, kann man auch den Dampf nicht kontrolliert ablassen.

  1. no way out sagt:

12. März 2011 um 08:38

Dann sind die Energieversorger eben zur Finanzierung der Restrisiken der Kernkraft auszuschlachten bis auf den letzten Cent – finanzielle Zuverlässigkeit und Verantwortung – nicht mehr und nicht weniger.
Marktliberale eure Zeit ist gekommen.

  1. no way out sagt:

12. März 2011 um 08:52

@ holger

bin ausgebildeter abc-Wehrpflichtiger …

dann holen wir die Generatoren vom LKW füllen etwas Sprit z.B. E10 ein und versorgen das Land mit Strom …

Notfalls in den Baumarkt und ein paar Generatoren nachkaufen …

Vattenfall baut in Krümel wie bereits gesagt seit zwei Jahren an den ausserhäusigen Notstromaggregaten, “wirtschaftliche und technische Meisterleistungen pur”.
Was wäre wirtschaftlicher gewesen sichere Planung und Vorhaltung oder realisierte Stillstandskosten?
Nachhaltigkeit oder Kurzfristigkeit, Risiko oder Sicherheit?

  1. holger sagt:

12. März 2011 um 09:01

@ no way out

nur zB. die letzen 2 Jahre meiner Dienstzeit, war ich im Nato-Verband FlaRak (HAWK) für den Strom zuständig. Wir waren zu dritt, plus drei Wehrpflichtige. Und hätten im V-Fall den FFM Luftraum gen Osten mit überwacht. Haben wir ja so oder so ständig. Außer uns dreien gab es keinen der die Aggregate bedienen konnte. Ja, den großen ABC-SE Nachweis habe ich auch. Und bin im Sommer in der Gummisau, bei ca. 30°C im Schatten mit Dosimeter in der Hand auch der Kernschmelze fast unterlegen.

  1. holger sagt:

12. März 2011 um 09:04

@ no way out

—>>>Vattenfall baut in Krümel wie bereits gesagt seit zwei Jahren an den ausserhäusigen Notstromaggregaten, “wirtschaftliche und technische Meisterleistungen pur”.”

Ist auch nicht einfach ;-)den Deppen zu finden, der sich dafür verantwortlich fühlt. Da gibt keiner freiwillig sein Autogramm.

  1. no way out sagt:

12. März 2011 um 09:05

kleine nicht Expertenrunde :

http://de.wikipedia.org/wiki/Maschinentransformator

http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Kr%C3%BCmmel

die Lage der emergency diesel j und s

http://econtent.unm.edu/cgi-bin/showfile.exe?CISOROOT=/nuceng&CISOPTR=45&filename=32.pdf

sieht schlecht aus bei Flutung und Brand oder?

  1. f.luebberding sagt:

12. März 2011 um 09:13

http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,750479,00.html

Ohne Worte.

  1. f.luebberding sagt:

12. März 2011 um 09:22

Outer structure of building that houses reactor at Fukushima plant appears to have blown off – NHK by Reuters_TonyTharakan at 8:12 AM

  1. no way out sagt:

12. März 2011 um 09:23

@ holger

Da bin ich aberfroh, dass im V- bzw. Notfall Du mit Deinen besondern Kenntnissen und Fähigkeiten an der vordesten Front stehen wirst. Als Dein zuarbeitender Assistent freue ich mich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Jetzt gibt es aber erstmal die 15 Minuten Nato-, Kaffeepause.

  1. holger sagt:

12. März 2011 um 09:29

Lübberding

weisser Rauch, der Kessel ist wohl geplatzt. Die restlichen werden wohl auch noch folgen.

  1. Hans Hütt sagt:

12. März 2011 um 09:30

Fefe empfiehlt dieses Blog: http://allthingsnuclear.org/

  1. f.luebberding sagt:

12. März 2011 um 09:32

http://i.imgur.com/yQGkS.jpg

  1. f.luebberding sagt:

12. März 2011 um 09:33

Hans Hütt

Den hatte ich gestern schon verlinkt.

  1. holger sagt:

12. März 2011 um 09:34

@ no way out

es gibt in solchen chaotischen Situationen, nichts schlimmeres, als ein unfähige, hektische Führung. Mach mal ruhig deine Nato-Pause weiter ;-)

  1. holger sagt:

12. März 2011 um 09:35

Lübberding

schwarz ist der Diesel. Weiß ist das Wasser.

  1. f.luebberding sagt:

12. März 2011 um 09:36

Der Reaktor bricht wohl zusammen. Die Frage ist also, ob man an die anderen Blöcke noch herankommt. Ansonsten: Gnade uns Gott.

  1. f.luebberding sagt:

12. März 2011 um 09:38

Holger

Danke übrigens für Deine Beiträge. Du hast wirklich schon gestern nachmittag die Problematik der Kühlsysteme gut herausgearbeitet.

  1. f.luebberding sagt:

12. März 2011 um 09:39

http://www.twitvid.com/LICNU

  1. f.luebberding sagt:

12. März 2011 um 09:45

Gutes Foto, wenn echt:

http://twitpic.com/48pqvs

  1. holger sagt:

12. März 2011 um 09:52

Lübberding

—>>>Danke übrigens für Deine Beiträge. Du hast wirklich schon gestern nachmittag die Problematik der Kühlsysteme gut herausgearbeitet.”

Bitte. Ich konnte lang genug in diese Branche Netzersatz Einblick haben (Tochter von Caterpillar). Ich habe nun mal 5 Jobs erlernt. Ich kann mir richtig Bildlich vorstellen, was da gerade bei den Technikern abgeht. Die sind am schwitzen. Ich hoffe nur, dass die nicht der Kostenoptimierung zum Opfer gefallen sind. Wenn nicht, ich drück die Daumen. Die werden alles mögliche versuchen. Ich denke aber, die haben den Kampf verloren.

  1. Dennis sagt:

12. März 2011 um 09:58

Jetzt sieht man die ersten Livebilder vom Reaktor. Eine riesige Rauchwolke schwebt über dem Komplex. Japan hat fertig.

  1. f.luebberding sagt:

12. März 2011 um 10:02

http://www.youtube.com/watch?v=pg4uogOEUrU&feature=youtu.be

  1. Andreas Kreuz sagt:

12. März 2011 um 10:03

@holger

Muss es anstelle ‘Kostenoptimierung’
nicht Gewinnmaximimierung heißen?

Abgesehen davon,
eine solche Katastrophe war nicht im Voraus einzuplanen.

  1. professore sagt:

12. März 2011 um 10:11

@Andreas Kreuz
Abgesehen davon, eine solche Katastrophe war nicht im Voraus einzuplanen.

Das Leben in Japan ist eine Dauerkatastrophe.

“Für die Themenwoche “Im Fokus: Japan” kramt 3sat eine Reportage aus dem Jahr 2000 aus den Archiven – die leider immer noch aktuell ist. In “Sterben für die Firma – Arbeitsalltag in Japan” erkundet Thomas Euting den Mythos vom fleißigen Volk der Japaner. Der hat erschreckende Auswirkungen. Arbeitstage von über 16 Stunden zermürben ein ganzes Volk. Für den Tod durch Überarbeitung, also durch Stress ausgelöste Herzinfarkte und Schlaganfälle, gibt es sogar ein eigenes Wort: “Karoshi”. […] Umso erschreckender, als es ähnliche Verhältnisse auch schon in deutschen Firmen gibt.
http://www.weser-kurier.de/Artikel/Freizeit/TV/News/83839/Sterben+fuer+die+Firma.html

  1. Dennis sagt:

12. März 2011 um 10:13

“Abgesehen davon,
eine solche Katastrophe war nicht im Voraus einzuplanen.”

Natürlich war das einzuplanen. Ein Land, dass sonst in der Lage ist, Wolkenkratzer so zu planen, dass sie selbst bei apokalyptischen Beben nicht zusammen krachen, sollte gerade bei nuklearer Energieversorgung besonders aufpassen. Dieses Kraftwerk, so höre ich gerade, war schon als Skandalreaktor bekannt.

  1. topi sagt:

12. März 2011 um 10:19

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Tchernobyl_radiation_1996-de.svg&filetimestamp=20070206221147

Anklicken und Tokio einzeichnen.

Das kann ganz bitter ausgehen für Japan.

Jetzt heißt es, sich der Naturreligiösen Wurzeln zu erinnern und Windtänze aufzuführen.

Oder man ist wirklicher Zen-Buddhist; dann ists eh egal, ommmmm.

  1. f.luebberding sagt:

12. März 2011 um 10:19

Wer kennt sich hier mit Siedewasserreaktoren aus? Also die bauspezifische Zusammensetzung des nuklearen Materials etc. Denke, davon hängt es ab welche Folgen der Super GAU haben wird.

  1. Dennis sagt:

12. März 2011 um 10:20

Die japanische Regierung eiert wohl ziemlich rum. In den japanischen Medien wird immer noch behauptet, es sei nicht der Reaktor selbst explodiert. Die Bilder sprechen eine andere Sprache.

  1. f.luebberding sagt:

12. März 2011 um 10:20

topi

Tschernobyl war ein anderer Reaktortyp. Es kann also durchaus sein, dass die Folgen auch andere sind. Genau darum müsste es jetzt gehen.

  1. holger sagt:

12. März 2011 um 10:21

@ Andreas Kreuz

—>>>Muss es anstelle ‘Kostenoptimierung’
nicht Gewinnmaximimierung heißen?

ja könnte es auch.

—>>>Abgesehen davon,
eine solche Katastrophe war nicht im Voraus einzuplanen.

Es geht darum, dass Eventuelle Ereignis möglichst sicher über die Runde zu bekommen. Dafür ist die Notstromversorgung vorgesehen. In DE vieles über die VDE 0107/0108 geregelt. Ein Kühler, von einem 2 MW Aggregat, hat alleine Abmaße von ca. 2m*2m. Und ich weiß, dass die meisten Planer sich über die Dimensionen nicht bewusst sind.

  1. topi sagt:

12. März 2011 um 10:23

Dazu muss man ergänzen, dass sich Hunderttausende in Tschernobyl mit lächerlichen Schutzmasken auf den Reaktor stürzten, um noch Schlimmeres zu verhindern.

Die ersten Tausend davon mit sicherem Tod.

In Japan hat man vielleicht sogar tausend Schutzanzüge; in denen kann man aber nicht richtig arbeiten. Abwarten.

  1. topi sagt:

12. März 2011 um 10:26

@ fl

Kann sein; können auch schlimmer sein, wer weiß. Wir reden ja scheinbar von weiteren Blöcken, die unsteuerbar sind.

Die Japaner werden schon eine Lösung finden.
Vielleicht hielten sie sogar an einem mäßig verstrahlten Tokio fest: wirtschaftlich sicher ein Gewinn, werden uns die gleichen GroßÖkonomen ausrechnen, die ein Kernkraftwerk für ökonomisch sinnvoll halten.

  1. topi sagt:

12. März 2011 um 10:28

Dann diese Lügenfirma, Explosion nur in der Peripherie, schwer erträglich.

Die Frage ist: wer baut jetzt einen Sarkophag wie in Tschernobyl?

  1. Dennis sagt:

12. März 2011 um 10:29

Nicht vergessen: Die anderen beiden Reaktoren, deren Stromversorgung versagt hat, stehen noch. Die Frage ist, wie die Explosion nun die Arbeiten dort erschwert, oder ob dort die Notabschaltmaßnahmen erfolgreich waren.

@Frank Lübberding

Das bauliche Konstuktionsprinzip entspricht ja dem europäischem. Bin mir nicht sicher, inwieweit das schon eine Aussage über die Zusammensetzung des nuklearen Materials zulässt. Wird wohl nicht so anders aussehen, als das, was in unseren Kisten steckt… aber das ist alles uraltes Schulwissen.

  1. topi sagt:

12. März 2011 um 10:30

@ holger

Hab ich dir doch sicher vorgergesagt: der Diesel wird denen nicht ausgehen!

Dass natürlich ein Kabel zum Anschluß der herangebrachten Aggregate fehlt, ist natürlich eine Groteske.

Und was lehrt uns das? Die haben zu wenig DIN-Normen, die EU muss helfen.

  1. topi sagt:

12. März 2011 um 10:32

Die meiste Radioaktivität aus Tschernobyl stammte aus verbrennendem Graphit, wenn ich mich recht erinnere.

Wer weiß, wie es hier sein wird.

  1. Dennis sagt:

12. März 2011 um 10:34

Ich greife mal in meine Stereotyp-Schublade: Wenn einem Volk zuzutrauen wäre, opferbereit einen Sarkophag zu errichten, dann doch den Japanern. Den Sowjets gelang das nur mit totalitären Strukturen.

Sollte uns mal ein AKW um die Ohren fliegen, kann man gleich alles im Umkreis von 200 km aufgeben.

  1. skellba sagt:

12. März 2011 um 10:36

@Luebberding: so unterschiedlich sind die Siedewasserreaktoren nicht gegenüber dem RMBK, der in Tschernobyl explodiert ist. Bei beiden ist das Problem, daß die Dampfbildung im Reaktor stattfindet und damit die Kettenreaktion beeinflußt: Dampfblasen haben eine andere Adsorbtion von Neutronen als flüssiges Wasser. Wenn der Druck und oder der Wasserpegel sinkt, kann die Kettenreaktion sich verändern. Ich hoffe mal, die Kontrollstäbe sind sicher in den Reaktoren eingefahren und gehen nicht mehr raus.

Kritisch ist eine Kernschmelze auch, weil sich die Abstände zwischen den Kernbrennstäben ändern und damit auch wieder die Verhältnisse der Kettenreaktion. Und es ist schon so, daß ein Reaktor in gewisser Weise eine kontrollierte Atombombe darstellt. Wenn die Kettenreaktion einsetzt, ist im Normalbetrieb tunlichst darauf zu achten, daß nicht zuviele Neutronen erzeugt werden. Man versucht das auch über bauliche Maßnahmen zu erreichen.

  1. f.luebberding sagt:

12. März 2011 um 10:36

Dennis

Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, sind die Basis Westinghouse Reaktoren gewesen. Bin mir aber nicht sicher. Das erste Foto – mit dem schwarzen Rauch – hat ja wohl deutlich gemacht, dass hier der Diesel explodiert ist. Holger hat darauf hingewiesen. Das Problem der ganzen Planungen besteht darin, dass man bei einem GAU davon ausgeht, dass selbst bei einer Kernschmelze das Containment dafür sorgt, dass es keine Exposition nuklearen Materials gibt. Also wie in Harrisburg. Dort handelte es sich aber um einen Druckwasserreaktor. Die Folgen einer Explosion wie jetzt in Fukushima kann ich nicht beurteilen. Darüber findet man auch wenig Material. Werde später einmal im Büro in meinen alten Unterlagen nachsehen, ob ich dazu was finde.

  1. holger sagt:

12. März 2011 um 10:38

@ Topi

—>>>Hab ich dir doch sicher vorgergesagt: der Diesel wird denen nicht ausgehen!”

das habe ich auch nicht gesagt, nur wie kommt er dann in den Tank. Und wo ist der Überhaupt. Links oder rechts? Es lag gewiss auch nicht an dem Kabel. Oder an einem Stecker. die sollte man aufklemmen können. Die drei Phasen. Meine Vermutung ist, dass mal wieder am falschen Ende gespart worden ist. Auch bei Sicherheitseinrichtungen gilt in DE… der günstigste bekommt den Zuschlag. Geiz ist eben geil.

  1. skellba sagt:

12. März 2011 um 10:40

Der Graphit in Tschernobyl war nicht radioaktiv, der Rest war es. Bei einem Siedewasserreaktor ist ein Problem, daß der Dampf direkt im Reaktor erzeugt wird. Damit ist die Turbinenhalle auch radioaktiv belastet und hat auch einen direkten Kontakt mit dem Reaktor. Bei einem Druckwassersystem ist noch ein Wärmetauscher dazwischen und man kann das besser abschotten.

  1. professore sagt:

12. März 2011 um 10:41

Ich kann es nur wiederholen:

„Alle Kernkraftwerke von TEPCO waren 2002 in einen großen Skandal verwickelt. Es hat sich herausgestellt, dass über einem Zeitraum von 16 Jahren Berichte gefälscht und Inspektionen aus Kostengründen verschleppt wurden. Alle TEPCO-Kernkraftwerke wurden daraufhin heruntergefahren. Am 16. Mai 2003 war die Überprüfung beendet und die Anlage konnte erneut anlaufen.
Am 28. März 2007 berichtete das Wall Street Journal, dass TEPCO die Inbetriebnahme der Blöcke 7 und 8 um ein Jahr auf das Jahr 2013 bzw. 2014 verschoben hat. Als Grund wurde das Vertuschen eines Unfalls genannt.

(Hervorh. d. mich)
http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Fukushima_Daiichi#cite_note-9

Irgendwann geht so etwas schief.

Kapitalistische Gewinnmaximierung geht immer auf Kosten der Sicherheit (s. Deutsche Bahn).

Mich würde es überhaupt nicht wundern, wenn in Deutschland ein AKW-GAU bei einem dieser überalterten, materialermüdeten AKWs eintritt.

Deutschland ist genauso irre wie Japan.

Jeder sollte sich den Film „Sterben für die Firma“ ansehen.

Zutreffender wäre: „Sterben für den kapitalistischen Profit“.

Auch in Deutschland wir massenhaft für den Profit gestorben.

Bedingt durch psychosozialen Stress. Die Folge sind massenhafte Herzinfarkte, Schlaganfälle, Suchtkrankheiten. Etc.

Will hier aber kaum jemand wahrhaben.

  1. samy sagt:

12. März 2011 um 10:43

Aloha,

ich will nicht pietätlos erscheinen, was die Entwicklung in Japan angeht, aber wenn der Block nun wirklich in die Luft gegangen ist, welche Folgen wird das Montag an den Märkten haben?

Japan braucht nun Geld, um die Folgen zu beseitigen. Das bedeutet sie müssen Anleihen zeichnen. Weil überschuldet und nun im Mark der wirtschaftlichen Infrastruktur erschüttert, müssen sie hohe Zinsen bieten, womit sie eine Konkurrenz zu anderen Anleihezeichnern werden, wie etwa die USA. Weiterhin werden sie Anleihen verkaufen, um flüssig zu werden, auch die der USA.

Was geschieht mit den Lebensmittelpreisen, wenn Agrarland verseucht wird, insb. auch in China?
Welche Folgen hat eine Preissteigerung, insb. bei Reis, wo doch nun genug billiges Geld für Spekulationen am Markt ist und Gründe für Angebotssenkungen entstehen.

Werden asiatische Aktien fallen, welche Aktienunternehmen haben Werke in Nähe des GAU?
Worin werden Anleger flüchten, falls Aktien und Anleihen fallen? EM?

Wie gesagt, ich will nicht geschmacklos sein und drücke den Japanern die Daumen, aber der Montag kommt so oder so.

VG

Samy

PS: Na, Frau Merkel, sind AKW wirklich so sicher? Japan ist ja wohl kein 3. Welt-Land

  1. f.luebberding sagt:

12. März 2011 um 10:44

Gute Hinweise:

Es kann – nur als Vermutung – auch sein, dass letztlich der Diesel aus den Notstromaggregaten in die Luft geflogen ist. Was das nukleare Material betrifft: drei Blöcke wurden zum Zeitpunkt des Erdbebens gewartet. Wenn die Brennstäbe in den anderen relativ neu waren, kann es also durchaus sein, dass bis gestern dort erst relativ wenig radioaktives Material angefallen war. Keine Ahnung: aber vielleicht liegt hier durchaus so etwas wie Hoffnung.

  1. professore sagt:

12. März 2011 um 10:47

@samy
„ich will nicht pietätlos erscheinen, was die Entwicklung in Japan angeht, aber wenn der Block nun wirklich in die Luft gegangen ist, welche Folgen wird das Montag an den Märkten haben?“

Des einen Leid, des anderen Freud.

Schätze, dass Leute wie Strobl fleißig dabei sind, ihr Depot umzuschichten.

Siehe BP-Aktien.

  1. topi sagt:

12. März 2011 um 10:50

@ professore
“Mich würde es überhaupt nicht wundern, wenn in Deutschland ein AKW-GAU bei einem dieser überalterten, materialermüdeten AKWs eintritt.”

Mich auch nicht.
Die logische Konsequenz ist dann doch aber, mit dem Wahnnsinn Schluß zu machen, oder nicht?

In Japan dürfte es eine dramatische Ausstiegs-Diskussion geben (natürlich nicht ad hoc, aber bis 2020, könnte ich mir vorstellen).
Kinoexperten können beobachten, ob die alten Godzilla-Filme (Synonym für das Monster der unbeherrschbaren Atomschläge) ein Revival erleben werden, oder gar neue gedreht werden.

Und die Tigerenten dürften hier noch weniger gute Punkte mit ihrer Atompolitik ernten.

  1. samy sagt:

12. März 2011 um 10:52

@professore

Das wird umfangreicher. Was ist mit den Immobilienpreisen in der verseuchten Gegend, inkl. Chinesischer Küste?
Welche Big Player müssen dann weitere Werte in der Bilanz abschreiben und welche Banken, auch in Europa, haben solche Immos in den Büchern?

Kann das den von Chanos erwarteten Immo-Crash in China, insb. Küste, auslösen?

VG

Samy

  1. professore sagt:

12. März 2011 um 10:53

@topi

„Die logische Konsequenz ist dann doch aber, mit dem Wahnnsinn Schluß zu machen, oder nicht?“

Ja, vor allem mit einem ökonomischen Wahnsinnssystem namens Kapitalismus.

  1. holger sagt:

12. März 2011 um 10:57

Lübberding

—>>>Es kann – nur als Vermutung – auch sein, dass letztlich der Diesel aus den Notstromaggregaten in die Luft geflogen ist”

Nein. Da sind nur ca. 200 Liter drin. Ich denke, das waren die oberirdischen Tanks, außerhalb. Aber da muss schon sehr außergewöhnliches passiert sein, den Diesel zu entzünden. Wenn der mal brennt, brennt der. Wir haben das ja ständig geübt, solche Brände zu löschen. Es brennt ja nicht der Diesel selber, sondern die Vergasung dessen.

  1. no way out sagt:

12. März 2011 um 10:59

Wir haben doch den Super-Röttgen.
Der macht heute die Biege Richtung NRW, nachdem die Laufzeitverlängerung angeschoben ist. Danach ins Management der Energieoligarchen. Leistungsträger in Brückentechnologien egal ob rot, schwarz, gelb oder grün.
Hauptsache der Steuerzahler ohne Steuerberater zahlt die Zechen. Sind schon viele ehrliche Gesellen in den verantwortlichen Funktionen unseres Systems.

  1. holger sagt:

12. März 2011 um 11:02

so, der eine Reaktor ist eingestürzt.

  1. Klaus sagt:

12. März 2011 um 11:04

Oh Je, was wäre bei uns erst los?
Bei uns schafft man es nicht mal in 15 Jahren Planungszeit einen funktionierenden Fahrplan für einen Provinzbahnhof zusammenzustellen.
@professore
ein frommer, aber richtiger Wunsch!

  1. f.luebberding sagt:

12. März 2011 um 11:05

Für alle:

Denke in diesem Beitrag findet man eine interessante Erklärung, die eine sinnvolle Einordnung ermöglicht.

http://techyum.com/2011/03/did-a-meltdown-occur-at-fukushima-i/

Die deutschen Twitterer schreiben übrigens meistens Mist.

  1. Dennis sagt:

12. März 2011 um 11:15

Evakuierungsradius wurde gerade auf 20 km ausgeweitet.

  1. topi sagt:

12. März 2011 um 11:16

@ fl

Na dann hast du ja dein Montags-Szenario.

Den Nuklear-Absturz abwarten und dann all in, long.

  1. holger sagt:

12. März 2011 um 11:17

Auf eines wollte ich noch mal hinweisen, Wasser trennt sich ab Temperaturen von ca. 1.400°C in Sauer und Wasserstoff. Und dann gibts aber einen richtigen Wumms. Ein kleiner Funke und das “Browns” Gas macht puff.

  1. professore sagt:

12. März 2011 um 11:22

Hier sieht man die Explosion.

http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2011/03/12/International/Japan-moeglicherweise-vor-Super-GAU

  1. Nanuk sagt:

12. März 2011 um 11:22

Wie heist der Japanische Atom Minister Ka Woom.
Ikarus hat sich mal wieder selbst zerstört…
http://www.youtube.com/watch?v=_eyFiClAzq8

  1. Nanuk sagt:

12. März 2011 um 11:23

So ist das halt wenn jeder eine eigene Sonne haben will…

  1. professore sagt:

12. März 2011 um 11:24

@holger

Die Frage ist, ob die anderen drei Blöcke auch noch explodieren.

  1. samy sagt:

12. März 2011 um 11:29

@holger

Würde zu einem n-tv Interview passen, wo von einer Kühlmittelexplosion -Wasserstoff (!)- als Möglichkeit gesprochen wurde. Aber selbst wenn der eigentliche Block dann noch steht, dürften die Rettungskräfte damit neue Probleme haben.

  1. Nanuk sagt:

12. März 2011 um 11:29

Viel glück mit der Materie Mr. Octopus…
http://www.youtube.com/watch?v=ygh1-ul6E94&feature=related

  1. professore sagt:

12. März 2011 um 11:31

@Nanuk

Was zeigen die Geigerzähler an?

  1. Nanuk sagt:

12. März 2011 um 11:36

Na die hat man vorsichtshalber abgestellt….

  1. holger sagt:

12. März 2011 um 11:37

@ professore

—>>>Die Frage ist, ob die anderen drei Blöcke auch noch explodieren.”

ich denke schon. Wenn sie denn vorher in Betrieb waren.

  1. holger sagt:

12. März 2011 um 11:41

@ samy

—>>>Würde zu einem n-tv Interview passen, wo von einer Kühlmittelexplosion -Wasserstoff (!)- als Möglichkeit gesprochen wurde. Aber selbst wenn der eigentliche Block dann noch steht, dürften die Rettungskräfte damit neue Probleme haben.”

Ja, habe ich dort gehört. Und dann ist mir mein Plasmaschweissgerät wieder eingefallen. :Dca. 8000°C die Flamme. Irre. ich hatte bloß daran nicht mehr gedacht, das die Spaltung von Wasser schon bei ca. 1.400°C einsetzt. Bei dementsprechenden Druck noch darunter.

  1. skellba sagt:

12. März 2011 um 11:42

@luebberding Der Hinweis in dem verlinkten Artikel, daß ein Atomreaktor keine Atombombe ist, ist aus zwei Gründen nicht ganz korrekt: Für die Verteilung des Fallouts ist es egal, ob eine nukleare Explosion stattgefunden hat oder nur Wasserdampf den Reaktor gesprengt hat. Und natürlich wird ein Reaktor nicht in Sekundenbruchteilen explodieren wie eine Bombe. Dafür ist der Anteil an spaltbarem Material zu gering. Aber eine quasi langsame Steigerung der Neutronenproduktion mit einer Reproduktionsrate über eins führt auch zu unkontrollierten Reaktionen. Und wenn der Kern geschmolzen ist, hängt es nur vom Zufall ab, wie sich das Uran und die Moderatoren-Stoffe verteilen und ob eine kritische Reaktion eintreten kann.

  1. holger sagt:

12. März 2011 um 11:43

@ samy

—>>> wo von einer Kühlmittelexplosion -Wasserstoff (!)”

Kühlmittel Wasserstoff ist Blödsinn. Da kaum speicherbar. Eben hochflüchtig.

  1. professore sagt:

12. März 2011 um 11:48

… In der Nacht fielen auch im AKW Fukushima 2 die Kühlsysteme aus.

  1. topi sagt:

12. März 2011 um 11:50

Jetzt Japaner bei Phoenix.

I also Kerngeschmolzen, II nicht mehr kühlbar, scheint eine Frage der Zeit.

  1. Vampyropoda sagt:

12. März 2011 um 11:53

Eisbären sind tot lang leben die Octopoda!

  1. holger sagt:

12. März 2011 um 11:54

Nur mal so nebenbei.

— Brownsgas wurde von dem gleichnamigen Erfinder, Prof. Yull Brown, in den 60er Jahren entdeckt [1] . Das Gas besteht im Allgemeinen aus einem stöchiometischen Gemisch von Wasserstoff und Sauerstoff und wird „onboard“ per Elektrolyse in einer Reaktionskammer erzeugt. Also eine ausreichende Gasmenge um einen Schweißbrenner in Echtzeit zu betreiben. Deshalb benötigt man bei diesem Schweißgerät auch keine Druckflaschen, sondern nur destiliertes Wasser in der Reaktionskammer. Bei der Elektrolyse soll ein metastabiler Zustand des Wasserstoffs geschaffen werden, welcher dauerhaft monoatomar bestehen soll. Bei der Verbrennung kollabiert dieser wieder zu seiner diatomaren Form in einer Art Implosionsreaktion. In der Tat zeigen sich beim Schweißen sehr ungewöhnliche Eigenschaften… So ergeben sich exotische Verbindungen aus Materialien die in der normalen Schweißtechnik für undenkbar gelten.
Im Weiteren kommt es kaum zu einer ernsthaften Verbrennung bei kurzer Berührung der Flamme mit lebendem Gewebe. Eine Acetylenflamme würde hier eine deutlich andersartige Wirkung zeigen. Jedoch sublimiert eine Wolframelektrode (Siedepunkt 5660 Grad!) schon nach kurzer Zeit in dem Flammenstrahl und Steine werden hellgelb glühend und tropfen nach kurzer Zeit weg.
Hier eine Bilderreihe von unseren selbst gefertigten kleinen „Schweißkunstwerken” —

http://www.rafoeg.de/index.php/seite/10,Forschungsprojekte/40,Brownsgas/Brownsgas.html

  1. professore sagt:

12. März 2011 um 11:55

@skellba

Richtig.

Entscheidend ist, wie viel Radioaktivität freigesetzt wurde und noch freigesetzt wird.

Und ein Teil dieser Radioaktivität wird auf jeden Fall(!) auch hier in Europa ankommen.

Siehe Erfahrungen mit oberirdischen Atomwaffenversuchen.

Wer etwas anderes behauptet, der lügt und betreibt Ver*rschung.

  1. holger sagt:

12. März 2011 um 12:03

Es sieht tatsächlich bei der “Explosion” so aus, dass vorher eine Implosion erfolgt wäre. Wahnsinn. einfach so weg.

  1. f.luebberding sagt:

12. März 2011 um 12:11

“12:05Beamte der japanischen Atomsicherheitsbehörde glauben nicht, dass es am Gehäuse des Reaktors Nummer 1 im Kernkraftwerk Fukushima Eins zu ernsten Schäden gekommen ist. Zu dieser Einschätzung seien sie nach Prüfung jüngster Radioaktivitätswerte nach der Explosion vom Nachmittag (Ortszeit) gekommen, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo.”

Zeit online

  1. topi sagt:

12. März 2011 um 12:20

“12:05Beamte der japanischen Atomsicherheitsbehörde glauben nicht, dass es am Gehäuse des Reaktors Nummer 1 im Kernkraftwerk Fukushima Eins zu ernsten Schäden gekommen ist. Zu dieser Einschätzung seien sie nach Prüfung jüngster Radioaktivitätswerte nach der Explosion vom Nachmittag (Ortszeit) gekommen, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo.”

Warum auch solche Petitessen wie ein geripptes Gehäuse in die Betrachtung einbeziehen?

Schließlich sind Finanzmärkte auch risikoberechnet.

  1. Vampyropoda sagt:

12. März 2011 um 12:26

@fl
Allgemeine Gesetzmäßigkeiten nach “Murphys Gesetz” [Bearbeiten]

1. Wenn etwas schiefgehen kann, dann geht es schief.

2. Wenn etwas auf verschiedene Arten schiefgehen kann, dann geht es immer auf die Art schief, die am meisten Schaden verursacht.

3. Hat man alle Möglichkeiten ausgeschlossen, bei denen etwas schiefgehen kann, eröffnet sich sofort eine neue Möglichkeit.

4. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmtes Ereignis eintritt, ist umgekehrt proportional zu seiner Erwünschtheit.

5. Früher oder später wird die schlimmstmögliche Verkettung von Umständen eintreten.

6. Wenn etwas zu gut erscheint, um wahr zu sein, ist es das wahrscheinlich auch.

7. Wenn etwas nicht schiefgegangen zu sein scheint, dann wurde der Fehler lediglich noch nicht entdeckt, wodurch alles nur noch schlimmer wird.

8. Geht etwas nicht schief, so tritt sofort Regel 1 in Kraft.

Thats life

  1. professore sagt:

12. März 2011 um 12:26

Die toppen noch “Chemie-Ali”.

  1. frau aus der mitte sagt:

12. März 2011 um 12:27

“Kernschmelze in japanischem AKW bestätigt

Die japanischen Behörden haben offiziell bestätigt, dass es im AKW Fukushima eine Kernschmelze gegeben hat. Das berichtet ARD-Korrespondent Hetkämper.”

tagesschau

  1. f.luebberding sagt:

12. März 2011 um 12:27

“Kernschmelze in japanischem AKW bestätigt.

Die japanischen Behörden haben offiziell bestätigt, dass es im AKW Fukushima eine Kernschmelze gegeben hat. Das berichtet ARD-Korrespondent Hetkämper.”

  1. topi sagt:

12. März 2011 um 12:43

So ein Doppelposting kann schon mal vorkommen.

Aber wieso hast du noch einen Zweitnick, Frank? ;-)

  1. f.luebberding sagt:

12. März 2011 um 12:44

Es gibt hier eben tolle Kommentatoren.

  1. frau aus der mitte sagt:

12. März 2011 um 12:50

“Es gibt hier eben tolle Kommentatoren.”

Wohl wahr, wohl war :)

  1. Vampyropoda sagt:

12. März 2011 um 12:52

Der Geigerzähler scheint! noch zu Funktionieren…
http://www.atom-moc.pref.fukushima.jp/dynamic/GH0402-0011.gif

  1. Vampyropoda sagt:

12. März 2011 um 12:53

Ich sagte ja ablandiger Wind…

  1. Vampyropoda sagt:

12. März 2011 um 13:02

Die Messungen bestätigen auch was der Minister sagt…

  1. samy sagt:

12. März 2011 um 13:04

Unglaublich alles…

Die drittgrößte Volkswirtschaft der Erde muß in nächster Zeit in Teilen, ja was eigentlich?
Geographisch eine vollkomen neu ausgerichtete Infrastruktur verpasst bekommen? Das bei der total überschuldeten westlichen Welt? Wer soll die Anleihen zeichnen?
Wer soll das bezahlen? Was ist mit Lebensmittelpreisen oder den Immobilienpreisen an der chinesischen Küste, wenn die Wolke die Küste einsaut?

Und dann der ganze beschissene Steven-King-Horror, den die Japaner nun über sich ergehen lassen müssen.

@Holger
Vielleicht haben die Löschmittel bzw. Kühlmittel bei derart hohen Temperaturen unerwartet Wasserstoff ausgebildet. Das sah jedenfalls nach nem großen Knall aus

VG

  1. samy sagt:

12. März 2011 um 13:06

@holger
n-tv berichtet gerade, dass das wirlich eine unerwartete Reaktion des Löschmittel war. Nur eine Lüge um Panik zu vermeiden?

  1. Vampyropoda sagt:

12. März 2011 um 13:06

Der Reaktor ist jetzt Luftgekühlt…

  1. Vampyropoda sagt:

12. März 2011 um 13:07

@samy
Das Kühlmittel ist Wasser.

  1. Vampyropoda sagt:

12. März 2011 um 13:08

Jetzt Luft…

  1. samy sagt:

12. März 2011 um 13:11

@Vampyropoda
Optimist, gell?
:-)

  1. Vampyropoda sagt:

12. März 2011 um 13:13

Ne realist…

  1. holger sagt:

12. März 2011 um 13:16

@ samy

—>>>n-tv berichtet gerade, dass das wirlich eine unerwartete Reaktion des Löschmittel war.”

da gibts dann kein Löschmittel mehr. Ab bestimmten Temperaturen, ach… ist schon irre.

@ Nanuk

Das Kühlmittel war mal Wasser

  1. topi sagt:

12. März 2011 um 13:17

Kühlmittel ist jetzt Meerwasser, Brennstäbe liegen unter dem Meeresspiegel.

Hammer, kontrollierte Hüllensprengung als Notkühlungssystem??

  1. Vampyropoda sagt:

12. März 2011 um 13:21

“Hammer, kontrollierte Hüllensprengung als Notkühlungssystem??”

Tja jetzt heist es hoffen das die Reation durch das Meerwasser so weit runter gefahren ist das man das Ding abreissen kann…

  1. professore sagt:

12. März 2011 um 13:21

@holger

Wie hoch ist die Zündtemperatur, damit Wasser brennt?

  1. f.luebberding sagt:

12. März 2011 um 13:22

“13:04 Mehrere Korrespondenten in Japan bestätigen über Twitter, dass Regierungssprecher Yukio Edano in seiner Ansprach gesagt habe, dass durch die Explosion im Atomkraftwerk in Fukushima die innere Reaktorhülle nicht beschädigt worden sei. Die Strahlung soll durch die Explosion nicht gestiegen sein, heißt es weiter. (sh)”

Zeit online

Nur zur Illustration den schematischen Aufbau eines Siedewasserreaktors.

http://de.academic.ru/pictures/dewiki/115/9c7ee865aecbabd3283168aff5c522ce.png

Ob sie lügen? Nach meinem Eindruck sagen sie vielleicht auch nur nicht die Wahrheit.

  1. Vampyropoda sagt:

12. März 2011 um 13:25

“Die Strahlung soll durch die Explosion nicht gestiegen sein, heißt es weiter.”

Das hat der garnicht gesagt… sondern sie sei kurz angestiegen…

  1. samy sagt:

12. März 2011 um 13:26

@f.luebberding

Wenn dieser Wums IN dem Gebäude den Reaktorkern nicht beschädigt hat, ja dann weiß ich auch nicht.

Selbst wenn, es dürfte das Problem nicht gelöst haben und die Löschmannschaft muss sich neu organisieren und neues Gerät ranschaffen und das kostet Zeit, die niemand hat…

  1. topi sagt:

12. März 2011 um 13:26

“Tja jetzt heist es hoffen das die Reation durch das Meerwasser so weit runter gefahren ist das man das Ding abreissen kann…”

Wenn wirklich Meerwasser die Brennstäbe umspült, dürfte Kühlung nun kein Thema mehr sein; ist ja kein kleiner See, der von Lava geflutet wird, da kann schon mal das Feuer gegen das Wasser gewinnen.

Wenn es denn so sein sollte, doch ein geniales Konzept.

Wenn die Hülle im A.imer ist, ist es eh ziemlich blöd gelaufen. Machen wir doch das Beste draus, setzen die Brennstäbe unter den Meeresspiegel und bauen vielleicht noch sollbruchstellen zur Flutung ein, dann habenb wir ein sauberes (naja, mals sehen, was die Fische sagen) Notkühlsystem.

  1. Vampyropoda sagt:

12. März 2011 um 13:29

@Samy
Das ist nicht Tschernobyl das geht bei den Reaktoren nicht.
Trotzdem bin ich gegen Kernkraft…

  1. Vampyropoda sagt:

12. März 2011 um 13:30

Tschernobyl konnte man nicht “löschen”.

  1. professore sagt:

12. März 2011 um 13:34

@topi

Wenn es so einfach wäre, dann könnte man den Atommüll einfach ins Meer kippen. Aber das Zeug strahlt weiter.
Atomar verseuchtes Wasser verdunstet und wird abgeregnet.
Geht in die Nahrungskette. Etc.

  1. holger sagt:

12. März 2011 um 13:35

@ professore

—>>>Wie hoch ist die Zündtemperatur, damit Wasser brennt?”

geht hier um “Browns Gas”. da reicht ein kleiner elektrische Funke. Ansonsten brennt Wasser so ab 1.400°C

@ All Wasserkühlung im Meer

erstmal wird/wurde das Dingen von Meerwasser gekühlt. Und zweitens, packt das Zeugs keiner an.

  1. topi sagt:

12. März 2011 um 13:39

@ professore

“Wenn es so einfach wäre, dann könnte man den Atommüll einfach ins Meer kippen. Aber das Zeug strahlt weiter.
Atomar verseuchtes Wasser verdunstet und wird abgeregnet.
Geht in die Nahrungskette. Etc.”

Äh, nein.

Es geht um die Verhinderung weiterer unkontrollierter Kettenreaktionen, dafür die Kühlung.

Natürlich ist das ein Unfall mit erheblicher Freisetzung von Radioaktivität, das lässt sich nun nicht mehr verhindern.
Aber das Ausmaß der Freisetzung könnte durch rasche Kühlung reduziert werden.

  1. holger sagt:

12. März 2011 um 13:39

@ professore

einfach nur den glühenden/brennenden Eiswürfel im Induktionsfeld abspieln.

http://www.huettinger.com/ueberuns/mediathek.html

  1. Vampyropoda sagt:

12. März 2011 um 13:45

@wgnx
Steh Montag lieber früher auf als sonst deine EON werden zerfetzt am Montag… Moralisches Handeln zahlt sich halt doch aus.
In the long run.

  1. f.luebberding sagt:

12. März 2011 um 13:52

Nur zur ARD Meldung. Die rudern zwar etwas zurück, aber Hetkämper bezieht sich wohl auf Informationen der japanischen Atomenergiekommission – und nicht auf die Pressekonferenz der Regierung. Das könnte entweder auf fehlende Koordinierung oder auf massive Meinungsunterschiede über die Informationspolitik hinweisen.

  1. Vampyropoda sagt:

12. März 2011 um 13:54

@fl
Das kann auch ein Übersetzungsfehler sein…

  1. hilarioususername sagt:

12. März 2011 um 13:57

Gibt es irgendwo eine Info darüber, wie der Reaktor zum Zeitpunkt der Notabschaltung gefahren wurde?

Zehn, fünfzig oder 90 Prozent?

Ist doch wichtig.

@ Tschernobyl:
Der Fallout in T. fiel auch deshalb so verheerend aus, weil die Kuppel weggesprengt worden war und der Rauch extrem heiss war.
So konnte der Mist sehr hoch steigen und sehr weit verwehen.

  1. Gast sagt:

12. März 2011 um 14:04

@Vampyropoda

einfach mit google übersetzen:

人民網312日電 日本核安全局官員12日清晨透露,福島核電站附近放射性輻射強度已超過正常標準1000倍以上。與此同時,這座核電站開始洩露放射性物質。此前,日本東北部發生的8.9級特大地震造成福島核電站控制系統供電中斷,核反應爐冷卻系統被迫停止工作。

此前,日本核安全局決定釋放反應堆中含有少量放射性氣體的蒸汽,從而減輕系統壓力,防止發生更嚴重事故。當地官員稱,反應堆蒸汽中含有的少量放射性物質,不會對環境和人類健康造成威脅。可是,由於電力供應嚴重不正常,上述緊急減壓活動遲遲未能展開。
http://big5.china.com.cn/international/zhuanti/2011-03/12/content_22115573.htm

  1. Vampyropoda sagt:

12. März 2011 um 14:06

Nicht verzagen Japaner fragen…
http://www.ustream.tv/channel/yokosonews#utm_campaign=twitter.com&utm_source=3652476&utm_medium=social

  1. hilarioususername sagt:

12. März 2011 um 14:06

Etwas älter.

Passt aber:
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-03/goenner-greenpeace-anzeige

Furchtbar,die Frau.

  1. Gast sagt:

12. März 2011 um 14:06

Xinhua People’s Daily March 12 early morning of 12 Japanese Nuclear Safety Administration officials said the intensity of radioactive radiation near the Fukushima nuclear power plant has more than 1,000 times the normal standard. At the same time, this nuclear power plant began to leak radioactive material. Previously, northeastern Japan 8.9 earthquake occurred in Fukushima nuclear power plant control system caused by power interruption, the nuclear reactor cooling system was forced to stop working.

Earlier, Japan’s Nuclear Safety Administration decided to release a small amount of radioactive gas in the reactor steam, thereby reducing system pressure to prevent more serious accidents. Local officials said the reactor contains a small amount of radioactive steam in the material, not on the environment and human health threat. However, due to serious irregular electricity supply, the “emergency relief activities,” the delay started.

  1. topi sagt:

12. März 2011 um 14:10

Röttgen sagt, heute ist kein Tag für politische, gar parteipolitische Diskussionen, an denen möchte er sich nicht beteiligen.

Aber vorher lässt er ziemlich deutlich durchblicken, dass die japanischen Kraftwerke als sehr sicher galten und man genau untersuchen muss, was dass nun bedeutet.

Typischer Röttgen: einerseits muss er auf Linie bleiben, um sich nicht innerparteilich zu verbrennen, andererseits arbeitet er an seiner Kandidatur zum Schwarz-Grünen Kanzler 2017. :roll:

  1. thorsten sagt:

12. März 2011 um 14:23

Noriyuki SHIKATA (Director of Global Communications at Prime Minister’s Office of Japan) twittert.

http://twitter.com/#!/norishikata

  1. hilarioususername sagt:

12. März 2011 um 14:29

# Es ist doch wissenschaftlich unredlich, Fukushima nicht als das zu bezeichnen, was es war, nämlich eine Naturkastrophe. Wer da jetzt schon wieder eiligst sein parteipolitisches Anti-Atom-Süppchen daran kochen will,
statt alle Kraft einzusetzen, den Betroffenen Hilfe zukommen zu lassen, stellt sich doch selbst ins Abseits.
# Deutsche Kernkraftwerke sind sicher. Unsere Ingenieure haben jedes unvorhersehbare Ereignis im Rahmen der wirtschaftlichen Verträglichkeit berücksichtigt. Noch mehr vermeintliche Störfallsicherheit und hinreichende Versorgungssicherheit sind unvereinbar.
# Eine Brücke ist dazu da, Flüsse, Seen, ja sogar Meere trockenen Fußes zu überqueren. Außer Jesus ist das noch niemandem ohne Brückentechnologie gelungen.
# Die Rente ist sicher, die Spareinlagen sind sicher, der Euro ist sicher, alles in Deutschland ist sicher. Das ist seit Karl dem Großen so. Mindestens.
# Fukushima ist eine absolute Ausnahme, ein bedauerlicher Einzelfall, aber ein Einzelfall. Mann kann doch nicht wegen eines faulen Apfels gleich den ganzen Korb wegwerfen.
# Ich habe noch gestern Abend eine Kommission berufen, mit dem Auftrag, die in den letzten hundert Jahren an deutschen Küsten aufgelaufenen Tsunamis und deren Zerstörungskraft im Hinblick auf die Sicherheit von Stade, Biblis und Ohu zu untersuchen. Wie ich soeben aus den Reihen der Kommission höre, besteht eine derartige Gefahr in Deutschland nicht.
# Physiker wissen, dass alles auf der Welt aus Atomen besteht. Warum also sollten sie Angst davor haben?

http://www.egon-w-kreutzer.de/

  1. Vampyropoda sagt:

12. März 2011 um 14:35

“Deutsche Kernkraftwerke sind sicher. Unsere Ingenieure haben jedes unvorhersehbare Ereignis im Rahmen der wirtschaftlichen Verträglichkeit berücksichtigt.”

Im Rahmen der Wirtschaftlichen verträglichkeit ist das Problem bei Kernkraftwerken.Die habt ihr nämlich selbst bezahlt und die Gewinne gehen an die Aktionäre.Hinzu kommt das ihr für schäden auch noch bezahlen dürft.

Wer keine ahnung von Wirtschaft hat findet auch Kernkraftwerke super.

Hinzu kommt das der Wirtschaftliche Verträglichkeit keine Naturkonstante ist…

  1. Vampyropoda sagt:

12. März 2011 um 14:39

http://www.youtube.com/watch?v=QHVrE1NTgxI

in den usa kommt man da auch langsam drauf…

  1. hilarioususername sagt:

12. März 2011 um 14:49

Ein weiteres Nachbeben Stärke 6.

Irgend jemand scheint es ihnen richtig übelst besorgen zu wollen.

Da helfen nur noch Jungfrauenopfer.

  1. Frankie Bernankie sagt:

12. März 2011 um 16:42

@no way out

“Hauptsache der Steuerzahler ohne Steuerberater zahlt die Zechen. Sind schon viele ehrliche Gesellen in den verantwortlichen Funktionen unseres Systems.”

Also auf gehts, marschieren!
They have the plant but we have the power!

http://www.youtube.com/watch?v=ZzzbRXtkkjY

  1. topi sagt:

12. März 2011 um 16:49

Puh, die vorher/nachher-Aufnahmen aus dem japanischen Fernsehen sehen jetzt doch stark nach Sumatra aus.

  1. topi sagt:

12. März 2011 um 17:02

Holzhaus bleibt eben Holzhaus; sehr schon, aber wenig Tsunami-geeignet.

Wird jetzt in Folge nicht nur Erdbeben-, sondern auch Tsunami-sicher gebaut?

  1. Gast sagt:

12. März 2011 um 17:53

@hilarioususername

# Es ist doch wissenschaftlich unredlich, Fukushima nicht als das zu bezeichnen, was es war, nämlich eine Naturkastrophe.

In Japan gab es in der Vergangenheit regelmässig Erdbeben.

Sieh mal hier:

Five-story Pagodas: Why Can’t Earthquakes Knock Them Down?
Wisdom from the Distant Past
Japan is famous for its old wooden buildings. Some, which we could call ancient ” high-rises,” are five-story pagodas at major temples in places like Kyoto and Nara. Stupas were first built in India to enshrine remains or relics of the Buddha. The custom of building stupas was transmitted via China and the Korean peninsula to Japan. There, more than 1,300 years ago, the shape became the distinctive five-story pagoda. Earthquakes occur frequently in Japan, but five-story pagodas keep standing, as beautiful today as they were centuries ago.

http://web-japan.org/nipponia/nipponia33/en/topic/

Vielleicht sind wir in der Moderne einfach nur gierig geworden und vergessen darüber die Risiken in unserem Handeln. Oder noch schlimmer, wir sind inzwischen völlig verdummt und streiten schlichtweg die Konsequenzen unseres Handelns mit dem Verweis es sei eine Naturkastrophe ab?

  1. professore sagt:

12. März 2011 um 17:54

@holger

Eine Frage an den Experten:

Nehmen wir an, wir hätten im militärischen Bereich einen vergleichbaren Fall mit Bedarf an mobiler Stromerzeugung. Wie lange würde es ungefähr dauern, Generatorenfahrzeuge mit Lastenhubschraubern 200 – 300 km zu transportieren und dort anzuschließen?

Je länger ich über den Sachverhalt nachdenke, umso unglaubwürdiger wird er.

Da muss es doch Notfallvorkehrungen für den Fall gegeben haben, dass sowohl der Strom ausfällt und auch ein Notstromaggregat nicht funktioniert. Damit muss man doch in einem Gebiet mit hoher Erdbebengefahr rechnen.

Das ist doch keineswegs ein unwahrscheinliches Szenario. Und bei einem AKW sind doch höchste Sicherheitsstandards angezeigt mit mehrfacher Absicherung.

Die Story soll glauben, wer will, ich habe da meine Zweifel.

  1. tourist sagt:

12. März 2011 um 17:54

@hilarioususername

# Es ist doch wissenschaftlich unredlich, Fukushima nicht als das zu bezeichnen, was es war, nämlich eine Naturkastrophe.

In Japan gab es in der Vergangenheit regelmässig Erdbeben.

Five-story Pagodas: Why Can’t Earthquakes Knock Them Down?
Wisdom from the Distant Past
Japan is famous for its old wooden buildings. Some, which we could call ancient ” high-rises,” are five-story pagodas at major temples in places like Kyoto and Nara. Stupas were first built in India to enshrine remains or relics of the Buddha. The custom of building stupas was transmitted via China and the Korean peninsula to Japan. There, more than 1,300 years ago, the shape became the distinctive five-story pagoda. Earthquakes occur frequently in Japan, but five-story pagodas keep standing, as beautiful today as they were centuries ago.

http://web-japan.org

Vielleicht sind wir in der Moderne einfach nur gierig geworden und vergessen darüber die Risiken in unserem Handeln. Oder noch schlimmer, wir sind inzwischen völlig verdummt und streiten schlichtweg die Konsequenzen unseres Handelns mit dem Verweis es sei eine Naturkastrophe ab?

  1. hilarioususername sagt:

12. März 2011 um 18:04

“Also auf gehts, marschieren!”

Da sagst Du was.
Auf der letzten Groß-Demo in Gorleben war eher wenig los.
Es war zwar von Jung bis Alt sehr durchmischt, aber viel zu wenig.

Die Leute wollen nicht.

  1. someone sagt:

12. März 2011 um 18:04

“Nehmen wir an, wir hätten im militärischen Bereich einen vergleichbaren Fall mit Bedarf an mobiler Stromerzeugung. Wie lange würde es ungefähr dauern, Generatorenfahrzeuge mit Lastenhubschraubern 200 – 300 km zu transportieren und dort anzuschließen?”

Seitdem alles betriebswirtschaftlich optimiert ist und die Armeen sich auf Expeditionseinstätze und nicht mehr auf Landesverteidigung konzentrieren, wahrscheinlich lange.

Getreu dem Motto: “Mist, der A400M wird schon wieder teurer?- Na, dann lass uns doch Fuhrpark leasen!”

  1. topi sagt:

12. März 2011 um 18:05

Tschernobyl
Phoenix zeigt die “Bio-Roboter”, die nach Ausfall der Roboter die Graphitteile in den Reaktor schaufeln.

Mit selbst gebastelten Bleischürzen.

  1. topi sagt:

12. März 2011 um 18:10

@ ürfessore

Den Tsunami hast du aber schon mitgekriegt, oder?

Ich halte es für sehr gut möglich, dass der Kraftwerksbetreiber, als Lügner bekannt, sich einen Dreck um SIcherheitsvorkehrungen gekümmert hat.

Da war eben noch ein ANschluß da, schiß doch drauf, wenn es dafür keine Stecker gibt.

Jeder Ossi hätte natürlich einfach die Drähte zusammengeknüppert, aber kann sein, dass im hochtechnologisierten Japan dies keiner mehr kann.

  1. Andreas Kreuz sagt:

12. März 2011 um 18:13

@professore

Möglicherweise gibt es kein mobiles Stromaggregat,
das den Anlaufstrom der stationären Kühlmittelpumpen aufbringen kann?

Ich halte das für sehr wahrscheinlich.

  1. professore sagt:

12. März 2011 um 18:31

@topi
Ich halte es für sehr gut möglich, dass der Kraftwerksbetreiber, als Lügner bekannt, sich einen Dreck um SIcherheitsvorkehrungen gekümmert hat.

Auch dies wäre ein massenmörderisches Verbrechen durch Unterlassen.

@Andreas Kreuz
„Möglicherweise gibt es kein mobiles Stromaggregat, das den Anlaufstrom der stationären Kühlmittelpumpen aufbringen kann?“

Möglich, aber dafür gibt es die Akkus.

  1. hilarioususername sagt:

12. März 2011 um 18:36

http://www.titanic-magazin.de/uploads/pics/japan-gerettet_01.jpg

  1. holger sagt:

12. März 2011 um 18:37

@ dottore

—>>>Eine Frage an den Experten:

Nehmen wir an, wir hätten im militärischen Bereich einen vergleichbaren Fall mit Bedarf an mobiler Stromerzeugung. Wie lange würde es ungefähr dauern, Generatorenfahrzeuge mit Lastenhubschraubern 200 – 300 km zu transportieren und dort anzuschließen?”

Das anschließen sollte gar kein Problem sein. Da klemmt man die kabel einfach nur auf die Schienen L1 L2 L3 auf. Ist auch besser so.

Nur in diesem Fall, sind es ja keine “Baumarkt” Generatoren. Die man mal so eben von links nach rechts transportieren kann. Ich sage es mal so, die Verfügbarkeit dieser Dinger muss gegeben sein. Selbst wenn du 20 kleinere dahin schaffen kannst, müssen die parallel mit einander laufen können. Und somit über die Steuerung verfügen.

Viele denken… ah o.k. da gibts genug, und die lassen wir mal laufen. ne ne. Ist schon “kompliziert”. Wenn man damit aber noch nix zu tun hatte, sieht es einfach aus. Denn Strom ist ja Strom.

  1. holger sagt:

12. März 2011 um 18:43

@ professore

glaubs mir bitte. Auch Akkus, können nicht so einfach mal angeschraubt werden. Die Akkus in so einen Kraftwerk, haben ein Volumen, wie ein EFH mit 120m² Wohnfläche. Wir reden ja nicht über den Lichtstrom. Sondern über den Drehstrom. Komplett verschieden paar Schuhe. Was meinst du wie viel Ampere gezogen werden, um überhaupt die Pumpen zum Laufen zu bringen. Dieses Drehmoment, ist das Problem. danach, wenn die laufen Peanuts.

  1. holger sagt:

12. März 2011 um 18:50

@ professore

ich kenn diese Schwachmaten. Dann sagt man: Ey, für diesen Stromkreis wäre auch noch ein Gerät nötig.

Nene, zu TEUER.

  1. professore sagt:

12. März 2011 um 18:51

@holger

Soweit ich es gelesen habe, liefen die Pumpen zunächst über die Akkus.

Und ein hocherdbebengefährtdendes High-Tech-Land ohne entsprechende mobile Stromaggregate?

  1. holger sagt:

12. März 2011 um 18:55

@ professore

—>>>Und ein hocherdbebengefährtdendes High-Tech-Land ohne entsprechende mobile Stromaggregate?”

Yep. Wo ich gelesen hatte, irgendwo ganz oben im Thread, die Pumpen laufen über die USV (Akku) wusste ich, jetzt ist es vorbei.

Ähnliches würde in DE sich abspielen.

  1. holger sagt:

12. März 2011 um 18:58

hier ist er professore

http://www.weissgarnix.de/2011/03/11/japan-ist-nicht-haiti/#comment-104590

  1. holger sagt:

12. März 2011 um 19:06

auch hatte ich weiter oben geschrieben, dass das Thema Netzersatz, stiefmütterlich behandelt wird. Erst wenn es “knallt”, stehen die Herrschaften dumm da. Und dann gibts meistens nix auf die schnelle.

  1. holger sagt:

12. März 2011 um 19:10

Kannst ja gerne mal meine Ex-Kollegen anrufen

—>>> http://www.fgwilson.com/

  1. topi sagt:

12. März 2011 um 19:19

“Ähnliches würde in DE sich abspielen.”

So siehts aus.

Die Tigerenten üben sich in Schadensbegrenzung, vor den anstehenden Wahlen.
Unsere Physiker-Chef-Maus will die SIcherheitsvorkehrungen der deutschen Meiler überprüfen.

na dann los, dann stehen die Teile wieder jahrelang still, wenn man es ernst meint.
Und lässt dann vielleicht wenigstens die uralten Schrottteile gleich vom Netz.

  1. holger sagt:

12. März 2011 um 19:33

Es mag sich lächerlich anhören:

Das Mobilfunknetz von Vodafon, ist besser abgesichert, als jedes AKW.

  1. enrico sagt:

12. März 2011 um 19:44

Wer Waffen herstellt, oder verkauft,oder dies zulässt, muss sich nicht über Krieg und Waffengewalt wundern. (siehe Libyen)
Wer Kernkraftwerke herstellt,oder verkauft, propagiert, oder dies zulässt, muss sich nicht über nukleare Katastrophen und all deren Spätfolgen wundern.

Vor allem dürfen diese sich aber nun nicht mehr über diejenigen wundern, die sich, ab sofort, auch mit robusteren Mitteln wehren könnten.

Was muss denn noch geschehen?
War schon bei Wyhl dabei und heute auch bei der Neckarwestheim-Kette. Mein Gott wie schaffen wir es nur, uns von dieser weltweiten, hinterhältigen Macht der Ignoranz befreien zu können? Leider halfen uns die Grünen gegen die Nuklearmafia lediglich so gut, wie Bier gegen Malaria hilft.

  1. poppi sagt:

12. März 2011 um 19:54

als im guardian liest sich das jetzt gerade so, also ob die gefürchtete katastrophe verhindert werden konnte.

http://www.guardian.co.uk/world/2011/mar/12/japan-nuclear-meltdown-fukushima-reactor

  1. Andreas Kreuz sagt:

12. März 2011 um 19:57

Die Diskussion sollte sich trotzdem besser auf einer sachlichen Ebene bewegen.

Vor 50 Jahren bestand weitgehender Konsens, dass die gesteuerte Kernspaltung auf Dauer (fast) alle Energieprobleme lösen könnte.

Forschung und Aufbau aus vielen Steuergeldern,
Gewinne danach zum größten Teil in private Hände.

Das Grundübel bestand von Anfang an,
daran hat sich auch nichts geändert.

Ich schrub weiter oben schon
- Gewinnmaximierung heißt das Zauberwort.

Soll niemand (um nicht zu schreiben – keiner ;-)) sagen – wir wußten von nichts.

Nun liegt der Hase im Pfeffer, da hilft es auch nichts, das Kind mit dem Bade drüber zu schütten.

Forschung ist ein gewaltiger Kostenfaktor.

Ob zur Grundversorgung oder für die Mobilität,
erst werden alle Wiesen abgegrast bis auf den Grund.
Ohne diese Methode läuft nichts.

Und wenn gar nichts mehr geht,
die Zitronenpresse funktioniert jetzt hydraulisch…. ;-)

Nichts anderes
wird doch hier im Blog ausführlich diskutiert.

  1. poppi sagt:

12. März 2011 um 20:04

… das steht aber auch einschränked im zitierten artikel :

Despite the revelation that caesium had been detected, Japanese officials still claim the reactor’s container had not been damaged and that radiation levels had started to fall. However, the Japanese nuclear industry has a bad reputation for owning up to accidents and many observers remain cautious about accepting these claims too quickly.

  1. professore sagt:

12. März 2011 um 20:11

AKW-Betreiber Tepco
Die Vertuschungsfirma

http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,750572,00.html

  1. skellba sagt:

12. März 2011 um 20:48

Hab’ mir gerade mal wieder das Tschernobyl Desaster zu Gemüthe geführt, Wikipedia macht’s möglich. Sowohl die deutsche wie die englische Fassung sind sehr ausführlich und lesenswert. Ein Aspekt war damals sicherlich, daß die Anlage zu Testzwecken in einer Art und Weise betrieben wurde, wie es nie vorgesehen war.

Vielleicht war das in Japan auch der Fall im Kraftwerk. Vielleicht hat es vor dem Beben einen Test des Notfallsystems gegeben und der Stand des Diesels in den Tanks war sehr niedrig. Das würde erklären, daß die Notgeneratoren nur eine Stunde liefen. Oder man hat mit dem Wiederauftanken gezögert, weil die Kraftstoffpreise so hoch sind. Da gibt es viele, viele Möglichkeiten, was so alles schiefgehen kann.

  1. f.luebberding sagt:

12. März 2011 um 21:25

Eine gute Zusammenfassung der Lage findet man hier:

http://bigthink.com/ideas/31595

  1. topi sagt:

12. März 2011 um 21:35

“Vielleicht war das in Japan auch der Fall im Kraftwerk. Vielleicht hat es vor dem Beben einen Test des Notfallsystems gegeben und der Stand des Diesels in den Tanks war sehr niedrig. Das würde erklären, daß die Notgeneratoren nur eine Stunde liefen. Oder man hat mit dem Wiederauftanken gezögert, weil die Kraftstoffpreise so hoch sind. Da gibt es viele, viele Möglichkeiten, was so alles schiefgehen kann.”

Vielleicht hat man auch das Ding einfach schon als beendet gesehen, und nichts mehr dran gemacht.

Oder mit “virtuellen Notstromaggragaten gearbeitet; schließlich haben sie ja etliche Blöcke, da muss ja nicht bei jedem ein kostbares Teil rumstehen.

  1. skellba sagt:

12. März 2011 um 21:59

Frau Gönner, Baden Württembergs Umweltministerin, gerade im SWR: wir alle wissen, daß die Nukleartechnik eine Risikotechnologie ist…. Ganz neue Töne von der CDU. War doch immer alles sicher bis jetzt und quasi risikolos…..

  1. Andreas Kreuz sagt:

12. März 2011 um 22:00

@topi

Lass’ doch solchen Unfug:

Oder mit “virtuellen Notstromaggragaten gearbeitet; schließlich haben sie ja etliche Blöcke, da muss ja nicht bei jedem ein kostbares Teil rumstehen.

Die Notstrom-Diesel haben die Abmessungen eines Schiffsmotors und sind fest in Gebäuden installiert.

Kann Dein Auto von 1000 km/h runter bremsen?
Schon getestet?

  1. topi sagt:

12. März 2011 um 22:09

@ Andreas Kreuz

Lies dir durch, was die Betreiberfirma sich in den letzten Jahrzehnten so geleistet hat.

Ich halte da nichts für unmöglich.

  1. ergo sum sagt:

13. März 2011 um 00:56

Das für Tokio erwartete Megabeben war es nicht, wgn, das könnte eines Tages noch bevorstehen. Hier ging es um eine 400 km weiter nördliche Plattenverschiebung des unterseeischen Grabenbruchs entlang der Küste. Unter Tokio hingegen stoßen gleich drei tektonische Platten zusammen. Doch zeigt das jetzige Beben bereits, dass das Transportsystem der 13-Millionenstadt einem Megabeben nicht gewachsen wäre.

  1. Michael sagt:

13. März 2011 um 01:07

@ergo
http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/recenteqsww/Maps/10/140_35.php

  1. matt_us sagt:

13. März 2011 um 03:40

@Holger
“Es mag sich lächerlich anhören:
Das Mobilfunknetz von Vodafon, ist besser abgesichert, als jedes AKW.”

LOL, Holger, wenn Du recht hast, ist es kein Wunder dass uns ab und zu ein AKW um die Ohren fliegt!

Guck Die mal den link an:

http://cantankerous.co.uk/?p=662

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